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Trichomycterus alternatus: Im Schatten des Vampirs13.03.2009


Weibchen

Fische haben das gleiche Problem wie Menschen: sie können sich ihre Verwandten nicht aussuchen! Und so leidet der gute Ruf eines kleinen Welses arg unter dem Leumund einiger seiner Vettern. Der am meisten gefürchtete Fisch Südamerikas ist der Candiru (hinter dem Namen verbergen sich mehrere Arten und Gattungen, das braucht an dieser Stelle aber nicht zu interessieren), denn dieser Fisch kann in die Harnröhre des Menschen eindringen, wenn dieser unter Wasser uriniert. Die Folge sind furchtbare, oft tödliche Infektionen, denn durch Widerhaken an den Kiemendeckeln kann der Fisch nicht wieder zurück. Er stirbt und verseucht sein Opfer von innen heraus.


Männchen

Natürlich ist das nicht der Lebenszweck des Candirus. Der liegt vielmehr darin, das Blut aus den Kiemen riesiger Raubwelse zu saugen. Wenn  ein Candiru in eine Harnröhre schwimmt, verirrt er sich also bloß. Aber auch das Blutsaugen macht den Candiru nicht eben sympathischer...


                 

Jungtiere

Das ist schade, denn der Candiru hat Verwandte, die ganz entzückende und hochinteressante Aquarienfische sind. Eine dieser Arten ist Trichomycterus alternatus aus Brasilien, die wir wieder einmal einführen konnten. Die etwa 10 cm lang werdenden Fische sind muntere und friedliche Fische, die an Bachschmerlen mit Schnauzbart erinnern. Besonders interessant ist, dass die Geschlechtsunterschiede (Männchen und Weibchen sind unterschiedlich gefärbt, dazu haben die Männchen längere und breitere Brustflossen) und die Jugendfärbung genau wie bei Bachschmerlen (Barbatula barbatula) sind.


                 

Weibchen


Bezüglich der Fütterung ist dieser Schmerlenwels völlig unproblematisch. Die Art liebt die Geselligkeit und sollte immer im Trupp gehalten werden, sonst sind die Fische scheu. Die Temperatur kann zwischen 22 und 25°C liegen, an das Wasser werden keine besonderen Ansprüche gestellt, es sollte allerdings sauber und sauerstoffreich sein. Da die Fische aus stark strömenden Bächen stammen, lieben sie entsprechend starke Filterung.

Text & Photos: Frank Schäfer






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