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Polypterus mokelembembe
Astronotus ocellatus wild, Kolumbien



Xyliphius cf. lepturus23.06.2016



Zum allerersten Mal konnten wir diesen extrem seltsamen Bratpfannenwels importieren. Die Augen der Art sind zu winzigen, schwarzen Punkten verkümmert. Das deutet auf eine strikt nächtliche oder grabende Lebensweise hin. Wir haben die Tiere aus Venezuela erhalten. Vermutlich handelt es sich um X. lepturus, doch können wir uns diesbezüglich noch nicht sicher sein.



Die Gattung Xyliphius wurde 1912 von Carl Eigenmann für die Art X. magdalenae aus Kolumbien beschrieben. Leider verwendet Eigenmann zwei verschiedene Schreibweisen gleichzeitig, nämlich Xiliphius und Xyliphius. Das führte in der Vergangenheit zu reichlich Verwirrung; man hat sich gegenwärtig auf Xyliphius geeinigt.



Es werden 7 Arten unterschieden; sie sind nur in wenigen Exemplaren in den Museumssammlungen der Welt repräsentiert. Die Maximallänge legt zwischen 8 und 15 cm. Unsere fünf Exemplare dürften demnach ausgewachsen sein, sie sind 8-10 cm lang. Erstmals ergibt sich nun die Gelegenheit, die Lebensweise dieser ungewöhnlichen Geschöpfe zu studieren.



Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 203464 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer





Oreochromis niloticus21.06.2016



Es gibt wohl keine Fischart auf der Welt, die gleichermaßen so verhasst und so geliebt ist, wie der Nil-Buntbarsch. Als Speisefisch, der als Allesfresser mit Schwerpunkt auf pflanzliche Nahrung auch in den allerärmsten Ländern der Tropen noch in Aquakultur wertloses Zeug in kostbares Fischeiweiß verwandelt, ist dieser Fisch, meist kurz als „Tilapia“ bezeichnet, extrem beliebt. Aber aus den Zuchtfarmen entwichene oder absichtlich ausgesetzte Exemplare haben sich weltweit zur schädlichsten invasivien Fischart überhaupt entwickelt.



Als Aquarienfisch wird der bis zu 50 cm lange, aber bereits mit 6-8 cm geschlechtsreife, maulbrütende  Buntbarsch nur selten gepflegt. Wir können derzeit sehr hübsche, gerade geschlechtsreife Tiere aus europäischer Aquarienzucht anbieten.



Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 555503 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer





Pseudanos winterbottomi und Anostomus ternetzi21.06.2016



In den vergangenen Jahren erhielten wir den Kopfsteher Pseudanos winterbottomi nur ganz vereinzelt als Beifang aus Venezuela. Meist fanden sich die Tiere bei Anostomus ternetzi oder Pseudanos trimaculatus. Jetzt konnten wir endlich eine gute Stückzahl dieser schönen Art gezielt einführen. Wir haben zwei Größen im Stock, nahezu ausgewachsene Tiere und 4-6 cm lange Exemplare. Es zeigte sich, dass die kleinen Tiere untereinander ziemlich friedfertig sind und ohne die Gefahr von Flossenbeschädigungen gemeinsam gepflegt werden können. Es müssen aber mindestens 10 Exemplare sein, sonst fangen sofort Rangstreitigkeiten an. Die größeren Exemplare halten wir sicherheitshalber einzeln. Die kleinen Exemplare schwimmen auch gerne im gemischten Schwarm mit Anostomus ternetzi.



Der Goldstreifen-Kopfsteher, Anostomus ternetzi, hat in Südamerika eine sehr weite Verbreitung. Gemeldet ist er aus Brasilien, Französisch Guyana, Guiana, Surinam und Venezuela. Wissenschaftlich beschrieben wurde die Art 1949 aus Venezuela. Und von dort haben wir ihn jetzt wieder einmal - gemeinsam mit Pseudanos winterbottomi - importieren können.



Dieser schöne A. ternetzi kann als eine der friedfertigsten Arten der Kopfsteher gelten. Zudem bleibt A. ternetzi deutlich kleiner als A. anostomus: während letzterer bis zu 16 cm Länge erreicht, ist A. ternetzi mit 12 cm ausgewachsen.



Bei ganz jungen Exemplaren von A. ternetzi ist das Längsband in der Körpermitte am oberen und unteren Rand nicht geradlinig, sondern wellenförmig, als würde es sich aus vielen, miteinander verschmolzenen Punkten zusammensetzen. Bei vielen Tieren verliert sich das mit dem Heranwachsen, bei anderen bleibt es aber so. Vielleicht handelt es sich um ein Geschlechtsmerkmal? Das Phänomen, dass Weibchen die Färbung von Jungfischen beibehalten, ist relativ weit unter Fischen verbreitet.

Pseudanos winterbottomi und Anostomus ternetzi kommen offenbar in der Natur gemeinsam vor.



Pseudanos winterbottomi wird etwa 15 cm lang, gehört also zu den mittelgroßen Kopfstehern. Die an den zuvor importierten Einzelstücken gemachten Erfahrungen deuten darauf hin, dass auch dieser Fisch wie alle anderen Kopfsteher zu pflegen ist, also in deckungsreichen, möglichst gut bepflanzten, größeren Aquarien.

Die chemische Zusammensetzung des Wassers ist unerheblich, man sollte die Tiere bei 26-28°C pflegen. Die beste Gesellschaft stellen andere Kopfsteher dar, z.B. die bereits erwähnten Arten, aber auch andere, friedliche Salmler, Buntbarsche und Welse. Bei der Fütterung ist auf den Bedarf an pflanzlichem Futter zu achten, sonst werden Aquarienpflanzen angefressen. P. winterbottomi frisst jegliches übliche Zierfischfutter.



Für unsere Kunden: Pseudanos winterbottomi hat Code 283742 (4-6 cm) und 283745 (8-10 cm) auf unserer Stockliste. Anostomus ternetzi hat Code 206001 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur in begrenzter Stückzahl lieferbar!

Lexikon: Pseudanos: bedeutet "falscher Anostomus". winterbottomi: Widmungsname für Richard Winterbottom, Kurator Emeritus für Ichthyologie am Royal Ontario Museum, Kanada. Anostomus: bedeutet "der mit dem oberständigen Maul". ternetzi: Widmungsname für Carl Ternetz (1870-1928).

Vorschlag eines deutschen Gebrauchsnamens für P. winterbottomi: Gestreifter Bambi-Kopfsteher

Deutscher Gebrauchsname für A. ternetzi: Goldstreifen-Kopfsteher

Text & Photos: Frank Schäfer






Pseudoloricaria sp.21.06.2016



Gestern stellten wir Ihnen eine brandneue „Hemiloricaria“ vor, deren Bestimmung uns Kopfzerbrechen bereitete. Inzwischen haben wir Fotos von der Bauchseite der Tiere anfertigen können, was das Rätsel löste: es sind gar keine Hemiloricaria, sondern Pseudoloricaria! Im Gegensatz zu Hemiloricaria ist die Unterlippe anders geformt und auch die Knochenplättchen auf der Bauchseite anders angeordnet. Pseudoloricaria gehören zu den maulbrütenden Hexenwelsen, bei den die Männchen die Eier, die auf einen Blatt abgelegt werden, an die Unterlippe heftet und mit sich bis zum Schlupf der Jungtiere herumträgt.



Zwei Arten von Pseudoloricaria sind gegenwärtig bekannt, die wissenschftlich beschriebene P. laeviuscula und eine wissenschaftlich noch unbeschriebene Art. Beide werden im Welsatlas Band 1 vorgestellt. Die unbeschriebene Art wird dort als P. sp. „Rio Negro“ bezeichnet, ist aber sehr viel weiter in Amazonien verbretet, nicht nur im Rio Negro. Ingo Seidel ist sich sicher, dass unsere Tiere der noch unbeschriebenen Art angehören. An ihn und alle anderen, die über die Identität der Art mit uns über facebook und instagramm diskutierten, sei an dieser Stelle herzlicher Dank gesagt.



Obwohl unsere Tiere bereits geschlechtlich voll differenziert sind - sie haben eine Länge von 12-14 cm - sind es wohl noch Jungtiere, denn beide Pseudoloricaria-Arten werden 30 cm lang oder sogar noch größer.

Text & Photos: Frank Schäfer





Moenkhausia phaeonota21.06.2016



Diese kleinbleibende (ca. 4 cm) Salmlerart aus dem Mato Grosso in Brasilien ist die einzige in der Gattung Moenkhausia mit einem derartigen Farb-Muster. Das führte schon bei der Erstbeschreibung (1979) dazu, die Gattungszuordnung nur provisorisch vorzunehmen. Bis heute blieb es bei dem Provisorium. Betrachte man die netten, leider nur extrem selten erhältlichen Tiere im Aquarium, so erinnert die Schwimmweise eher an die Schwanzdrüsensalmler (Stevardiinae). Wir können diesen raren Salmler jetzt wieder einmal anbieten.



Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 269003 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer





Papuligobius uniporus15.06.2016



Erstmals konnten wir diese interessante Süßwasser-Grundel aus Vietnam importieren. Die Art und die Gattung wurden erst 2003 beschrieben. Papuligobius uniporus wird rund 7,5 cm lang. Es gibt nur eine weitere Art der Gattung, P. ocellatus aus dem Mekong-Becken in Thailand. Sie wurde zwar bereits 1937 wissenschaftlich beschrieben, wurde bisher aber aquaristisch noch nicht bekannt. Der am einfachsten zu erkennende Unterschied zwischen P. uniporus und P. ocellatus besteht in der Färbung der Schwanzflosse, diese ist bei P. ocellatus gestreift, und der Färbung an der Basis der Brustflossen. Hier hat P. uniporus drei Augenflecken, P. ocellatus nur einen.



Untereinander sind die Grundeln recht streitbar. Sie besitzen ein ausgeprägtes Farbwechselvermögen, am häufigsten erscheinen sie tiefschwarz. Sie können jedoch auch einen hellen Längsstreifen zeigen oder ein Marmormuster.



Bezüglich der Wasserzusammensetzung sind die Tiere anspruchslos. Sie fressen jegliches Frost- und Lebendfutter passender Größe.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 441076 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer





Pseudomugil sp. "paskai Red-Neon" wurde wissenschaftlich beschrieben15.06.2016

Pseudomugil sp. "paskai Red-Neon" wurde wissenschaftlich beschrieben



Der 2012 erstmals importierte "paskai Red-Neon"-Pseudomugil war sicher eine der interessantesten und schönsten Neuentdeckungen der 2000er Jahre. Seit der Ersteinfuhr hat sich der Fisch gut im Hobby etabliert und als ebenso schöne wie anspruchslose Zierfischart herausgestellt.



Allerdings gab es Unstimmigkeiten mit dem wissenschaftlichen Namen. Konservierte Exemplare, ohne Farbe, waren am ähnlichsten zu Pseudomugil paskai, die jedoch im Leben ganz anders, erheblich schlichter gefärbt ist.



Jetzt wurde die Art darum wissenschaftlich als neue Spezies beschrieben und heißt nun korrekt Pseudomugil luminatus.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 446452 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Literatur:
Allen, G. R., Unmack, P. J. & R. K. Hadiaty (2016): Pseudomugil luminatus, a new species of Blue-eye (Teleostei: Pseudomugilidae) from southern New Guinea, with notes on P. gertrudae. Fishes of Sahul 30 (1): 950-961

Text & Photos: Frank Schäfer





Das neueste Goldstück: Nematobrycon palmeri15.06.2016



Der Kaisertetra, Nematobrycon palmeri, wird schon lange im Aquarium gepflegt und gezüchtet. Die Tiere im Handel sind fast ausschließlich Nachzuchten. Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis Zuchtformen entstehen. Eine sehr hübsche Zuchtform des Kaisertetras ist die xanthoristische, golden wirkende Mutante, bei der - ähnlich wie beim Goldfisch - die dunklen Farbpigmente am Körper fehlen. Es handelt sich aber nicht um Albinos. Abgesehen davon sind diese Kaisertetras genau wie die wildfarbenen Individuen zu pflegen und zu züchten.



Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 272652 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer







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