Suche nach lateinischen Namen:

Suche starten
Barbus fasciatus, Glühkohlenbarbe
Oligosarcus jenynsii
 
«zurück

Fischarchiv Aquarium Glaser GmbH

Serrasalmus maculatus und S. marginatus

Wenige Fische sind so allgemein bekannt, wie die Piranhas Südamerikas. Von diesen gibt es drei anerkannte Arten, der Gattungsname der schwarmbildenden Piranhas lautet Pygocentrus. Viel weniger bekannt ist, dass es neben diesen schwarmbildenden fleischfressenden Arten auch eine große Anzahl (weit über 20, die Systematik dieser Fische ist immer noch in der Erforschung) einzelgängerisch lebender Arten gibt, die neben kleinen ganzen Fischen etc. vor allem Flossen anderer Fische fressen. Diese Arten gehören in die Gattung Serrasalmus. In der Natur sind sie so weit verbreitet und häufig, dass man kaum einen größeren Fisch mit intakten Flossen finden kann. Aus Paraguay kennt man derzeit zwei Arten Serrasalmus, die wir beide importieren konnten, nämlich S. maculatus und S. marginatus. In der Färbung sind beide Arten fast identisch, doch unterscheiden sie sich etwas in der Körperform. S. maculatus hat einen nahezu geraden Rücken und eine am vorderen Rand gerade geschnittene Afterflosse, während bei S. marginatus der Rücken gewölbt ist. Bei dieser Art ist die Afterflosse vorne zu einem gut erkennbaren Haken ausgebildet. Die Körperzeichnung ist individuell sehr variabel, es gibt Exemplare mit vielen Punkten und solche mit wenigen, bei manchen sind die Punkte auch miteinander verschmolzen und bilden dann senkrechte Striche auf den Flanken. Alle diese Varianten finden sich innerhalb eines Importes, sind also keine geografischen Standortvarianten. Beide Serrasalmus-Arten werden etwa 20 cm lang. Aufgrund ihrer Ernährungsweise kann man sie nur einzeln und im Artenbecken halten. Lediglich zur Zucht (beide Arten betreiben Brutpflege; die Geschlechter lassen sich an der Form der Afterflosse unterscheiden, die beim Männchen größer ist) bringt man die Partner zusammen. S. maculatus wurde schon häufiger im Aquarium gezüchtet, er laicht bevorzugt in den Wurzeln von Schwimmpflanzen wie Eichhornia crassipes ab. S. marginatus ist eine ausgesprochene Rarität im Aquarium, Zuchtberichte sind uns nicht bekannt. In der Natur wurde beobachtet, dass die Art in Pflanzennestern in Bodennähe laicht. Im Aquarium kann man diese Piranha-Arten mit gefrosteten Futterfischen (Stinten) füttern, die gerne angenommen werden, dazu grobes Lebendfutter aller Art. Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 292264 (maculatus) bzw. 292303 (marginatus). Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Lexikon: Serrasalmus: latein, bedeutet "gesägter Lachs"; bezieht sich auf die sägeartige Beschuppung der Bauchvorderkante und die an Lachse erinnernde Fettflosse. maculatus: latein, bedeutet "gefleckt". marginatus: latein, bedeutet "gerändert". Text & Photos: Frank Schäfer

In die Datenbank aufgenommen 03.2010
Maximale Größe 20-25 cm
Verfügbare Größe 6-15 cm
Herkunft Paraguay
Weitere Bilder:  Weiteres Bild 1 öffnen Weiteres Bild 2 öffnen Weiteres Bild 3 öffnen
Datenblatt als PDF