Brachyhypopomus brevirostris

23. Juli 2014

Messerfische
gibt es in Afrika, Asien und Südamerika, wobei die Arten der Alten und
der Neuen Welt nicht näher miteinander verwandt sind. Als Aquarienfische
sind Messerfische von besonderem Reiz, denn ihr eleganter Schwimmstil,
der durch der langen über den Bauch und den Schwanz reichenden
Afterflosse entsteht, ist faszinierend anzusehen. Wie Geister gleiten
die Tiere vorwärts wie rückwärts durch das Wasser.

Wir
haben zur Zeit einige sehr selten importierte Messerfische im Stock.
Brachyhypopomus brevirostris ist eine Art, die etwa 20-40 cm lang wird,
dabei aber nur so dick wie ein Daumen wird. Es handelt sich um einen
Vertreter der Familie Hypopomidae. B. brevirostris ist weit in
Südamerika verbreitet, unsere Tiere stammen aus Peru. Männchen und
Weibchen unterscheiden sich deutlich in der Kopfform, Männchen werden
zudem größer und bei unverletzten Exemplaren haben sie auch eine kleine
Schwanzflosse, die den Weibchen fehlt. Allerdings sind in ihrer Heimat
offenbar viele Fische darauf spezialisiert, Messerfischen einen Teil
ihres Schwanzes abzubeißen. Als einzige Fische können südamerikanische
Messerfische darum den Schwanz inklusive der Wirbelsäule regenerieren.

Untereinander
sind Brachyhypopomus angenehm friedlich. Es handelt sich um
Kleintierfresser, die leicht mit Frost- und Lebendfutter zu ernähren
sind. Wie alle südamerkanischen Messerfische besitzen auch diese ein
schwach elektrisches Organ, das sie ähnlich wie Fledermäuse ihren
Ultraschall einsetzen. So können sich südamerikanische Messerfische auch
in vollständiger Dunkelheit bewegen, ohne jemals anzustoßen.

Für
unsere Kunden: die Tiere haben Code 210805 auf unserer Stockliste.
Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer