Gymnogeophagus balzanii

4. Juli 2014

Sie haben ein Zimmeraquarium, das sie nicht heizen möchten? Vielleicht sogar im Sommer ein beschattetes Aquarium im Freien? Oder einen Gartenteich, der im Sommer auch mit tropischen Fischen besetzt werden könnte? Dann wäre die Anschaffung von Gymnogeophagus balzanii, der aus dem südlichen Südamerika stammt und daher niedrige Temperaturen toleriert oder besser sogar braucht, durchaus eine Überlegung wert. Denn diese bis maximal 20 cm groß werdenden Cichliden sind trotz ihrer Größe absolut friedlich und akzeptieren Temperaturen zwischen 10 und 30 °C, sofern die Spitzenwerte nur kurzfristig erreicht werden. Da sie zudem auch recht genügsam sind, spielen die weiteren Wasserwerte nur eine untergeordnete Rolle und auch die Ernährung kann hauptsächlich mit Trockenfutter erfolgen. Auch wenn sie Frost- oder gar Lebendfutter natürlich lieber fressen und dies dann auch mit intensiveren Farben und einer gesteigerten Laichwilligkeit äußern. G. balzanii ist ein larvophiler Maulbrüter und so kümmern sich die Weibchen in den ersten 24-30 Stunden um die meist auf einem Stein abgelegten Eier und erst nach dieser Zeit kaut das Weibchen die Larven aus den Eihüllen und bebrütet sie anschließend über 8 Tage in ihrem Mundraum. Das Männchen kümmert sich nicht weiter um die eigene Brut. Die Larven sind zum Zeitpunkt des ersten Freischwimmens noch sehr klein und benötigen oftmals noch kleinere Nahrung als Artemianauplien, was die Aufzucht evtl. etwas erschweren kann. (Text & Photo: Thomas Weidner)

Angaben zum Tier
Herkunft Argentinien, Brasilien, Uruguay