Dr. Axel Zarske hat im Jahr 2008 bei der Überprüfung einer neu importierten Art (bei uns bislang als Boehlkea sp. „Sky Blue“ bezeichnet) herausgefunden, dass es sich um den echten Boehlkea fredcochui handelt. Die seit Jahrzehnten als B. fredcochui bezeichneten Fische repräsentierten hingegen eine wissenschaftlich noch nicht erfasste Art der Gattung Knodus, die zu Ehren von Dieter Bork als Knodus borki beschrieben wurde.

Geblieben ist der Gebrauchsname Blauer Perusalmler. Erstmals importiert wurden die Tiere um 1956. Die damalige Fundortangabe „Leticia“ (Kolumbien) bezog sich auf die Stadt, aus der der Export erfolgte. Bis zum heutigen Tag ist Leticia im Dreiländereck von Peru, Brasilien und Kolumbien einer der wichtigsten Umschlagplätze für Zierfische in Amazonien. Etliche Raritäten werden sogar ausschließlich über Leticia verschickt, obwohl sie aus relativ weit entfernten Gegenden stammen, einfach weil sich in Leticia die Infrastruktur befindet, die eine Vermarktung der Tiere erst ermöglicht. Tatsächlich kommt Knodus borki aber in der Umgebung von Iquitos vor. Im Hobby gehört der Blaue Perusalmler zum Standardangebot. Er st ganzjährig verfügbar, meist als Nachzucht, gelegentlich aber auch als Wildfang. Es gibt auch eine Albino-Zuchtform.
Knodus borki wird 4-5 cm lang (Totallänge, inklusive Schwanzflosse) und ist ein sehr friedlicher, höchst aktiver Schwarmfisch. Pflanzen und eventuelle Mitbewohner im Aquarium werden nicht belästigt. Die Pflege der quirligen Tiere ist einfach. man sollte sie im Trupp von mindestens 10 Exemplaren pflegen. Arttypisch ist die etwas „hängende“ Schwimmweise. Sie ist nicht so extrem wie bei den Schrägstehern, aber besonders dann, wenn die Fisch einmal kurz innehalten (und der Fotograf scharfstellen und abdrücken kann) fällt das ins Auge. Jedes als Trinkwasser geeignete Leitungswasser eignet sich zur Pflege der Tiere, die Wassertemperatur kann zwischen 22 und 26°C liegen. Gefressen wird jedes handelsübliche Zierfischfutter passender Größe. Männchen und Weibchen unterscheiden sich farblich nur wenig, die hellen Zonen in den Zipfeln der Schwanzflosse sind bei Männchen jedoch deutlicher ausgeprägt. Es handelt sich um Freilaicher ohne Brutpflege.
Für unsere Kunden: das Tier hat – je nach Größe – Code 210001 bis 210004 (Wildfang) und 210011 bis 210014 (Nachzucht) auf unserer Stockliste. Der sehr selten im Handel befindliche „echte“ Boehlkea fredcochui hat Code 210051 bis 210053. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Text & Photos: Frank Schäfer


