Schlagwort-Archiv: Kampffisch

Betta splendens „Emerald Candy“

9. November 2018

Dies ist die neuste Betta-Creation der südostasiatischen Züchter. Ein mehrfarbiger Kurzflosser, bei dem matte Beschuppung und smaragdgrün glänzende Körper- und Flossenpartien wundervoll miteinander kontrastieren.

Wir habe jetzt erstmals eine handverlesene Selektion dieser neuen Züchtung von Betta splendens „Emerald Candy“ erhalten.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 39077 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Betta splendens Black Knight Pla Kat

28. September 2018

Schwarze Ritter – so nennt man in Thailand diesen wunderschönen, kurzflossigen Kampffisch, den wir zur Zeit anbieten können. Die Tiere sind so intensiv schwarz gefärbt, dass man auf normal belichteten #Photos keinerlei Detail erkennen kann, sie wirken einfach wie eine schwarze Fläche. Wenn man aber kräftig überbelichtet, so sieht man, dass die schwarze Farbe eigentlich ein tiefes, dunkles Braun ist, das praktisch alles Licht schluckt.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 390081 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Betta splendens Wild

6. Oktober 2017

Die Wildformen der Betta splendens-Gruppe sind selbst für Spezialisten nur sehr schwer sicher zu bestimmen und in manchen Fällen gelingt eine zweifelsfreie Zuordnung auch gar nicht. Gegenwärtig werden in dieser Gruppe folgende Arten unterschieden: Betta imbellis, B. mahachaiensis, B. siamorientalis, B. smaragdina, B. splendens und B. stiktos, wobei man die Gruppe nochmals feiner unterteilen kann in eine Betta smaragdina-Untergruppe (mit B. mahachaiensis, B. smaragdina und B. stiktos) und eine Betta splendens-Untergruppe im engeren Sinne, die die übrigen Arten umfasst.

Die Arten der engeren Betta splendens-Untergruppe kann man nur anhand der Prachtfärbung der Männchen sicher unterscheiden. Hierbei spielt die Kopfzeichnung eine entscheidende Rolle. Bei Betta imbellis befindet sich am Hinterrand des Kiemendeckels ein blauer Streifen, davor, also hinter dem Auge, ein weiterer blauer Streifen, bei B. splendens und B. siamorientalis wird der Kopf in der Erregung schwarz und nur am hinteren Rand des Kiemendeckels befindet sich ein roter bis gelblicher Streifen. Alle anderen Zeichnungmerkmale des Körpers und sämtliche Proportionen überlappen in weiten Bereichen und sind zur Artbestimmung ungeeignet. Durch DNS-Analysen ist jedoch die Identität dieser drei Arten relativ gut belegt.

Wir haben jetzt aus Thailand Wildfänge von einer Betta splendens-Form erhalten. Die Tiere wurden in der Umgebung von Kanchanaburi gefangen. Es sind sehr temperamentvolle Fische mit viel Rot in der Färbung. Lassen Sie sich bitte nicht von der lanzettlichen Schwanzflosse des fotografierten Männchens täuschen, das ist eine individuelle Sache, die bei älteren Männchen aller Arten auftreten kann. Alle anderen Männchen, die wir erhalten haben, haben eine „normale“, runde Schwanzflosse.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 390013 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Eine weitere neue Kampffisch-Zuchtform: Fancy Dragon Pla Kat

9. Juni 2017

Kampffische liegen voll im Trend. Ihre prächtigen Farben und die leichte Züchtbarkeit sind dafür ausschlaggebend, aber auch ihr interessantes Verhalten und die unproblematische Pflege. Gegen artfremde Fische sind Kampffische friedlich, nur mir schleierflossigen Guppys sollte man sie nicht halten: die könnten mit Artgenossen verwechselt und angegriffen werden.

Bisher war die Mutation der langen Rückenflosse nur bei der Zuchtform „Splittail“ bekannt, bei der die Schwanzflosse längsgeteilt ist. Der Splittail wird bisher ausschließlich als schleierflossiges Tier gezüchtet, wobei man wissen muss, dass das Gen für die Schleierflossigkeit dominant vererbt wird; es bedarf also einiger züchterischer Kniffe, um kurzflossige Tiere (Pla Kat) dieses Schlags zu erzielen. Die nun erstmals im Markt erschienenen Fancy Dragon Pla Kat sind zwar kurzflossig, aber mit langer Rückenflosse. Die Schwanzflosse ist kein Splittail – diese Flossenform ist zumindest in Europa wenig beliebt – sondern erinnert mehr an einen Halfmoon, wenngleich eine gewisse Fältelung der Schwanzflosse darauf hindeutet, dass Splittail hier im Spiel war.

Jedes Exemplar des Fancy Dragon Pla Kat ist individuell unterschiedlich gefärbt. Bezüglich des Verhaltens sind es typische Kampffische mit dem arttypischen, angeborenen Kampfverhalten. Das beginnt mit einem Drohen mit abgesenktem Kiemenboden und abgestellten Kiemendeckeln, dann kommt es zu seitlichem Drohen mit weit aufgespannten Flossen, wobei die Bauchflossen wie Flaggen geschwenkt werden. Erst nach einiger Zeit geht der ritualisierte, körperkontaktfreie Kampf in einem Beschädigungskampf über, wobei die Kontrahenten zunächst „leere“ Bisse in Richtung der Flossen des Gegners machen. Zu diesem Zeitpunkt trennen wir die fotografierten Tiere, damit es nicht zu Flossenschäden kommen kann. Wenn wir sie zusammen lassen würden, käme es zu tatsächlichen Bissen in die Flossen, die dadurch ziemlich zerfleddert werden (der Thai-Ausdruck Pla Kat bedeutet „Beiß-Fisch“). Irgendwann gibt einer der Gegner auf, zu tödlichen Kämpfen kommt es normalerweise nicht und die Flossen wachsen vollständig nach. Trotzdem ist es meist nicht möglich, mehrere Männchen dauerhaft gemeinsam zu halten.

Text & Photos: Frank Schäfer

Betta splendens – Kämpfer Pla Kat Luk Maw

5. Mai 2017

Es dürfte allgemein bekannt sein, dass der Kampffisch Betta splendens, den Aquarianer gewöhnlich im Aquarium pflegen, keine Wildart darstellt, sondern ein Haustier. Ursprünglich wurde es – ähnlich wie Kampfhühner und Kampfhunde – für Wettkämpfe gezüchtet. Erst in den 1920er Jahren, als der Zierfisch-Markt in Europa und den USA immer bedeutender wurde, begannen findige Zücher auch schleierflossige Tiere und bunte Exemplare gezielt zu vermehren. Für die Wettkämpfe waren diese Fische unbrauchbar.

Bis heute gibt es aber auch die Tradtion der Wettkämpfe in Asien. Wegen der hohen Geldsummen, die hier oft verwettet werden und die die Wettsüchtigen in den Ruin treiben, sind sie zwar gesetzlich eingeschränkt, aber vielerorts auch geschütztes Kulturgut. 

Bei uns in Mitteleuropa ist man nicht an Wettkämpfen zwischen Tieren interessiert, bei uns steht die Empathie mit dem Tier im Zentrum des Interesses. Aber trotzdem ist es für engagierte Liebhaber sehr spannend, auch diese echten Kämpfer unter den Kampffischen – die Thai nennen sie Pla Kat Luk Maw, was übersetzt Beiß-Fische der Erdttöpfe heißt – einmal kennenzulernen. „Erdtöpfe“ bezieht sich auf die Tongefäße, in den die Zucht dieser Fische durchgeführt wird. Erstaunlich ist vor allem, dass den Tieren fast jegliches Rot in der Färbung fehlt. Auch die Kiemenhäute, die in Erregung abgespreizt werden, sind rabenschwarz, wie fast der gesamte Fisch. Es gibt Pla Kat Luk Maw vor allem in Blau, gelegentlich treten auch türkisfarbene Fische auf.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 391019 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir fast ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur in sehr begrenzter Stückzahl lieferbar!

Text & Photos: Frank Schäfer

Betta simplex

12. April 2017

Dieser kleinbleibende (5-6 cm) Maulbrüter aus Thailand erweitert die schöne Palette interessanter Betta-Wildfänge, die wir gerade anbieten können. Betta simplex ist ein enger Verwandter der Arten Betta picta von Java, Betta falx von Sumatra und Betta taeniata von Borneo. Alle diese Arten hatte wohl einen gemeinsamen Vorfahren. Die Männchen der genannten Betta-Arten erkennt man an einem breiten blauen oder grünen Saum (rötlich bei B. falx) entlang der Afterflosse und der Schwanzflosse. Noch sind unsere B. simplex nicht ausgewachsen, aber geschlechtsreif und sie lassen schon erahnen, wie schön sie einmal werden. Anders als viele andere Betta-Wildformen brauchen B. simplex kein weiches Wasser. Im Gegenteil, sie kommen aus einem Gebiet im Süden Thailands (bei Krabi), wo Kalkgestein vorherrscht. 

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 387752 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Betta ferox

17. März 2017

Gelegentlich erhalten wir Wildfänge dieses sehr seltenen Betta. Die maulbrütende Art kommt nur in einem kleinen Gebiet in Thailand vor (Bori Pat), wo sie in Bächen mit weichem, leicht saurem Wasser schwimmt. Die Wassertemperatur dort beträgt ca. 25°C. Die Maximallänge der Art liegt bei ca. 8 cm, Männchen werden generell größer als die Weibchen. Die Weibchen weisen zudem weniger Glanzschuppen am Körper auf.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 381343 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer