Schlagwort-Archiv: L-Wels

Squaliforma cf. emarginata L11

3. August 2018

Zu den Harnischwelsen, die der Wissenschaft bereits am längsten bekannt sind, zählt dieser 1840 ursprünglich als Hypostomus emarginatus beschriebene Fisch. Seither wurde er in verschiedene Gattungen gestellt; 2001 in Squaliforma und 2016, nachdem Squaliforma in die Synonymie von Aphanotorulus gestellt wurde, zu Aphanotorulus. Dem folgt man aber allgemein noch nicht, weshalb auch wir konservativ den Namen Squaliforma emarginata verwenden.

Leider ist der Fundort des Exemplares, auf dem die Erstbeschreibung beruht, unbekannt. Es wurden fünf L-Nummern für diesen Fisch vergeben, alle von unterschiedlichen Fundorten, die praktisch den gesamten Orinoko- und Amazonas-Einzug umfassen (L11 aus Brasilien, Rio Xingu bei Altamira, L108 aus Ecuador, Oberlauf der Rio Napo, L116 aus Brasilien, Rio Trombetas, L131 aus Brasilien, Rio Tapajós, L153 aus Venezuela, Rio Apure). Da unsere gerade im Stock befindlichen Fische aus dem Rio Xingu stammen, ist die L-Nummer 11 passend.

L11 kann gut 40 cm lang werden und gilt als sehr friedliche, für entsprechend große Aquarien sehr gut geeignete Art. Speziell L11 wird nur sporadisch angeboten; wie die Bilder zeigen, handelt es sich um sehr hübsche Tiere.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 26480-L 011-4 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Leporacanthicus triactis L91 Variante

27. April 2018

Der Rüsselzahnwels Leporacanthicus triactis aus Venezuela ist ein schöner Aquarienfisch, der viele gute Eigenschaften aufweist. Neben der attraktiven Färbung wird er nicht übermäßig groß (ca. 30 cm, die meisten Exemplare bleiben aber auch in der Natur erheblich kleiner) und ist als Allesfresser gut mit allen üblichen Fischfuttermitteln zu ernähren.

Von Zeit zu Zeit tauchen sehr attraktive Einzeltiere der Art auf, die eine gefleckte oder netzartige Grundfärbung haben. Wir haben jetzt das siebte Exemplar in 20 Jahren erhalten – da kann man also durchaus von einer Rarität sprechen!

Für unsere Kunden: das Tier hat Code 26480-L091Y-4 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Micracanthicus vandragti L280

20. April 2018

Man könnte meinen, bei diesem außergewöhnlichen Saugwels aus dem Rio Ventuari in Venezuela handele es sich um die Jugendform eines Leporacanthicus, z.B. L240 oder L241. Tatsächlich ist L280 aber eine Zwergform, die kaum größer als 5 cm wird. Bislang sind immer nur einzelne Tiere im Handel aufgetaucht, aber jetzt gelang uns der Import von etlichen Exemplaren, so dass zu hoffen ist, das irgend einem Züchter auch die Vermehrung der niedlichen Tiere gelingt und der aquaristische Bestand dadurch gesichert ist. Von allen Harnischwelsen – es gibt über 1.000 Arten – ist diese Art wegen der geringen Endgröße in Kombination mit der attraktiven Färbung sicher die begehrenswerteste für Besitzer kleiner und mittlerer Aquarien.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 26480-L 280-1 auf unserer Stockliste. Btte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Guyanancistrus guahiborum L106

11. April 2018

Wir haben gerade sehr hübsche Jungtiere von L106 aus Venezuela im Stock. Vom ansonsten sehr ähnlichen L122 unterscheidet sich L106 durch den höheren Körperbau. Die Maximallänge von L106 wird mit rund 15 cm angegeben, gegenwärtig sind unsere Exemplare 4-6 cm lang.

Die Art wurde im Jahr 2005 von Werneke, Armbruster, Lujan & Taphorn als Hemiancistrus guahiborum wissenschaftlich beschrieben. Die Art kommt im Orinoko-Einzug verbreitet vor, Typuslokalität ist der Rio Ventuari bei raudales Tencua. Als artcharakteristisches Merkmal, das sie von allen anderen wissenschaftlich beschriebenen Arten der Verwandtschaftsgruppen um Hemiancistrus und Peckoltia unterscheidet, wird der orangefarbene Saum in Rücken- und Schwanzflosse genannt. Unter L-Wels-Aquarianern ist man sich ziemlich einig, dass die Art zu Guyanancistrus zu stellen ist. 

L106 sind Aufwuchsfresser und friedliche Gesellen, man sollte sie, wie alle L-Welse aus dem Orinoko-Einzug, bei höheren Wassertemperaturen (28-30°C) pflegen, ansonsten sind sie anspruchslos.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 26480-L 106-1 auf unserer Stockliste. Btte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Leporacanthicus sp. L326

15. Dezember 2017

Dieser ungewöhnliche Leporacanthicus aus dem Orinoko erhielt bereits 2002 seine L-Nummer; der damalige Import kam aus Kolumbien, wo der Wels in der Umgebung von Puerto Carreño gefangen worden sein soll. Wir haben jetzt aus Venezuela diese Art erhalten, die sich von allen anderen Leporacanthicus ähnlicher Färbung durch die zweizipfelige Schwanzflosse unterscheidet. Seit der ersten Vorstellung in der DATZ hat man allerdings nichts mehr von dem Fisch gehört, weshalb wir zunächst dachten, es handele sich bei unseren Tiere um eine völlig neue Art. Ingo Seidel gab den entscheidenden Hinweis, herzlichen Dank dafür.

Dieser Leporacanthicus soll eine Länge von ca. 25 cm erreichen können. Gattungstypisch ist die Maulform mit dem zu einer Art Barteln ausgezogenen Oberlippenrand und den langen Fangzähnen, mit denen die Tiere in der Natur vermutlich Schnecken aus ihren Häusern ziehen. Jedenfalls ist die Art ein Fleischfresser und kein Aufwuchsfresser wie viele andere Harnischwelse.

Die weiße Fleckung fällt individuell sehr unterschiedlich aus, wie die Bilder zeigen. Arttypisch scheinen jedoch – neben der Schwanzflossenform – die hellen Ränder der Rücken- und Schwanzflosse zu sein.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 26480-L 326-1 (4-6 cm) und 26480-L 326-3 (8-10 cm) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großandel beliefern. Nur wenige Tiere lieferbar!

Text & Photos: Frank Schäfer

L 168 Zonancistrus brachyurus

18. Oktober 2017

Aus Brasilien haben wir gerade wunderschöne L168 im Stock. Im Falle dieser Welse ist die L-Nummer verlässlicher als der wissenschaftliche Name, denn aufgrund mehrerer Fehlbestimmungen wurde die Art zunächst als Peckoltia pulcher, dann als Dekeyseria pulcher, manchmal auch als Zonancistrus pictus bezeichnet. Der gültige Name ist aber wohl Zonancistrus brachyurus. Es kommt zudem immer wieder zu Verwechslungen mit Zonancistrus sp. L52 aus dem Orinoko-Einzug.

Zonancistrus brachyurus wird ca. 15 cm lang und stammt aus dem Rio Negro. Da diese Art innerartlich sehr verträglich ist, kann man sie gut in größeren Gruppen pflegen; dann kann auch die Zucht gelingen, wobei für Zuchtversuche sehr weiches Wasser mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 6 bei Temperaturen von 26-28°C empfohlen werden. Es sind typische Höhlenlaicher. 

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 26480-L 168-4 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Außerodentlich schöne Hypancistrus debilittera (L129) eingetroffen!

2. April 2017

Gerade ist Import-Saison für L-Welse aus dem Orinoko und wir haben darum zahlreiche Arten im Stock. Darunter natürlich auch Hypancistrus debilittera, der vor seiner wissenschaftlichen Erstbeschreibung den provisorischen Namen „L129“ trug. Es handelt sich dabei um eine hübsche, kleinbleibende Art mit einem gewaltigen Spektrum an Zeichnungsmustern. Es gibt wohl keine zwei Exemplare, die absolut identisch aussehen. Die Maximallänge liegt bei rund 10 cm.

Zur Zeit fällt uns auf, dass fast alle Exemplare, die wir erhalten, deutlich kontrastreicher gefärbt sind, als wir das sonst gewohnt sind. Woran das liegt wissen wir nicht, aber es gefällt uns sehr!

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 26480-L129-1 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Peckoltia sp. Red Tiger L209

24. März 2017

Als wir diesen wunderschönen Harnischwels erstmals importierten, war seine Identität mit zuvor eingeführten Arten nicht zu ermitteln. Erst jetzt scheint es allgemein akzeptiert zu sein, dass es sich dabei um L209 handelt. L209 ist eine typische Peckoltia-Art, ein Allesfresser, der etwa 15 cm Länge erreicht. Die Fische stammen aus dem Rio Madeira. Zwischenzeitlch ist auch die Nachzucht gelungen, so dass dieser schöne Fisch hoffentlich dem Hobby erhalten bleibt.

Text & Photos: Frank Schäfer