Schlagwort-Archiv: Poecilia

Poecilia velifera „Dalmatiner“

8. Januar 2021

Mindestens drei Arten der Mollys sind die Ausgangsarten der zahlreichen Zuchtformen, die es heute von diesen Fischen gibt: Poecilia sphenops, P. latipinna und P. velifera. Eventuell war auch P. mexicana beteiligt, aber das ist unklar, da diese Art lange Zeit als Synonym zu P. sphenops galt.

Einige Farb- und Flossenmerkmale konnten nur durch Artkreuzungen in  den Stämmen etabliert werden, andere treten aber auch in der Natur bei wildlebenden Mollys auf. Dazu zählt das Gen für die Schwarzfärbung, das man bei vielen Naturpopulationen aller vier genannter Arten findet. In seiner maximalen Ausprägung führt es zum so genannten Black Molly. 

Sehr beliebt sind derzeit die schwarz gesprenkelten Mollys, die nach der Hunderasse als „Dalmatiner“ bezeichnet werden. In freier Natur kommt nur ein schwarz geprenkeltes Exemplar unter tausenden normal gefärbter Tiere vor, aber die Farbeigenschaft lässt sich, da sie auf nur einem Allel und in beiden Geschlechtern vererebt wird, gut in Selektionszucht etablieren (wenn eine Eigenschaft von mehreren Allelen, möglicherweise sogar auf verschiedenen Chromosomen vererbt wird, wird die Zucht kompliziert).

Der größte der Dalmatiner-Mollys ist der Segelkärpfling – und der schönste! 

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 433053 (lg) und 433054 (7-8 cm) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Poecilia sp. Central America

8. Mai 2020

Gerade können wir ein ganz besonderes Schmankerl für die Freunde lebendgebärender Zahnkarpfen anbieten: einen wissenschaftlich noch unbeschriebenen Wildmolly!

Es handelt sich um Wildfangnachzuchten der F1 einer Spezies aus dem Formenkreis um Poecilia sphenops. Die Elterntiere wurden auf einer wissenschaftlichen Expedition gesammelt. Die Artbeschreibung wird gerade vorgenommen, weshalb wir uns verpflichtet haben, keine weiteren Informationen über die Tiere herauszugeben, um die wissenschafliche Arbeit nicht zu gefährden. Rund 50 Exemplare haben wir von unserem Züchter erhalten. Sie sind derzeit 4-5 cm groß, werden aber wohl nocht etwas zulegen.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 280577 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Limia vittata

19. Juli 2019

Einen ganz entzückenden Lebengebärenden haben wir von einem Züchter aus Thailand erhalten: Limia vittata. Aquaristisch ist diese Art, die ursprünglich aus Kuba stammt, zwar schon sehr lange bekannt: als Erstimportdatum wird 1913 genannt. Im Hobby sind die Tiere aber nur sporadisch erhältlich. Das ist kaum zu verstehen, denn jedes Tier hat ein individuell unterschiedliches Tupfenmuster, wodurch sich ein Schwarm sehr ansprechend präsentiert.

Mit bis zu 10 cm Länge gehören die Weibchen zu den größten Arten der Lebendgebärenden Zahnkarpfen überhaupt, wenn diese Angabe denn stimmt. Manchmal kann man sich nur schwer des Eindrucks erwehren, dass auch früher schon manchmal den Autoren „die Gäule durchgingen“ und sie etwas Anglerlatein poduzierten… aber auf jeden Fall sollte man den Tieren möglichst große Aquarien zur Verfügung stellen, damit sie auswachsen können.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 424892 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Poecilia (Limia) tridens

15. März 2019

Über die systematische Position der auf den karibischen Inseln lebenden Lebendgebärenden Zahnkarpfen herrscht keine Einigkeit. Nach anatomischen Merkmalen gilt die Gattung Limia heute meist als Synonym zu Poecilia, sie haben aber doch so viele eigenständige Merkmale, dass Limia als Untergattung fast immer mit genannt wird.

Aquaristisch ist das nicht so sehr wichtig, ob Limia nun Gattung oder Untergattung ist; viel bedeutsamer ist, dass es sich um wunderhübsche Tiere handelt. Wir haben zur Zeit P. tridens als Teichnachzuchten aus Südostasien im Sortiment. Alle Limia-Arten sind wärmeliebend, sollten also bei Temperaturen über 24°C gepflegt werden. Damit sich kräftig gefärbte, dominante Männchen ausbilden sollte man diese Tiere möglichst im Schwarm gehalten werden, also mehrere Männchen mit mehreren Weibchen. Alle Limia-Arten brauchen pflanzliche Beikost; Algen, Flockenfutter auf pflanzlicher Basis, überbrühter Salat, Spinat oder Löwenzahn decken diesen Bedarf.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 424873 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Guppy Endler Cross „Santa Maria Bleeding Heart“

8. März 2019

Seit dem Jahr 2015 kennt man bei uns diesen ausgesprochen attraktiven Guppy, der eine Kreuzung von den Arten Poecilia reticulata und P. wingei ist und dessen Entwicklung dem japanischen Züchter Kenichiro Tamura zugesprochen wird. Vom gewöhnlichen Guppy hat dieser Fisch die etwas robustere Gestalt, vor allem der Weibchen, und das weniger intensive Balzverhalten geerbt, während die Zierlichkeit der Männchen und die Schwanzflossenzeichnung vom Endler-Erbe kommt. 

Wer hier genau mit wem gekreuzt wurde, ist uns nicht bekannt; es gibt schon seit längerer Zeit Endler-Guppys mit schwarzem Sattelfleck, z.B. der „Yellow Half Tuxedo“ (https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/ganz_neu_endlerguppy_yellow_half_tuxedo_de/), die sehr deutliche farbliche Zweiteilung des Körpers zeigt unter den Guppys u.W. nur der „Rio Morichal“ (https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/wildguppy_rio_morichal_de/).

Wie auch immer: Santa Maria Bleeding Heart ist ein wunderschöner, lebhafter und niedlicher Fisch und nach Aussage unserer Züchter sogar reinerbig. Wir bieten die Tiere mit passenden Weibchen an.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 419109 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Black Molly = Black Molly?

19. Januar 2019

Manchmal schauen wir uns auch die alltäglichen Arten etwas genauer an; man neigt ja dazu, Fische wie den Black Molly im Handel nur nach den Gesichtspunkten: 1. sind die Fische gesund und stabil? und 2. sind sie gut gewachsen? zu beurteilen. 

Doch Black Molly ist gewiss nicht gleich Black Molly. Je nachdem, welche Wildart im jeweiligen Stamm dominiert – bekanntlich sind Black Mollys durch mehrfache Kreuzung verschiedener Wildarten entstanden, wobei die bereits in der Natur vereinzelt auftretenden Schwärzlinge (Melanos) in bestehende Aquarienstämme von Molly-Arten eingekreuzt wurden – unterscheiden sie sich teils erheblich voneinander.

Ganz aktuell bieten wir z.B. Black Mollys aus Sri Lanka an, die sehr nach der Wildart Poecilia latipinna, dem Breitflossenkärpfling, kommen. Besonders schön sind hier dominante Männchen, die einen roten Saum entlang der prächtigen Rückenflosse aufweisen.

Eine andere Black Molly Form erhalten wir aus Vietnam. Sie steht den Arten Poecilia sphenops und P. mexicana näher, die Rückenflosse ist viel kleiner als bei der vorher erwähnten. Dafür entwickeln die Alpha-Männchen einen orangefarbenen Saum entlang der Schwanzflosse, was sehr attraktiv wirkt.

Nicht als Black Molly, sondern als schwarzen Segelkärpfling bezeichnet man die prächtigen Tiere, die nach der Art Poecilia velifera schlagen. Sie werden deutlich größer als die anderen schwarzen Mollys. 

Für unsere Kunden: Black Mollys aus Sri Lanka haben Code 432003, solche aus Vietnam 432132 und schwarze Segelkärpflinge 433004 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Neue Hochzuchtguppys: Koi Red Tuxedo Red Nose und Full Black

21. November 2018

„Neu“ bedeutet in diesem Fall nicht, dass es die Farbschläge so der so ähnlich nicht auch schon vorher gab, sondern dass wir einen neuen Züchter haben, der diese und weitere Hochzuchtguppys paarig und farbschlagrein an uns abgibt, so dass wir wirklich fantastische Tiere weitergeben können. Auch innerhalb der Hochzuchtguppys gibt es selbstverständlich eine gewisse Varianz.

Für unsere Kunden: Koi Red Tuxedo Red Nose hat Code 419088, Full Black 419089 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Guppy „Red Smoke“

12. September 2018

Glasbelly-Guppys produzieren aufgrund einer genetischen Besonderheit kein Guanin – das ist der silberne Farbstoff, die Fische glitzern lässt. Dadurch werden sie mehr oder weniger durchsichtig, da das Guanin normalerweise das Licht reflektiert und so wie ein Spiegel die Durchsicht verhindert. Meist werden Glasbelly-Guppys als Albinos gezüchtert. Fällt nämlich auch noch das schwarze Melanin weg, so wird die Durchsicht perfekt.

Nun mag nicht jeder Albinos und darum gibt es auch andere etablierte Glassbelly-Stämme, jedoch sind fast alle blond, also von gelb-roter Färbung. Wir haben jetzt erstmals von einem deutschen Züchter eine Anzahl Glasbelly-Rauchguppys erhalten. Ihnen fehlt zwar das Guanin, nicht aber das Melanin. Wir finden, es sind aparte Tiere und zudem sehr vital.

Die Linie entstand durch Verpaarung eines normalfarbigen Männchens mit einem Albino-Glassbelly-Weibchen. Die Jungtiere waren alle wildfarbig, also mit normaler Guanin-Ausprägung, die Gene des Vaters waren also erwartungsgemäß dominant. Die zweite Generation erbrachte aber gemäß der Mendelschen Regeln einen Anteil  Glassbellys mit schwarzen Augen, woraus die Red Smoke gezüchtet wurden. Noch ist der Stamm nicht durchgezüchtet, aber das macht ja nichts. Für die Zierfischzucht gilt bekanntlich: der Weg ist das Ziel!

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 419091 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur in begrenzter Stückzahl lieferbar!

Text & Photos: Frank Schäfer

Poecilia caucana

5. September 2018

Der in Kolumbien, Venezuela und Panama beheimatete Cauca-Molly (Poecilia caucana) gehört mit einer Gesamtlänge von 3 – 5 cm zu den kleiner bleibenden lebendgebärenden Zahnkarpfen. Auffällig ist eine gelb – orange gefärbte Rückenflosse und ein violett-metallischer Glanz sowie beim Männchen die im vorderen Teil orangefarbene Schwanzflosse

.Die an verschiedenen Fundorten im Einzugsgebiet des Rio Cauca gemessenen Wasserwerte mit pH Werten von 8,2 – 8,6 und Leitfähigkeiten zwischen 360 und 420 Mikrosiemens/cm lassen den Fisch als für die meisten mitteleuropäischen Leitungswässer bestens geeigneten Aquarienbewohner erscheinen.

Er mag höhere Temperaturen, diese sollten zwischen 26 und 28°C liegen. Als fleißige Algenvertilger sind Cauca-Mollies ständig auf der Suche nach Nahrung. Alle gängigen Fischfutterarten werden bei entsprechender Brockengröße gierig verspeist. Bei entsprechender Pflege wird sich früher oder später mit Sicherheit auch Nachwuchs einstellen. Die Tiere, die wir derzeit anbieten können, sind Nachzuchten aus Südostasien.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 424713 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Photos: Frank Schäfer, Text: Klaus Diehl

Guppy Endler Red Chest Saddleback

28. Mai 2018

Vor einigen Jahren konnten wir erstmals Guppys importieren, die als besonderes Farbmerkmal einen tiefschwarzen Sattelfleck, beginnend am Ansatz der Rückenflosse, aufwiesen. Diese Tiere wurden als Yellow Half Tuxedo bezeichnet (siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/ganz_neu_endlerguppy_yellow_half_tuxedo_de/).

Eine Weiterentwicklung dieses Stammes stellt der Red Chest Saddleback dar, bei dem sowohl Wert darauf gelegt wird, dass sich rote Farbelemente auf der Brust (engl: chest) befinden, als auch, dass die Schwanzflossenzeichnung gegenüber dem typischen Endlertyp farbiger ist. Wir können jetzt diese Variante als deutsche Nachzucht anbieten, es handelt sich um den Stamm, den der japanische Züchter Hiroshi Sugino entwickelt hat.

Die „echten“ Weibchen der Saddleback-Endlerguppys erkennt man übrigens gut an den schwarzen Fleck an der Basis der Schwanzflosse. 

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 419125 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer