Schlagwort-Archiv: Zwergbuntbarsch

Wallaceochromis signatus

6. Juni 2017

Vor seiner wissenschaftlichen Beschreibung im Jahr 2004 war dieser Fisch als Pelvicachromis sp. „Bandi 1“ oder „Guinea“ bekannt. Die Art ist immer sicher daran zu erkennen, dass das Weibchen einen Fleck auf dem Schwanzstiel hat. Normalerweise hat das Weibchen nur einen Fleck in der Rückenflosse; das Fotomodel aus unserem aktuellen Guinea-Import ist eine individuelle Ausnahme. Die zahlreichen Punkte in der Rückenflosse beim Männchen sind ein weiteres, arttypisches Merkmal von W. signatus.

Man sollte den Tieren – wie allen Buntbarschen dieser Verwandtschaft – unbedingt feinen Sand als Bodengrund gönnen, denn sie durchwühlen ihn leidenschaftlich gern nach Fressbarem. Zusätzlich dient dieses buddeln der Gesundheit der Fische.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 560454 auf unserer Stockliate. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur in begrenzter Stückzahl lieferbar!

Text & Photos: Frank Schäfer

Apistogramma borellii Paraguay wild

11. März 2017

Aus Paraguay haben wir wunderschöne Wildfänge dieses Zwergcichliden erhalten, der sich ideal für die Pflege und Zucht im Aquarium eignet. Im Gegensatz zu vielen anderen Zwergbuntbarschen ist A. borellii nämlich ziemlich anspruchslos bezüglich der Wasserzusammensetzung. Auch in mittelhartem, leicht alkalischen Wasser ist die Art gut zu pflegen und zu züchten. Im Verhalten entspricht A. borellii den meisten anderen Apistogramma: es handelt sich um in Polygamie (jedes Männchen lebt in Haremsverbänden mit mehreren Weibchen) lebende Höhlenbrüter, wobei dem Weibchen der Löwenanteil der Aufzuchtarbeit zukommt. Allerdings entspricht A. borellii unter den vielen Apistogramma-Arten noch am ehesten menschlichen Moralvorstellungen. Auch die paarweise Pflege ist möglich und manchmal beteiligen sich auch die Männchen an der Jungenaufzucht. Einige Wochen im Jahr sollte man diese Fische in ungeheizten Aquarien pflegen. Sie danken es mit langem Leben und erhöhter Vitalität.

Bei der aktuellen Photosession entdeckten wir durch Zufall, dass die Zeichnung der Tiere im Nacken Augenflecken darstellen. Dadurch wirken sie für Fressfeinde größer, als sie sind. Ein unseres Wissens bisher noch nie dokumentiertes Phänomen bei Apistogramma!

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 615703 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Apistogramma: altgriechisch, bedeutet „mit unzuverlässiger Linie“; es ist nicht klar, ob sich das auf das Seitenlinienorgan oder Zeichnungselemente bezieht. borellii: Widmungsname.

Deutscher Name: Reitzigs Zwergbuntbarsch, „Reitzigi“

Apistogramma personata Mitu

10. Februar 2017

Über die Identität dieses Zwergbuntbarsches, der zu den absoluten Top-Raritäten gehört, herrscht Uneinigkeit. Fest steht, dass Uwe Werner und Mitreisende ihn als erste 1995 bei Mitu, einer kleinen Stadt am Rio Vaupes in Kolumbien sammelten und auch ein paar Tiere mitbringen konnten, deren Zucht jedoch leider nicht gelang. Diese Tiere wurden in der aquaristischen Literatur als Apistogramma personata vorgestellt. Uwe Römer ordnet diese Tiere im Cichliden-Atlas jedoch der Art Apistogramma brevis zu. Beide Arten – A. brevis und A. personata – sind extrem schlecht erforscht, so dass derzeit keine abschließendes Urteil gebildet werden kann. Wir haben uns lediglich deswegen für die Bezeichnung „A. personata Mitu“ entschieden, weil diese aquaristisch besser bekannt ist.

Farblich sind diese Zwergbuntbarsche keine Offenbarung, jedoch sehr interessant. Das Farbwechselvermögen ist sehr groß (alle Bilder zeigen die gleichen Individuen, ein Männchen und zwei Weibchen). Sehr interessant ist die Tatsache, dass das Männchen in Erregung auf den Kiemendeckeln Augenflecken entwickelt, die sonst nicht sichtbar sind.

Für unsere Kunden. die Tiere haben Code 626484 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur in kleiner Stückzahl lieferbar!

Text & Photos: Frank Schäfer