Schlagwort-Archiv: L-Wels

L501 Hypanacistrus sp. Mitu

25. Februar 2022

Snowball-Plecos gehören zu den größten Hypancistrus-Arten. Sie können bis zu 20 cm Länge erreichen. Die Angehörigen der Gruppe sind leicht an den auffälligen schwarzen Säumen in Rücken- und Schwanzflosse zu erkennen. 

Die Unterscheidung der aquaristisch bekannten Form hingegen ist kniffelig und ohne Kenntnis der Herkunft manchmal schlicht unmöglich. Am geläufigsten ist aquaristisch L102, der eigentliche Snowball Pleco, der aus dem Rio Negro in Brasilien stammt. Er hat im typischen Fall schneeweiße Punkte, klein auf dem Kopf, groß auf dem Körper, meist ist die Rückenflosse ebenfalls mit großen weißen Tupfen geziert. Die zweite Form, Hypanacistrus inspector, stammt aus dem Orinoko-Einzug in Kolumbien und Venezuela (Typusfundort: Río Casiquiare, Einzug des Amazonas, etwa 10 Fluss-Kilometer oberhalb der Rio-Negro-Mündung). Er hat sehr kleine, weiße Punkte am ganzen Körper und die schwarz gefärbte Zonen der Flossensäume sind deutlich schmaler als bei L102. Und dann gibt es noch L501, der aus den Stromschnellen des Rio Cuduari bei Mitu (Kolumbien) stammt. Bei ihm sind die am ganzen Körper relativ kleinen Punkte meist orange-rosa gefärbt und die Rückenflosse bei erwachsenen Tieren meist fleckenlos. Aber diese Farbunterscheidungen sind Ideal-Vorstellungen. Es gibt alle denkbaren Übergänge in den Import-Sendungen.

Wir haben jetzt jedenfalls sehr attraktive L501 aus Kolumbien im Stock, die gut den farblichen Erwartungen entsprechen, die man an sie hat.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 26480-L 501-4 (10-12 cm) und 26480-L 501-5 (12-15 cm) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Baryancistrus xanthellus L18, L81, L81n, L177

14. Oktober 2020

Etwa von Ende Mai bis Ende September dauert die Fangsaison der schönen Goldsaum-Harnischwelse der Gattung Baryancistrus. Obwohl die Fische in der Natur als ausgesprochen häufig gelten, zudem im Flachwasser angetroffen werden und als Speisefische seit jeher genutzt werden, wurden sie erst 2011 wissenschaftlich als Baryancistrus xanthellus beschrieben. 

Obwohl L18, L81, L81n und L177 aus wissenschaftlicher Sicht allesamt als zur gleichen Art gehörig gelten, werden sie im Zierfischhandel mit unterschiedlichen L-Nummern belegt, da sie unterschiedlich gefärbt sind. Alle Baryancistrus xanthellus kommen aus dem Rio Xingu und dessen Nebenflüssen. Man kann vier Farbformen unterscheiden: L18, der „Golden Nugget“, hat relativ große Punkte, er kommt aus dem Hauptfluss. Wesentlich kleinere Punkte hat hingegen L81, der offenbar gemeinsam mit L18 im Hauptfluss vorkommt. Die größten Punkte von allen hat L177, der aus einem Nebenfluss des Xingu stammt, dem Rio Iriri. Seit kurzer Zeit ist zudem eine Form auf dem Markt, die bezüglich des Punktmusters L81 gleicht, jedoch wesentlich breitere Flossensäume hat und zudem kräftigere Gelbfärbung. Da für diese Form noch keine L-Nummer verfügbar ist, bezeichnet man sie im Handel als L81n „New Stardust“ (das „n“ steht für „neu/new“). Über die exakte Herkunft dieser Tiere ist nichts bekannt, lediglich, dass auch sie aus dem Xingu stammen sollen.

Bei allen vieren variieren die Punktgrößen, die Breite der Flossensäume und der Gelbanteil in der Färbung erheblich, so dass es manchmal bei Einzeltieren nur schwer möglich ist, sie einer L-Nummer zuzuordnen. Im Alter – alle vier können 25-30 cm lang werden – sehen alle relativ gleich aus und die Punkte sind viel kleiner als bei den Jungtieren. 

Die Zucht der Tiere kann auch im Aquarium gelingen. Es sind typische Höhlenbrüter. Allerdings führen die besonderen Ansprüche dieser Tiere dazu, dass es nur sehr selten zu Zuchterfolgen kommt.

Zunächst muss man wissen, dass der Xingu ganzjährig relativ warmes Wasser führt. Die Welse sind empfindlich gegen Temperaturen unter 28°C. Dann sind es ausgesprochen futterbedürftige Tiere, die in der Natur daran angepasst sind, ständig ein relativ nährstoffarmes Futter aufzunehmen. Mit einer oder zwei Fütterungen am Tag kommen diese Welse nicht aus. Schließlich sind es territoriale und zänkische Tiere, die entsprechend Platz brauchen, wenn sie einmal die 20-cm Marke überschritten haben.

Zusammenfassend kann man daher sagen, dass die Baryancistrus L18, L81, L81n uns L177 zwar sehr schöne und begehrenswerte Fische sind, die Pflege und Zucht im Aquarium aber nur gelingen kann, wenn man auf ihre sehr speziellen Ansprüche intensiv eingeht.

Zur Zeit haben wir besonders schöne L81 und L81n im Stock, von denen wir Ihnen hier aktuelle Bilder präsentieren.

Text und Photos: Frank Schäfer

Hypancistrus sp. L500

7. August 2020

In nördlichen Zuflüssen des Amazonas, nämlich dem Rio Nhamunda (L475), dem Rio Padauari (L499) und dem Rio Uatumá (L500) gibt es einander sehr ähnliche Hypancistrus, die als Gemeinsamkeit einen relativ gedrungenen Körperbau haben. Farblich ähneln sie sehr dem aus dem oberen Orinoko stammenden Hypancistrus furunculus (L199). Alle vier Hypancistrus sind farblich extrem variabel, es gibt sehr kontrastreich schwarz-weiß gezeichnete Tiere, aber auch viele, die – vor allem im Alter – recht düster gefärbt sind.

Da L500 derzeit nur als Nachzucht zur Verfügung steht, versuchen die Züchter naturgemäß, die attraktiven Tiere mit hohem Weißanteil in der Grundfärbung bevorzugt zu vermehren.

Alle vier genannten Hypancistrus sind friedliche Fische, die Größen von 12-15 cm erreichen und keine besonderen, von den anderen Hypancistrus abweichenden Ansprüche an die Pflege im Aquarium stellen.

Für unsere Kunden: L500 hat Code 26480-L 500X-1 (3-4 cm) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Hypancistrus sp L471 „dwarf, big spots“

16. März 2020

Aus dem Rio Ventuari in Venezuela haben wir diesen außerordentlich hübschen Hypancistrus erhalten, der sehr ähnlich zu H. inspector, H. contradens und L201 ist, jedoch erheblich größere Punkte hat, die zudem leicht gelblich wirken. Zumindest Wildfänge von L471 scheinen deutlich kleiner als die anderen genannten  Hypancistrus zu bleiben und kaum über 6 cm hinaus zu wachsen. Das macht sie natürlich für Besitzer kleinerer Aquarien besonders attraktiv. Nachzuchtexemplare – die Art ist, wie alle Hypancistrus, ein Höhlenbrüter – können allerdings etwas größer werden (um 8 cm). 

Wichtig für die erfolgreiche Pflege der ansonsten anspruchslosen Tiere sind vergleichsweise hohe Wassertemperaturen, die im Bereich von 26-30°C liegen sollten, sowie eine gute Filterung. Hypancistrus sind keine Algenfresser, sondern nehmen bevorzugt Frost- und Trockenfutter zu sich. Ein Stück rohe Kartoffel, Möhre oder Zucchini wird aber auch benagt, man sollte diese Futtermittel aber sparsam einsetzen, da sie, wenn sie zu faulen beginnen, das Wasser erheblich belasten.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 26480-L 471-1 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

L128 Blue Phantom

3. Februar 2020

Eine „offizielle“ Gattungszuordnung dieses beliebten Harnischwelses aus Venezuela gibt es nicht, aber die L-Wels-Freunde sind sich weitgehend einig, dass es sich wohl um einen Vertreter der Gattung Hemiancistrus handelt. Wir haben zur Zeit hübsche Wildfang-Jungtiere von rund 3-4 cm im Stock, dazu auch ein paar kleinere und ein paar größere Tiere. Die Art erreicht eine Länge von über 25 cm. Die Fische sind individuell recht unterschiedlich gezeichnet.

Die Pflege von L128 ist nicht schwierig, man sollte angesichts der Endgröße keine allzu kleinen Becken dafür wählen. Wichtig ist, dass die Wassertemperatur vergleichsweise hoch ist, der Orinoko hat im Herkunftsgebiet dieser Fische stets eine Temperatur zwischen 28 und 33°C. Unter 25°C sollte die Temperatur darum nur ausnahmsweise sinken.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 26480-L 128-1 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Peckoltia sp. L135

27. März 2019

Gerade ist Saison für eine der schönsten Peckoltia-Arten, nämlich L135. Sie stammt aus dem Rio Negro und ist leicht an dem „Wurmlinienmuster“ auf dem Kopf zu erkennen. Nur Peckoltia braueri aus dem Takutu River und L121 aus Guyana haben ebenfalls ein solches Muster, doch eine deutlich andere, weniger kontrastreiche Körperfärbung.

Die Art wird etwa 15 cm lang. Die Männchen (in unseren Bildern das orangefarbene Tier, die Färbung an sich ist aber kein Geschlechtsmerkmal) unterscheiden sich von den Weibchen (das weiße Tier) nur geringfügig in der Körperform, so dass Paare oft nicht leicht zusammengestellt werden können. Andererseits ist die Zucht der attraktiven Tiere im Aquarium bereits geglückt.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 26480-L 135-1 (4-6 cm) und 26480-L 135-5 (11-14 cm) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Hypostomus rhantos L242

13. März 2019

Mit fast 150 akzeptierten Arten ist die Gattung Hypostomus (im weitesten Sinne) die artenreichste Gruppe der Saugwelse. Leider gibt es keine aktuelle Revision aller Arten und so ist die Bestimmung von Hypostomus meist eine mühselige Angelegenheit, bei der am Ende oft nur ein fragwürdiges Ergebnis steht.

Erfreulich einfach ist Hypostomus rhantos zu erkennen, der vor seiner wissenschaftlichen Beschreibung die L-Nummer 242 erhielt. Das feine Punktmuster und die ins Orange tendierende Färbung machen die Art nahezu unverwechselbar; lediglich Hypostomus micromaculatus aus Surinam hat ähnlich kleine Punkte.

Hypostomus rhantos ist farblich ziemlich attraktiv und sicher eine der schönsten Hypostomus-Arten. Er stammt aus dem oberen Orinoko in Venezuela, wird ca. 20 cm lang und ist ein typischer Aufwuchsfresser. Als Beifang erhielten wir noch einige Hypostomus sp. L192 und eine Hypostomus-Art aus der Cochliodon-Gruppe, die mit L192 farblich fast identisch ist, jedoch eine ganz andere Bezahnung hat; es handelt sich dabei wohl um Hypostomus (Cochliodon) sculpodon oder um eine unbeschriebene Art.

Für unsere Kunden: Hypostomus rhantos hat Code 26480-L 242-2 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Panaqolus sp. L351

12. Dezember 2018

Aus Peru kommt ein Panaqolus, der sich besonders durch das kleine Auge und die lang ausgezogenen Schwanzflossenfilamente auszeichnet. 

Die Art erhielt mit L351 eine eigene Codenummer. Leider wird L351 nur sehr selten importiert, weil die meisten Photos der Art einen düster gefärbten, wenig attraktiven Fisch zeigen. In Wirklichkeit ist das Tier nach einer gewissen Eingewöhnung aber ausgesprochen hübsch gefärbt! L351 gehört nach Meinung mehrerer Harnischwels-Spezialisten in die Gattung Panaqolus und wird nur etwa 15-20 cm lang. Ein großer Anteil der Nahrung dieser Fische ist Holz, das niemals im Aquarium fehlen darf. Weil durch das Holzfressen viel Kot und damit Unmengen an Schmutz entstehen (Holz ist äußerst nährstoffarm, auch wenn Darmbakterien das Holz für Panaque verdaubar machen, müssen die Fische sehr viel fressen, um ihren Energiebedarf zu decken), muss eine groß dimensionierte Filteranlage installiert werden.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 26480-L 351-3 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

L264 Leporacanthicus joselimai Nachzuchten

26. September 2018

Leporacanthicus joselimai  (L264)stammt aus dem Rio Tapajós in Brasilien und wird 15-20 cm lang. Er gehört zu den fleischfressenden Arten der Saugwelse und sollte dem entsprechend mit einer breiten Palette von Futtermitteln, wie Frostfutter, Granulaten, Flocken  etc. ernährt werden. Da die Futteraufnahme vorwiegend nachts erfolgt, muss man die Futtergaben entsprechend planen.

In der Gruppe gepflegt sind L. joselimai sehr lebhaft und verträglich, während einzeln gehaltene Tiere sehr scheu sind und oft aggressiv auf andere Beckenbewohner reagieren. 

Die Zucht dieser schönen Harnischwelse ist noch kein alltägliches Ereignis und so freuen wir uns, sehr hübsche Nachzuchtexemplare von derzeit 4-6 cm Länge als deutsche Nachzucht anbieten zu können.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 26480-L 264X-1 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Panaque sp. L330

15. August 2018

Der „Full Spotted Royal Pleco“ gehört zu den sehr schönen Vertretern der holzfressenden Harnischwelsgattung Panaque. Die Art wird rund 40 cm groß. Leider zeigen erst frühestens halbwüchsige Exemplare, ob ein „Full Spotted“ aus ihnen wird. Jungtiere dieser und etlicher ähnlicher Formen sind nicht unterscheidbar und haben allesamt ein Streifenmuster. Wir konnten jetzt endlich wieder einmal einige ca. 15 cm (Standardlänge) bzw. 19 cm (inklusive Schwanzflosse) L330 aus Kolumbien importieren.

Sehr interessant ist, dass bei diesen halbwüchsigen Tieren scheinbar bereits die Geschlechter unterschieden werden können. Ein Exemplar mit gelbem Schwanzflossensaum erscheint jedenfalls bezüglich Kopf- und Körperform ziemlich zweifelsfrei ein Männchen zu sein; das entsprechende vermutliche Weibchen hat nur gelbe Zipfel an der Schwanzflosse.

Leider verursachten diese vergleichsweise großen Fische einen ziemlichen Sandsturm im Fotobecken und Sandkörnchen setzten sich auch nachdem sich die Fische wieder beruhigt hatten auf dem Körper der Tiere ab. Sie haben also keinesfalls Ichthyophthirius, keine Sorge, die hellen Punkte sind nur Sand.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 26480-L 330-7 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur weniger Exemplare lieferbar!

Text & Photos: Frank Schäfer