Schlagwort-Archiv: Lasiancistrus

L92/L194 Lasiancistrus tentaculatus

7. April 2022

Unter Harnischwelsfreunden scheint man sich einig zu sein, dass der sehr weit im Orinoko-Einzug von Kolumbien und Venezuela verbreitete L92, der später nochmals eine L-Nummer erhielt, nämlich L194, mit dem im Jahr 2005 beschriebenen Lasiancistrus tentaculatus identisch ist. L. tentaculatus wird allerdings als mehr oder weniger einfarbig braun beschrieben, während L92 ganz anders gefärbt ist: auf der vorderen Körperhälfte, etwa bis zum Ansatz der Rückenflosse finden sich viele helle Tüpfel, auf der hinteren Körperhälfte hingegen nicht. Deswegen passt auch den Name „Kopfpunkt-Deltaschwanzwels“ sehr gut. Typisch für Lasiancistrus ist die Färbung der Schwanzflosse: die untere Hälfte ist viel kräftiger pigmentiert als die obere. Im Falle von L92 ist die untere Schwanzflossenhälfte rostrot.

Lasiancistrus-Arten sind typische Algenfresser, brauchen aber auch weiches Holz zur Nahrungsergänzung. Sie eignen sich perfekt für Diskus-Aquarien als „Scheibenputzer“, da sie mit den  üblicherweise etwas höheren Temperaturen in Diskusaquarien gut zurecht kommen. Mit rund 10-12 cm ist L92 ausgewachsen, er gehört damit zu den kleinsten Lasiancistrus-Arten.

Wir können diesen Höhlenlaicher, der gerne Steinspalten zum Ablaichen nutzt, jetzt als deutsche Nachzucht anbieten.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 26480-L 092-3 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Lasiancistrus heteracanthus

10. März 2021

Aus Peru konnten wir den nur sehr selten eingeführten Rotaugen-Deltaschwanzwels, Lasiancistrus heteracanthus, in kleiner Stückzahl importieren. Diese Art erreicht eine Gesamtlänge von 15-18 cm und neben dem namensgebenden roten Auge fällt besonders der hübsche, rotbraun gefärbte untere Schwanzflossenlappen auf.

Lasiancistrus sind hervorragende Algenfresser und passen in nahezu jedes Gesellschaftsaquarium. Die Wassertemperatur sollte etwas höher als üblich liegen, 25-29°C sind ideal. Das Wasser in der Natur ist dort, wo diese Art lebt, nur schwach sauer oder leicht alkalisch; der pH-Wert braucht darum nicht besonders niedrig zu sein und sollte im Gegenteil möglichst nicht unter pH 6 sinken.

Wie nahezu alle ancistrinen Welse ist auch diese Art ein Höhlenbrüter. Ein in der Natur gefundener Laichballen von L. heteracanthus umfasste gut 200 Eier, die in einer Höhle in einem im Wasser liegenden Baumstamm deponiert waren. Das Männchen bewacht den Laich.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 264952 (5-7 cm) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur in begrenzter Stückzahl lieferbar!

Lexikon: Lasiancistrus: latein, bedeutet „struppiger Ancistrus“, was sich auf die Hautstacheln (Odontoden) bezieht. heteracanthus: altgriechisch, bedeutet „mit unterschiedlichen Stacheln“.

Text & Photos: Frank Schäfer