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Astronotus ocellatus Oscars 12-15 cm Mixed Colour

4. Dezember 2019

Warum der Oscar Oscar heißt? Ehrlich gesagt, so ganz genau weiß man das nicht. Aber sicher ist, dass der Name in den USA entstand. 1936 erschien in der Fachzeitschrift ”The Aquarium” ein Aufsatz von E. W. Clarke über Astronotus. Clarke besaß ein Pärchen namens Lena und Oscar. 1949 berichtete Gene Wolfsheimer in der Zeitschrift „The Aquarium Journal“, dass die Aquarianer in Kalifornien Astronotus-Buntbarsche als Oscars bezeichneten (Wayne Leibel, Aquarium USA Annual 2001). Aber es ist auch denkbar, dass das Wort ”Oscar” eine Verballhornung des wissenschaftlichen Namens (also Astronotus) oder aber des Tupi-Wortes für alle möglichen größeren Buntbarsche ”Acara” ist. Tupi ist die Sprache der ursprünglich, vor der Ankunft der Europäer in Amerika in Brasilien lebenden Menschen.

Der Oscar ist trotz seiner stattlichen Größe – er kann über 45 cm lang und 1,5 kg schwer werden, wenngleich solche Riesen sehr selten sind; gewöhnlich werden Oscars 25-30 cm lang – ein beliebter Aquarienfisch. Nur wenige Fischarten vereinigen so prächtige Farben und so viel Ausstrahlung in sich, zudem sind Oscars, jedenfalls für Fischverhältnisse, ziemlich intelligent und sind irgendwann deutlich mehr Haustier als Aquarienfisch.

Wir haben gerade einige sehr schöne, 12-15 cm große Oscars verschiedener Farbschläge im Stock, die ihre Jugend in einem Gartenteich in Südfrankreich verbracht haben und zu kräftigen Halbwüchsigen herangewachsen sind. Uns liegen keine Informationen darüber vor, ob sie während ihrer Zeit in Frankreich besondere Freunde des Films „Oscar“ mit Luis des Funes geworden sind.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 632906 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Dichotomyctere ocellatus (früher: Tetraodon biocellatus)

29. März 2019

Díe Grünen Kugelfische (Gattung Dichotomyctere) sind die bekanntesten Aquarienkugelfische. Es sind Brackwassertiere, bei denen man, möchte man sie in reinem Süßwasser pflegen, besonders auf den pH-Wert achten sollte. Ein pH unter 8 bekommt ihnen auf die Dauer nicht und das Wasser sollte möglichst hart sein. Am einfachsten gelingt die Pflege im Brackwasser, 5-10 Gramm Seesalz/Liter genügen.

Dichotomyctere-Arten können manchmal zänkisch werden und beißen anderen Fischen dann die Flossen ab. Man muss darum bei der Vergesellschaftung etwas vorsichtig sein. Am besten pflegt man sie in Gruppen mit ihresgleichen, 6-10 Exemplare sind ideal.

Die kleinste Dichotomyctere-Art ist D. ocellatus; sie ist mit 8 cm ausgewachsen und zudem außerordentlich hübsch. Ganz früher wurde sie mit dem Drachenkugelfisch (Pao palembangensis) verwechselt und darum findet man sie in der älteren Literatur auch unter der Bezeichnung Tetraodon palembangensis. Davon blieb der deutsche Gebrauchsname Palembang-Kugelfisch. 

Wir haben derzeit sehr schöne Exemplare in verschiedenen Größen im Stock.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 262504 (4-5 cm) und 262505 (5-6 cm, das sind die fotografierten Exemplare) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Astronotus ocellatus Kolumbien

24. August 2018

Wir haben wunderschöne Jungtiere des Oskars aus Kolumbien importieren können. Anders als die großen Exemplare sind Jungfische dieser Art ausgesprochene Schwarmfische, die sich bei einer echten oder vermeintlichen Bedrohung zu einer richtigen „Fischkugel“ zusammenballen. So erklärt sich auch zwanglos die beim Einzelfisch so auffällige Zeichnung: im Schwarm wirkt sie gestaltsauflösend, genau wie die Tarnkleidung der Militärs. 

Man sollte sich freilich nicht von den großen, unschuldigen Kulleraugen dieser Fischpersönlichkeiten täuschen lassen: der Oskar ist ein Raubfisch und schon 5-6 cm lange Exemplare sehen in ausgewachsenen Guppys lediglich eine Mahlzeit. Für Gesellschaftsbecken eignen sich Astronotus darum nur dann, wenn eventuelle Mitbewohner zu groß sind, um gefressen zu werden. Dann allerdings zeigt sich der Oskar von seiner guten Seite: für Großcichlidenverhältnisse sind die Vertreter dieser Gattung nämlich als ziemlich friedfertig einzustufen.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 632501 (4-6 cm) und 632502 (4-7 cm) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Parasphaerichthys ocellatus

20. April 2018

Aus Burma kommt diese Rarität unter den Labyrinthfischen. Die entzückenden Tierchen werden nur 2-3 cm lang. Obwohl eine enge Verwandtschaft zu den maulbrütenden Schokoladenguramis besteht und auch die Eier von P. ocellatus die charakteristische Oberflächenstruktur von Maulbrüter-Eiern haben, hat sich die Art als Schaumnestbauer entpuppt. 

In der Natur lebt die Art unter großen Temperaturschwankungen. Tagsüber kann die Temperatur in den kleinen, schlammigen Gewässern, in denen der Fisch lebt (das Wasser dort ist weich und leicht alkalisch) leicht auf 25-28°C ansteigen, nachts sinkt die Temperatur anschließend oft bis auf 15°C. Man sollte die Tiere also, wenn irgend möglich, bei schwankenden Temperaturen pflegen (Heizung mit der Beleuchtung an und aus schalten), sonst werden die Fische auf lange Sicht krankheitsanfällig.

Für unsere Kunden: die Tierchen haben Code 441233 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Parasphaerichthys: altgriechisch, bedeutet „ähnlich Sphaerichthys“. Sphaerichthys ist eine andere Fischgattung. ocellatus: bedeutet „besitzt einen Pfauenaugenfleck“.

Vorschlag eines deutschen Gebrauchsnamens: Pfauenaugen-Mini-Schokogurami

Text & Photos: Frank Schäfer