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Parambassis lala Nachzucht

21. September 2022

Der Zwerg-Glasbarsch, Parambassis lala, kommt weit verbreitet in Südasien vor; man findet ihn in Indien, Burma und Nepal. Früher wurde dieser Zwerg, der nie großer als 2-3 cm wird, für den Jungfisch anderer Arten gehalten, weshalb in der Literatur völlig falsche Größenangaben (bis 8 cm) und auch völlig falsche ökologische Angaben (angeblich sei er ein Brackwasserfisch, was aber nicht stimmt) zu finden sind. In Wirklichkeit lebt P. lala nur in reinem Süßwasser und bleibt klein.

Allerdings gibt es mehrere Formen dieser Art, die sich bei genauerem Hinsehen vielleicht noch als separate Spezies herausstellen werden. Wildfänge erhalten wir gelegentlich aus Indien (siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/parambassis-lala/), aus Südostasien aber auch Nachzuchten. Hierzulande züchtet man Zwergglasbarsche nur selten, da der Fressreflex der Larven nur von den Nauplien einer bestimmten Kleinkrebs-Art (Diaptomus) ausgelöst wird. Ohne dieses Futter ist ein Aufzuchtversuch ziemlich zwecklos. 

Zwergglasbarsche sind entzückende Aquarienbewohner, die stets wie kleine Zinnsoldaten durch das Becken „stolzieren“. Die Männchen balzen temperamentvoll um die Weibchen, ohne jedoch aggressiv zu werden. Abgelaicht wird in feinfiedrigen Pflanzen, Brutpflege üben Zwergglasbarsche nicht aus.

Bezüglich des Wassers (pH, Härte) sind Zwergglasbarsche anspruchslos, die Temperatur kann zwischen 16 und 30°C liegen (in Abhängigkeit von der Jahreszeit, keine plötzlichen Temperaturschwankungen!). Gefressen wird ausschließlich Frost- und Lebendfutter, Trockenfutter wird strikt verweigert.

Für unsere Kunden: Der Zwergglasbarsch hat Code 441282 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Parambassis pulcinella

23. März 2020

Wir konnten wieder einmal den absonderlichsten aller Glasbarsche importieren: Parambassis pulcinella. Dieser Süßwasserfisch stammt aus klaren Flüssen in der Grenzregion zwischen Thailand und Burma. Die Maximallänge beträgt etwa 10 cm. Untereinander sind die Fische ziemlich friedlich, man jagt sich gelegentlich, doch ist das harmlos. Es ist günstig, diese schönen Fische im Trupp (8-10 Exemplare) zu pflegen. Nach unserer Erfahrung ist eine kräftige Strömung für das Wohlbefinden der Tiere sehr günstig. Wie alle Glasbarsche braucht auch diese Art Lebend- und Frostfutter als Nahrung, Trockenfutter wird meistens verweigert. 

Wozu der eigenartige Buckel gut ist, weiß kein Mensch. Aber die Männchen haben größere Buckel als die Weibchen, weshalb es möglicherweise etwas mit dem Sexualleben der Tiere zu tun hat, über das man allerdings auch noch nichts weiß.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 441294 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur in geringer Stückzahl lieferbar!

Text & Photos: Frank Schäfer