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Corydoras sodalis (falsch als agassizii)

30. November 2022

Es gibt vier Arten wunderschöner Panzerwelse, die praktisch ausnahmslos als Naturentnahmen aus Brasilien erhältlich sind, weil sich selbst erfahrene Züchter an ihnen die Zähne ausbeißen. Hinzu kommt aber auch, dass gerade diese Arten Massenvorkommen bilden und darum in großer Stückzahl und sehr günstig angeboten werden können, wodurch kaum ein Anreiz besteht, sie nachzuzüchten. Schließlich sind nachhaltige Naturentnahmen ökologisch sinnvoller als Nachzuchten und verschaffen den Menschen vor Ort ein umweltverträgliches, sicheres Einkommen.

Diese vier Arten, von denen hier die Rede ist, sind Corydoras agassizii, C. ambiacus, C. schwartzi und C. sodalis. Leider werden sie immer wieder mit falschen Namen belegt. Ein Portrait von Cordoras schwartzi finden Sie hier:https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/corydoras-schwartzi/

Hier geht es um Corydoras sodalis. Aus Gründen, die auf einen Irrtum in den 1960er Jahren zurückgeht, wird dieser eigentlich kaum zu verwechselnde Panzerwels immer wieder als C. agassizii gehandelt. Das ist besonders schwer auszumerzen, weil C. sodalis und der „echte“ agassizii oft gemeinsam vorkommen und deshalb häufig bunt gemischt importiert werden. C. agassizii wiederum wird – ebenfalls falsch – meist als C. punctatus bezeichnet, ebenso C. ambiacus, der außerdem nur schwer von C. agassizii zu unterscheiden ist. Ein echtes Namensdrama!

Bezüglich der Pflege gibt es zu C. sodalis nicht viel zu sagen, die Fische machen praktisch alles mit, wenn man die Grundanforderungen von Corydoras erfüllt: kein scharfkantiger Bodengrund, am besten weicher Fluss-Sand, keimarmes Wasser und gezielte Fütterung. Corydoras sind keine Restefresser! Die Wassertemperatur sollte zwischen 22 und 28°C liegen, pH und Härte sind unerheblich.

Der Grund, weshalb diese Welse sich der Nachzucht entziehen, liegt in ihrer Naturgeschichte. Die Massenvorkommen sind höchstwahrscheinlich nichts anderes als Laichwanderzüge, die die Fische in kleine, schattige Nebenbäche führen, in denen sie ablaichen. Im Aquarium laichen sie nur nachts, in völliger Dunkelheit. Und weil es starke Laichräuber sind, ist am nächsten Morgen nichts mehr von der Eierpracht zu finden.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 221504 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Corydoras sodalis Kolumbien

22. April 2022

Weit verbreitete Arten zeigen häufig Färbungsunterschiede in den den verschiedenen Teilen des Verbreitungsgebietes. So auch der schöne Panzerwels Corydoras sodalis, der bisher aus Peru, Brasilien und Kolumbien gemeldet ist. Aus Kolumbien haben wir jetzt C. sodalis importieren können, die sich farblich und figürlich recht deutlich von z.B. aus Brasilien importierten Tieren unterscheiden (siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/corydoras-sodalis/).

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 246705 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Corydoras sodalis

3. April 2017

Wir haben wunderschön gefärbte Netz-Panzerwelse erhalten. Die Art Corydoras sodalis ist an sich häufig im Handel, wenngleich meist unter dem völlig unzutreffenden Namen C. punctatus. C. punctatus ist ein Panzerwels aus Surinam, der so gut wie nie im Handel ist und C. julii und C. trilineatus sehr ähnlich sieht. Leicht verwechseln kann man C. sodalis allerdings mit C. reticulatus. C. reticulatus hat die gleiche Körperzeichnung und -form, aber immer auch einen kräftigen, dunklen Punkt in der Rückenflosse, der bei C. sodalis immer fehlt.

Die besonders prächtige Färbung unserer aktuellen C. sodalis hängt möglicherweise mit der Fortpflanzungszeit zusammen. Auch der nahe verwandte C. pantanalensis (früher C5) zeigt ja zur Fortpflanzungszeit besonders schöne Farben. Freilich bleibt C. sodalis mit nur 5-6 cm Länge deutlich kleiner als sein großer Vetter aus dem Pantanal. Die Verbreitung von C. sodalis umfasst große Teile des oberen Amazonas in Peru und Brasilien; unser aktueller Import stammt aus Brasilien.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 246705 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer