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Badis assamensis und Badis blosyrus

29. April 2022

Im Norden Indiens gibt es zwei Badis-Arten, die farblich nicht zu unterscheiden sind: B. blosyrus und B. assamensis. Der einzige erkennbare Unterschied, den es gibt, ist die Größe der Maulspalte. Sie ist bei B. blosyrus viel größer und reicht bis unter die Mitte des Augenrandes, bei B. assamensis hingegen reicht die Maulspaltenöffnung nur bis knapp an den Augenvorderrand.

Problematisch ist, dass praktisch immer die beiden Arten gemischt exportiert werden, da sie beide in der gleichen Region leben. Ob es sich überhaupt um zwei Arten oder „nur“ um zwei Ökotypen handelt, ist ungewiss. Wir sind völlig außer Stande, die Tiere hier zu sortieren. Dazu müsste man jedes einzelne Tier einer eingehenden Untersuchung mit einer starken Lupe unterziehen. Der dafür nötige Arbeitsaufwand lässt sich schlicht nicht bezahlen. 

Da Badis assamensis die größte aller bisher bekannten Badis-Arten überhaupt ist – er erreicht eine Gesamtlänge von 8-9 cm! – bezeichnen wir die Importe mit Jumbo-Fischen darum gewöhnlich als B. assamensis. Badis blosyrus bleibt deutlich kleiner, das größte von uns vermessene Exemplar hat eine Totallänge (also inklusive Schwanzflosse) von 6 cm. 

Obwohl wir Badis assamensis und B. blosyrus auf der Stockliste anbieten, müssen Sie aus den genannten Gründen immer damit rechnen, einen Mix aus beiden Arten zu erhalten. Beide Arten gehören zu den schönsten Badis. Bei Zuchtabsichten muss man eine größere Anzahl Tiere erwerben, kräftig füttern, bis die Weibchen an der nach außen gewölbten Bauchlinie erkennbar werden (andere Geschlechtsunterschiede gibt es nicht) und dann die Zuchtpaare unter genauester Prüfung mit der Lupe zusammenstellen. B. assamensis und B. blosyrus sind typische Höhlenbrüter, bei denen das Männchen den Laich bis zum Schlupf der Jungtiere bewacht.

Für unsere Kunden: B. assamensis hat Code 368304 und B. blosyrus 368123 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Badis badis

5. November 2018

Der Blaubarsch ist ein Klassiker unter den Aquarienfischen und seit über 100 Jahren im Hobby vertreten. Die Maximallänge des friedlichen Tieres liegt bei 5 cm. Männchen in Balz sind fast schwarz mit manchmal blauschimmernden Flossen, in neutraler Färbung sind die Tiere rotbraun mit senkrechten schwarzen Binden (die manchmal auch vollständig verblassen können); stimmungsabhängig ist jegliche Färbung zwischen diesen beiden Extremen möglich, weshalb man diese Art auch als Chamäleonfisch bezeichnet.

Bezüglich der Wasserwerte sind Badis badis anspruchslos. Man kann sie gut bei Raumtemperatur, also ohne Zusatzheizung, pflegen. Die Temperatur darf im Bereich zwischen 18 und 30°C liegen, die Fische sind diesbezüglich sehr anpassungsfähig. Allerdings leben sie bei niedrigeren und schwankenden Temperaturen wesentlich länger.

Pflanzen werden von Blaubarschen nicht beschädigt und andere Fische gewöhnlich ignoriert. Nur ganz kleine Mitbewohner könnten als Futter angesehen werden.

Alle Blaubarsche verschmähen Trockenfutter, sind aber mit Frostfutter oder Lebendfutter leicht zu ernähren.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 368003 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Badis autumnum

21. August 2017

Die Artenzahl bei den Blaubarschen ist in den letzten Jahren geradezu explodiert. Bis zum Jahr 2002 war nur eine Art mit vier Unterarten akzeptiert, jetzt gelten zwei Gattungen (Dario und Badis) mit insgesamt 23 Badis-Arten und 6 Dario-Arten als gültig. Zu den jüngsten Neubeschreibungen aus dem Jahr 2015 gehört Badis autumnum, der Rotpunkt-Badis. Wie bei allen Badis-Arten ist die Färbung extrem veränderlich, was den Tieren den Namen „Chamäleon-Fische“ eingebracht hat.

 

Bei Badis autumnum kann man aber immer gut drei Merkmale festellen, egal wie das Tier sonst gefärbt ist: der breite Strich hinter dem Auge in Kombination mit dem Fehlen eines dunklen Punktes auf der Schulter (dem so genannten Cleithral-Fleck, der bei den meisten anderen Badis-Arten vorhanden ist) und der Schwanzwurzelfleck in Form eine liegenden T. Zusätzlich kann man bei den meisten Stimmungen einen schönen roten Punkt auf den meisten Schuppen der Flanke sehen, was den Fisch sehr attraktiv macht. Wie Sie auf dem einen Bild aber erkennen können, werden unterlegene Tiere fast schlagartig sehr hell, fast weiß. Es ist faszinierend, ein Aquarium mit Badis zu beobachten und zu versuchen aus den ständig wechselnden Farben die „Sprache der Fische“ zu entschlüsseln.

Badis autumnum ist zudem ein sehr energiesparender Fisch, denn er stammt aus dem Norden Indiens und braucht zum Wohlbefinden keine Heizung. Nur zur Zucht muss man die Temperatur auf 24-26°C erhöhen, sonst genügen 18-22°C und im Winter darf die Temperatur sogar auf 14-16°C fallen. Wie alle Blaubarsche frisst auch Badis autumnum kein Trockenfutter, Frostfutter wird aber gerne angenomenn und Lebendfutter selbstverständlich auch. Die Maximallänge liegt bei rund 6 cm.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 367952 (md) und 367954 (xlg) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer