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Micropoecilia parae Deutsche Nachzucht

14. Februar 2022

Micropoecilia parae gehört zu den ganz wenigen Fischarten, deren Zucht im Aquarium über zahlreiche Generationen hinweg bisher nicht gelingt. Grundsätzlich ist die Vermehrung des lebendgebärenden Fisches nicht schwierig, aber von Generation zu Generation werden die Jungtiere kleiner und kleiner, bis schließlich keine Weiterzucht mehr möglich ist, da die Tiere vor Erreichen der Geschlechtsreife sterben.

Der Grund hierfür ist unbekannt. Im Wesentlichen werden zwei Faktoren diskutiert: die Fütterung und die Beleuchtung. Da bei der Zucht in Freilandteichen in Südostasien diese  Probleme nicht auftreten, scheint der Mangel an bestimmten Komponenten des Sonnenlichtes – wahrscheinlich aus dem UV-Bereich – der Schlüssel zur Lösung des Problems zu sein. Die von uns angebotenen deutschen Nachzuchten sind große, kräftige Tiere, die noch keinerlei Anzeichen dieser Degeneration zeigen.

Die Pflege von Micropoecilia parae ist leicht. Die schönen Tiere, die oberflächlich etwas an Guppys erinnern, machen keinerlei Probleme. Die in der Natur (Guyana-Länder bis Brasilien) sehr häufigen und in Küstennähe weit verbreiteten Tiere stellen keine besonderen Ansprüche an die Wasserzusammensetzung. Manche Populationen ertragen sogar leichtes Brackwasser. Ein spannendes Phänomen ist die Vielfarbigkeit (Polychromatismus) der Männchen, deren biologischer Sinn noch völlig unbekannt ist. Die Nachzuchttiere, die wir gerade anbieten können, sind gelb oder blau längsgestreift, es gibt aber auch rote, getigerte, einfarbige und getupfte Männchen (siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/wunderschone_lebendgebarende_eingetroffen_de/ und https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/micropoecilia_parae_red_tiger_de/).

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 268472 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Micropoecilia picta Red

10. August 2018

Dieser wunderschöne Lebendgebärende wurde 1991 von Dieter Bork in Osten von Venezuela nahe bei Tucupita in Überschwemmungsgebieten des Orinoko entdeckt und mitgebracht. Micropoecilia picta ist sehr farbvariabel. Im Gegensatz zu M. parae kommen aber gewöhnlich nicht mehrere unterschiedlich gefärbte Männchen-Typen gemeinsam vor, sondern die jeweiligen Farbschläge sind charakterstisch für den Fundort. Trotzdem lassen sich selbstverständlich in der Zucht bestimmte Farbmerkmale verstärken.

Der Rote Picta ist, wie alle Vertreter der Gattung Micropoecila, ein sehr anspruchsvoller Aquarienfisch, dessen dauerhafte Pflege und Zucht nur versierten Aquarianern gelingt. Immerhin kann M. picta noch als die einfachste Art der Gattung gelten. Wir haben gegenwärtig sehr hübsche, jung erwachsene M. picta Red im Stock. Es handelt sich um Nachzuchten aus Thailand. Damit Sie die volle Farbenpracht sehen, die diese Fische bekommen, haben wir zu den aktuellen Photos von gegenwärtig bei uns schwimmenden Tiere noch zwei Bilder voll erwachsener Exemplare beigefügt.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 268542 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer