Schlagwort-Archiv: Kampffisch

Betta splendens Pla kat Yellow cheek Spadetail

11. Juni 2021

Die erste dokumentierte Haustier-Form des Siamesischen Kampffisches (Betta splendens) war ein Spadetail (= Spatenschwanz). Das war 1849. Zu dieser Zeit wurden sicher schon lange Kampffische gezüchtet, die jedoch mehr oder weniger den Wildfischen ähnelten und lediglich auf ihre Kämpfereigenschaften selektiert wurden. Das Aussehen dieser Tiere war Nebensache. Erst viel später, als die Kampffischzucht für den Export als Zierfisch nach Europa und in die USA betrieben wurde, wurden auch schleierflossige Tiere gezüchtet. Das war kurz nach der Wende vom 19ten zum 20ten Jahrhundert.

Heutzutage ist der Spadetail weitgehend verschwunden. Wir haben jetzt sehr interessante und seltene Spadetails mit gelber Grundfarbe und leuchtend gelben Kiemendeckelstreifen (bei der Wildart sind diese rot) aus Thailand, dem Mutterland der Kampffischzucht, erhalten. Kurzflossige Kampffische nennt man ganz allgemein Pla kat. 

Bei der Fotosession mussten wir gut aufpassen, dass die Tiere sich nicht beschädigten. Denn anders als die meisten Betta splendens beißen beim Pla kat Yellow cheek Spadetail die Tiere sehr früh zu, wenn andere Formen noch lange harmlos drohen. Unser Trick dabei: im Becken waren noch 10 ausgewachsene Weibchen. So drohten die Männchen immer nur kurz (wenige Sekunden) und wurden sofort von den Damen wieder voneinander abgelenkt. Wir können Ihnen, liebe Leser, daher versichern, dass alle an der Fotosession beteiligten Kampffische völlig unbeschadet wieder zurück in ihre Einzelzimmer ziehen konnten,

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 390071 auf unserer stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Betta simorum

8. November 2019

Wir können gerade wundervolle, ausgewachsene deutsche Nachzuchten des größten schaumnestbauenden Kampffisches anbieten: Betta simorum. Die Tiere erreichen bei sehr schlankem Körperbau eine Standardlänge (ohne Schwanzflosse) von über 7 cm, also mit Schwanzflosse fast 9 cm. Betta simorum kommt in den Schwarzwassersümpfen der Provinz Jambi auf Sumatra, ferner in der Provinz Riau und bei Pontiak in West-Kalimantan (Borneo) vor. Die Art ist sehr eng verwandt mit Betta bellica, die ebenfalls auf Sumatra vorkommt (allerdings in der Umgebung von Medan), deren Hauptverbreitungsgebiet aber in Malaysia liegt. Beide Arten können optisch kaum auseinandergehalten werden.

Betta simorum braucht, um sich optimal zu entwickeln und schöne Farben zu zeigen, weiches und saures, im Idealfall leicht bräunliches Wasser und Temperaturen von 26-28°C. Untereinander sind diese Kampffische, wie die allermeisten Wildformen, relativ gut verträglich. In einem gut strukturiertes Aquarium mit viel Totholz, Totlaub am Boden und reicher Bepflanzung sind die Fische eine Schau. Zur Vergesellschaftung eigen sich besonders gut die in solchen Biotopen lebenden Rasboren, wie der Keilfleckbärbling (Trigonostigma heteromorpha), Rasbora kalochroma etc. Auch Mosaikfadenfische (Trichogaster leerii) eignen sich sehr gut.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 387813 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Betta splendens Pla Kat Halfmoon Galaxy Candy

9. September 2019

Manchmal weiß man nicht, was man mehr bewiundern soll: das züchterische Können der Betta-Freaks oder ihre Kreativität bei der Erfindung neuer Namen. Wie auch immer: diese Candys (englisch für Bonbons oder Süßigkeiten) sind wirkliche Schönheiten; jedes Tier ist individuell gemustert und gescheckt, also ein Unikat! Unser lieber Freund Kamphol hat uns eine exklusive Kollektion dieser Schönheiten aus Thailand geschickt.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 390070 auf unserer Stiockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Neue Bettas (2): „Alien Blue“, „Alien Steel Blue“ und „Alien Green“

24. Mai 2019

Auch diese neuen Betta-Typen wurden mit Sicherheit durch einkreuzen wilder Arten erzüchtet, in diesem Fall scheint Betta stiktos mit im Spiel gewesen zu sein; „Alien Green“ sieht de facto wie ein B. stiktos aus. Alle sind sehr schlanke Bettas, sie haben viel mehr vom Erbe des Betta-smaragdina-Formenkreises, zu dem B. stiktos gehört, als von Betta splendens. Auch das Verhalten ist Wild-Bettas aus dem B.-smaragdina-Formenkreis ähnlicher als dem der unmittelbaren B.-splendens-Gruppe. Sie sind – zumindest aus Sicht des Fotografen – fast zu friedlich, die Kämpfe kurz und wenig ritualisiert. Wir raten dennoch davon ab, mehrere Männchen gemeinsam zu pflegen, langfristig könnte das böse ausgehen; schließlich will man den Anblick dieser wunderschönen Tiere möglichst von Exemplaren mit unbeschädigten Flossen genießen. 

Für unsere Kunden: „Alien Blue“ hat Code 391020, „Alien Steel Blue“ Code 391022 und „Alien Green“ Code 391021 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Betta splendens „Black Samurai“

25. April 2019

Erneut haben wir eine bildhübsche Kampffisch-Zuchtform erhalten, diesmal sogar paarig: als „Black Samurai“ werden die Tiere wohlklingend bezeichnet. Es sind sehr lebhafte Fische, wahre Temperamentsbolzen, die tatsächlich den Namen „Kampffische“ verdienen. Erregte Männchen machen wenig Unterschied zwischen Männchen und Weibchen, beide werden heftig angemacht. Bei Zuchtversuchen empfiehlt es sich also unbedingt, nur absolut laichreife Weibchen zum Ansatz zu nehmen, sonst könnte es blutige Flitterwochen geben…

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 390083 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur in kleiner Stückzahl lieferbar!

Text & Photos: Frank Schäfer

Betta pi

25. März 2019

Warum heißt ein vom Aussterben bedrohter, maulbrütender Kampffisch wie die mathematische Kreiszahl? Es ist noch gar nicht lange her, 1986, da wurde der erste der maulbrütenden Großkampffische in Malaysia von reisenden Labyrinthfisch-Verrückten entdeckt und zu Ehren eines Urgesteins der Labyrinthfischszene, Alfred Waser, als Betta waseri beschrieben. Diese durch und durch friedlichen Kampffische sind streng an torfhaltige Gewässer gebunden und mit dem Trockenlegen der Torfsümpfe und der Anlage endloser Ölpalmen-Monokulturen sind sie, zusammen mit allen anderen Tier- und Pflanzenarten, die an dieses Biotop angepasst und gebunden sind, in arge Bedrängnis geraten.

Später fand man ähnliche Großkampffische auch an anderen Orten, an denen diese Biotopbedingungen gegeben sind, und stellte fest, dass die Lippen- und Kinnzeichnung das beste Merkmal ist, um die Arten zu unterscheiden. In allen übrigen Merkmalen ähneln sie einander sehr. Und so kam Betta pi aus dem Süden Thailands zu seinem Namen, denn die Lippen- und Kinnzeichnung, die in manchen (leider durchaus nicht allen) Stimmungsfärbungen zu sehen ist, sieht aus wie die Kreiszahl bzw. der altgriechische Buchtstabe, der als Zeichen für die Kreiszahl benutzt wird, das Pi (π).

Leider ist Betta pi nicht sonderlich prachtvoll gefärbt. Wozu braucht ein Pazifist auch Kriegsbemalung? Aber es wäre trotzdem schön, wenn sich ein paar mehr Aquarianer um die friedlichen Zigarren, deren Männchen mit Schwanzflosse ca. 10 cm lang werden können (Weibchen bleiben etwas kleiner) kümmern würden, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Darum ist der gelegentliche Import sehr wünschenswert. Die natürlichen Bestände werden dadurch selbstverständlich nicht geschädigt. 

Betta pi eignet sich sehr gut für ruhige Gesellschaftsbecken mit Schwarzwasserfischen der gleichen Region, z.B. Mosaikfadenfischen (Trichgaster leerii), Keilfleckbarben (Trigonostigma heteromorpha) etc.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 386904 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Betta splendens „Pla Kat Hellboy“ und „Giant Halfmoon“

25. Januar 2019

Erneut schickte uns unser bewährter Lieferant aus Thailand einige besondere Betta-Schmankerl. Der Pla Kat Hellboy ist ein samtroter, kurzflossiger Kampffisch, sehr häufig mit blauen Glanzschuppen (es gibt sie aber auch einfarbig rot). Das ganz besondere daran: die ebenfalls tiefrot gefärbten Brustflossen. 

Die Giant Halfmoon sind wirkliche Giganten und wurden auch nur nach diesem Merkmal selektiert. Die Färbung jedes einzelnen Tieres ist unterschiedlich. Ihre Gesamtlänge beträgt 7-8 cm, bei normalen Bettas 4-5 cm. Auf einigen der Bilder sehen Sie einen erwachsenen Hellboy zusammen mit einem der Giants. Dabei sieht man auch sehr schön, dass die Körpermasse des Giants erheblich größer ist, als die des nur ca. 2 cm kleineren Hellboys. Man kann die Giants mit Kaltblutpferden vergleichen: eher gemütliche Riesen. Es dauert eine ganze Weile, bis sie im Fotobecken gegeneinander zu imponieren beginnen. Dennoch gilt auch für die Giants, dass man nur ein Männchen pro Aquarium pflegen darf, sonst riskiert man zumindest ramponierte Flossen.

Für unsere Kunden: die Pla Kat Hellboys haben Code 390082, die Giant Halfmoon 390556 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Betta foerschi Nachzucht

19. Dezember 2018

Die Kampffische des Betta-foerschi-Artenkreises – es gibt mehrere einander sehr ähnliche Arten, die von manchen Spezialisten auch nur für Lokalvarianten der gleichen Art, nämlich Betta foerschi, gehalten werden – sind nicht nur besonders schön, sondern auch besonders interessant. Es sind Maulbrüter, doch stehen sie sozusagen auf einer mittleren Entwicklungsstufe zwischen schaumnestbauendemn Betta-Arten und spezialisierten Maulbrütern. Der Ablaichvorgang gleicht dem der Schaumnestbauer, die Maulbrutzeit ist mit 7-8 Tagen erheblich kürzer als die der spezialisierten Maulbrüter, die etwa 10 Tage brüten.

Betta foerschi ist ein typischer Schwarzwasserfisch, der zur Zucht unbedingt sehr weiches und saures Wasser benötigt, er wird deshalb nur selten im Handel als Nachzucht angetoffen. Wir haben gerade einige wenige XXXL-Paare mit einer Gesamtlänge von gut 7 cm im Angebot.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 381423 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Betta splendens „Crown Tail Thai Flag“

28. November 2018

Dreifarbige Kampffische gibt es schon viele Jahrzehnte, gewöhnlich bezeichnet man sie als „Butterfly Bettas“. Zur Zeit haben wir einige Exemplare einer nicht nur schönen, sondern auch symbolträchtigen Betta-Zuchtform im Stock, die in den Landesfarben von Thailand gefärbt sind!

Nach Wikipedia wurde die gegenwärtige Flagge Thailands, eine Trikolore mit fünf Streifen, wobei der mittlere Streifen doppelt so breit ist, wie die bei jeweils äußeren, 1917 von König Rama VI eingeführt. Dabei steht Rot für die Nation, Weiß für die Religion und Blau für die Monarchie.

Thailand ist die Urheimat der Betta-Zucht. So ist es nur richtig, dass der erste „National-Betta“ die thailändischen Landesfarben zeigt, finden Sie nicht auch?

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 390613 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Betta macrostoma

16. November 2018

Betta macrostoma ist mit Sicherheit einer der schönsten Kampffische – und einer der empfindlichsten. Man kennt kaum eine zweite Fischart, die derart empfänglich für bakterielle Infektionen ist, wie diese. Viele Züchter wissen sich nicht anders zu helfen, als ihre Becken permanent über UV-Filter laufen zu lassen. Ein kleiner Tipp: Lehm im Wasser aufgelöst „fängt“ ebenfalls zuverlässig Bakterien ein.

Wir haben diese kostbaren Fische normalerweise nicht im Stock, nur gelegentlich bieten wir einige wenige Paare an. Jetzt ist so eine Gelegenheit, bei der sich einige Glückspilze ein schönen Weihnachtsgeschenk machen können…

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 384004 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur wenige Paare verfügbar!

Text & Photos: Frank Schäfer