Schlagwort-Archiv: Nannostomus

Nannostomus sp „Super Red“

24. Juni 2022

Seit wenigen Wochen kursieren Bilder von knallroten Nannostomus, die geradezu unnatürlich bunt erscheinen. Es handelt sich dabei aber tatsächlich um ein Wildformen aus Peru, die dem dort ebenfalls vorkommenden Nannostomus rubrocaudatus (dem „Purple“) sehr nahestehen oder sogar mit ihm identisch sind. Wie dieser haben die Neuheiten einen markanten schwarzen Fleck in dem unteren Schwanzflossenlappen, ein Merkmal, das anderen Nannostomus des Formenkreises um N. marginatus und N. mortenthaleri fehlt.

Es handelt sich um zwei Formen: die eine wird „Super Red Cenepa“ genannt. Ihr genauer Fundort ist noch unbekannt. Diese Tiere haben einen tiefschwarzen Balken über den Rücken und entlang der Bauchkante, die Flossen sind transparent oder weißlich. Soweit wir wissen wurden sie bislang nur nach Hongkong exportiert. Die zweite Form, von der wir hier Bilder zeigen können, weil bereits kleine Stückzahlen nach Europa gelangten, stammt aus dem Rio Amaya in Peru. Diese Information verdanken wir Oliver Lucanus, der die Fänger vor Ort besuchte. Herzlichen Dank hierfür!

In den ersten Importen, die wir sichten konnten, waren alle (80) Fische extrem rot, nur bei manchen war der Kopf und das vordere Körperfünftel hell. Ob es sich dabei um einen Geschlechtsunterschied oder um eine Varianz in der Färbung der Männchen handelt, wissen wir noch nicht. An anderer Stelle wurden Weibchen mitgeliefert, die sich äußerlich nicht von Nannostomus rubrocaudatus-Weibchen unterscheiden. Wir können nicht entscheiden, ob es sich dabei um echte Weibchen des Nannostomus sp. „Super Red“ handelt oder ob die Exporteure dem Wunsch nach Weibchen bei ihren Kunden in Europa, Asien und Amerika einfach dadurch entsprachen, dass sie Weibchen von N. rubrocaudatus mitlieferten. Nach der Meinung von O. Lucanus sind die Weibchen des „Super Red“  lediglich blasser rot gefärbt, gleichen aber sonst den Männchen.  Wie gesagt, wir wissen es nicht. Schöne Fische sind das aber, das muss man schon sagen!

Text & Photos: Frank Schäfer

Nannostomus beckfordi

4. Juni 2021

Wie kleine, farbige Zeppeline propellern die Ziersalmler, auch Bleistiftfische genannt, durch das Aquarium. Der ungewöhnliche, etwas steif wirkende Schwimmstil macht sie einzigartig in der bunten Welt der Salmler. Es gibt eine ganze Reihe von Ziersalmler-Arten, aber der bis zu 6,5 cm lange (er wirkt durch seine schlanke Körperform aber kleiner) Längsband-Ziersalmler (Nannostomus beckfordi) ist die am besten für Gesellschaftsaquarien geeignete Art. Gewöhnlich wird er nur 5 cm lang. 

Wichtig für Nannostomus beckfordi, der ursprünglich aus den zentralen Regionen des Amazonasbeckens und Guyanas stammt (die Photos zeigen Nachzuchttiere), ist eine ruhige Fischgesellschaft, damit er sich voll entfalten kann.  Er schwimmt am liebsten in den mittleren und oberen Wasserschichten. Die Männchen in Balzstimmung sind völlig anders gefärbt als die Weibchen, ansonsten erkennt man sie an dem höheren Rotanteil in den Flossen und der anders geformten Afterflosse. Eine Wassertemperatur von 24-26°C behagt den Tieren am meisten.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 271513 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Nannostomus anduzei

24. Januar 2020

Endlich konnten wir wieder einmal eine der kleinsten Fischarten des Amazonas-Beckens importieren: Nannostomus anduzei. Sie werden – inklusive Schwanzflosse – keine 2 cm lang. Unser aktueller Import kam über Manaus, es handelt sich also um brasilianische Tiere; die der Erstbeschreibung zugrunde liegenden Exemplare stammten aus dem Departement Amazonas in Venezuela. Optisch gibt es keinen Unterschied zwischen den venezolanischen und brasilianischen Tieren. Einen ausführlichen Zuchtbericht über diese Minaturfische finden Sie hier: https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/nannostomus_anduzei_de/

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 271352 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Nannostomus harrisoni

19. März 2018

Der Goldbinden-Ziersalmler wurde 1909 aus Guyana beschrieben, wo er ausschließlich im Einzug des Demerara-Flusses gefunden wird. Der schöne Fisch wird maximal 4,5 cm lang und ist sehr friedlich. Früher stellte man ihn – der langen Schnauze wegen – in die Gattung Poecilobrycon, die jedoch inzwischen aufgelöst und in die Synonymie von Nannostomus gestellt worden ist. Die Männchen unterscheiden sich von den Weibchen durch eine leicht abweichend geformte Afterflosse, die zudem einen roten Farbanteil hat; bei den Weibchen ist diese Flosse farblos. 

Es besteht eine gewisse Ähnlichkeit von N. harrisoni mit N. unifasciatus; im Gegensatz zu N. unifasciatus ist N. harrisoni aber kein Schrägsteher, so dass Verwechslungen lebender Fische ausgeschlossen sind.

Wir können nach vielen Jahren jetzt wieder einmal diesen herrlichen Ziersalmler als Wildfang aus Guyana anbieten.

Für unsere Kunden: das Tier hat Code 272004 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Nannostomus rubrocaudatus

2. März 2018

Zwei Zwergziersalmler aus Peru haben ganz fantastische rote Farben: N. mortenthaleri und N. rubrocaudatus. Trotz ihrer geringen Größe von nur 3-4 cm sollte man die Kampfkraft dieser Fische nicht unterschätzen, vor allem N. mortenthaleri kann gelegentlich ausgesprochen aggressiv sein. Daher sollte man diese Zwergfische in möglichst großen Aquarien pflegen, in denen andere Fische gut ausweichen können, um maximale Freude an den roten Ziersalmlern zu haben.

Wir haben gerade ausgesprochen schöne, voll ausgefärbte Wildfänge von N. rubrocaudatus im Stock. Die Tiere sind rund 3 cm lang.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 272264 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Nannostomus trifasciatus „Gold“

15. September 2017

Nur sehr selten erhalten wir sortierte „Goldsalmler“ in größerer Stückzahl. Eine Ausnahme ist natürlich „der“ Goldsalmler, Hyphessobrycon saizi (meist als H. eos gehandelt), aber im Prinzip kann dieses Phänomen bei jedem Salmler auftreten – dort bekommt man es aber nur vereinzelt zu Gesicht.

Wir haben jetzt aus Peru wieder einmal große, ausgewachsene goldene Nannostomus trifasciatus erhalten. Die goldene Färbung ist eine Hautreaktion auf einen überstandenen Parasitenbefall; sie fällt darum bei jedem Fisch individuell unterschiedlich aus und kann auch nicht vererbt werden. Goldene Salmler sind gegenüber ihren normal gefärbten Artgenossen im Aquarium in keinster Weise benachteiligt. 

In der Natur ist das anders. Der Parasit, der den Goldglanz verursacht, muss in einen Vogel gelangen, um sich fortpflanzen zu können. Bis der goldene Salmler von einem Vogel gefressen wird, verharrt der Parasit in einem inaktiven Stadium. Die Chance, dass ein goldener Fisch von einem fischfressenden Vogel gefressen wird, ist natürlich viel größer, als bei einem normalfarbigen, in der Draufsicht gut getarnten Fisch. Darum sind goldene Salmler einem viel größeren Feinddruck ausgesetzt als ihre normalfarbigen Artgenossen und das ist wohl auch der Grund, weshalb sie von den Zierfischfängern gewöhnlich nur sporadisch gefunden werden können.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 272315 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer