Schlagwort-Archiv: Poecilia

Poecilia velifera Blood Red

1. März 2022

Die goldene Albino-Zuchtform des Segelkärpflings (Poecilia velifera) entstand in den frühen 1980er Jahren. Sie wurde damals als Sensation gefeiert. Heutezutage gehört sie zu den beliebtesten Zuchtformen des Segelkärpflings. 

Besonders farbintensive goldene Segelkärpflinge bezeichnet man als „Blood Red“. Diese Tiere werden zur Zeit in sehr guter Qualität aus Südostasien in den Handel gebracht.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 432864 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Poecilia wingei Campoma No31 Snake Blue

6. Dezember 2021

Unendlich ist die Vielfalt an Farben, Mustern und Farbkombinationen, die bei Wildguppys möglich sind. In natürlichen Biotopen gleicht kein Männchen dem anderen. Es sind vielfältige Mechanismen, genetische und biologische, die dafür sorgen. Das gilt auch für die beiden Wildguppy-Populationen, die der Art Poecilia wingei zugeordnet werden: Campoma und Cuminá.

Werden einzelne Männchen solcher Naturpopulationen aber separat gesetzt und verpaart und deren Nachkommen ebenso, so kann man in kürzester Zeit (eine Guppygeneration dauert keine 8 Wochen) eine weitgehend einheitliche Farbvariante erzüchten. So eine Selektionszucht ist Campoma No31. Es handelt sich nicht um eine besondere Art, sondern um eine Farbvariante des Endler Guppys. Wir können diese niedlichen Tiere paarig anbieten.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 419017 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Poecilia mexicana „Campeche“

8. Oktober 2021

Die Wildmollies sind – aus zoologisch-systematischer Sicht – sicherlich eine der schwierigsten Fischgruppen überhaupt. Nicht ohne Grund schwankt die Wissenschaft seit über 100 Jahren zwischen zwei Extrem-Ansichten: die erste besagt, dass alle Wildmollies zu nur zu einer, hochvariablen Art gehören, die dann Poecilia sphenops heißen würde, andere ordnen die bislang 33 wissenschaftlich beschriebenen Formen 12 Arten zu. Hinzu kommen noch unbeschriebene Arten. Kurz und gut: es ist sehr schwierig.

Das legt daran, dass alle Arten polymorph und polychromatisch sind. Also: in jeder Population gibt es eine ganze Reihe von farblichen und körperlichen Varianten. Es ist darum unmöglich, sie so zu definieren, dass die Bestimmung von Einzeltieren gelingen kann, man muss immer große Serien von Wildfängen (50 oder mehr Exemplare) untersuchen, um zu einer Entscheidung bezüglich der Artzugehörigeit gelangen zu können. Die Sache wird übrigens nicht einfacher durch die Tatsache, dass Wildmollies, genau wie Guppys und Gambusen, bis in die 1950er Jahre ziemlich willkürlich zur Moskitobeämpfung  ausgesetzt wurden.

Die Arten Poecilia mexicana und P. sphenops unterscheiden sich äußerlich nicht nennenswert. P. sphenops hat einspitzige Zähne, P. mexicana dreispitzige und es gibt kleine Unterschiede in der Struktur des Begattungsorgans der Männchen. Beide Arten haben ein riesiges natürliches Verbreitungsgebiet und wurden zusätzlich vom Menschen verschleppt, so dass die Kenntnis der Herunft bei der Bestimmung auch nicht weiterhilft.

Campeche ist ein mexikanischer Bundesstaat, der sich über einen großen Teil des Westens der Halbinsel Yucatan erstreckt. Die Ahnen des Stammes von P. mexicana, den wir jetzt schon einige Jahre ab und zu aus asiatischen Teichnachzuchten anbieten können, stammen von dort. Die schönen und pflegeleichten Mollies haben als besonderen Reiz, dass sich die Männchen blitzschnell umfärben können. In höchster Erregung sind sie tief blauschwarz, entspannte Männchen sind die die Weibchen hell olivgrün mit blauen Glanzschuppen. Nicht alle, aber die meisten Männchen entwickeln einen orangefarbenen Saum in der Schwanzflosse, dessen Farbintensität u.a. durch die soziale Stellung gesteuert wird.

Gewöhnlich erreicht der Mexiko-Molly eine Größe von 4-6 cm, so wie der Black Molly, in dessen Ahnenreihe er übrigens auch vertreten ist. Aber manchmal kann auch Riesenwuchs bei diesen Fischen auftreten, dann wurden schon Giganten von über 10 cm Länge beobachtet. 

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 280558 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Guppy Endler

8. Oktober 2021

Keine Fischart ist so wandelbar wie der Guppy. Es gibt in der Natur keine zwei Männchen, die sich farblich exakt gleichen. Das gilt für alle vier Guppy-Arten (Poecilia reticilata, P. wingei, P. obscura und P. kempkesi), die man darum äußerlich nicht wirklich voneinander unterscheiden kann (genetisch hingegen schon).

Beim Endler-Guppy (Poecilia wingei) gibt es inzwischen so viele Zuchtformen, bei denen die Männchen identisch aussehen, dass der Eindruck entstehen kann, diese Guppy-Art sei auch in der Natur uniform gefärbt. Das ist keineswegs der Fall. Die Tiere, die wir als „Endler Guppy“ anbieten, entstammen ungerichteten Schwarmzuchten, d.h. eine größere Anzahl von Männchen und Weibchen schwimmen zusammen im Zuchtaquarium und haben die freie Partnerwahl. Die daraus entstehende bunte Gesellschaft bildet die natürliche Farbvariabilität ganz gut ab, allerdings zeigen sich auch bei dieser Zuchtmethode Erscheinungen von Haustierwerdung, weil alle natürlichen Fressfeinde fehlen. So haben auch diese „reinen“, auf Wildfängen beruhenden Zuchtstämme inzwischen oft deutlich größere Flossen und weden auch insgesamt größer als ihre wildlebenden Artgenossen. Die Weibchen bevozugen nun mal Großmäuler – Entschuldigung, ich meine natürlich Großflosser. Dagegen kann man nichts machen…

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 419063 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich en Großhandel beliefern.

Text & Photos. Frank Schäfer

Poecilia wingei Blue Star

25. August 2021

Poecilia wingei ist nach seiner bekanntesten Lokalvariante als Endlers Guppy im Hobby weit verbreitet. Er bleibt deutlich kleiner als der normale Guppy und ist wegen seiner grazilen Körperform bei vielen Aquarianern sehr beliebt. 

Genau wie beim gewöhnlichen Guppy kann man bei P. wingei zahlreiche Lokalformen beobachten. Die Ahnen des „Blue Star“ wurde 2010 von Phillippe Voisin und Freunden in Venezuela gefangen, manche nennen sie auch French Blue Endler. Wir können diesen schönen Fisch gerade in guter Stückzahl paarig anbieten.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 419106 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Poecilia wingei Endler Campona No48 black green snakeskin

31. Mai 2021

Wenn es einen Modefisch gibt, der das letzte Jahrzehnt prägte, so ist es der Endler-Guppy, Poecilia wingei. Diese kleine Guppy-Art hat unzähliche Fans auf der ganzen Welt und man bemüht sich, die „reinen“ Stämme wild gefangener Varianten zu erhalten. Allerdings sind in der Natur diese Wildvarianten keineswegs einheitlich gefärbt, sie kommen im Gegenteil teils stark gemischt vor, und oft sind nur wenige Exemplare mit besonders auffälliger Färbung mitgenommen worden. Durch Selektionszucht lassen sich relativ schnell Stämme erzielen, bei denen sich die Männchen sehr stark ähneln.

Der „Campona No48“ ist eine solcher niedlicher Zwerg. Eine seiner Besonderheiten sind die weißen Bauchflossen beim Männchen, die in bestimmten Phasen der Balz weit nach vorn gestreckt werden, dass sie mit einer weißen Linie in der Rückenflosse eine Gerade bilden könnten. Wie bei allen Endler-Formen treten in der Balz die schwarzen Zeichnungselemente zusätzlich besonders stark hervor.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 419019 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Poecilia velifera Silber

6. April 2021

Zu den beliebtesten Lebendgebärenden gehören die Silbermollys. Die meisten der Silbermollys im Handel sind eine Zuchtform des Breitflossenkärpflings, Poecilia latipinna. Da man die Arten Poecilia latipinna, P. sphenops, P. mexicana und P. velifera kreuzen kann und dabei Farbmerkmale und bestimmte Flossenformen (z.B. Lyratail) auf die Hybrid-Jungen übertragen werden, kann man die gewünschten Eigenschaften durch Rückkreuzung der Hybridjungen auf die Elternart auf diese übertragen. So geschah das auch mit den Silberfarbenen Segelkärpflingen (Poecilia velifera), die, wie Segelkärpflinge allgemein, keine einfachen, aber prächtige Pfleglinge für fortgeschrittene Liebhaber sind.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 433034 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Poecilia velifera Grün

5. März 2021

Vom Segelkärpfling, Poecilia velifera, dessen Urheimat in den heißen Küstenregionen von Mexiko zu finden ist, sind meist Zuchtformen im Handel: Goldene, Schokofarbene, Leoparden, Dalmatiner, Schwarze, usw. Die „grüne“ Wildform findet man erheblich seltener, obwohl es sehr farbenfrohe Tiere sind. Alle im Handel befindlichen Segelkärpflinge sind Nachzuchttiere.

Die riesige Rückenflosse der Männchen ist dem Segelkärpfling allerdings nicht angezüchtet, sie ist ein Artmerkmal. Nutze ist sie für nichts – außer zur Angeberei. Segelkärpflingsfrauen stehen offensichtlich total auf Angeber (ganz anders als Menschenfrauen; wer hätte je gehört, dass eine Frau auf einen Kerl hereinfällt, nur weil er gut aussieht, ein protziges Auto fährt und eine fette Uhr am Handgelenk hat) und so entwickelte sich die gewaltige Segelflosse durch die Zuchtwahl der Weibchen bereits in der Natur.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 432604 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & photos: Frank Schäfer

Poecilia salavatoris

15. Februar 2021

Der Liberty Molly ist ein altbekannter Aquarienfisch, der schon vor dem 2. Weltkrieg für das Hobby importiert wurde und seither nie wieder verschwand. Allerdings galt unseren aquaristischen Vorvätern jeder kurzflossige Molly als Poecilia sphenops, und so wurde der Liberty Molly ebenfalls als Variante dieser Art behandelt. Heute unterscheidet man wieder eine Menge Arten bei den kurzflossigen Mollys und so wurde der Liberty Molly der bereits 1907 aus warmen Quellen in der Umgebung von San Salvador in El Salvador bechriebenen Art Poecilia (Untergattung Mollienesia) salvatoris zugeordnet.

Den Namen „Liberty Molly“ erhielt er, weil die dreifarbige Rückenflosse der Männchen fantasiebegabte Menschen an die Farben der französischen Trikolore und der amerikanischen Flagge erinnerte – beides Symbole der Freiheit (engl. Liberty).

Liberty Mollys sind äußerst lebhafte, schnelle Fische, die viel Freude machen, aber die man niemals mit Ruhe liebenden Arten vergesellschaften darf. 

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 280562 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Poecilia velifera „Dalmatiner“

8. Januar 2021

Mindestens drei Arten der Mollys sind die Ausgangsarten der zahlreichen Zuchtformen, die es heute von diesen Fischen gibt: Poecilia sphenops, P. latipinna und P. velifera. Eventuell war auch P. mexicana beteiligt, aber das ist unklar, da diese Art lange Zeit als Synonym zu P. sphenops galt.

Einige Farb- und Flossenmerkmale konnten nur durch Artkreuzungen in  den Stämmen etabliert werden, andere treten aber auch in der Natur bei wildlebenden Mollys auf. Dazu zählt das Gen für die Schwarzfärbung, das man bei vielen Naturpopulationen aller vier genannter Arten findet. In seiner maximalen Ausprägung führt es zum so genannten Black Molly. 

Sehr beliebt sind derzeit die schwarz gesprenkelten Mollys, die nach der Hunderasse als „Dalmatiner“ bezeichnet werden. In freier Natur kommt nur ein schwarz geprenkeltes Exemplar unter tausenden normal gefärbter Tiere vor, aber die Farbeigenschaft lässt sich, da sie auf nur einem Allel und in beiden Geschlechtern vererebt wird, gut in Selektionszucht etablieren (wenn eine Eigenschaft von mehreren Allelen, möglicherweise sogar auf verschiedenen Chromosomen vererbt wird, wird die Zucht kompliziert).

Der größte der Dalmatiner-Mollys ist der Segelkärpfling – und der schönste! 

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 433053 (lg) und 433054 (7-8 cm) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer