Schlagwort-Archiv: Xiphophorus

Xiphophorus signum

12. August 2022

Diese Wildschwertträger-Art wird nur extrem selten im Handel angeboten. Sie erinnert auf den ersten Blick an den gewöhnlichen X. hellerii, ist aber erheblich schlanker gebaut. Das namensgebende Mal (lateinisch signum = Zeichen) ist besonders beim Weibchen immer gut in der Schwanzflossenbasis zu sehen, beim Männchen wird es von der Schwert-Einrahmung weitgehend überdeckt.

Xiphophorus signum ist, wie die meisten Wildarten der Lebendgebärenden, recht anspruchsvoll und verlangt sehr sauberes, keimarmes Wasser und eine abwechslungsreiche Ernährung. Unsere Tiere sind heimische Nachzuchten. Wir können derzeit XXL-Tiere anbieten.

Wir haben über diese Fische auch einen kleinen Film erstellt, den Sie hier betrachten können: https://www.youtube.com/watch?v=BFpvzF09W-k

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 476655 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Xiphophorus hellerii „Jalapa“

5. Januar 2022

Wenn man diese schlanke, prachtvoll gefärbte Schwertträger-Wildform erstmals sieht, denkt man unwillkürlich: das ist doch kein X. hellerii! Und doch lagen bei der Erstbeschreibung von X. hellerii im Jahr 1848 genau solche Tiere vor. Der Reisende der königlich-kaiserlichen Gartenbaugesellschaft Karl Heller entdeckte und sammelte die Tiere in klaren Bächen des Berges Orizaba in Mexiko (dem höchsten Berg Mexikos und dritthöchsten Nordamerikas) und war schon damals begeistert von der Farbenpracht der Fische. Aquaristik gab es damals allerdings noch nicht, so konnte Heller seine Neuentdeckung nur tot und verblasst in Alkohol nach Wien schicken.

Rund 50 Jahre später, 1902, beschrieb Meek den Jalapa-Schwertträger erneut unter dem Namen Xiphophorus jalapae, was aber selbstverständlich ein jüngeres Synonym zum typischen X. hellerii ist. Hingegen ist gar nicht so sicher, ober der „gewöhnliche“ Grüne Schwertträger, den wir seit 1909 im Aquarium pflegen, tatsächlich mit dem „echten“ X. hellerii (also der Jalapa-Form) artgleich ist.

Im Vergleich zu „gewöhnlichen“ Grünen Schwertträgern wirken die Farben des Jalapa-Schwerttträgers wie mit Neonstiften auf den Körper aufgemalt. Es sind wirklich herrliche Fische. Bezüglich Pflege und Zucht unterscheiden sich die Jalapa-Schwertträger aber nicht vom „gewöhnlichen“ Grünen Schwertträger.

Wir erhalten unsere Exemplare von einem deutschen Züchter. 

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 476595 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Xiphophorus nezahualcoyotl

20. Dezember 2021

Wir haben gerade sehr attraktive Nachzuchttiere des „Nördlichen Bergschwertträgers“ erhalten. Die Fische sind jung erwachsen, d.h. das Schwert der Männchen ist noch relativ kurz. Zum Vergleich zeigen wir hier auch ein erwachsenes Pärchen eines anderen Stammes.

Früher galt X. nezahualcoyotl als Lokal-Variante von X. montezumae. Der Name bezieht sich auf Nezahualcoyotl, der Dichter-Philosoph-Kaiser von Tezcoco (Texcoco), der als gleichberechtigter Partner von Montezuma, dem Herrscher der Azteken im aztekischen Dreibund, gilt, weil die Art als Schwestertaxon von X. montezumae aufzufassen ist. X. nezahualcoyotl kommt nur in den Quellgebieten einiger Flüsse im Bundesstaat San Lous Potosi in Mexiko vor. Das Wasser dort ist klar, der Boden steinig, die Temperaturen mäßig (22-24°C). Die Pflege dieses kleinbleibenden Schwertträgers – die Körperlänge überschreitet nur selten 4 cm (das größte gemessenes Wildfang-Männchen hatte 48 mm Standardlänge), hinzu kommen die Flossen – ist nicht sehr schwierig, doch muss auf gute Wasserhygiene geachtet werden.

Die Art kann mit oder ohne schwarze Sprenkelung auftreten. Die schwarze Sprenkelung, wie sie die Tiere unseres aktuell im Stock befindlichen Stammes zeigen, ist an das Y-Chromosom gebunden, wird also vom Vater vererbt. 

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 476562 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Xiphophorus signum

24. September 2021

Diese Wildschwertträger-Art wird nur extrem selten im Handel angeboten. Sie erinnert auf den ersten Blick an den gewöhnlichen X. hellerii, ist aber erheblich schlanker gebaut. Das namensgebende Mal (lateinisch signum = Zeichen) ist besonders beim Weibchen immer gut in der Schwanzflossenbasis zu sehen, beim Männchen wird es von der Schwert-Einrahmung weitgehend überdeckt.

Xiphophorus signum ist, wie die meisten Wildarten der Lebendgebärenden, recht anspruchsvoll und verlangt sehr sauberes, keimarmes Wasser und eine abwechslungsreiche Ernährung. Unsere Tiere sind heimische Nachzuchten.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 476655 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Platy Wagtail Spitzschwanz

16. August 2021

Die Mutation „Spitzschwanz“, bei der die mittleren Schwanzflossenstrahlen lang ausgezogen sind, trat erst relativ spät auf: in den 1980er Jahren erschienen die ersten Exemplare auf dem Markt. Entstanden ist sie in den südostasiatischen Großzüchtereien. Man kann das Merkmal, das zunächst beim Platy  (Xiphophorus maculatus) auftrat, auch auf andere Xiphos übertragen, doch wirklich langfristig durchgesetzt hat sich der Spitzschwanz nur bei Wagtail-Platys.

Hier sind es besonders die roten Zuchtformen, die mit Spitzschwanz angeboten werden. Weil bei sehr großen und alten Tieren die innersten Strahlen etwas über die Flosse hinauswachsen können, bezeichnet man diese Zuchtform manchmal auch als „Pinselschwanz“. Abgesehen von der Flossenform sind die Spitzschwänze ganz normale Platys: lebhaft, bunt und robust. 

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 442103 auf unserer Stocliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Xiphophorius variatus „Hotel Taninul“ und „Code 1243“

2. Juli 2021

Wir haben Ihnen an dieser Stelle schon mehrere Wildstämme des Xiphophorus variatus vorgestellt, der seinen wissenschaftlichen Artnamen (variatus = veränderlich) sehr zu Recht trägt. Populär hat sich allerdings die Bezeichnung „Papageienplaty“ gegenüber „Veränderlicher Spiegelkärpfling“ durchgesetzt. 

Nun haben wir wieder zwei neue Varianten im Angebot, beides sind deutsche Nachzuchten, die von Wildpopulationen abstammen. Der erste ist ein hübscher, gesprenkelter Fisch, der auf einer wissenschaftlichen Sammelreise in Mexiko entdeckte und mitgebracht wurde. Er stammt aus der Umgebung des Hotels Taninul (Carretera Km. 15, 79250, Tampico, Valles, 79250 Cd Valles, S.L.P., Mexiko). Das Hotel liegt in einem Naturpark: „Dieses ländliche Resorthotel in einem Tropenwald in der Huasteca, einem 740 Hektar großen Naturschutzgebiet, ist 17 km von der Stadt Tamuín und 19 km vom Zentrum von Ciudad Valles entfernt.“ (zitiert aus dem Werbeauftritt des Hotels). Nahe des Hotelgeländes fließt ein namenloser schwefelhaltiger Bach und aus diesem stammen die besagten X. variatus. In dem Bach lebten an weiteren Fischarten Poecilopsis gracilis, Astyanax mexicanus, Poecilia formosa und nicht näher bestimmte Wasserschildkröten.

Die zweite Form wurde von der gleichen Expedition entlang der Straße 85 in einem Entwässerungsgraben in der Nähe von Mante in Richtung Victora gefunden (11 km nördlich von Mante bei km 105). Dazu gibt es bislang keine Publikation, diese Informationen wurden mündlich weitergegeben. Daher gibt es bislang nur die in den Feldnotizen gemachte provisorische Bezeichnung „1243“. Dieser Platy ist eher interessant als schön, denn Farbe sucht man bei ihm vergebens. Interessant ist die kräftige Melanophorenbildung in der vorderen Körperhälfte und die dunkle Netzzeichnung in der Mitte der hinteren, wodurch der Eindruck eines Längsbandes entsteht. Diese Variante wird im Hobby kaum bestehen können, hier bietet sich für spezialisierte Freunde der Lebendgebärenden wohl eine einmalige Kaufgelegenheit, während „Hotel Taninul“ sicher seine Freunde findet, zumal die Männchen mit zunehmendem Alter immer kräftigere Gelbtöne in den Flossen und im Rücken entwickeln, wie uns der Züchter mitteilte.

Für unsere Kunden: „Hotel Taminul“ hat Code 443095, „1243“ Code 443093 auf unserer Stockliste. Von beiden Varianten sind nur begrenzte Stückzahlen lieferbar. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Xiphophorus maculatus „Tabasco“

23. April 2021

Hört man den Namen Tabasco, so fällt einem Mitteleuropäer zunächst die scharfe Chili-Soße ein. Der Platy (Xiphophorus maculatus), der diese Bezeichnung trägt, ist aber weder besonders feurig noch besonders rot – er stammt lediglich, wie die Chili-Soße, aus dem mexikanischen Bundesstaat Tabasco, wo diese Population von holländischen Zierfischfreunden erstmals gefunden und nach Europa gebracht wurde (mehr dazu in Vorbereitung). 

Die Grundfärbung der Tiere ist ein unscheinbares Grau; was sie sehr besonders macht ist der golden eingefasste Schulterfleck, den viele (aber nicht alle) Tiere zeigen. Man kennt dieses Zeichnungsmerkmal auch von Populationen aus dem mexikanischen Bundesstaat Veracruz. In Zuchtstämme wurde die „Admiralsepaulette“  bislang nicht eingekreuzt. Weitere interessante Merkmale dieses Wildplatys aus Tabsco sind der teilweise transparente Kiemendeckel, wodurch ein roter Fleck entsteht, und ein sehr variables Schwanzwurzelmuster, das ganz fehlen, einen Doppel-Halbmond oder ein Micky-Maus-Muster ausbilden kann. 

Die besondere Herausforderung bei der Erhaltungszucht solcher Fische liegt darin, die Variabilität zu erhalten. Nur zu leicht erliegt man der Versuchung, besonders hübsche Exemplare zu selektieren, wodurch schon nach wenigen Generationen ein uniformer Typ entsteht, der mit der Wildpopulation nicht mehr viel gemeinsam hat. Um das zu vermeiden, sollte man möglichst viele Farbvarianten der jeweiligen Fundortpopulation im möglichst großen gemischten Schwarm schwimmen lassen. Dadurch steigt zumindest die Wahrscheinlichkeit, dass die in der Natur herrschende Formenvielfalt einer Population auch unter den im Aquarium geborenen Nachkommen erhalten bleibt.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 476577 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Xiphophorus hellerii „Yucatan 2“

1. April 2021

Von einem deutschen Züchter erhielten wir diese außerordentlich attraktive Wildform des Schwertträgers. Leider konnte bislang nicht in Erfahrung gebracht werden, wo exakt und von wem diese Tiere gesammelt wurden. Man konnte lediglich ermitteln, dass sie ursprünglich aus Yucatan (Mexiko) mitgebracht wurden. Als Unterscheidungsmerkmal zum völlig anders aussehenden X. hellerii „Yucatan“ (siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/xiphophorus_hellerii_yucatan_de/) wird das Tier als Xiphophorus hellerii „Yucatan 2“ bezeichnet. 

Neben der attraktiven Färbung fällt Xiphophorus hellerii „Yucatan 2“ durch sein friedliches Wesen auf. Bekanntermaßen können Männchen des Schwertträgers ja untereinander ausgesprochen unverträglich sein, jedoch sind die von „Yucatan 2“ eine rühmliche Ausnahme von dieser Regel, so der Züchter!

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 476759 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Xiphophorus montezumae

4. Dezember 2020

Bei den Schwertträgern (Xiphophorus) tragen bei vielen Arten die Männchen einen schwertartigen Fortsatz am unteren Ende der Schwanzflosse. Es handelt sich dabei um eine Luxusbildung, die der innerartlichen Kommunikation dient. Schwerttragende Männchen wirken besonders sexy auf die Weibchen und besonders einschüchternd auf männliche Artgenossen. Das auch bei Primaten (also affenartigen Tieren) gut bekannte Spielchen „wer hat den längsten“ gewinnt bei den Xiphos immer Xiphophorus montezumae

Wir haben jetzt wieder einmal eine kleine Anzahl Nachzuchttiere dieses herrlichen Schwertträgers erhalten, der in der Natur ein vergleichsweise begrenztes Verbreitungsgebiet hat (Flüsse im Bundesstaat San Lous Potosi, auf der atlantischen Seite von Mexiko). Da der Montezuma-Schwertträger relativ niedrige Temperaturen (18-22°) zur dauerhaften Haltung bevorzugt – es schadet nicht, wenn im Sommer die Temperaturen einmal über 24°C klettern – wächst er eher langsam. Die Art ist auch bei weitem nicht so produktiv wie z.B. Grüne Schwertträger (X. hellerii), die Würfe umfassen meist deutlich weniger als 20 Jungtiere. So erklärt es sich, weshalb diese Schönheit stets eine Seltenheit im Hobby bleiben wird.

Zur Pflege gilt, dass man auf gleichbleibend gute Wasserqualität zu achten hat. Großzügige wöchentliche Teilwasserwechsel sind darum absolut Pflicht. Das Wasser sollte vorzugsweise hart sein, der pH im leicht alkalischen Bereich (8 – 8,5) liegen. Ein gutes Flockenfutter kann die Nahrungsgrundlage darstellen, dazu reicht man Frost- und Lebendfutter aller Art. Das regemäßige Verfüttern von Artemia-Nauplien (auch an erwachsene Fische, 2-3x pro Woche) hat sich sehr bewährt.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 420143 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Xiphophorus xiphidium

13. November 2020

Der Schwertplaty, Xiphophorus xiphidium, gehört  zu den Top-Raritäten unter den Lebendgebärenden Zahnkarpfen. Die Art ist auf den Oberlauf des Soto La Marina River und seiner Zuflüsse, Bundesstaat Tamaulipas, auf der atlantischen Seite von Mexiko beschränkt. Die sehr hübsche Art bleibt mit ca. 3 cm (Männchen) bzw. 4 cm (Weibchen) deutlich kleiner als der gewöhnliche Platy (Xiphophorus maculatus). Da sich beide Arten im Aquarium kreuzen können, sollte man angesichts der Seltenheit von X. xiphidium darauf verzichten, sie gemeinsam mit ihren engen Verwandten zu pflegen.

Es gibt vom Schwertplaty leicht unterschiedlich aussehende Tiere, so solche mit einem kreisrunden Fleck auf dem Schwanzstiel, solche mit zwei kleinen Punkten oder mit einem Halbmond. Da diese unterschiedlichen Farbformen auch unterschiedliche Populationen repräsentieren, sollte man auch auf dieser Ebene darauf achten, rein zu züchten. Aktuell haben wir eine Variante ganz ohne Schwanzwurzelzeichnung.

Junge Männchen sehen den Weibchen sehr ähnlich, auch, weil sie ebenfalls einen „Trächtigkeitsfleck“ haben. Voll erwachsene alpha-Männchen sind mit ihrer Tigerzeichnung sehr attraktive Fische.

Die Pflege und Zucht des Schwertplatys sind deutlich anspruchsvoller als die des gewöhnlichen Platys. Vor allem dürfen X. xiphidium nicht dauerhaft zu warm gepflegt werden, am besten bei Raumtemperatur ohne Zusatzheizung.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 476702 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer