Schlagwort-Archiv: Moenkhausia

Moenkhausia pittieri

21. Juli 2022

Der Brillantsalmler (Moenkhausia pittieri) ist bereits seit 1933 im Hobby vertreten. Die Art lebt endemisch im Valencia-See in Venezuela, kommt also nur dort vor (inklusive einiger Zu- und Abflüsse). Gewöhnlich ist er nur als Nachzucht im Handel, ganz selten kommen auch einmal einige wenige Wildfänge herein. 

Auf den ersten Blick mag der Brillantsalmler etwas unscheinbar erscheinen, doch die bei richtigem Licht glitzernden und funkelnden Fische sind wirklich eine Schau und verdienen den Namen Brillantsalmler vollkommen. Hinzu kommen noch die üppig entwickelten, wallenden Flossen. 

Die Bilder wurden von den fantastischen Wildfängen gemacht, die wir gerade in unserer Schauanlage pflegen.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 269102 (Nachzucht, medium) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text& Photos: Frank Schäfer

Moenkhausia phaeonota

22. Oktober 2021

Diese kleinbleibende (ca. 4 cm) Salmlerart aus dem oberen Einzug des Rio Tapajós im Bundesstaat Mato Grosso in Brasilien ist die einzige in der Gattung Moenkhausia mit einem derartigen Farb-Muster. Das führte schon bei der Erstbeschreibung (1979) dazu, die Gattungszuordnung nur provisorisch vorzunehmen. Bis heute blieb es bei dem Provisorium für Moenkhausia phaeonota.

Betrachtet man die netten, leider nur extrem selten erhältlichen Tiere im Aquarium, so erinnert die Schwimmweise eher an die Schwanzdrüsensalmler (Stevardiinae). Wir können diesen raren Salmler jetzt wieder einmal anbieten. 

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 269003 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Moenkhausia nigromarginata

23. Juli 2021

Erneut können wir einen Erstimport vermelden: Moenkhausia nigromarginata. Erstmals überhaupt haben wir einige dieser 1994 beschrieben Salmler erhalten. Die Art erreicht eine Länge von ca. 5 cm. Auffällig sind das blaue Auge, der im Auflicht blaue Rücken und die – mal mehr und mal weniger gut sichtbaren – Zickzackbänder am Unterbauch. Dieser Salmler stammt aus dem Einzug des oberen Rio Tapajós in Brasilien und wurde zusammen mit Moenkhausia rubra gefangen.

Sehr interessant ist das Fluchtverhalten dieser Art, das möglicherweise erklärt, warum die Tiere bisher im Hobby nicht auftauchten: wenn sie sich bedroht fühlen, schießen M. nigromarginata in Richtung Boden und versuchen sich, auf der Seite liegend, unter Steine, Wurzeln und dergleichen zu schieben. Das sieht für den Pfleger ziemlich beunruhigend aus, denn der fürchtet natürlich, die Tiere würden sich in Panik verletzen oder derart einklemmen, dass sie nicht wieder aus der selbstgewählten Falle freikommen. Aber diese Sorge ist unbegründet. Einmal eingwöhnt ist M. nigromarginata nicht schreckhafter als andere Salmler.

Alles in allem eine interessante neue Form, die sicherlich ihre Anhänger finden wird.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 268852 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur in kleiner Stückzahl lieferbar!

Text & Photos: Frank Schäfer

Moenkhausia rubra

16. Juli 2021

Die neue Gesetzgebung in Brasilien ermöglicht jetzt auch den Import von Arten, deren Ausfuhr zuvor nicht erlaubt war. Eine dieser Arten ist Moenkhausia rubra, die erst 2014 wissenschaftlich beschrieben wurde. Man kennt die Art bislang aus dem Rio Juína und dem Rio Juruena, beide zum oberen Rio Tapajós-Einzug gehörig, Bundesstaat Mato Grosso, Brasilien. Die neue Art ist ziemlich ungewöhnlich gefärbt; vor allem der rote Rücken der Männchen fällt auf. Zusätzlich – aber das sieht man nur bei Licht schräg von oben – haben der Vorderrücken und der Bereich entlang des Längsbandes herrlich grün irisierende Zonen.

Die größten bislang bekannt gewordenen Exemplare aus der Natur waren ca. 5,5 cm lang (also mit Schwanzflosse rund 6,5 cm). Wahrscheinlich werden sie im Aquarium noch etwas größer als im Freileben. Bei uns erwiesen sich diese schönen Neuheiten bisher als robust, friedlich und pflegeleicht.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 269203 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Moenkhausia costae

22. Mai 2020

Dieser Salmler stammt ursprünglich aus Brasilien (Rio Sao Francisco und Itapicuru) und wird etwa 7 cm lang. Wir können deutsche Nachzuchten des attraktiven Schwarmfisches anbieten.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 268613 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Moenkhausia hemigrammoides

18. März 2020

Aus Venezuela erhielten wir kürzlich „Federsalmler“. So nannten wir früher solche Salmler, die einen auffälligen schwarzen Streifen in der Afterflosse haben, der von einem davor angeordneten weißen Strich begleitet ist. Allgemein versteht man unter „Federsalmler“ allerdings alternativ die Arten der Gattung Hemiodus oder aber Hyphessobrycon copelandi. Unseren „Federsalmler“ bestimmten wir zunächst als Hemigrammus unilineatus.

Hemigrammus unilineatus ist Typusart der Gattung Hemigrammus. Er hat einen Doppelgänger, nämlich Moenkhausia hemigrammoides. Der einzige äußerlich sichtbare Unterschied zwischen diesen beiden Arten ist die Seitenlinie, also das über die Flanken der Fische laufende Sinnesorgan. Diese Seitenlinie läuft bei Hemigrammus nur über die halbe Körperlänge (Hemi: halb, grammus: gezeichnet), bei Moenkhausia hingegen über die gesamte Körperlänge. Dieses Merkmal kann man auf scharfen Fotos erkennen.

Bis vor kurzem dachte man, Moenkhausia hemigrammoides käme nur in den Guyana-Ländern vor, während Hemigrammus unilineatus dort und außerdem in großen Teilen Brasiliens, Venezuelas, Kolumbiens und Boliviens vorkommt; so erklärt sich, weshalb wir zunächst ohne großes Nachdenken unsere Neuimporte als H. unilineatus bezeichneten. Jetzt fanden wir aber die Zeit, sie genauer anzuschauen und siehe da: sie haben eine vollständige Seitenlinie, es muss sich also um Moenkhausia hemigrammoides handeln! 

Wie es der Zufall so will, ist gerade – im September 2019 – eine Studie erschienen, die erstmals das Vorkommen von M. hemigrammoides in Kolumbien beschreibt (Flüsse Ariari und Inirida, beides Zuflüsse zum Rio Guaviare im oberen Orinoko-Becken), was das Vorkommen der Art in Venezuela sehr wahrscheinlich macht.

Moenkhausia hemigrammoides sind sehr lebhafte Fische, die ständig miteinander spielen und in blitzschnellen Wendungen durch das Aquarium sausen. Die rund 4 cm lang werdenden Fische (in der Natur liegt die Größe erwachsener Tiere bei Längen zwischen 2,1 und 3,3 cm, ohne Schwanzflosse gemessen) sind dadurch eine wirkliche Bereicherung des Aquariums, auch wenn sie farblich nicht sehr auffällig sind.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 268653 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Moenkhausia celibela

28. Oktober 2019

Seit über 150 Jahren kennt man in der Wissenschaft einen kleinen Salmler, der aufgrund des Beschuppung der Schwanzflosse gegenwärtig in die Gattung Moenkhausia gestellt wird, unter dem Namen M. lepidura. Von allen anderen Moenkhausia-Arten unterscheidet sich die Art, so dachte man, durch die Färbung der Schwanzflosse, in deren oberer Hälfte ein schwarzer Fleck ist, die untere Hälfte ist hingegen farblos.

Erst 2016 zeigten Marhino & Langeani, dass es mehrere Arten mit dieser Zeichnung gibt. Sie fanden heraus, dass der „echte“ M. lepidura an einer Besonderheit in der Beschuppung zu erkennen ist. Auf dem Rücken von M. lepidura stoßen die Kanten der Flankenschuppen direkt aneinander (wie bei einem Kartenhaus), während bei anderen, ähnlichen Arten eine zusätzliche Reihe Schuppen sozusagen ein Dachfirst bildet. Auf einem Photo dieses Posts, bei dem der Fisch frontal aufgenommen ist, ist das gut zu erkennen.

Wir haben jetzt aus Kolumbien eine Moenkhausia-Art dieses Arten-Komplexes erhalten, bei der es sich aufgrund der Rückenbeschuppung nicht um M. lepidura handeln kann. Folgt man dem Bestimmungsschlüssel von Marhino & Langeani, so handelt es sich höchstwahrscheinlich um M. celibela, es besteht aber auch viel Ähnlichkeit zu M. mikia. Wir können natürlich auch nie ganz ausschließen, dass es sich um eine wissenschaftlich noch nicht erfasste, neue Spezies handelt. Unsere Fische ähneln übrigens farblich extrem einer wissenschaftlich noch unbeschriebenen Bryconops-Art aus dem Rio Xingu in Brasilien. Bryconops-Arten haben allerdings lange Afterflossen, vergleichsweise größere Augen und ein völlig anderes Schwimmverhalten.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 268663 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Literatur:

Marinho, M. M., & F. Langeani (2016). Reconciling more than 150 years of taxonomic confusion: the true identity of Moenkhausia lepidura, with a key to the species of the M. lepidura group (Characiformes: Characidae). Zootaxa, 4107 (3), 338-352.

Moenkhausia simulata

14. Juni 2019

Ein etwas irritierender Import einer sehr seltenen Salmlerart gelang uns letzte Woche aus Peru. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um Moenkhausia simulata; allerdings weicht unser Neuimport farblich etwas von den bislang bekannten  M. simulata ab. Alle anderen Salmler-Arten mit einem Zeichnungsmuster aus mehreren waagerechten Streifen (Astyanax lineatus, A. kullanderi, A. superbus, Bario spp., Hollandichthys spp., Hyphessobrycon hexastichos, Markiana nigripinnis, Moenkhausia agnesae, M. latissima, M. rara, M. simulata und Pseudochalceus lineatus) sehen entweder ganz anders aus und/oder haben ein völlig anderes Verbreitungsgebiet. Möglicherweise handelt es sich bei dem von uns importierten Fisch um eine wissenschaftlich noch unbeschriebene, M. simulata sehr ähnliche Art.

Besonders interessant ist der Geschlechtsunterschied bei dieser Art. Unsere Fische sind aktuell 4-5 cm lang und offensichtlich geschlechtsreif. Die Fettflosse der Männchen ist deutlich größer als die der Weibchen und beim dominanten Männchen im Aquarium rußig-schwarz. Untereinander sind diese Salmler recht robust. Möglichst große, gut strukturierte Aquarien und eine möglichst große Anzahl von Exemplaren sorgen dafür, dass sich die aggressiven Handlungen nicht in Flossenschäden niederschlagen. Ansonsten unterscheiden sich die Pflegeansprüche der Fische nicht von denen anderer, seit langem im Aquarium gepflegter Arten, wie z.B. dem Rautenflecksalmler (Hyphessobrycon anisitsi).

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 269453 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Moenkhausia copei

8. Februar 2019

Aus Venezuela erhielten wir eine besonders hübsche Farbvariante von Moenkhausia copei. Die Fische sehen ein wenig nun aus wie eine gestreckte Version von Moenkhausia collettii, bei der der für M. collettii so typische Schulterfleck fehlt und bei der die bei M. collettii orangefarbene Schwanzflosse rot ist. 

Moenkhausia copei haben wir erstmals im Jahr 2011 importieren können, damals aus Peru. Sie waren nicht ganz so kräftig gefärbt, stimmen aber ansonsten gut mit unseren jetzigen Venezuela-Fischen überein. Ein Bild der Peru-Fische finden Sie auf unserer Homepage: http://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/moenkhausia_copei_de/

Moenkhausia copei erreicht eine Gesamtlänge von etwa 6 cm und ist weit im Bereich des Amazonas und des Orinoko verbreitet. Offenbar konnten wir jetzt eine farblich wirklich attraktive Variante des friedlichen und sehr lebhaften Schwarmfisches importieren.

In Laichstimmung entwickeln die Männchen sehr wohl einen kräftigen Humeralfleck. Dieses Merkmal kann also nicht zuverlässig zur Unterscheidung von M. collettii und M. copei herangezogen werden. Die allgemeine Körperform ist wohl das zuverlässigste Bestimmungsmerkmal.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 268632 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Moenkhausia heikoi

12. Oktober 2018

Erstmals konnten wir, wenn auch nur in sehr begrenzter Stückzahl, diesen erst 2004 aus dem Rio Xingu beschriebenen Salmler importieren. Bekannt wurde das Tier 2001; damals stellte Rainer Stawikowski den Fisch als „Hemigrammus sp. Xingu“ in der Zeitschrift DATZ vor. Die wissenschaftliche Beschreibung erfolgte 2004, und zwar gleich doppelt und fast zeitgleich: durch Géry und Zarske als Moenkhausia heikoi und durch Lima und Zuanon als Astyanax dnophos. Da die Arbeit von Géry und Zarske 5 Tage früher erschien, hat der Name M. heikoi Gültigkeit.

Diese Art zeichnet sich durch ihr großes Auge mit einem auffälligen Leuchtfleck aus. Die Fische leben in der Natur in höhlenartigen Strukturen zwischen Steinen in den Stromschnellen des Xingu. Dort sind sie natürlich nur sehr schwer zu fangen weshalb sie nur sehr selten und zu hohen Preisen im Handel auftauchen.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 269513 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer