Archiv für den Autor: Frank Schäfer

Rhaphiodon vulpinus

3. April 2017

Zu den größten der Säbelzahnsalmler gehört Rhaphiodon vulpinus. Die Art kann bis zu 80 cm lang und 2,1 kg schwer werden. Sie ist sehr weit in Südamerika verbreitet und dort als „Biara“ bekannt. Dieser Raubfisch hat, genau wie die nahe verwandten Hydrolycus-Arten, zwei riesige spießartige Zähne im Unterkiefer, mit denen er seine Beute erspeert. Bei geschlossenen Maul fügen sie sich in passende Löcher im Gaumen. Es sind prachtvolle Fische für wirklich große Aquarien. Wir haben gerade Jungtiere verschiedener Größen aus Peru im Stock. Untereinander und gegenüber Fischen, die nicht als Nahrung in Frage kommen, sind sie friedlich.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 287502 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Außerodentlich schöne Hypancistrus debilittera (L129) eingetroffen!

2. April 2017

Gerade ist Import-Saison für L-Welse aus dem Orinoko und wir haben darum zahlreiche Arten im Stock. Darunter natürlich auch Hypancistrus debilittera, der vor seiner wissenschaftlichen Erstbeschreibung den provisorischen Namen „L129“ trug. Es handelt sich dabei um eine hübsche, kleinbleibende Art mit einem gewaltigen Spektrum an Zeichnungsmustern. Es gibt wohl keine zwei Exemplare, die absolut identisch aussehen. Die Maximallänge liegt bei rund 10 cm.

Zur Zeit fällt uns auf, dass fast alle Exemplare, die wir erhalten, deutlich kontrastreicher gefärbt sind, als wir das sonst gewohnt sind. Woran das liegt wissen wir nicht, aber es gefällt uns sehr!

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 26480-L129-1 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Benitochromis nigrodorsalis

2. April 2017

In ganz kleiner Stückzahl können wir eine Top-Rarität unter den westafrikanischen Cichliden als deutsche Nachzucht anbieten: Benitochromis nigrodorsalis. Diese Art wurde erst 2001 wissenschaftlich beschrieben und stammt aus Kamerun und von der Insel Fernando Poo. Vor ihrer wissenschaftlichen Beschreibung kannte man die Fische im Hobby unter der Bezeichnung „Chromidotilapia finleyi Moliwe“. Sie wird rund 12 cm lang.

Benitochromis sind enge Verwandte der Pelvicachromis-Arten und im Verhalten diesen friedlichen und schönen Buntbarschen vergleichbar. Im Gegensatz zu Pelvicachromis, die bekanntlich Höhlenbrüter sind,  sind aber Benitochromis-Arten biparentale, ovophile Maulbrüter, d.h. beide Elterntiere beteiligen sich gleichberechtigt an der Maulbrutpflege, wobei die Eier und Larven mehrmals täglich von einem Elternteil an das andere übergeben werden. Die Eier werden unmittelbar nach dem Ablaichen ins Maul genommen (=ovophil).

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 503045 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Lepidosiren paradoxus

29. März 2017

Der Südamerikanische Lungenfisch ist ein wirklich interessanter, wenngleich nicht gerade farbenfroher Fisch. Er präsentiert sich in Schlammfarben, braun, grau, ein paar schwärzliche Flecken sind auch manchmal dabei. Wozu sollte auch ein Tier, das im Sumpf lebt und sich von Schnecken ernährt, bunt sein? Um so erstaunlicher ist die Färbung der ganz kleinen Jungtiere (6-9 cm lang), wie wir sie jetzt wieder aus Peru erhalten haben. Die sind nämlich pechschwarz mit goldgelben Sprenkeln, wirklich ganz entzückende Tierchen! Untereinander sind diese Jungfische noch absolut verträglich, was man von erwachsenen Exemplaren nicht behaupten kann. Foto erwachsener Tiere aus Paraguay finden Sie übrigens hier: http://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/lepidosiren_paradoxus_de/

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 265501 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. 

Text & Photos: Frank Schäfer

Hemiodontichthys acipenserinus

28. März 2017

Die wegen ihrer lustig aussehenden Nase auch als „Pinocchio-Hexenwels“ bekannte Art ist wegen ihrer geringen Größe (im Aquarium gewöhnlich nur ca. 10 cm) der am besten für die Aquarienhaltung geeignete, maulbrütende Hexenwels. Wir konnten die schönen Tiere jetzt wieder einmal aus Peru importieren.

Es handelt sich – wie bereits erwähnt – um Maulbrüter im männlichen Geschlecht. Zu unserer besonderen Freude trägt eines unserer Männchen gerade eine Eitraube mit sich herum. Wir sind ein Großhandel, kein Zuchtbetrieb, aber es macht uns trotzdem immer froh, dass sich unsere Tiere offensichtlich so wohl fühlen, dass sie sogar zur Fortpflanzung schreiten.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 257904 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Schmetterlingbuntbarsch Wild

28. März 2017

Über dem großen Angebot an herrlichen Zuchtformen des Schmetterlingsbuntbarsches (Mikrogeophagus ramirezi) vergisst man leicht, dass bereits die Wildform ein wunderschöner Aquarienfisch ist. Wir haben voll ausgewachsene Wildfänge der Art aus Venezuela im Stock. Wildfang-Ramis werden übrigens nur ca. 5 cm groß (Männchen), Weibchen bleiben sogar noch kleiner, es handelt sich also um echte Zwergcichliden!

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 686515 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Peckoltia sp. Red Tiger L209

24. März 2017

Als wir diesen wunderschönen Harnischwels erstmals importierten, war seine Identität mit zuvor eingeführten Arten nicht zu ermitteln. Erst jetzt scheint es allgemein akzeptiert zu sein, dass es sich dabei um L209 handelt. L209 ist eine typische Peckoltia-Art, ein Allesfresser, der etwa 15 cm Länge erreicht. Die Fische stammen aus dem Rio Madeira. Zwischenzeitlch ist auch die Nachzucht gelungen, so dass dieser schöne Fisch hoffentlich dem Hobby erhalten bleibt.

Text & Photos: Frank Schäfer

Stiphodon semoni

22. März 2017

Erneut konnten wir eine der herrlichen Stiphodon-Arten importieren. Diesmal handelt es sich wohl um Stiphodon semoni, eine der am längsten der Wissenschaft bekannten Arten, die bereits 1895 beschrieben wurde. Diese Art ist weit verbreitet, wissenschaftlich gesicherte Fundorte gibt es auf Sulawesi, Bali, Neu-Guinea (Irian Jaya), überhaupt Indonesien und östlich bis zu den Salomonen-Inseln. Da sich die Larven dieser Fische im Meer entwickeln, ist die weite Verbreitung nicht verwunderlich. Die erwachsenen Tiere leben hingegen ausschließlich im Süßwasser, bevorzugt in klaren Bächen.

Man nennt die Vertreter der Gattung Stiphodon ganz allgemein „Neongrundeln“, aber für S. semoni trifft der Name besonders gut zu. Die Pflege ist einfach, die Fische sind friedliche Zeitgenossen. Man hält sie am besten im Trupp, dann hat man am meisten von ihrem Verhalten. Der Boden sollte 6-8 cm große, runde Kieselsteine und sandige Stellen enthalten. Eine gute Strömung/Filterung sollte bei der Pflege von Bachfischen selbstverständlich sein. Die Temperaturansprüche liegen zwischen 24 und 28°C.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 456103 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Laevimon kottelati

22. März 2017

Wir konnten einige wenige Exempare der Süßwasserkrabbe Laevimon kottelati importieren. Diese interessante und hübsche Krabbe hat eine Panzerbreite von ca. 4,5 cm und kommt ausschließlich in Vietnam vor, wo sie 1998 entdeckt und 2005 wissenschaftlich als neue Art in einer neuen Gattung beschrieben wurde. Sie lebt amphibisch am Ufer von kleinen Flüssen. Die hier geposteten Lebendfotos sind die einzigen, die unseres Wissens von der Art existieren.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 484053 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Brachygobius sabanus Thailand

20. März 2017

Aus Thailand haben diese sehr hübsche Goldringelgrundel erhalten. Die Bestimmung von Goldringelgrundeln ist immer noch in vielen Fällen eine sehr kniffelige Angelegenheit und gelingt oft nur mit vielen Fragezeichen. Brachygobius sabanus wurde ursprünglich von Borneo (Sabah) beschrieben, unsere Tiere stammen aber aus Thailand. Die der Erstbeschreibung von B. sabanus beigefügte Abbildung stimmt aber sehr gut mit unseren Tieren überein.

B. sabanus wird nur etwa 2,5 cm lang und ist individuell recht variabel gefärbt. Die Tiere leben in reinem Süßwasser. Was uns besonders freut: sie laichten sogar in unserer Anlage ab! Zunächst dachten wir, der Laich wäre verpilzt, weil er recht schnell weiß wurde. Doch als nach zwei Tagen der „verpilzte“ Laich immer noch da war und energisch vom Papa verteidigt wurde, schauten wir nochmal genauer hin. Da waren die Augen der Embryonen schon deutlich zu erkennen! Was wir für verpilzten Laich gehalten hatten, war in Wirklichkeit der weiße Dottersack. Leider schlüpften die Larven ausgerechnet am Wochenende nachts, als keiner in der Anlage war. Jedoch dürfte die Aufzucht von B. sabanus ohne allzu große Schwierigkeiten möglich sein.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 407252 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Mastacembelus sp. „Nargis“

17. März 2017

Erstmals haben wir diesen neu entdeckten Stachelaal aus Burma erhalten. Zunächst dachte ich, es handele sich um einen Vertreter der M.-armatus-Gruppe, doch der Stachelaal-Spezialist Ralf Britz vom Natural History Museum in London wies mich darauf hin, auf die Schwanzflosse zu achten: die ist bei den Stachelaaalen der M.-armatus-Gruppe mit der Rücken- und Afterflosse verwachsen, bei dieser Art aber nicht. Seiner Meinung nach steht die Neuentdeckung M. caudiocellatus nahe, doch müsste man natürlich viel genauere Untersuchungen vornehmen, um das zu überprüfen. Einstweilen ist es darum am sinnvollsten, von Mastacembelus sp. „Nargis“ zu sprechen. 

Man kann davon ausgehen, dass M. sp. „Nargis“ zu den mittelgroßen Arten gehört und rund 25 cm lang wird. Er ist nach unseren bisherigen Erfahrungen genau so gesellig, friedfertig und versteckfreudig wie man es von einem Fisch seiner Verwandschaft erwartet.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 426215 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur in kleiner Stückzahl lieferbar!

Text & Photos: Frank Schäfer

Betta ferox

17. März 2017

Gelegentlich erhalten wir Wildfänge dieses sehr seltenen Betta. Die maulbrütende Art kommt nur in einem kleinen Gebiet in Thailand vor (Bori Pat), wo sie in Bächen mit weichem, leicht saurem Wasser schwimmt. Die Wassertemperatur dort beträgt ca. 25°C. Die Maximallänge der Art liegt bei ca. 8 cm, Männchen werden generell größer als die Weibchen. Die Weibchen weisen zudem weniger Glanzschuppen am Körper auf.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 381343 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Corydoras fowleri / coriatae

17. März 2017

Der sehr langschnäuzige Corydoras fowleri wurde 1950 nach einem einzigen Exemplar beschrieben und seither jahrzehntelang nicht mehr gesehen. Erst Ende der 1990er Jahre kamen Importe der Art aus Peru herein. Dabei zeigte sich, dass diese Art sehr farbvariabel ist. Ob C. coriatae nur eine solche Farbvariante darstellt oder eine eigenständige Art ist seither umstritten. Aber egal, wie es sich damit verhält: es sind wunderschöne Aquarienfische!

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 229814 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern

Text & Photos: Frank Schäfer

Stiphodon semoni

15. März 2017

Erneut konnten wir eine der herrlichen Stiphodon-Arten importieren. Diesmal handelt es sich wohl um Stiphodon semoni, eine der am längsten der Wissenschaft bekannten Arten, die bereits 1895 beschrieben wurde. Diese Art ist weit verbreitet, wissenschaftlich gesicherte Fundorte gibt es auf Sulawesi, Bali, Neu-Guinea (Irian Jaya), überhaupt Indonesien und östlich bis zu den Salomonen-Inseln. Da sich die Larven dieser Fische im Meer entwickeln, ist die weite Verbreitung nicht verwunderlich. Die erwachsenen Tiere leben hingegen ausschließlich im Süßwasser, bevorzugt in klaren Bächen.

Man nennt die Vertreter der Gattung Stiphodon ganz allgemein „Neongrundeln“, aber für S. semoni trifft der Name besonders gut zu. Die Pflege ist einfach, die Fische sind friedliche Zeitgenossen. Man hält sie am besten im Trupp, dann hat man am meisten von ihrem Verhalten. Der Boden sollte 6-8 cm große, runde Kieselsteine und sandige Stellen enthalten. Eine gute Strömung/Filterung sollte bei der Pflege von Bachfischen selbstverständlich sein. Die Temperaturansprüche liegen zwischen 24 und 28°C.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 456103 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Phenacogrammus interruptus Albino

15. März 2017

Aus Südostasien erhalten wir zur Zeit wunderschöne Nachzuchten der Albinozuchtform des Blauen Kongosalmlers (Phenacogrammus interruptus). Wie alle echten Albinos haben die Fische rote Augen, weil ihnen das schwarze Körperfarbpigment Melanin genetisch bedingt fehlt. Während jedoch der Körper von Albinos vieler anderer Arten aus dem gleichen Grund einfarbig weiß, gelblich oder fleischfarben erscheint, bleiben beim Blauen Kongosalmler die Schillerfarben des Körpers auch beim Albino erhalten. Dadurch wirken diese Tiere so außergewöhnlich schön.

Lexikon: Phenacogrammus: aus dem Altgriechischen „mit betrügerischer Linie“, was sich darauf bezieht, dass die Form der Seitenlinie nicht als Abgrenzungsmerkmal gegen andere Gattungen verwendbar ist. interruptus: Latein für „unterbrochen“, bezieht sich auf die Seitenlinie.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 159454 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Apistogramma borellii Paraguay wild

11. März 2017

Aus Paraguay haben wir wunderschöne Wildfänge dieses Zwergcichliden erhalten, der sich ideal für die Pflege und Zucht im Aquarium eignet. Im Gegensatz zu vielen anderen Zwergbuntbarschen ist A. borellii nämlich ziemlich anspruchslos bezüglich der Wasserzusammensetzung. Auch in mittelhartem, leicht alkalischen Wasser ist die Art gut zu pflegen und zu züchten. Im Verhalten entspricht A. borellii den meisten anderen Apistogramma: es handelt sich um in Polygamie (jedes Männchen lebt in Haremsverbänden mit mehreren Weibchen) lebende Höhlenbrüter, wobei dem Weibchen der Löwenanteil der Aufzuchtarbeit zukommt. Allerdings entspricht A. borellii unter den vielen Apistogramma-Arten noch am ehesten menschlichen Moralvorstellungen. Auch die paarweise Pflege ist möglich und manchmal beteiligen sich auch die Männchen an der Jungenaufzucht. Einige Wochen im Jahr sollte man diese Fische in ungeheizten Aquarien pflegen. Sie danken es mit langem Leben und erhöhter Vitalität.

Bei der aktuellen Photosession entdeckten wir durch Zufall, dass die Zeichnung der Tiere im Nacken Augenflecken darstellen. Dadurch wirken sie für Fressfeinde größer, als sie sind. Ein unseres Wissens bisher noch nie dokumentiertes Phänomen bei Apistogramma!

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 615703 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Apistogramma: altgriechisch, bedeutet „mit unzuverlässiger Linie“; es ist nicht klar, ob sich das auf das Seitenlinienorgan oder Zeichnungselemente bezieht. borellii: Widmungsname.

Deutscher Name: Reitzigs Zwergbuntbarsch, „Reitzigi“

Schwarzschwingen-Zwergbeilbäuche

11. März 2017

Zwei Arten Schwarzschwingen-Zwergbeilbäuche gibt es. Diese niedlichen Fische werden nur rund 3 cm lang. Aus Peru und Kolumbien haben wir gelegentlich Carnegiella schereri im Stock; diese Art wird allerdings meist als Jungtier von Gasteropelecus sternicla geschickt. Tatsächlich sieht Carnegiella schereri seinem deutlich größer werdenden Vetter farblich sehr ähnlich, aber man kann die Art immer zweifelsfrei erkennen, weil ihr, wie allen Carnegiella-Arten, die Fettflosse fehlt. Gasteropelecus haben hingegen immer eine Fettflosse. 

Aus Brasilien kommt Carnegiella marthae. Die beiden Zwergbeilbäuche sind so eng miteinander verwandt, dass sie früher nur als Unterarten zueinander gesehen wurden. Dann hießen sie Carnegiella marthae marthae und Carnegiella marthae schereri. Man unterscheidet die beiden Arten sicher anhand der Bauchfärbung: C. schereri ist gepunktet, C. marthae fein liniiert.

Für unsere Kunden: Carnegiella schereri hat Code 214152, C. marthae 214002 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Danio sp. Hikari Blue & Yellow

8. März 2017

Hikari-Danios sind eine Gruppe wissenschaftlich noch nicht erfasster Danios aus Burma, die in den unmittelbaren Verwandtschaftskreis der Inselbärblings, Danio kerri, gehören Es sind farblich sehr schöne Fische, die bezüglich ihrer Pflege und Zucht mit dem bekannten Zebrabärbling, Danio rerio, vergleichbar sind. Hikari-Danios werden rund 5 cm lang.

Wir hatten schon einige Zeit keine Hikari-Danios mehr impoprtieren können, jetzt gelang die Einfuhr wieder. Dabei merkten wir, dass sie früher mit dem Vermerk „Blue“ oder „Yellow“ geschickt wurden, was jetzt fehlte. Die Rückfrage beim Lieferanten ergab: tatsächlich wurden die Fische vormals nach Farben sortiert, bis man merkte, dass die gelben die Männchen und die blauen die Weibchen sind…

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 413733 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Chaetobranchopsis australis

8. März 2017

Hier ist er: der ernährungstechnisch wohl interessanteste Buntbarsch Paraguays! Chaetobranchopsis australis ist ein spezialisierter Planktonfresser; wie ein Staubsauger saugt der bis zu 12-14 cm lange Fisch Kleinstlebewesen ein und filtert sie mit langen Kiemenrechen aus dem Wasserstrom; im September, als wir die Tiere importierten, scheint in Paraguay eher wenig Plankton vorhanden zu sein, denn für unseren Geschmack sind die Fische etwas zu schlank, aber das dürfte sich bei unseren Kunden mittlerweile wieder gegeben haben.

Chaetobranchopsis gehört zu den ganz wenigen Buntbarsch-Arten, deren Fortpflanzungsverhalten noch vollständig unbekannt ist. Es wurden schon Tiere beim putzen von Steinen beobachtet, was dafür spricht, dass es Offenbrüter sind, aber nichts Genaues weiß man nicht!

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 634904 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Hemiloricaria teffeana

6. März 2017

Tefé (früher schrieb man den Namen der Stadt Teffe) in Brasilien hat unter Aquarianern einen klangvollen Namen. Sofort denkt man an herrliche Grüne Diskus oder die tollen Apistogramma agassizii dieser Region. Es gibt aber auch einen nicht minder attarktiven Hexenwels in der Gegend: Hemiloricaria teffeana. Offenbar ist die Art aber auch noch weiter verbreitet, was auf Artniveau ja für Diskus und A. agassizii ebenso gilt.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 257975 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur in sehr begrenzter Stückzahl lieferbar!

Text & Photos: Frank Schäfer

Pelvicachromis pulcher wild Gelb

6. März 2017

Die gelbe Farbvariante der Art P. pulcher kommt aus Südwest-Nigeria, wo sie westlich des Niger-Deltas im Bereich des Ethiop Rivers gesammelt werde. Die Farbbezeichnungen Gelb, Rot und Grün beziehen sich bei P. pulcher auf die Kiemendeckel, rote Bäuche bekommen sie alle. Wie bei allen Pelvicachromis sind die Weibchen erheblich farbiger als die Männchen. Bei den Wildfängen, die wir regelmäßig anbieten können, kann man sehr schön die Varianz der Augenflecken in Rückenflosse und Schwanzflosse studieren. Die Zahl der Flecken variiert individuell zwischen Null und Acht.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 560202 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Hemichromis sp. Neon

3. März 2017

Ginge es bei der Aquaristik ausschließlich um Farben, so bräuchte man kaum andere Arten als Hemichromis. Der „Neon“ ist wohl eine durch Kreuzung und Selektion entstandene Zuchtform, bei der die blauen Glanzpunkte, die die meisten Roten Cichliden haben, zu größeren Flächen verbunden sind. Bezüglich der Körperform sind die Hemichromis sp. Neon wohl am ehesten der Art H. guttatus zuzuordnen.

Aber es geht ja nicht nur um Farbe. Leider haben die Roten Cichliden eine Eigenschaft, die viele Aquarianer gar nicht mögen: sie sind unberechenbar aggressiv. Diese Eigenschaft ist individuell ausgeprägt. Es gibt Tiere, die sind lammfromm, andere können zu wahren Tyrannen im Aquarium werden.

Aber die wirklich unglaubliche Farbenpracht und das wunderbare Familienleben dieser Buntbarsche lohnt es unbedingt, das Riskio einzugehen!

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 537142 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Melanocharacidium sp. Peru

3. März 2017

Die Bodensalmler der Gattung Melanocharacidium verfügen über ein extrem ausgeprägtes Farbwechselvermögen. Das macht ihre Bestimmung ziemlich schwierig, denn die in den wissenschaftlichen Beschreibungen angegeben Merkmale sind am lebenden Tier nicht zu erkennen und Farbmerkmale konservierter Exemplare nur sehr bedingt auf lebende Tiere zu übertragen.

Die Gattung Melanocharacidium enthält nach gegenwärtigem Wissensstand neun Arten beschrieben, keine davon aus Peru. Die einzige Art, die geografisch „in der Nähe“ lebt, ist Melanocharacidium rex aus Ekuador und ausgerechnet von dieser Art sind aus den wissenschaftlichen Sammlungen gerade mal zwei Exemplare bekannt geworden; es erscheint aber unwahrscheinlich, dass unsere Importe identisch mit M. rex sind, denn diese Art wird mit über 10 cm doch sehr groß, während unsere Fische mit 4-5 cm zumindest sexuell differenziert erscheinen.

Es handelt sich also aller Wahrscheinlichkeit nach um eine wissenschaftlich noch unbekannte Art. Im Aquarium machen diese Fische viel Freude. Sie leben stärker bodengebunden als ihre nahen Verwandten, die Characidium-Arten. Letztere findet man auch öfter mal in freiem Wasser, Melanocharacidium nie. In bestimmten Stimmungen werden die Fische fast schwarz, in anderen zeigen sie ein Längsband, das von einer leuchtenden Linie begleitet wird.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 215903 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Oryzias dancena „Thailand“

1. März 2017

Meist erhalten wir den Reiskärpfling (Oryzias dancena, in älteren Büchern oft O. melastigma genannt) aus Indien, von wo die Art auch beschrieben ist. Jetzt haben wir aber sehr vitale Tiere aus Thailand bekommen, die uns viel Freude machen.

Oryzias dancena kann gut an den weiß gesäumten Flossen erkannt werden. Die Afterflosse der Männchen sind unregelmäßig ausgebuchtet, bei ganz alten Männchen sind die Flossenstarhlen dieser Flosse sogar ausgezogen. Wie bei allen Reiskärpflingen tragen auch bei dieser Art die Weibchen die Eier eine Weile nach dem Ablegen mit sich herum, bevor sie sie an Pflanzen abstreifen.

Oryzias dancena sind absolut friedliche Schwarmfische, die den oberflächennahen Bereich des Aquariums sehr bereichern. Die Ernährung ist völlig problemlos, jedes handelsübliche Zierfischfutter wird gerne genommen, es darf nur nicht zu groß sein. Hartes, leicht alkalisches Wasser wird bevorzugt, doch kann man allgemein sagen, dass jedes als Trinkwasser geeignete Wasser sich auch zur Pflege und Zucht von Oryzias dancena eignet. Diese Fische werden 3-4 cm lang.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 339602 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Myxocyprinus asiaticus

27. Februar 2017

Den chinesischen Wimpelkarpfen, auch Fledermaus-Schmerle genannt, haben wir eigentlich immer im Stock. Die Art ist in der Natur leider wegen Gewässerverbauung (vor allem durch Wasserkraftwerke) vom Aussterben bedroht. Alle im Handel befindlichen Exemplare stammen aus Aquakulturen und sind Nachzuchten.

Gewöhnlich bekommen wir die Fische aus Singapur, jetzt haben wir testweise einmal einige Tiere bei einem neuen Lieferanten aus Hongkong mitbestellt. Die betrachteten wir nun sehr genau und dabei fiel uns auf, dass zwei sehr unterschiedlich aussehende Typen in dem Becken schwimmen. Einige Tiere sind eher rötlich und ihre riesige Rückenflosse ist eher abgerundet, andere eher schwarz-weiß und mit einer spitz zulaufenden Rückenflosse. Die Größe beider Typen ist in etwa gleich, beide fotografierten Fische sind 10-12 cm lang. Handelt es etwa um Geschlechtsunterschiede? Das wäre seltsam, denn Wimpelkarpfen werden bis zu 1,2 Meter lang und 23 kg schwer; erwachsene Tiere sehen auch völlig anders aus.

Nun ja, wir werden die zwei mal für eine Weile in ein 5.000 Liter fassendes Aquarium setzen und sehen, wie sie sich weiter entwickeln.

Aufgrund ihrer Endgröße eignen sich Wimpelkarpfen nur als Jungtiere für normal große Aquarien, später müssen sie in entsprechend große Becken oder den Gartenteich umziehen. Sie sind bei uns winterhart und erfreuen sich großer Beliebtheit als Beifisch zu Koi, da Wimpelkarpfen gerne Algen fressen und somit helfen, den Teich sauber zu halten.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 438003 (6-8 cm) und 438005 (10-12 cm). Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Distichodus teugelsi

27. Februar 2017

Mit 5-6 cm Maximallänge handelt es sich um eine der kleinsten Distichodus-Arten überhaupt – und um eine der hübschesten! Die Art stammt aus dem zentralen Kongo, wo sie in weichem, sauren Wasser lebt. 

Die Männchen bleiben kleiner als die Weibchen, die zudem durch ihre stärkere Körperfülle auffallen. Alle Distichodus-Arten zanken ganz gerne, auch diese Art, aber das bleibt ohne nennenswerte Folgen. Pflanzenstellen für Distichodus einen wichtigen Nahrungsbestandteil dar; man muss also damit rechnen, dass auch diese Art zarte Unterwassergewächse zum Fressen gern hat.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 128053 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur in sehr geringer Stückzahl lieferbar!

Text & Photos: Frank Schäfer

Apistogramma elizabethae

24. Februar 2017

Am Mittwoch trafen Wildfänge Apistogramma elizabethae bei uns ein. Immer, wenn solche seltenen Kostbarkeiten bei uns ankommen, schauen wir noch genauer als ohnehin üblich nach, ob es sich wirklich um die bestellte Art handelt und ob viele Beifänge unter ihnen sind. Apistogramma elizabethae ist von allen anderen ähnlichen Apistogramma-Arten auch als Jungfisch gut in der Schreckfärbung zu unterscheiden. Sind die Fische alarmiert, so verblassen sie und zeigen zwei leicht ovale Flecken auf der Körpermitte. Dieser Doppelfleck ist auch bei Fischen, die sich wohlfühlen, unter bestimmten Lichteinflüssen erkennbar, aber nicht ganz so offensichtlich.

Wir machten also unsere Dokumentationsphotos und entdeckten dabei ein Männchen, wie wir es noch nie gesehen haben: mit einer dunklen Barrenzeichnung am Unterkörper! Wir fingen das Tier und zwei weitere heraus, um es im Photobecken genauer zu betrachten. Dort zeigte es diese Färbung aber nicht mehr. Dafür kam es schnell in Balzstimmung und erfreute uns mit einem temperamentvollen Schaugefecht mit seinem Spiegelbild. Es sind einfach tolle Tiere!

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 618712 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Sphaerichthys acrostoma

24. Februar 2017

Der Goldene Schokoladengurami ist die vielleicht farblich am wenigsten attraktive Art der Gattung Sphaerichthys, aber dennoch hochinteressant. Es handelt sich um den seltensten aller Schokoguramis, sowohl im Hobby, wie auch in der Natur. Wir sind darum sehr froh, wenn wir die Art einmal anbieten können.

Es handelt sich um einen Maulbrüter im männlichen Geschlecht. Die Weibchen haben während der Balz einen dunklen Fleck hinter dem Kopf, der gelbliche Bauch hat bei ihnen senkrechte Streifen, während die Männchen einen Längsstreifen auf der hinteren Körpermitte entwickeln können. 

Im Gegensatz zu den anderen Schokoguramis scheint Sphaerichthys acrostoma eher ein geselliges Tier zu sein, sie ziehen jedenfalls häufig im Trupp umher. Dieser Schokoladengurami wird rund 5 cm lang.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 455703 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Hemigrammus bellottii – Goldene Glühlichtsalmler

24. Februar 2017

Der gewöhnliche Glühlichsalmler, Hemigrammus erythrozonus, stammt ursprünglich aus Guyana. Die Art ist im Hobby sehr beliebt. Nur wenig bekannt ist hingegen, dass der Glühlichtsalmler eine relativ engen Verwandten in Kolumbien und Brasilien hat, nämlich Hemigrammus bellottii, den Goldenen Glühlichtsalmler. Letzterer kommt häufig zusammen mit dem Roten Neon vor, zu dem er einen sehr schönen Kontrastfisch darstellt. Gewöhnlich erhalten wir den Goldenen Glühlichtsalmler nur vereinzelt als Beifang, doch können wir manchmal auch eine größere Stückzahl importieren. In dunkel eingerichteten Aquarien wirkt das in der oberen Hälfte feuerrote Auge und der goldene Längsstreifen äußerst attraktiv.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 256032 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Apistogramma eunotus „Rio Tapiche“

22. Februar 2017

Apistogramma eunotus ist einer der hochrückigsten Apistogramma-Arten, die bisher bekannt sind. Die Art ist von anderen, ähnlichen Apistogramma am besten an dem großen, bläulich schimmernden Fleck auf dem Kiemendeckel zu unterscheiden.

Aus dem Rio Tapiche in Peru haben wir nun ganz ungewöhnliche, große und prachtvolle Apistogramma eunotus erhalten. Sie weichen in verschiedener Hinsicht erheblich von den bislang bekannten A. eunotus ab. So haben die voll erwachsenen Männchen ausgezogene Rückenflossenhäute (nicht ausgezogen bei normalen A. eunotus), eine gemusterte Schwanzflosse (ungemuster bei normalen A. eunotus) und die Schwanzflosse hat bei den Männchen oben und unten einen Zipfel (glatt abgeschnitten oder höchstens oben leicht ausgezipfelt bei normalen A. eunotus).

Ob diese Unterschiede ausreichen, um eine neue Art aufzustellen? Das müssen andere entscheiden. Es sind in jüngster Zeit weitere, neue Apistogramma-Arten beschrieben worden, doch scheint uns keine davon mit unseren Neuimporten identisch zu sein. Interessant ist jedenfalls, dass der neu importiere Apistogramma eunotus „Rio Tapiche“ ein Bindeglied zu sein scheint, nämlich zwischen typischen A. eunotus aus Peru und dem Apistogramma-macmasteri-Komplex aus dem Orinoko-Einzug.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 618904 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Elassoma zonatum

22. Februar 2017

An Zwersonnenbarsche als Aquarienfische erinnern sich noch unsere Großväter. Die winzigen, kaum 3 cm langen Barschverwandten aus den USA sind ideale Bewohner für ungeheizte Kleinaquarien. Früher pflegte und kannte man nur eine Art, Elassoma evergladei. Doch inzwischen wurden weitere Arten aquaristisch bekannt, darunter E. zonatum, der in der Natur die östlichen und zentralen Teile der Vereinigten Staaten besiedelt. 

Elassoma zonatum ist ein genauso gut für das Hobby geeigneter Fisch wie sein bekannter Vetter. Alle Zwergsonnenbarsche verweigern Trockenfutter, sind aber ansonsten sehr pflegeleicht. Die Jungen sind leider winzig, so dass die Aufzucht nur erfahrenen Aquarianern gelingt.

Für unsere Kunden: die Tierchen haben Code 414725 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur sehr wenige Exemplare verfügbar!

Text & Photos: Frank Schäfer

Betta coccina

20. Februar 2017

Endlich konnten wir wieder einmal einen der schönen Kampffische aus der Gruppe der „kleinen Roten“ importieren: Betta coccina. Der Weinrote Kampffisch kommt auf Sumatra in der Provinz Jambi vor. Wie alle „kleinen Roten“ ist er ein Bewohner von Waldgewässern. Hier leben die Tiere zwischen totem Laub der Bäume, wozu sie ihr schlanker Körperbau geradezu prädestiniert. Oftmals sieht man im Lebensraum gar kein Wasser, sondern nur nasses Laub; aber bei Hochwasser findet man Betta coccina auch in „normalen“ Gewässern. Immer ist das Wasser dort weich und sauer, meist ist es tief dunkelbraun gefärbt.

Die kleinen Tiere sind untereinander vergleichsweise friedlich, man kann jedenfalls gut eine Gruppe gemeinsam pflegen und züchten. Diese Fische legen ihre kleinen Schaumnester gerne in dunklen, höhlenartigen Orten an, unter Züchtern sehr beliebt sind schwarze Filmdöschen. Leider werden diese im Zeitalter der digitalen Fotografie immer seltener…

Im hellen Fotografieraquarium mit seinem klaren Wasser lassen diese Kampffische leider nur erahnen, was farblich in ihnen steckt. Als ganz große Ausnahme haben wir darum in diesen Post ein Bild eines balzaktiven Männchens aus der deutschen Wikipedia beigefügt. Das Bild ist frei benutzbar, hier sind die nötigen Informationen zum Urheberrecht:

https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABetta_coccina_%22Jambi-Sumatra%22.JPG

By Parostoteles (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Die übrigen Bilder zeigen die Tiere, die wir gerade aktuell im Stock haben.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 379903 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Diskus Heckel Cross Jatapu

20. Februar 2017

Die eigentliche Diskus-Saison beginnt in etwa im Oktober und endet im April. Das heißt aber nicht, dass wir außerhalb der Saison keine schönen Wildfang-Diskus anbieten könnten. Im Gegenteil! Einige Varianten haben wir nur sehr selten im Stock, so z.B. den so-genannten Heckel-Cross aus dem Rio Jatapu, einen wirklich wunderschönen Fisch. Der Vorteil der Hochsommer-Fische: sie sind noch besser ausgehältert als die relativ frischen Fänge und in Top-Kondition.

Für unsere Kunden: die Heckel-Cross aus dem Jatapu haben Code 735046 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Channa sp. Meghalaya

19. Februar 2017

Gerade ist Saison für viele Channa-Arten aus Indien. Ab und zu – so auch jetzt – können wir den herrlichen Channa pardalis anbieten, der unter der Bezeichnung „True Blue“ bekannt wurde (http://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/channa-sp-true-blue/). Es gibt einen zweiten, sehr ähnlichen Channa, der als Channa sp. Meghalaya gehandelt wird. In Schlangenkopf-Kreisen wird gemunkelt, auch dieser Fisch solle als neue Art beschrieben werden. Der wesentliche Unterschied zwischen C. pardalis und Channa sp. Meghalaya bestehe darin, dass letzterer eine intensiv orangefarbene Zone vor dem Auge und keine schwarzen Punkte im Gesicht habe.

Wir haben jetzt auch C. sp. Meghalaya im Stock, eine gute Gelegenheit, die Unterschiede auf ihre Beständigkeit zu überprüfen. Also fischte ich ein 14-15 cm langes Paar – das größte Exemplar ist zweifellos ein Mann – und den kleinsten Fisch im Becken heraus, um sie zu fotografieren. Das Weibchen passt hervorragend zu den Thesen: keine schwarzen Punkte im Gesicht und eine intensiv orangefarbene Zone vor dem Auge. Das Männchen passt nur so halb. Die schwarzen Punkte fehlen zwar (weitgehend), aber von einer orangefarbenen Zone vor dem Auge ist nichts zu entdecken. Das halbstarke Tiere hat hingegen derart viele schwarze Punkte im Gesicht, dass ich schon dachte, es sei ein True Blue (C. pardalis) versehentlich zu den C. sp. Meghalaya geraten – bis ich die kraftig orangefarbene Zone vor dem Auge sah.

Fazit: Channa pardalis oder True Blue und Channa sp. Meghalaya sind herrliche Fische und man sollte sie getrennt voneinander pflegen und züchten; aber von eindeutigen Artunterschieden aufgrund der Färbung kann keine Rede sein.

Für unsere Kunden: Channa sp. Meghalaya haben Code 409283 auf unserer Stockliste, Channa pardalis (True Blue) Code 409383. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Beide Formen sind nur in kleiner Stückzahl lieferbar!

Text & Photos: Frank Schäfer

Ein großer Klassiker: Gasteropelecus sternicla

19. Februar 2017

Die fliegenden Fische des Süßwassers, die Beilbauchfische, sind seit jeher beliebte Aquarienfische. Sie sind friedlich, sehen interessant aus und beleben die Oberfläche.

Der Gemeine Beilbauchfisch (Gasteropelecus sternicla) ist weit in Südamerika verbreitet. Wir haben die Art eigentlich immer im Stock, in jüngster Zeit auch häufiger als Nachzucht aus Indonesien, häufiger jedoch als Wildfnag. Gewöhnlich sind die Tiere im Handel ca. 3 cm lang. Aus Kolumbien erhielten wir jetzt beeindruckende Tiere, die bis zu 7,5 cm lang sind – herrlich!

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 254405 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Heros liberifer Nachzuchten

19. Februar 2017

Der maulbrütende Augenfleckbuntbarsch (Heros) aus Venezuela hat – nach langen Irrungen und Wirrungen – ja nun endlich einen unumstrittenen wissenschaftlichen Namen erhalten: Heros liberifer (siehe auch  http://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/der_maulbrutende_heros_aus_venezuela_eine_neue_art_heros_liberifer_de/ für ausführliche Informationen hierzu). Wir können gelegentlich herrliche, 10-14 cm lange deutsche Nachzuchten dieser seltenen Art anbieten.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 682945 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Zonancistrus sp. L52

15. Februar 2017

Die Saison für Harnischwelse aus dem Orinoko ist gut angelaufen, von vielen begehrten Arten sind gerade alle möglichen Größen vorhanden. Vom Atabapo-Schmetterlingswels L52 haben wir hauptsächlich die attraktiven und  wahrhaft niedlichen Jungtiere im Stock, doch auch einige wenige große Exemplare (9-11 cm). Mit 15 cm sind die Tiere ausgewachsen. L52 sind Allesfresser, die zum Wohlbefinden auch Holz benötigen. Die Zucht ist schon häufiger gelungen, es sind typische Höhlenbrüter. Obwohl L52 keineswegs anspruchsvoll bezüglich des Wassers ist, hat die Erfahrung doch gezeigt, dass die Fische in weichem, sauren Wasser deutlich kontrastreicher gefärbt sind.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 26480 -L 52-0 (3-4 cm) und 26480 -L 52-4 (9-11 cm) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Die Geschichte vom Kölner Warmbachguppy

15. Februar 2017

In Aquarienzeitschriften wurde 1977 erstmals über sie berichtet, über die deutschen Wildguppys. Das war in den „Informationen der Deutschen Guppy-Förderation Nr.3“. Kurz darauf referierte Franz-Peter Müllenholz in der „TI“ Nr. 42 (Juni 1978) über das Vorkommen bei Köln, wo die Tiere in einem Bach lebten. Das Wasser war stark verschmutzt, es gab verkrüppelte Tiere, aber insgesamt handelte es sich um hochvitale, schlanke Tiere. Werner Ladiges, Redakteur der „TI“, bezweifelte, dass es sich hier tatsächlich um eine dauerhafte Population handelte. Doch zwei Nummern später, in der „TI“ Nr. 44 (Dezember 1978) wurde das Thema noch einmal kurz aufgegriffen. Es wurde klargestellt, dass der Bach mit Kühlwasser aus einem Werk gespeist wurde, wodurch die Wassertemperatur auch im März noch bei 19°C lag. Das ist natürlich entscheidend für Guppys, denn deren untere Temperaturtoleranz über einen längeren Zeitraum (einige Wochen) liegt bei etwa 14-16°C.

Wissenschaftlich ist das Guppyvorkommen schon länger dokumentiert, nämlich von Friedrich (1973), der sie im Gillbach, einem durch das Kühlwasser des Kohlekraftwerks Niederaußem (des größten deutschen Kraftwerks seiner Art) aufgeheizten Zufluss der unteren Erft fand. Dort und in der unteren Erft selbst gibt es sie noch heute. Nicht nur Guppys, auch etliche andere tropische Organismen besiedeln diese Gewässer: Zebrabuntbarsche (Amatitlania nigrofasciata), Antennenwelse (Ancistrus sp.), Turmdeckelschnecken (Melanoides tuberculatus), tropische Posthornschnecken (Planorbella duryi), der Ringelwurm Branchyura sowerbii und die Getigerte Planarie (Dugesia tigrina), die Garnelen Neocaridina davidi und Macrobacrium dayanum, dazu etliche Pflanzen: Azolla filiculoides, Egeria densa, Lemna aequinoctialis, L. minuta, Myriophyllum aquaticum, Pistia stratiotes und Shinnersia rivularis (Friedrich, 2005). Die Anwesenheit der meisten Arten geht wohl auf Entsorgung durch Aquarianer oder gezielte Ansiedlungsexperimente zurück, bei einigen Arten ist die Herkunft aber unklar.

Die Kölner Warmbachguppys sind interessant. Und man muss noch nicht einmal nach Köln fahren, um sie selbst im Aquarium zu haben. Denn es gibt aktuell bei uns diese Kölner Warmbachguppys als Aquariennnachzuchten zu kaufen. Sie haben also den Weg zurück ins Aquarium gefunden, übrigens ein sehr interesanter Prozess vor dem Hintergrund co-evolutionärer Studien über das Verhältnis des Menschen zu seinen Haustieren. Im Gillbach und der Erft werden sie wieder aussterben, wenn die Einleitung warmen Wassers aufhört, das ist völlig sicher. Aber vielleicht bleiben sie als Kuriosum ja im Hobby erhalten. Wer weiß?

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 419028 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Zitierte Literatur:

Friedrich, G. (1973): Ökologische Untersuchungen an einem thermisch anomalen Fließgewässer (Erft/Niederrhein). – Schriftenreihe Landesanstalt für Gewässerkunde und Gewässerschutz NRW Heft 33, Kempen-Hüls. 

Friedrich, G. (2005): Die untere Erft – Ein subtropischer Fluss. LUA Gewässergütebericht 2005: 101–103 

Ladiges, W. (1978): Betr.: Guppypopulation in der Nähe von Köln. TI Tatsachen und Informationen aus der Aquaristik 12 (44): 42

Müllenholz, F.-P. (1978): Guppypopulation in der Nähe von Köln. TI Tatsachen und Informationen aus der Aquaristik 12 (42): 42-43

Text & Photos: Frank Schäfer

Caridina logemanni Crystal Super Red Kölner Linie

15. Februar 2017

Seit Anbeginn der Zierfischzucht wurden Zuchtlinien auch mit den Städten assoziiert, wo sie zuerst entwickelt wurden. Man denke an den „Wiener Smaragd Guppy“ oder den „Hamburger Schwertträger“, oder bei den Goldfischen an den „Bristol Shubunkin“.

Auch die Zwerggarnelen haben diese Tradition und so gibt es eine „Kölner Linie“ bei den Crystal Reds. Aus dieser Linie haben wir jetzt sehr schöne Tiere mit besonders hohem Rotanteil in der Färbung erhalten.

Für unsere Kunden: die Tierchen haben Code 485339 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir auscchließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Xiphophorus variatus „La Laguna“

14. Februar 2017

Wir können erneute eine bildschöne Wildvariante des Papageienplatys als deutsche Nachzucht anbieten: La Laguna! Diese Farbform stammt aus dem Bundesstaat San Luis Potosi in Mexiko; La Laguna de la Media Luna ist eine beliebtes Ausflugziel.

Die Besonderheit des Platy-Stammes liegt in den Flossenrändern der Rücken- und Schwanzflosse voll ausgefärbter Männchen, der so genannten Alpha-Männchen. Nicht immer zeigen alle Männchen diese Farben in voller Intensität; es ist günstig, mehrere Männchen gemeinsam zu pflegen, das stimuliert das Konkurrenzverhalten und sorgt für prächtige Farben.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 442981 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Apistogramma trifasciata „Rio San Martin“

14. Februar 2017

Wir haben wunderschöne deutsche Nachzuchten dieses Zwergcichliden erhalten. Es handelt sich um Abkömmlinge des gelbköpfigen Stammes, den der bekannte Zwergbuntbarschkenner und Fischkundler Dr. Wolfgang Staeck aus dem Rio San Martin in Bolivien (Rio Guaporé-Becken) mitbrachte und ausführlich im DCG-Sonderheft 2008 (März) vorstellte. Nach Aussage unseres Züchters erweist sich die Form als polychromatisch, neben den gelbköpfigen Tieren gibt es auch in den Nachzuchten immer wieder mehr oder weniger blauköpfige Exemplare.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 630152 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Nur auf der Durchreise….

14. Februar 2017

Es gibt nicht viele Fischarten, bei denen die Nachfrage nicht ausreichend befriedigt werden kann. Der Regenbogen-Springbarsch (Etheostoma caeruleum) aus Nordamerika gehört zu diesen Ausnahmen. Diese hübsche und kleinbleibende Art – die Tiere werden nur etwa 7-8 cm lang – wurde zwar schon Ende des 19ten Jahrhunderts erstmals importiert, ist jedoch immer eine Rarität geblieben. 

Wir haben jetzt von einem Züchter 10 erwachsene Exemplare bekommen, die jedoch nicht für den normalen Verkauf gedacht sind, sondern nur auf der Durchreise sind und an einen anderen Züchter weitergehen, der hoffentlich eine größere Anzahl der schönen Tiere für uns züchten wird.

Obwohl der Regenbogen-Springbarsch in der Natur kühle, schnell fließende Gewässer bewohnt, ist er keineswegs sonderlich empfindlich. Die Fische laichen im Bodengrund ab. Hoffen wir, dass sie das in ihrer neuen Heimat reichlich tun werden und wir bald Regenbogen-Springbarsche für alle Interessenten anbieten können.

Text & Photos: Frank Schäfer

So verpackt man 600 Volt!

13. Februar 2017

Der Zitteraal, Electrophorus electricus, kann von allen elektrischen Fischen (Zitterwels, Zitterrochen, Nilhechte, Messerfische) die stärksten Stromschläge austeilen: bis zu 600 Volt! Der Zitteraal ist aber gar kein Aal, sondern er gehört zu den Neuwelt-Messerfischen. Alle diese Messerfische – es gibt fünf Familien, 30 Gattungen und ca. 180 Arten – sind elektrisch, doch nutzt nur der Zitteraal seine Kräfte, um Beute zu betäuben und Angreifer zu vertreiben. Alle anderen Arten benutzen ihr elektrisches Organ zur innerartlichen Kommunikation und zur Orientierung; es funktioniert ähnlich wie ein Radar. 

Der Zitteraal wird über 2 Meter lang. Große Tiere sind begehrt für Schauaquarien in aller Welt. Die Haltung ist erstaunlich leicht; in der Natur leben die Zitteraale oft in Sümpfen und sie haben eine Hilfsatmung, mit der sie Luft von der Wasseroberfläche aufnehmen und veratmen können.

Hier geht es zum Video: zitteraalfang – Klein

Im beigefügten Video sehen Sie, wie ein solches Kraftpaket gefangen und für den Transport zu seiner endgültigen Wohnstätte – in diesem Fall ein Schau-Aquarium in Frankreich – vorbereitet wird. Das wichtigste ist dabei, die Ruhe zu bewahren. Weder Tier noch Mensch dürfen aufgeregt sein, sonst kann es leicht zu Unfällen kommen. 

Für unsere Kunden: Zitteraale haben Code 25320 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur in kleiner Stückzahl verfügbar!

Text & Photos: Frank Schäfer, Video & Catcher: Christian „The Mighty“ Fiedler

Rivulus punctatus

13. Februar 2017

Diesen niedlichen Zwergkilli – die Art wird nur 3-4 cm lang – haben wir aus Paraguay erhalten. Die Art ist aus mehreren Gründen besonders bemerkenswert. Zum einen ist es die am weitesten nach Süden vordringende Rivulus-Art überhaupt. R. punctatus verträgt kurzzeitig Temperaturen bis 12°C, wie sie in diesen Regionen Südamerikas nun einmal auftreten.

Eine weitere Besonderheit ist, dass die Männchen individuell sehr unterschiedliche Muster in der Schwanzflosse aufweisen können.

Die Pflege und Zucht von Rivulus punctatus – die Art gehört in die Untergattung Melanorivulus – ist einfach, aber eines muss unbedingt beachtet werden: sie springen für ihr Leben gern und oft kostet sie diese Leidenschaft das Leben. Das Aquarium muss unbedingt absolut lückenlos abgedeckt sein! In der Natur wandern diese Fische über feuchte Wiesen und man findet sie oft weitab vom nächsten offenen Wasser. 

Für unsere Kunden: die Tierchen haben Code 344002 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Cyprinion semiplotum

10. Februar 2017

Das herrliche an der Aquaristik ist ja, dass für jeden Geschmack der passende Fisch existiert. Für die Mehrzahl unserer Leser ist sicher der Rote Neon der schönere Fisch, aber auch Cyprinion semiplotum ist es wert, genauer hinzuschauen, nicht nur für Leute, die auf silberne Fische stehen.

Diese Art der Karpfenfische wird maximal etwa 60 cm lang und stammt aus dem Norden Indiens, aus Nepal und Bhutan. Exemplare über 30 cm Länge werden in der Natur aber kaum gefunden. Nach Auskunft des Exporteurs kann man die Tiere nur wenige Wochen im Jahr (August-September) finden und auch dann sind sie alles andere als allgegenwärtig. Auf der internationalen Roten Liste werden sie als „vulnerable“ (=verletzbar) geführt, da die Bestände um über 30% in den letzten 10 Jahren zurückgegangen sind und ein weiterer Rückgang um 30-50% in den kommenden 10 Jahren befürchtet wird. Die Ursache des Rückgangs wird mit Überfischung, Umweltverschmutzung und Entwaldung angegeben. Dieser einzigartige Karpfenfisch kommt nämlich ausschließlich in klaren Bergflüssen vor, die aus dem Himalaya in den Ganges und Brahmaputra entwässern. Die im Handel befindlichen Tiere sollen aus dem Sankosh und Torsa River in Nordbengalen stammen. Der Fang von Jungtieren für die Aquarienhaltung hat natürlich keinerlei Auswirkungen auf die natürlichen Bestände, es ist aber wegen der insgesamt negativen Bestandsentwicklung davon auszugehen, dass Cyprinion semiplotum in Zukunft kaum jemals im Handel erscheint.

Über die Aquarienbiologie dieser Allesfresser ist wenig bekannt; sie scheint in groben Zügen dem der Labeo-Verwandtschaft zu entstprechen. Man pflege dieseTiere also am besten im größeren Trupp, sonst können sie aggressiv werden. Selbstverständlich wird man Fische dieser Größenordnung nur in ausreichend großen Aquarien pflegen. Die Wasserzusammensetzung ist nebensächlich, jedoch ist zu beachten, dass Cyprinon semiplotum aus subtropischen Region stammt und darum nicht zu warm gehalten werden sollte (14-24°C).

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 412952 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Cyprinion: nimmt Bezug auf die Verwandtschaft mit dem Karpfen (Cyprinus). semiplotum: bedeutet „halb schwimmend“.

Vorschlag eines deutschen Gebrauchsnamens: Assamesischer Königskarpfen

Text & Photos: Frank Schäfer

Apistogramma personata Mitu

10. Februar 2017

Über die Identität dieses Zwergbuntbarsches, der zu den absoluten Top-Raritäten gehört, herrscht Uneinigkeit. Fest steht, dass Uwe Werner und Mitreisende ihn als erste 1995 bei Mitu, einer kleinen Stadt am Rio Vaupes in Kolumbien sammelten und auch ein paar Tiere mitbringen konnten, deren Zucht jedoch leider nicht gelang. Diese Tiere wurden in der aquaristischen Literatur als Apistogramma personata vorgestellt. Uwe Römer ordnet diese Tiere im Cichliden-Atlas jedoch der Art Apistogramma brevis zu. Beide Arten – A. brevis und A. personata – sind extrem schlecht erforscht, so dass derzeit keine abschließendes Urteil gebildet werden kann. Wir haben uns lediglich deswegen für die Bezeichnung „A. personata Mitu“ entschieden, weil diese aquaristisch besser bekannt ist.

Farblich sind diese Zwergbuntbarsche keine Offenbarung, jedoch sehr interessant. Das Farbwechselvermögen ist sehr groß (alle Bilder zeigen die gleichen Individuen, ein Männchen und zwei Weibchen). Sehr interessant ist die Tatsache, dass das Männchen in Erregung auf den Kiemendeckeln Augenflecken entwickelt, die sonst nicht sichtbar sind.

Für unsere Kunden. die Tiere haben Code 626484 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur in kleiner Stückzahl lieferbar!

Text & Photos: Frank Schäfer

Gnathocharax steindachneri

10. Februar 2017

Im Lebensraum des Roten Neon gibt es nur wenig Nahrung. Es ist erstaunlich, wie viele Fische dort dennoch existieren können. Zahlreiche Arten bleiben aber vergleichsweise klein, sehr zur Freude von uns Aquarianern, denn sie geben wunderbare Aquarienfische ab.

Auch ein Raubfisch dieses Lebensraumes ist ein wahrer Zwerg: Gnathocharax steindachneri. Er wird nur etwa 5 cm lang. Gnathocharax gehört in die engere Verwandtschaft der Süßwasser-Barrakudas (Acestrorhynchus) und hat ein entsprechendes Gebiss. Aber für andere Fische, die größer als ein Zentimeter sind, stellt er keine Gefahr dar. Vermutlich ernährt sich Gnathocharax steindachneri in der Natur von Fisch- und Insektenlarven.

Wir konnten diesen hochinteressanten Salmler, der sich ausgezeichnet für Gesellschaftsaquarien mit Roten Neon und vergleichbaren Salmlern eignet, jetzt wieder einmal importieren. Die Fische schwimmen gerne im Trupp im oberen Drittel der Wassersäule. Bezüglich der Nahrungsaufnahme sind sie trotz ihres spezialisierten Gebisses absolut problemlos, sie fressen von Anfang an mit Begeisterung auch Trockenfutter.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 254653 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Xiphophorus hellerii „guentheri Golden Stream“

8. Februar 2017

Erneut können wir Ihnen eine interessante und schöne Wildform eines Lebendgebärenden präsentieren: Xiphophorus hellerii „guentheri Golden Stream“. Dieser ungewöhnliche Grüne Schwertträger stammt aus der Umgebung des Golden Stream Reseverates in Belize, Mexiko, eines etwa 61 km2 großen Naturschutzgebietes mit einer großen Artenvielfalt, darunter auch zahlreichen in Mexiko bedrohten Arten. Unsere Tiere sind Nachzuchten aus Südostasien.

Unter einen guentheri-Schwertträger verstehen wir hierzulande eine gesprenkelten Schwertträger. Derartige Tiere kommen auch in der Natur vor. Die Unterart guentheri wurde aus Guatemala beschrieben. Der „Golden Stream“ enspricht vom Aussehen her nicht dem, was wir unter einem guentheri verstehen; dennoch hat sich die Bezeichnung international unter den Freunden der Lebendgebärenden Zahnkarpfen durchgesetzt und sollte darum nicht ohne Not geändert werden. Es ist wichtig, solche Tiere genetisch rein im Hobby zu behalten, damit es auch in Zukunft möglich ist, sie zu studieren. Zuchtformen und Kreuzungen gibt es ja wirklich genug.

Eine Besonderheit des „Golden Stream“ ist, dass die Formenvielfalt der Männchen, der so genannte Polymorphismus, noch voll erhalten ist. So findet man in den Nachzuchten kleine, zierliche, oft sehr farbenprächtige Männchen und regelrechte Bullen, die gut und gerne die doppelte Körpermasse ihrer zwergigen Artgenossen aufweisen. Diese Früh- und Spätmännchen gibt es grundsätzlich immer bei Schwertträgern, aber in vielen Stämmen wurden sie weggezüchtet, zugunsten der stattlichen Spätmännchen.

Auf der Schulter tragen viele Männchen des „Golden Stream“ senkrechte Streifen. Es sind, insgesamt gesehen, wunderschöne Wildschwertträger, die wir allen an Verhaltens- und genetischen Studien interessierten Aquarianern wärmstens empfehlen; aber auch wer „nur“ seine Freude an schönen Fischen hat, trifft mit dem „Golden Stream“ eine hervorragende Wahl.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 421268 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Centromochlus heckelii

30. Januar 2017

Leider können wir diesen interessanten Trugdornwels nur sehr selten und stets nur in kleinen Stückzahlen anbieten. Die Art ist weit im Amazonas- und Orinoco-Becken verbreitet und wird etwa 14-15 cm lang. Unsere Tiere stammen aus Peru, wo auch die Typuslokalität der Art liegt. Besonders auffallend sind die großen Augen und die langen Brustflossen, die stets starr abgespreizt getragen werden. Wegen der Stacheln dieser Flossen muss man auch gut aufpassen, man kann sich stechen und die Fische verheddern sich damit sehr leicht in den Maschen des Netzes, wenn sie gefangen werden müssen. Die Geschlechter unterscheidet man am einfachsten an der Form der langen Oberkieferbartel (Maxillarbartel), die beim Männchen einen merkwürdigen Bogen macht, beim Weibchen hingegen gerade verläuft.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 214703 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Procatopus aberrans

30. Januar 2017

Aus Nigeria haben wir entzückende Glitzerfische erhalten: Procatopus aberrans. Diese Leuchtaugenfische sind sehr friedliche Schwarmfische, die die oberen Wasserschichten beleben. Im Gegensatz zu den meisten anderen Leuchtaugenfischen, die eine blaue Leucht-Zone in der Iris haben, haben P. aberrans eine kupferrote Leucht-Zone im Auge. Man kann das am besten sehen, wenn das Licht von oben in das Aquarium scheint. Überhaupt sollte man sich die Freude gönnen, Leuchtaugenfische in einem Aquarium zu pflegen, das gelegentlich Sonne erhält. Unter natürlichem Licht leuchten die türkisblauen Flanken und das kupferrote Auge, dass es eine Freude ist!

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 343102 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank

Acarichthys heckelii Albino

20. Januar 2017

Aus Taiwan haben wir diese außergewöhnliche, schöne Zuchtform von Acarichthys heckelii erhalten. A. heckelii ist ein vergleichsweise großwüchsiger Buntbarsch, der im Laufe der Jahre über 20 cm Länge erreichen kann. Dabei wird er mit jedem Jahr schöner. Die Art ist ausgesprochen friedfertig. Im Prinzip ist sie ähnlich zu pflegen wie ein Geophagus oder der Schmetterlingsbuntbarsch, aber viel problemloser in Bezug auf die Wasserbeschaffenheit. Acarichthys heckelii ist ein Höhlenbrüter, der ausgesprochen produktiv sein kann.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 601043 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer