Die Brokatbarbe ist eine Zuchtform, die aus einer Barbe aus dem engeren Verwandtschaftskreis der Messingbarbe (Barbodes semifasciolatus) hervorgegangen ist. So ganz genau weiß das aber niemand; die gesamte Gattung Barbodes ist stark revisionsbedürftig. Entstanden ist die Brokatbarbe in den 1950er Jahren bei einem Aquarianer namens Thomas Schubert aus Camden, New Jersey (USA), weshalb sie auch oft mit dem ungültigen Namen „Barbus (oder Puntius, beides ist falsch) schuberti“ bezeichnet wird. Die Bezeichnung „schuberti“ ist kein wissenschaftlicher Name, sondern eine Phantasiebezeichnung und sollte darum immer in Anführungszeichen gesetzt werden. Da es sich bei der Brokatbarbe um eine Haustierform handelt, die in der Natur nicht existiert, ist die Verwendung eines wissenschaftlichen Artnamens ohnehin nicht sonderlich sinnvoll.

Es handelt sich um einen absolut friedfertigen und pflegeleichten Fisch, der seit seiner Entstehung nie wieder aus den Aquarien der Welt verschwunden ist. In jüngerer Zeit hat man neue Farbvarianten der Brokatbarbe entwickelt, darunter eine zwei- oder dreifarbige Form, die als „Koi-Brokatbarbe“ gehandelt wird.
Bezüglich Pflege braucht man bei diesem Fisch nicht viele Worte zu verlieren: er gedeiht ebenso gut bei Raumtemperatur wie bei 28°C, Härte und pH-Wert sind ihm ebenfalls völlig egal. Wenn das Wasser als Trinkwasser taugt, so lebt auch die Brokatbarbe darin. Und füttern kann man dem Tier wirklich alles, was als Futtermittel für Zierfische auf dem Markt ist. Brokatbarben werden recht alt, 6 Jahre kommen häufig vor. Dann können sie erstaunlich groß werden. Zuchtfähig sind sie mit 3-4 cm Länge, aber sehr alte Weibchen können 8-10 cm lang werden. Die Männchen bleiben immer etwas kleiner.
Für unsere Kunden: die Tiere haben – je nach Größe – Code 371341 (sm) bis 371344 (lg-xlg) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Text & Photos: F. Schäfer


