Hoplisoma sp. C3 ( = Corydoras sp. C3)

16. Januar 2026

Hoplisoma sp. C3 (früher wurde die Art in der Sammelgattung Corydoras untergebracht) ist ein sehr schöner Panzerwels, speziell halbwüchsige Exemplare, weil sie in diesem Alter sehr oft sie hohe Rückenflossen entwickeln. Das ist jedoch ein vorübergehendes Phänomen, das manchmal auch bei Hoplisoma metae beobachtet werden kann. Erst voll erwachsene Männchen von C3 – die Tiere werden ungefähr 5-6 cm lang –  entwickeln wieder solch lang ausgezogene Flossen. H. sp. C3 werden aus Kolumbien und Venezuela importiert und stammen aus dem Rio Meta-Einzug. Verschickt werden sie entweder als „Corydoras deckeri“ oder auch als „C. bondi“. Lieferungen von „Corydoras bondi“ (das ist eine andere Art, die nur in den Guyana-Ländern vorkommt) oder „Corydoras deckeri“ (das ist ein Fantasiename, der wissenschaftlich klingt, aber nicht wissenschaftlich ist) sind immer eine Wundertüte. Manchmal sind es Hoplisoma axelrodi, manchmal H. loxozonus und manchmal die wissenschaftlich noch unbeschriebene Art C3. 

Alle drei genannten Arten sind sehr variantenreich. Es erscheint darum fraglich, ob es sich überhaupt um drei verschiedene Arten handelt (außer der Färbung typischer Exemplare gibt es nämlich keine bekannten Unterschiede) oder doch vielleicht eher um einen Artenschwarm gelegentlich miteinander hybridisierender Formen, die sich nicht recht in unser Konzept von „Arten“ einordnen lassen.

C3 ist typischerweise grundsätzlich wie Hoplisoma loxozonus gefärbt, allerdings verläuft die schwarze, waagerechte Binde wie bei H. axelrodi in der Körpermitte und nicht, wie bei H. loxozonus, entlang des Rückens. Manche der Farbvarianten von C3 sehen allerdings so völlig anders aus, dass man meinen könnte, unterschiedliche Arten vor sich zu haben, wären nicht alle diese Farbvarianten durch Zwischenstufen miteinander verbunden. Es ist ganz interessant, dass gewöhnlich etwa 80% -90% eines solchen Hoplisoma-Importes farblich einer der drei genannten Hauptformen entspricht (also H. axelrodi, H. loxozonus und H. sp. C3) und der Rest aus teils deutlich abweichenden Varianten. Was aber nicht oder so gut wie nicht vorkommt, ist, dass z.B. zwischen H. axelrodi die beiden anderen Arten gefunden werden oder als Beifang zu den anderen Arten H. axelrodi. Das spricht dafür, dass die drei Hauptformen in der Natur normalerweise räumlich getrennt voneinander vorkommen. 

Abgesehen von der problematischen Bestimmung bzw. Artabgrenzung ist C3 ein leicht pflegbarer Panzerwels, der keinerlei besondere Ansprüche stellt und sich auch gut nachzüchten lässt. Bei der Zucht ist man gut beraten, die Männchen anhand der Bauchflossenform (größer und spitz ausgezogen bei den Männchen, kleiner und abgerundet bei den Weibchen) auszuwählen. Die lang ausgezogenen Rückenflossenmembranen sind nämlich nur bei einigen Tieren vorhanden, nicht bei allen.

Für unsere Kunden: die Tiere haben – je nach Größe – Code 223601 (sm) bis 223604 (md-lg) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer