Inpaichthys luizae

16. Januar 2026

Ein hübscher neuer Salmler ist Inpaichthys luizae, eine Art, die erst im Januar 2025 formell beschrieben wurde. Ihr Vorkommen liegt in Gebieten, die für Wissenschaftler und kommerzielle Fischer kaum zugänglich sind, weil sie in Privatbesitz sind. Man weiß immerhin, dass diese Fundorte Zuflüsse des Rio dos Peixes in Brasilien sind, der wiederum ein Zufluss des Rio Juruena ist. Das gesamte Gebiet zählt zum Einzug des Rio Tapajós.

Im Hobby wurde dieser Fisch erstmals Ende 2023 bekannt. Zu diesem Zeitpunkt bezeichnete man ihn als Inpaichthys sp. „Black Arrow“, also „Schwarzer Pfeil“. Wie bei so manchen Neuheiten kamen zunächst nur sehr wenige Exempare zu vergleichsweise sehr hohen Preisen auf den Markt; es wurden niedrige dreistellige Euro-Beträge pro Exemplar gefordert. Allerdings zeigte sich rasch, dass diese Art ebenso produktiv und problemlos zu züchten ist wie sein allgemein bekannter Vetter Inpaichthys kerri, der Königssalmler. Zur Zeit (Januar 2026) sind die Tiere immer noch nicht billig, aber auch nicht unbezahlbar. Wir beziehen sie als Nachzucht aus Ostasien.

Die Geschlechter der niedlichen Tiere, die nach der wissenschaftlichen Beschreibung etwa 4 cm Standardlänge (also ohne Schwanzflosse) erreichen, sind aufgrund der stärkeren Rotfärbung des Flossen bei den Männchen recht gut zu unterscheiden. Diese Farbe entwickeln bereits halbwüchsige Tiere gut erkennbar. Es ist zu vermuten, dass Aquarienexemplare 1-2 cm größer werden als die Wildfänge, ein Phänomen, dass auf die sehr viel bessere Nahrungsversorgung von Aquarienfischen und natürlich das erheblich höhere Alter, das Fische im Aquarium im Vergleich zu freilebenden Exemplaren erreichen, zurückzuführen ist.

Bislang haben sich die Tiere bei uns als absolut typische Kleinsalmler erwiesen, die sich bezüglich der aquaristischen Anforderungen nicht vom Königssalmler, Inpaichthys kerri, unterscheiden. Ein ganz interessantes Phänomen bei I. luizae ist die Tatsache, dass die meisten Exemplare zwar eine Fettflosse (Adipose) haben, manche aber auch nicht. Das Fehlen einer Fettflosse ist bei Salmlern sehr ungewöhnlich; seinerzeit war das Vorhandensein einer Fettflosse einer der Gründe, die Gattung Inpaichthys überhaupt aufzustellen, denn ansonsten ist sie der Gattung Nematobrycon (Kaisersalmler) sehr ähnlich. Bei allen Nematobrycon fehlt immer und ausnahmslos die Fettflosse. Es gibt aber auch bei I. luizae Exemplare ohne Adipose, sie sind nur in der Minderzahl.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 264792 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text % Photos: Frank Schäfer