Iriatherina werneri

13. Februar 2026

Die Entdeckung von Iriatherina werneri im Jahr 1973 durch zwei reisende Aquarianer in Reisfeldern nahe der Stadt Merauke auf Neu Guinea war damals eine Sensation. Wissenschaftlich beschrieben wurden die Tiere 1974 und zu Ehren eines der Entdecker benannt. Da es zu dieser Zeit keine Zierfisch-Exporte von Neu-Guinea gab, war man auf Nachzuchtexemplare angewiesen. Die waren teuer und ausschließlich männlichen Geschlechts. Die wenigen Züchter hatten ein Monopol inne und gaben es nicht leichtfertig her. Erst als 1978 auf der Cape York-Halbinsel in Australien in Sumpfgebieten des Jardine River eine weitere Population entdeckt wurde, fiel das Monopol. Nun waren endlich auch Weibchen verfügbar. Die sind zwar bei weitem nicht so hübsch wie die Männchen, aber unentbehrlich für die Zucht. Heutzutage ist der Schmetterlings-Regenbogenfisch theoretisch von etlichen kommerziellen Zuchtbetrieben für relativ wenig Geld zu bekommen, doch gab es in den letzten Jahren große Qualitätsprobleme. Wir sind darum froh, jetzt wieder einen zuverlässigen Lieferanten für gesunde und stabile Iriatherina werneri (es gibt nur diese eine Art in der Gattung) zu haben.

Der deutsche Name – Schmetterlings-Regenbogenfisch – wurde sehr passend gewählt, denn wie ein Tagschmetterling seine Flügel, so klappt das Männchen in der Balz die vordere der beiden Rückenflossen auf und ab. Die Männchen haben zudem lange, fadenartig ausgezogene, tiefschwarze Filamente in der zweiten Rückenflosse und der Afterflosse. Mit maximal 5 cm Länge ist der zarte Fisch ausgewachsen. 

Es gibt kaum einen friedlicheren Aquarienfisch. Man darf diese Art darum nur mir ebenfalls sehr friedlichen anderen Fischen gemeinsam pflegen, sonst gehen sie unter. Bezüglich der Wasserwerte ist I. werneri sehr anpassungsfähig, der pH kann zwischen 5,5 und knapp über 8 liegen (aber Achtung: Anpassungen müssen sehr langsam vorgenommen werden, die Tiere sind äußerst empfindlich gegen plötzliche Veränderungen!), die Härte im Bereich weich bis mittelhart. Die Wassertemperatur sollten etwas höher als allgemein üblich sein, ca. 25-29°C. Das wichtigste ist aber die richtige Fütterung. Die Tiere haben nur ein kleines Maul. Futterpartikel dürfen darum auch für erwachsene Exemplare nicht groß sein. Artemia-Nauplien sind ideal, dazu sehr feingeriebenes Trockenfutter, Mikrowürmchen und Essigälchen, Rädertierchen, Cyclops (auch gefrostet) etc. 

Wer diese Bedingungen erfüllt und den Tieren auch noch Huminstoffe aus Torf, Erlenzäpfchen oder totem Laub zur Verfügung stellt, wird seine helle Freude an den herrlichen Tieren haben.

Für unsere Kunden: die Fische haben – je nach Größe – Code 421702 (md) bis 421705 (sh) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer