Regelmäßig haben wir bildschöne Nachzuchten dieses niedlichen Zwergbuntbarsches im Stock. Wildfänge gibt es nur sehr selten im Markt. Männchen der Art werden etwa 6 cm lang, Weibchen bleiben kleiner. Damit ist dieser Nanochromis einer der kleinsten Buntbarsche überhaupt.

Ursprünglich stammt der Fisch aus der Region des Lac Mai Ndombe in der D.R. Kongo. Im Gegensatz zu den allermeisten kongolesischen Fischen sind sie darum an sehr weiches und vor allem saures Wasser angepasst (pH 4,5). Die Aquarienstämme sind zwar diesbezüglich recht tolerant geworden, doch sind die Fisch in saurem Milieu deutlich weniger krankheitsanfällig.
Ansonsten sind es leicht zu pflegende und sehr attraktive Fische. Wie alle Nanochromis sind es Höhlenbrüter, wobei das Weibchen das Gelege bewacht und das Männchen das Revier. Männchen und Weibchen kann man bei N. transvestitus sehr leicht an der Flossenfärbung unterscheiden und nur das Weibchen bekommt einen intensiv roten Bauch. Das Balzverhalten ist spektakulär. Beide Geschlechter balzen mit weit aufgerissenen Mäulern und gespreizten Flossen. Das Weibchen nimmt zudem eine ganz merkwürdige S-förmige Körperhaltung ein.
Der Artname transvestitus bedeutet „Transvestit“; er wurde gewählt, weil das Männchen so viel farbloser als das Weibchen ist; gewöhnlich ist im Tierreich das Männchen das farbigere Tier. Allerdings ist dieser so genannte umgekehrte Sexualdichromatismus bei den chromidotilapinen Buntbarschen – hierzu zählen Nanochromis, Pelvicachromis usw. – die Regel und nicht die Ausnahme. Aber davon wussten die Wissenschaftler, die dem Tier 1984 seinen Namen gaben, scheinbar nichts.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 555002 bis 555004 (Nachzuchten) und 555102 bis 555103 (wild) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Text & Photos: Frank Schäfer


