Sturisoma nigrirostrum

16. Januar 2026

Die Gattungen Sturisoma (15 wissenschaftlich beschriebene und akzeptierte Arten, östlich der Anden = cis-andin) und Sturisomatichthys (13 wissenschaftlich beschriebene und akzeptierte Arten, westlich der Anden = trans-andin) werden auf deutsch als Störwelse bezeichnet.

Sturisoma nigrirostrum aus Peru wird mehr oder weniger regelmäßig importiert wird. Man erkennt die Art ganz gut an der pech­schwarzen Unterseite des “Schnabels”, ein Merkmal, das auch zum wissenschaftlichen Artnamen führte. Typusfundort der Art ist Contamana, Río Ucayali, Peru. Eine weitere, ähnliche Art, ebenfalls mit schwarzer Rostrum-Unterseite aus Peru ist die erst 2018 neu beschriebene Art Sturisoma graffini aus der Madre de Dios-Region. Da aus verschiedenen Gründen Fische aus dieser Region erheblich teurer sind als solche aus dem Ucayali, kommt S. graffini kaum in den Zierfischhandel.

Aus ungeklärten Gründen sind unter den Importen von Sturisoma nigrirostrum manchmal Tiere vertreten, bei denen das Rostrum nach oben aufgebogen ist. Ingo Seidel (pers. Mitt.) fing beide Formen – also solche mit normaler Nase und hochnäsige Tiere – zusammen am gleichen Fundort in Peru. Es handelt sich um eine Laune der Natur, deren Sinn völlig unklar ist. 

Die Pflege von Sturisoma und Sturisomatichthys bereitet für gewöhnlich keine größeren Schwierigkeiten. Jedes als Trinkwasser geeignete Leitungswasser eignet sich dafür. Die relativ groß werdenden Tiere (20-25 cm) schätzen Strömung und sauberes Wasser, weshalb für eine leistungsstarke Filterung gesorgt werden muss und regelmäßige, großzügige Teilwasserwechsel Pflicht sind. Gefressen werden alle üblichen Futtermittel für Zierfische, besonders gut eignen sich Futtertabletten und ähnliche Darreichungsformen. Zusätzlich muss immer pflanzliche Kost angeboten werden (Gemüsescheiben, zerquetschte Tiefkühlerbsen, Salate, Löwenzahnblätter etc.). Die Wassertemperatur kann zwischen 24 und 28°C liegen.

Es lassen sich – soweit das bislang versucht wurde – alle Sturisoma-Arten im Aquarium nachzüchten. Jedenfalls lai­chen sie willig ab. Als Offenbrüter laichen sie sogar oft an der Frontscheibe des Aqua­ri­ums, wo das Männchen, erkennbar an einem “Backenbart” aus Odontoden, der dem Tier zur Fortpflanzungszeit wächst, die Eier be­treut. Meist gelingt es recht problemlos, die Jungfische zum Schlupf zu bringen und die ersten ein bis zwei Wochen ist die Aufzucht auch nicht schwierig. Doch dann kommt es bei vielen Züchtern zu massiven Verlusten. Diejenigen, denen die Aufzucht gelingt, machen ein großes Geheimnis aus ihren Methoden, so dass die Ursache des Miss­erfolgs der Scheiternden bislang immer noch nicht ganz geklärt ist.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 294853 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer