Badis „Piebald“

2. September 2009

Zwischen den kommerziell gezüchteten Badis badis finden sich immer wieder Exemplare mit völlig abweichender Zeichnung. Schaut man die Tiere genauer an, so fällt neben der bei jedem Tier unterschiedlichen Schwarzzeichnung auch noch die besonders intensive Rotfärbung des Körpers auf. Ohne Zweifel handelt es sich bei diesen Tieren um Hybriden.

Bis vor wenigen Jahren war die Artenvielfalt bei Badis noch völlig unbekannt und man unterschied lediglich eine Art mit drei oder vier „Unterarten“. Manche Züchter kaufen gerne Wildfänge zur Blutauffrischung ihrer alten Stämme. Nötig ist das eigentlich nicht, bei der großen Nachkommenschaft von Fischen kann man durch sorgfältige Zuchtauswahl Inzuchtschäden gut vermeiden. Das Beispiel dieser Piebald-Hybriden zeigt aber sehr deutlich auf, wie gefährlich es ist, Tiere unbekannter Herkunft miteinander zu kreuzen. Im Aquarium sind diese Hybriden hübsche Tiere und genau wie andere Badis zu pflegen. Trockenfutter lehnen sie ab, Frostfutter wird aber problemlos akzeptiert. Die Fische sind sehr balzaktiv und fechten gerne (harmlose) Revierkämpfe untereinander aus. Ob man mit diesen Fischen züchten kann, ist unbekannt.

Lexikon: Badis: nach der bengalischen Bezeichnung für die Art Badis badis.

Text & Photos: Frank Schäfer