Brachyrhaphis roseni

19. Mai 2015

Wildformen
lebendgebärender Zahnkarpfen sind generell nicht sehr weit in der
Aquaristik verbreitet. Spezialisten für diese Fische sind allerdings
meist so von ihnen fasziniert, dass sie nicht mehr davon loskommen. Zu
den schönsten Arten gehört Brachyrhaphis roseni, der ursprünglich aus
Waldbächen in Panama und Costa Rica stammt. Während die Haltung
erwachsener Fische – Weibchen werden bis zu 6 cm lang, Männchen bleiben
immer erheblich kleiner – keinerlei nennenswerte Schwierigkeiten macht,
ist die effektive Zucht ganz hohe Schule der Aquaristik, denn diese
Tiere sind extrem kannibalisch. Versuche, die Weibchen in Ablaichkästen
zu halten, schlagen fehl, da die Tiere dazu viel zu nervös sind.

Einer
unserer Züchter hat die Art jetzt allerdings geknackt, so dass wir
jetzt erstmals eine gute Anzahl voll ausgewachsener und halbwüchsiger B.
roseni anbieten können.

Die
Pflege von B. roseni sollte im Schwarm erfolgen, die Fische sind stark
oberflächenorientiert. Als Gesellschaft eignen sich kleinere
Buntbarsche, flinke Salmler, Welse etc.. Andere Lebendgebärende pflegt
man besser nicht mit B. roseni, da diese ähnlichen Fischen gegenüber
recht ruppig werden können.

Halbwüchsige
Weibchen sehen den Männchen übrigens farblich sehr ähnlich und sind
viel bunter als erwachsene Tiere. Einen „Trächtigkeitsfleck“ haben beide
Geschlechter.

Für
unsere Kunden: die Tiere haben Code 408123 auf unserer Stockliste.
Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon:
Brachyrhaphis: bedeutet „kurze Nadel“, bezieht sich auf das männliche
Begattungsorgan. roseni: Widmungsname für Donn E. Rosen (1929-1986).

Text & Photos: Frank Schäfer