Nannacara aureocephalus

20. Februar 2026

Die Zwergbuntbarsche der Gattung Nannacara sind entlang der Atlantikküste Südamerikas von Brasilien bis nach Venezuela verbreitet. Die am weitesten östlich verbreitete Art ist N. taenia (siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/nannacra-taenia/), zugleich die kleinste Art der Gattung. Daran schließt sich in Richtung Westen Nannacara aureocephalus, die größte Art der Gattung, an. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Nord-Brasilien (Oiapock-System) und große Teile Französisch Guyanas. Dort gibt es Gebiete, wo N. aureocephalus unmittelbar neben, manchmal sogar gemeinsam mit der sehr ähnlichen, aber kleineren Art N. anomala vorkommt. Der Status so mancher Population in Französisch Guyana ist noch ungeklärt (siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/nannacara-sp-crique-canceler/ und https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/nannacara_sp_sourourou_de/). Vor allem Jungtiere von N. aureocephalus und N. anomala sehen sich sehr ähnlich und können nicht mit Sicherheit voneinander unterschieden werden. Wir sind diesbezüglich immer auf die Zuverlässigkeit unserer Züchter angewiesen.

Erwachsene Männchen von N. aureocephalus sind aber aufgrund ihrer vergleichsweise bulligen Gestalt, der Größe (bis zu 12 cm Totallänge, N. anomala erreicht nur maximal 10 cm) und des intensiven Goldglanzes des Kopfes (grünblau bei N. anomala) gut zu erkennen. Während die Männchen den Rahmen dessen sprengen, was man gemeinhin als „Zwergcichliden“ bezeichnet (nämlich Arten, die allerhöchstens 10 cm lang werden), bleiben die Weibchen mit ihren höchstens 6 cm innerhalb des Definitionsrahmens. Von N. anomala-Weibchen unterscheiden sich die Weibchen von N. aureocephalus ebenfalls hauptsächlich durch die bulligere, weniger seitlich zusammengedrückte Statur. Wir raten dringend davon ab, Jungfische beider Arten gemeinsam aufzuziehen, die Gefahr, dass es zu unabsichtlichen Vermischungen kommt, ist groß.

Im Aquarium sind N. aureocephalus sehr schöne Tiere, deren Verhalten im großen und ganzen dem von N. anomala entspricht (siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/nannacara-anomala-3/). Erfahrene Pfleger empfehlen große Aquarien (ab 120 cm Länge). Wichtig ist es, zumindest stellenweise feinen Sand als Bodengrund einzubringen. Totes Laub (Buchen-, Eichen oder Seemandelbaumblätter) geben Huminstoffe ab, die den Fischen sehr gut tun und bilden, wenn sie zerfallen, auch noch eine gute Zusatznahrung. Ansonsten werden alle üblichen Futtersorten akzeptiert. Die Wassertemperatur sollte zwischen 23 und 27°C liegen.

Für unsere Kunden: die Tiere haben – je nach Größe – Code 684002 und 684003 für Wildfänge und Code 684051 bis 684055 für Nachzuchten auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text: Frank Schäfer, Photos: Frank Schäfer & Uwe Römer