Fundulopanchax gardneri

28. August 2026

Killifische sind die buntesten Fische der Welt. Dass man sie dennoch nur relativ selten in Aquarien antrifft, liegt daran, dass sie als komplizierte, kurzlebige Fische für Spezialisten gelten. Für manche Arten trifft das auch zu, für andere aber überhaupt nicht. Sie sind nicht schwerer zu pflegen und auch genau so langlebig wie z.B. Platies. Zu diesen Arten gehört der Stahlbaue Prachtkärpfling Fundulopanchax gardneri.

Ursprünglich stammt die Art aus dem westlichen Afrika (Kamerun und Nigeria), wird jedoch bereits seit den späten 1950er Jahren kontinuierlich gezüchtet. Am meisten Freude hat man an ihnen in einem „Typenbecken“, in dem man verschiedene Arten von gesellschaftsfähigen Killifischen kombiniert. Gut passen zu F. gardneri z.B. Kap Lopez (Aphyosemion australe), Gestreifte Prachtkärpflinge (A. striatum), Chromaphyosemion-Arten und Querbandhechtlinge (Epiplatys dageti), um nur einige zu nennen. 

Das Aquarium sollte feinen Sand als Bodengrund haben. Dichte Bepflanzung und Schwimmpflanzen bieten den Fischen Deckung und kontrastieren herrlich mit den prächtigen Farben. Auf den Boden gibt man einige Handvoll totes Laub (Buche, Eiche, Seemandelbaum etc.). Die Filterung sollte nur schwach sein. Am besten füttert man mehrmals täglich kleine Mengen (z.B. über Futterautomaten). Gefressen wird von den genannten Arten jedes handelsübliche Zierfischfutter passender Größe. Und energiesparend sind diese Fische auch noch, denn sie gedeihen am besten bei Raumtemperatur (18-22°C). Einen Heizer sollte man dennoch vorsehen, denn gelegentlich – etwa zur Zucht oder wenn man neue Fische bekommt – erhöht man die Temperatur gerne auf 24-26°C.

Maximalgröße: ca. 6 cm; Temperatur: 18-22°C, zur Zucht 24-26°C; pH und Härte: für die Pflege unwesentlich (Trinkwasser), zur Zucht weich und sauer; Ernährung: Allesfresser; Sozialverhalten: Gruppenfisch, Männchen rivalisieren harmlos miteinander.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 308402 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer