Hoplisoma rikbaktsa (CW154)

12. Juni 2026

Wir können diesen ungewöhnlichen, erst im Jahr 2020 entdeckten Panzerwels aus Brasilien als deutsche Nachzucht anbieten. Hoplisoma rikbaktsa ist nur aus einem kleinen Verbreitungsgebiet aus dem oberen Einzug des Rio Tapajós bekannt. Benannt wurde die Art nach dem dort ursprünglich einmal lebenden Volk der Rikbaktsa (auch als Rikbakta oder Erikbaktsa bezeichnet), das während der 1960er Jahre durch eingeschleppte Krankheiten nahezu ausgelöscht wurde.

Die dunkle Gesichtsmaske ist ein optisch sehr auffallendes Merkmal der Art. In der wissenschaftlichen Erstbeschreibung wird die Art darum vor allem mit den Arten atropersonatus, griseus und sychri vergleichen, die ebenfalls eine solch prominente Gesichtsmaske aufweisen. Ein erfahrener Aquarianer wird H. rikbaktsa aber kaum mit diesen Arten verwechseln, dazu sehen sie einfach zu unterschiedlich aus.

Erwähnenswert ist, dass H. rikbaktsa einen Geschlechtsunterschied aufweist, den man sonst eher von Langschnäuzern (also „echten“ Corydoras) und der Gattung Scleromystax kennt: die Männchen haben mit ca. 3 – 3,5 cm Standardlänge Odontoden (also Hautdornen, vereinfacht ausgedrückt: einen Bart) auf den Wangen, am Schultergürtel und entlang der Brustflossenstacheln. Die Färbung der Tiere ist etwas variabler, als man anhand der Erstbeschreibung annehmen könnte. Entlang der Körpermitte kann ein dünnes Längsband verlaufen, das aber auch in einzelne Flecken aufgelöst sein kann. Die maximal erreichbare Größe liegt wahrscheinlich bei ca. 5 cm. 

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 243022 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Literatur: 

Lima, F. C. T. & M. R. Britto (2020): A new Corydoras (Ostariophysi: Siluriformes: Callichthyidae) with an unusual sexual dimorphism from the rio Juruena basin, Brazil. Zootaxa 4742 (no. 3): 518-530.

Text & Photos: Frank Schäfer