Pseudotothyris obtusa

7. August 2026

Auf den ersten Blick könnte man meinen, einen „Oto negros“ (Otothyropsis piribebuy) vor sich zu haben, doch ein genaueres Betrachten zeigt: hier sagt ein ganz besonderer Zwergsaugwels „Hallo“: Pseudotothyris obtusa. Die Vertreter der Gattungen Hisonotus, Otothyris, Otothyropsis, Pseudotocinclus, Pseudotothyris und Schizolecis sehen äußerlich ganz ähnlich aus und haben auch ähnliche Absprüche an die Aquarienpflege. 

Pseudotothyris obtusa stammt aus Brasilien, Bundesstaat Sao Paulo. Hier bewohnt die Art offenbar sowohl Schwarzwasserbäche wie auch Fließgewässer mit Klarwasser. Der Bodengrund besteht meist aus feinem, weißen Sand. Unterwasserpflanzen fehlen gewöhnlich, die Welse sitzen in der ins Wasser hängenden Ufervegetation. Die Maximallänge der Tiere  beträgt etwa 3,5 cm. 

Diese Fische sind nie in größeren Stückzahlen im Handel anzutreffen. Das ist auch ganz gut so, denn es sind Fische für ausgesprochene Spezialisten unter den Aquarianern, die in der Lage und Willens sind, ihre besonderen Ansprüche zu erfüllen. Zunächst einmal ist es sehr wichtig, dass für eine möglichst keimarme Umgebung gesorgt wird. Die kleinen Algenfresser sind zudem anfangs nicht ganz einfach zu ernähren. Ideal ist es, wenn man Steine und Wurzeln einige Tage in einer wassergefüllten Wanne oder dergleichen dem Sonnenlicht aussetzt und anschließend in das Aquarium einbringt. Der natürliche Bewuchs aus Mikroalgen und anderen mikroskopisch kleinen Lebewesen sind das optimale Futter für die Welse. Sind die Welse gut eingewöhnt und aufgefüttert, ist das schlimmste geschafft. Nun gilt es noch zu bedenken, dass im südöstlichen Brasilien – jahreszeitlich bedingt – unterschiedliche, teils recht kühle Wassertemperaturen herrschen. Diese müssen zur erfolgreichen Pflege solcher anspruchsvollen Fische nachgeahmt werden. 

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 285572 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer