Die Panzerwelse der Gattung Scleromystax sind speziell. Sie beeindrucken teils durch ihre Größe, manche durch ihre Farbigkeit, wieder andere durch die im männlichen Geschlecht stark vergrößerten Flossen. Gegenwärtig unterscheidet man im Hobby acht wissenschaftlich beschriebene Arten, zwei C-Nummern und sieben CW-Nummern. Alle Arten stammen aus küstennahen Fließgewässern des südöstlichen Brasiliens. Sie wollen es zumindest zeitweise deutlich kühler, als man das gemeinhin gewöhnt ist. Viele Jahre gab es keine Zierfischexporte aus dem Südosten Brasiliens. Seit einiger Zeit versuchen aber engagierte Exporteure, das zu ändern. Darüber freuen wir uns sehr! Aber noch sind viele der Arten, die wir von dort anbieten können, nur sehr unregelmäßig, in kleinen Stückzahlen und hohen Preisen verfügbar, so auch Scleromystax sp. C113, der etwa 200 km südlich von Salvador de Bahia stammt.

Die bekannteste Art der Gattung Scleromystax ist sicher S. barbatus (https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/scleromystax-barbatus-4/) und das ist auch die einzige Art, die regelmäßig nachgezüchtet wird. Aber auch der hier vorgestellte C113 kam bereist früher ab und zu in die Aquarien der Liebhaber. Der Name „Baianinho“ bedeutet soviel wie „der Kleine aus Bahia“, dem brasilianischen Bundesstaat, aus dem diese Fische stammen. Die Färbung von S. lacerdai, der vor seiner wissenschaftlichen Benennung als „Baianinho I“ bezeichnet wurde, ist ähnlich zu der von C113, aber S. lacerdai bleibt mit maximal 5 cm Länge deutlich kleiner; C113 kann im männlichen Geschlecht bis zu 8 cm Länge erreichen. Zusätzlich bestehen Farbunterschiede. Das Aussehen von C113 ist ziemlich variabel. Sehr ähnlich ist CW38. Man sollte daher keine Exemplare aus unterschiedlichen Importen zur Zucht verwenden, sondern immer nur mit Tieren der gleichen Sendung züchten. Nur so kann halbwegs sicher gestellt werden, dass keine Aquarienstämme aus unerwünschten Hybriden entstehen.
Die Pflege und auch die Zucht dieser Panzerwelse gelingen recht gut, doch sind die Fische definitiv keine Einsteigertiere. Um sie langfristig in guter Kondition zu erhalten ist eine äußerst gute Wasserhygiene nötig. Die Wassertemperatur sollte zudem zumindest einige Monate im Jahr deutlich unter 18°C liegen.
Die Männchen von C113 entwickeln sehr lang ausgezogene Brustflossen und eine deutlich höhere Rückenflosse als die Weibchen; sie werden auch größer. Es bestehen deutliche farbliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Auf den Fotos ist leider nur ansatzweise zu sehen, dass die helle Rückenpartie der Tiere herrlich neongrün leuchtet. Das ist eine Frage der Beleuchtung und in geblitzten Fotos nur schwer darstellbar.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 293183 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Text & Photos: Frank Schäfer


