Die Tigerschmerlen (Syncrossus) sind eine Gattung relativ großwüchsiger, sehr schöner Schmerlen. Früher zählte man sie zur Gattung Botia. Fünf Arten werden unterschieden, darunter Syncrossus berdmorei. Diese Art ist leider nur gelegentlich erhältlich; farblich gehört sie zu den schönsten Syncrossus-Arten. Ihr natürliches Vorkommen liegt in Burma, Provinz Tenasserim, es gibt auch Berichte, sie sei schon in Thailand gefunden worden. Die Art wird zudem in Indonesien durch Nachzucht vermehrt.

Leider kommt und kam es bei der Bestimmung von Tigerschmerlen immer wieder zu Verwechslungen. Drei Arten haben zusätzlich zu den senkrechten Streifen Punkte auf den Flanken, die allerdings manchmal erst bei Exemplaren ab ca. 5 cm Länge sichtbar werden: S. beauforti, S. berdmorei und S. helodes. Wir trennen die Arten wie folgt: B. beauforti hat nur relativ kleine Punkte, vorwiegend im Rückenbereich, bis weit unter die Rückenflosse; B. berdmorei hat vergleichsweise größere Punkte, nur auf dem Vorderkörper, beginnend unmittelbar hinter dem Kopfbereich, verteilt über die gesamte Körperhöhe und kaum jemals über den Ansatz der Rückenflosse hinaus; und B. helodes hat wieder größere Punkte, vorwiegend im Bauchbereich, bis weit unter die Rückenflosse. Ob das so stimmt, ist unsicher, da die gesamte Gattung Syncrossus dringend revisionsbedürftig ist.
Jungtiere von S. berdmorei haben eine gestreifte Schwanzflosse, bei erwachsenen Tieren ist die Schwanzflosse gepunktet. Bei ganz kleinen Jungtieren fehlen die Punkte am Körper, wie gesagt, oft noch, wenn die Punkte dann erscheinen, sind sie anfangs ziemlich groß und werden mit zunehmendem Wachstum immer kleiner, dafür zahlreicher.
Alle Tigerschmerlen sind etwas zänkisch, das muss man beachten. Man pflegt die Tiere darum am besten in größeren Gruppen, so wie man das bei afrikanischen Buntbarschen tut, damit sich die Aggressionen verteilen können. Auch bei artfremden Gesellschaftsfischen ist Vorsicht geboten. Auf keinen Fall darf man diese relativ aufdringlichen Schmerlen mit kleinen und sensiblen Arten vergesellschaften. Bezüglich der Wasserzusammensetzung und des Futters sind Syncrossus anspruchslos. Wie alle Prachtschmerlen sind sie hervorragende Schneckenvertilger!
Maximalgröße: ca. 15 cm; Temperatur: 18-28°C; pH und Härte: für die Pflege unwesentlich (Trinkwasser); Ernährung: Allesfresser; Sozialverhalten: zänkischer Fisch mit sozialer Rangordnung.
Für unsere Kunden: die Fische haben, je nach Größe Code 398001 bis 398004 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Text & Photos: Frank Schäfer


