Marigold ist der englische Name für die Ringelblume, eine geschätzte Heilpflanze, die mit der Gottesmutter Maria in Verbindung gebracht wird. Die Blütenfarbe der Ringelblume ist ein sattes Orange-Gelb – genau wie bei dem Marigold-Schwertträger.

Gelbe Platys und bald darauf gelbe Schwertträger gibt es schon lange. Die Farbe trat zuerst beim Platy Xiphophorus maculatus auf und konnte durch Kreuzung auf den Schwertträger übertragen werden. Das alles geschah schon in der Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Der Marigold ist viel jünger. Diese Färbung wurde zuerst auf dem Papageienplaty, X. variatus, gefunden. Der kam aber viel später ins Hobby, erst um 1931. Die ersten Abbildungen von Marigold-Papageienplatys tauchen um 1963 in der Literatur auf. Man nannte sie zu dieser Zeit noch „neue gelbe Platys“. Wer und wann genau den Namen „Marigold“ erfunden hat, wissen wir nicht. In dem Standardwerk über Lebendgebärende von Kurt Jacobs aus dem Jahr 1969 wird er bereits verwendet, allerdings nur für entsprechend gefärbte X. variatus. Auf den Schwertträger wurde die Farbe also erst später durch Kreuzung übertragen.
Ist das alles wichtig? Nun ja, von Zeit zu Zeit sollte man sich schon bewusst machen, wie viel Zeit, Arbeit und Herzblut in so einem bunten Aquarienfischchen steckt. Dann weiß man sie einfach besser zu schätzen, finden wir. Gegenwärtig wird nur noch selten zwischen gelben Schwertträgern und Marigold-Schwertträgern unterschieden. Fast alle im Handel erhältlichen „Gelben Schwertträger“ oder auch „Gold-Schwertträger“ sind heutzutage Marigold-Stämme. Der Unterschied? Bei „echten“ Gelben Schwertträgern ist die Grundfärbung ein helles Zitronengelb und die Schwanzflosse hellgelb oder fast farblos (nur das Schwert der Männchen ist oft schwarz eingerahmt), bei Marigold ist die Körperfärbung Orange-Gelb (unter manchen Beleuchtungsbedingungen fast rot) und Schwanzflosse mehr oder weniger orangerot. Intensiv gefärbte Marigold werden auch als „Sunset“ (also „Sonnenaufgang“) vermarktet. Viele Namen, alles derselbe Fisch. Man kann auf Marigold sämtliche Flossenformen, also auch Lyra, züchten. Außerdem sind schwarze Zeichnungselemente möglich. Am beliebtesten ist der Komet, dessen Schwanzflosse oben und unten schwarz eingerahmt ist, aber es gibt auch Halfmoon (also mit schwarzem Schwanzwurzelfleck) und schwarz gesprenkelte Stämme.
Maximalgröße: ca. 8-10 cm (ohne Schwanzflosse); Temperatur: 20-28°C; pH und Härte: für die Pflege unwesentlich (Trinkwasser), nicht weich und sauer; Ernährung: Allesfresser; Sozialverhalten: Schwarmfisch mit sozialer Rangordnung.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 420172 (gefleckt), 420173 (Halfmoon), 420183 (Comet), 420812 (Lyratail) und 420202-420204 ohne zusätzliche Zeichnung auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Text & Photos: Frank Schäfer


