Xiphophorus hellerii Wien Highfin

6. November 2026

Der Wiener Schwertträger wurde um 1933 so bezeichnet; warum, ist nicht überliefert. Es handelt sich um einen Albino-Schwertträger mit roten Augen und tiefrotem Körper. Während „normale“ Albinos beim Schwertträger zusätzlich zu den roten Augen einen weißen oder fleischfarbenen Körper haben, weil ihnen das Gen zur Ausprägung von Körperpigment fehlt, ist der Wiener Schwertträger, obgleich Albino, samtig tiefrot am ganzen Körper gefärbt. Wie kommt das? 

Wenn es auch in freier Natur Schwertträger-Populationen gibt, bei denen ein Teil der Männchen (gewöhnlich die so genannten Alpha-Tiere, also die ranghöchsten Exemplare) rot gefärbt ist, kommt diese Farbe bei Aquarienstämmen meist von einer verwandten Art, dem Platy (X. maculatus). Durch Einkreuzung roter Platys in wildfarbene grüne Schwertträger gelang es, rote Schwertträger zu züchten. Dabei sitzt das Gen für das – nennen wir es Platy-Rot – beim Schwertträger an einem anderen Platz („Allel“) als für die anderen Körperfarben. Somit wird es vom Albinismus nicht betroffen und albinotische Schwertträger mit Platy-Rot werden besonders leuchtend rot: Wiener.

In jüngerer Zeit wurden Wiener Broccoli-Schwertträger sehr populär. Das sind im Grunde Simpson-Schwertträger, also Tiere einer Mutation, bei der die Rückenflosse fahnenartig ausgezogen ist. Kreuzt man normale Simpson mit Lyratail-Schwertträgern, so kommt es bei einigen der Nachkommen zusätzlich zu einer Vermehrung der Flossenstrahlen der Rückenflosse und einzelnen verlängerten Strahlen, was die Rückenflosse besonders groß und wallend macht: Broccoli (https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/xiphophorus-hellerii-broccoli/)

Ohne die Vermehrung der Flossenstrahlen nennt man die Wiener Simpsons einfach nur „Highfin“. Davon haben wir gerade prächtige Exemplare im Stock.

Maximalgröße: Männchen ca. 6-8 cm (ohne Schwert), Weibchen um 10 cm; Temperatur: 22-28°C; pH und Härte: für die Pflege unwesentlich (Trinkwasser), nur nicht weich und sauer; Ernährung: Allesfresser; Sozialverhalten: Schwarmfisch mit sozialer Rangordnung. Man sollte nicht zwei Männchen pro Aquarium pflegen, das geht nur sehr selten gut, entweder nur eines oder mindestens fünf.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 420962 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer