Der kleine Buntbarsch Biotodoma cupido – er erreicht etwa 12-15 cm Gesamtlänge, ist aber bereits mit 6-8 cm geschlechtsreif – ist die wahrscheinlich am weitesten verbreitete Buntbarschart Amazoniens. Unter Experten herrscht fröhliche Uneinigkeit, ob alle verschieden aussehenden Tiere nur lokale Farbvarianten sind oder eigenständige Arten.
Sei dem wie es ist: die Tiere aus der Umgebung von Iquitos in Peru kann man gut an dem großen bronze- bis kupferfarbenen Fleck erkennen, den die Männchen zeigen und der die Fische sehr attraktiv macht. Wir haben auch ein Video über diese Tiere eingestellt: https://www.youtube.com/watch?v=NZFRAksTFew
Die äußerst friedlichen Fische sind Offenbrüter mit Elternfamilie. Nur wenn sie in Brutstimmung kommen wandelt sich ihr Verhalten und sie werden sehr rabiat. In der Natur leben sie vorzugsweise in bewegtem Wasser, ansonsten stellen sie wenig Ansprüche und manche Populationen von Biotodoma können sogar im Bereich der Gezeiten gefunden werden.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 634005 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Lexikon: Biotodoma: bedeutet „Haus des Lebens“ (man dachte früher, diese Fische seien Maulbrüter). cupido: nach einem römischen Liebesgott.
Die Flut an neuentdeckten Badis-Arten reißt nicht ab. Erstaunlich ist es schon, dass von diesen Fischen in den letzten 20 Jahren 23 neue Arten wissenschaftlich akzeptiert wurden und in den 200 Jahren zuvor gerade mal vier! Badis pallidus wurde erst 2019 beschrieben; er gehört in unmittelbare Verwandtschaft von Badis badis und ist ohne intensive Untersuchungen auch nicht von ihm unterscheidbar. Die Heimat von B. pallidus ist Bangladesch.
Wir können jetzt erstmals deutsche Nachzuchten dieses hübschen kleinen Blaubarsches anbieten. Wegen der großen Ähnlichkeit zu Badis badis ist diesem Tier wohl keine großartige aquaristische Karriere vorherzusagen, aber wer weiß? Immerhin dürfte sich, da aus Bangladesch keine nennenswerten kommerziellen Zierfisch-Exporte erfolgen, künftig nur sehr selten die Gelegenheit ergeben, diesen Fisch zu bekommen.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 368382 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Wir haben den wohl schönsten aller Schlangenkopffische wieder einmal in begrenzter Stückzahl lieferbar. Diese Art wird im Aquarium bis zu 50 cm lang, normalerweise erreichen sie in der Natur aber nur 20-25 cm; unsere aktuell im Stock befindlichen Fische sind 14-18 cm lang. Die Art kommt endemisch (also nur dort) im Norden Indiens vor. Es handelt sich um Maulbrüter im männlichen Geschlecht.
Für die Zucht, die durchaus möglich ist, muss der ausgeprägten Jahresrhythmik der Fische Rechnung getragen werden. Eine Winterruhe bei reduzierten Temperaturen, verkürzter Photoperiode (also der Zeit, in der das Becken beleuchtet wird, sie sollte in der Winterruhe nur 6-8 Stunden betragen oder ganz wegfallen, ja nach Standort des Überwinterungsbehälters; in der Natur überwintern die Tiere in Höhlen, dort ist es immer duster) und ohne Futter. Die Ernährung ist der kritische Faktor. Ganzjährig gefütterte Tiere verfetten, zu magere Tiere überwintern nicht gut; in beiden Fällen werden die Geschlechtsorgane zurückgebildet, die Tiere können sich dann nicht fortpflanzen.
Die Geschlechter unterscheiden sich farblich und in der Kopfform, allerdings sind diese Unterschiede nur bedingt hilfreich, da bei weitem nicht jedes Männchen und jedes Weibchen zusammen ein harmonisches Paar bilden; bei dieser Art sind die Weibchen oft sehr dominant. Bei ernsthaften Zuchtabsichten ist die Anschaffung einer Gruppe von Exemplarem aus denen sich Paare bilden können, darum unbedingt anzuraten.
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Wir haben fantastische Leopardschilderwelse L600 erhalten. Es handelt sich um deutsche Nachzuchten. Dabei ist ein Exemplar so schön und makellos wie das andere! Wir sind ausgesprochen begeistert von der Qualität der Tiere. Sie sind aktuell 6-8 cm lang.
Für unsere Kunden: die Fische haben Code 26480-L 600-2 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Die winzigen Zwergbärblinge der Gattung Sundadanio wurden bis 1999 in der Gattung Rasbora geführt. Damals kannte man nur eine Art, nämlich S. axelrodi. Später kamen andere Arten hinzu, die jedoch noch namenlos waren, sich aber deutlich in der Farbe unterschieden. So gab es blaue, grüne und rote Sundadanio. 2011 wurde die Gattung revidiert und nun umfasst sie 8 Arten. Leider lassen sich zwei blau gefärbte davon nur mikroskopisch unterscheiden: S. axelrodi von Bintan und S. gargula von Bangka. Bangka liegt vor der Westküste Sumatras, Bintan vor der Küste Singapurs.
Die Männchen von Sundadanio unterscheiden sich durch ihre intensiv schwarze Zone in der Afterflosse farblich deutlich von den Weibchen. Diese Miniaturfische werden nur etwa 1,5-2 cm lang und leben in der Natur in sehr weichem, dunkel gefärbtem Schwarzwasser bei sehr saurem pH-Wert (pH um 4,5, keine Härte nachweisbar). Im Aquarium sind sie aber diesbezüglich ziemlich anspruchslos. In unserer Schauanalage schwimmen sie schon viele Jahre in ganz normalem Leitungswasser. Die Zucht gelingt in solchem Wasser freilich nicht, dazu bedarf es naturnaher Bedingungen.
Für unsere Kunden: die Tierchen haben Code 450504 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Die Gattung Parancistrus umfasst nur zwei wissenschaftlich akzeptierte Arten, den Goldenen Parancistrus (P. aurantiacus), der irrtümlich auch mit der L-Nummer 56 belegt wurde (das ist falsch) und P. nudiventris, der die L-Nummern 31 und 176 erhalten hat; das ist ein schwarzer Wels mt ganz feinen weißen Punkten. Zusätzlich kennt man L258 aus dem Rio Iriri, ein schwarzer Wels mit kleinen, weißen Punkten, L300/LDA48 aus dem Rio Xingu, der L258 sehr ähnlich und auf Artniveau wohl das gleiche ist (er hat lediglich etwas größere Punkte) und L332, ebenfalls aus dem Rio Xingu, olivgrün mit hellen Flossensäumen.
Der Parancistrus, den wir jetzt in verschiedenen Größen aus dem Rio Araguaia in Brasilien importieren konnten, weicht farblich völlig von all diesen Arten ab. Er hat ein helles Wurmmuster auf dem Körper und Punkte auf dem Kopf. Diese Art hat die LDA-Nummer 46 erhalten. Lange Zeit hielt man LDA46 für das Jungtier von P. aurantiacus, aber das ist falsch. Sehr besonders an LDA46 ist, dass die Zeichnung bei größeren Tieren – die Art wird wohl ca. 15-17 cm lang – immer intensiver wird. Bei den meisten Harnischwelsen ist es andersherum, da sind die Jungfische die schöneren.
LDA46 ist auf jeden Fall eine eigenständige, wissenschaftlich wahrscheinlich noch unbeschriebene Art. Die Bezeichnung L56n wurde zusätzlich vergeben, weil Parancistrus aurantiacus im Handel immer noch als L56 bezeichnet wird. Das ist zwar objektiv falsch, aber darum schert sich niemand. Der Buchstabe „n“ bedeutet in diesem Zusammenhang einfach „neu“ und weist darauf hin, dass der Fisch zwar P. aurantiacus ähnlich, aber doch etwas anderes ist.
Für unsere Kunden: die Fische haben Code 26490-L 056N-3 (8-10 cm) und 26490-L 056N-5 (14-16 cm) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Der Hulk ist eine Comic-Figur aus dem Marvel-Universum, ein kräftiger, grün gefärbter Bursche mit hohem destruktivem Potential. Wir nehmen an, dass die neue Zwerggarnele Neocaridina denticulata Hulk orange, die wir jetzt exklusiv erstmals aus Taiwan importieren konnten, wegen ihrer grünen Grundfärbung als Hulk bezeichnet wird, denn etwas harmloseres und friedlicheres als eine Zwerggarnele kann man sich ja kaum vorstellen.
Unter der grünen Hauptfarbe tritt eine orangene zweite Farbe hervor. Unser Lieferant sagt dazu: „Das Besondere an dieser Garnele ist, dass sie in Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen ihre Farbe ändert.“
Schick!
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 485447 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Bei Apistogramma panduro aus Peru (Einzug des Rio Ucayali, östlich von Jenaro Herrera) sind die Weibchen absolut emazipiert. Sie sind mindestens so schön wie die Männchen, wenn nicht sogar schöner, sie prügeln sich, als wären es Männchen und sie zeigen einen ausgeprägten Polychromatismus. Unter Polychromatismus oder Vielfarbigkeit versteht man, dass Tiere individuell, nicht artspezifisch unterschiedlich gefärbt sind.
Das Phänomen des Polychromatismus findet man unter Apistogramma bei den Männchen vieler Arten. Da gibt es z.B. rote, blaue oder gelbe Morphen, die alle zusammen am gleichen Fundort leben. Bei A. panduro sehen dagegen alle Männchen mehr oder weniger gleich aus, jedoch kann man jedes Weibchen an seiner individuell ausgeprägten Schwarzzeichnung erkennen.
Wir können A. panduro derzeit in prächtigen Wildfängen und als wunderschöne Nachzuchten anbieten.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 626203 (Wildfang) und 626213 (Nachzucht) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Den wunderschönen Buntbarsch Rocio octofasciata aus Mexiko kennen viele ältere Semester noch als Cichlasoma biocellatum. Auf der ganzen Welt kennen ihn jung und alt aber auch unter der populären Bezeichnung „Jack Dempsey“, obwohl man schon ziemlich betagt sein muss, um diesen legendären Schwergewichtsboxer noch in seiner aktiven Zeit erlebt zu haben: Jack Dempseys Kämpfe um die Weltmeisterschaft fanden in den 1920er Jahren statt.
Seine Populärbezeichnung hat R. octofasciata von seinem kämpferischen Wesen. Allerdings muss man dabei berücksichtigen, dass in den 1920er Jahren ein 60-cm-Aquarium als durchaus groß galt. In solch kleinen Behältern verhalten sich tatsächlich viele Buntbarsche sehr aggressiv gegen Mitbewohner, weil sie den gesamten Raum als Revier beanspruchen. In den heute üblichen, deutlich größeren Aquarien ist der Jack Dempsey als eher friedlich einzustufen.
Im Photobecken hatten wir für diese Session ein Männchen und vier Weibchen eingesetzt; immerhin war der echte Jack Dempsey vier mal verheiratet. Eine seiner Ehefrauen war der Stummfilmstar Estelle Taylor, die als eine der schönsten Frauen ihrer Zeit galt. Und auch die Buntbarschweibchen sind wirklich sehr schick. Kaum im Aquarium, färbten sie sich beinahe schwarz ein und fochten eine Rangordnung untereinander aus, während der gut doppelt so große Herr das Geschehen unbeeindruckt beobachtete und gemessen seine Bahnen zog…
Rocio octofasciata ist ein Offenbrüter mit Elternfamilie. Die Zucht gelingt bei einem harmonisierenden Paar, das man sich am besten aus einer Gruppe finden lässt, gewöhnlich problemlos.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 657002 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Erstmals können wir diesen bildschönen Hypostomus aus dem Rio Jaguaribe (Bundesstaat Cerea, Brasilien) anbieten. Es handelt sich um eine Art, die erst 2017 wissenschaftlich beschrieben wurde, obwohl sich in der wissenschaftlichen Sammlung der Academy of Natural Sciences of Philadelphia, U.S.A. 19 Exemplare dieser Art fanden, die bereits ca. 1936 gesammelt und von R. von Ihering dort deponiert worden waren. Manchmal dauert es halt etwas länger…
Hypostomus sertanejo wird ungefähr 20-25 cm lang. Er ist ein typischer Vertreter seiner Gattung und ein fleißiger Algenvertilger. Die hübsche Jugendzeichnung mit großen weißen Flecken bleibt lange erhalten, auch ca. 10 cm lange Exemplare zeigen sie noch. Bei voll erwachsenen Fischen sind die Punkte sehr viel kleiner. Unsere Tiere sind derzeit 4-5 cm lang und sehr lebhafte kleine Gesellen, die auch tagsüber viel im Aquarium unterwegs sind. Untereinander sind sie friedlich, auch gegen artfremde Fische sind keine aggressiven Verhaltensweisen zu erwarten. In der Natur lebt der Fisch in klarem Wasser, der Boden besteht aus Geröll und Sand, teils mit Unterwasser-Vegetation. Zu den Fischarten, mit denen die Art gemeinsam in der Natur lebt, zählen z.B. Parotocinclus jumbo (LDA25), Moenkhausia costae und Tetragonopterus argenteus.
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Die Ziersalmler der Gattung Nannostomus, wegen ihrer an fahrende Zeppeline erinnernden, etwas steifen Schwimmweise auch Bleistiftfische genannt, gehören seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Zierfischen. Sie sind sehr schön, meist friedlich und bleiben klein. Drei Arten schwimmen schräg mit dem Kopf nach oben: Nannostomus eques, N. britzkii und N. unifasciatus. Während N. britzkii bislang noch nie in größeren Stückzahlen importiert wurde, gehören die beiden andern zu den alltäglichen Erscheinungen im Zierfischmarkt. Sie sind extrem weit verbreitet (Brasilien, Kolumbien, Venezuela, Ekuador, Peru, Guyana-Staaten) und treten in großen Mengen auf. Allerdings gibt es lokal deutliche Farbunterschiede. Die Variante von N. eques aus Peru, die wir Ihnen hier vorstellen, unterscheidet sich deutlich durch die Färbung der After- und Schwanzflosse von den Artgenossen, die aus Brasilien (Rio Negro-Einzug) exportiert werden (siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/nannostomus-eques-und-n-unifasciatus-zwei-schraege-voegel/)
Nannostomus eques ist eine sehr friedliche Art, die durch ihre ungewöhnliche Schwimmweise immer einen echten Blickfang darstellt. Man sollte diese Fische immer im Trupp von 10-20 Exemplaren pflegen, denn sie sind sehr sozial und halten sich im Aquarium immer in der Nähe von Artgenossen auf.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 271804 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Schon seit fast 20 Jahren sind sich die Fischkundler uneinig, welche Regel der Internationalen Regeln für die Zoologische Nomenklatur bei den Fadenfischen Süd- und Südostasiens schwerer wiegt: die oberste Direktive, nach der sich der Stabilität und universellen Anwendbarkeit der wissenschaftlichen Namen alles andere unterzuordnen hat, oder die diversen Bestimmungen, die regeln, welche Namen bei Synonymen (also Mehrfachbenennungen der gleichen Gattung oder Art) gültig sind.
Diejenigen, die Stabilität wollen, benutzen Colisa für die westlichen und Trichogaster für die östlichen Fadenfische, diejenigen, die Regeln eher wie Juristen sehen, benutzen Trichogaster für die westlichen und Trichopodus für die östlichen Fadenfische. Dabei stehen sich beide Lager ziemlich unversöhnlich gegenüber, ein trauriges Beispiel dafür, wie es bei der wissenschaftlichen Benennung von Tieren und Pflanzen nicht laufen sollte.
Die zu den westlichen Fadenfischen gehörende Art Colisa/Trichogaster fasciata, die Bloch & Schneider 1801 beschrieben, war schon immer ein Problemfall in der Zoologie. Das der Beschreibung zugrunde liegende Exemplar ging verloren, die Zeichnung zu der Art ist ungenau und dort, wo die Fische herkommen sollen (Tranquebar in Indien, heutzutage Tharangambadi) konnten bis vor Kurzem keine Fadenfische irgendwelcher Arten gefunden werden, obwohl man intensiv danach suchte.
Bislang sah man in Colisa/Trichogaster fasciata entweder den großen Fadenfisch des Ganges-Brahmaputra-Systems, der 1822 beschrieben wurde und für den der Name Colisa/Trichogaster bejeus zur Verfügung steht oder (dazu zählt meine Wenigkeit) für eine als Wildform bislang nicht wiedergefundene südindische Art, die allerdings eher von der Westküste stammen dürfte (Tranquebar und Pondicherry (= Puducherry), von wo ebenfalls ein Fadenfisch beschrieben ist, liegen beide an der Ostküste; das Gebiet war ab 1673 bis zur indischen Unabhängigkeit französische Kolonie, weshalb sowohl Bloch & Schneider wie auch Cuvier & Valenciennes über dortige Häfen Naturalien beziehen konnten; das heißt aber nicht, dass die Fische dort auch gefangen wurden).
Nun kam neues Leben in die Sache. Ein Autorenteam um J. D. M. Knight glaubt, dass der Fisch, den Bloch & Schneider beschrieben, unser altbekannter Zwergfadenfisch sei. Ihre These belegen sie damit, dass konservierte Zwergfadenfische eine rund erscheinende Schwanzflosse haben können und bei der Beschreibung von Trichogaster fasciatus durch Bloch explizit eine runde Schwanzflosse erwähnt wird. Allerdings hat in Wirklichkeit KEINE Fadenfischart eine runde Schwanzflosse und der Zwergfadenfisch Colisa lalia/Trichogaster lalius wurde erst ab 1999 in Südindien gefunden. Es ist extrem wahrscheinlich, dass die dortigen Zwergfadenfische auf ausgesetzte oder entwichene Zierfische zurückzuführen sind, die zu Bloch & Schneiders Zeiten dort nicht vorkamen. Trotzdem: Knight et al. sind sich so sicher, dass sie Colisa lalia/Trichogaster lalius zum ungültigen Synonym von Trichogaster fasciata erklären.
Jetzt hat der Zwergfadenfisch also drei „offizielle“ Namen, je nach persönlicher Meinung der damit befassten Wissenschaftler, und das in fünf Schreibweisen: Colisa lalia, Colisa lalius, Trichogaster lalia, Trichogaster lalius und Trichogaster fasciata. Ob man lalia oder lalius schreibt hängt davon ab, ob der Name lalius, den der Erstbeschreiber Hamilton 1822 wählte, ein Adjektiv oder ein Nomen ist; Hamilton äußerte sich nicht dazu. In erstem Fall heißt der Fisch lalia (Colisa und Trichogaster sind weiblich (femininum), dann ist die lateinische Wortendung bei Adjektiven -a), in zweiterem, wenn lalius also ein Nomen ist, bleibt er unverändert, egal wie das Geschlecht des Gattungsnamens ist. Bei fasciata/fasciatus (latein für gestreift) stellt sich diese Frage nicht, das ist unbestritten ein Adjektiv und muss im Geschlecht der Gattung angepasst werden. Der Gestreifte Fadenfisch, der bisher als Colisa/Trichogaster fasciata bezeichnet wurde, soll nach Knight et al. Trichogaster bejeus heißen.
Bei uns heißen der Zwergfadenfisch und seine Zuchtformen auf der Stockliste weiterhin Colisa lalia. Das hat technische und betriebswirtschaftliche Gründe, so sind wir aber zugleich fein raus aus diesem Namenskuddelmuddel. Die Bilder zu diesem Post zeigen Colisa lalia „Neon Colour“, Code 411605, „Flame Red“, Code 411705, „Cobalt“, Code 411555 und wildfarben, Code 411505 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Literatur
Knight, J. D. M., Nallathambi, M., Vijayakrishnan, B. & P. Jayasimhan (2022): On the identity of the banded gourami Trichogaster fasciata with notes on the taxonomic status of Trichopodus bejeus (Teleostei: Perciformes: Osphronemidae). Journal of Fish Biology: [1-5].
Die Lebendgebärenden Zahnkarpfen bilden das Rückgrat der Aquaristik. Das Hobby wäre ohne Guppy, Platy, Molly und Co. unvorstellbar. Wir stellen zwei Trends in der Zucht dieser Fische fest: der eine beschäftigt sich mit den Wildformen, die es nur sehr selten oder gar nicht im Handel gab; und der andere entwickelt neue, bunte Zuchtformen, aber ohne die bisher damit einhergehende Flossenvergrößerung, so dass der Charme des Wildfisches erhalten bleibt, bloß in bunt. Die Züchter in Asien bezeichnen diese Wildtyp-ähnlichen Tiere als „ancient“, also „ursprünglich“.
Der kurzflossige Molly (richtig wäre eigentlich die Schreibweise Mollie, da die Gattung nach einem Herrn Mollien benannt wurde), den wir zur Zeit anbieten können, ist ein Paradebeispiel für eine gelungene Zuchtform. Die wunderschönen Tiere sind unempfindlich und zeigen das vielfältige Verhalten der Wildformen. Die Stellung in der Rangordnung zeigt sich bei den Männchen in Form des Gelb- und Schwarzanteils in der Färbung. Je höher der Rang, desto kontrastreicher gefärbt ist der Fisch!
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 432182 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Lexikon: Mollienesia: Widmungsname zu Ehren von Monsieur Mollien; die Gattung gilt zur Zeit allgemein als Untergattung zu Poecilia. sphenops: altgriechisch, bedeutet „Spitzkopf“.
Wir haben ein unglaublich schönes Paar Wildfang-Oskars aus dem Rio Tapajos erhalten. Zumindest das Männchen macht der Zuchtform „Roter Tigeroskar“ farblich absolut Konkurrenz, aber es handelt sich, wie gesagt, um Wildfänge!
Die Geschlechter sind bei Astronotus nur schwer äußerlich zu unterscheiden, aber der frappierende Farbunterschied und die Ausprägung der Rücken-, After- und Bauchflossen machen es sehr wahrscheinlich, dass unsere Tiere – sie sind 20-25 cm lang – tatsächlich ein Pärchen sind. Aus Sicherheitsgründen haben wir die kostbaren Tiere bei uns allerdings einzeln untergebracht und können darum nicht sagen, ob sie sich vertragen.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 633427 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Die Salmler der Gattung Curimatopsis sind weit in Südamerika verbreitet. Die hübscheste Art ist C. evelynae. Dennoch hat dieses attraktive Fischchen bislang kaum den Weg in die Aquarien gefunden.
C. evelynae wird maximal 4 cm lang. Die Männchen erkennt man an ihrem deutlich höheren Schwanzstiel, außerdem haben die Weibchen immer einen kräftig schwarzen Schwanzwurzelfleck, der beim Männchen meist durch die Rotfärbung überlagert ist. Das bedeutet, jedes Tier mit rotem Schwanzwurzelfleck ist ein Männchen, aber nicht jedes Individuum ohne diesen Fleck ein Weibchen. Sozial schwache Männchen zeigen die Rotfärbung nämlich ebenfalls nicht oder nur undeutlich!
C. evelynae ist ein sehr friedlicher Fisch, der sich ideal für ein Gesellschaftaquarium eignet. Am schönsten wird er in einem durch Torf oder Laub leicht gelb gefärbten Wasser, dann leuchtet entlang der Körperflanke ein neongrüner Streifen, in der Balz verfärbt sich dieser grüne Streifen beim Männchen in Rot.
Wir haben Curimatopsis evelynae, die im Amazonas und im Orinoko vorkommt, aktuell aus Venezuela importieren können.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 251314 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Als dieser bildschöne Apistogramma im Januar 2003 erstmals bei uns eintraf, waren wir begeistert. Damals schrieben wir:
„König Barbarossa lebt!
Ein neuer, wundervoller Zwergbuntbarsch wurde jetzt erstmals aus Peru importiert. Die Art ist sowohl wissenschaftlich wie auch aquaristisch noch unbekannt.
Gesammelt wird die Art im Tapiche river, einem Zufluß des Ucayali river, nahe bei Requena. Mr Edgard Panduro taufte die Art wegen ihrer auffälligen roten Punkte im Gesicht Apistogramma ”BARBAROJA”, d.h. ”Roter Bart”. Während in der letzten Zeit vor allem neue Arten und neue Varianten aus den Formenkreisen um Apistogramma cruzi und A. nijsseni die Herzen der Zwergbuntbarschfans höher schlagen ließen, ist dieser Apistogramma von einer ganz anderen Baustelle. Er erinnert in verschiedener Hinsicht an A. bitaeniata, der ja ebenfalls zu den schönsten Apistogramma-Arten überhaupt zu zählen ist. Auf den ersten Blick kann man aber den neuen ”Rotbart” von allen bekannten Apistogramma-Arten anhand des großen Schwanzwurzelflecks unterscheiden, der in dieser Form noch von keinem Zwergbuntbarsch bekannt geworden ist.“
Im Juli 2004 beschrieben Ready und Kullander die Art dann anhand von Exemplaren, die Oliver Lucanus zwei Jahre zuvor im Rio Pintuyacu (Einzug des Rio Itaya), 48 km auf der Straße von Iquitos nach Nauta (Provinz Loreto in Peru) gesammelt hatte, als Apistogramma eremnopyge.
Seither ist es leider recht still geworden um das hübsche Fischchen. Geschlechtsreife Wildfänge sind gewöhnlich nicht größer als 5 cm, Weibchen bleiben immer kleiner, es ist aber natürlich möglich, dass die Art bei langer Aquarienhaltung noch etwas größer wird. Es ist jedenfalls ein echter Zwergbuntbarsch.
Wir freuen uns sehr, die Art nach langer Zeit wieder einmal in unserem Haus zu haben. Aktuell wird sie im Handel als Apistogramma „Diamond“ bezeichnet, früher nannte man sie auch gelegentlich Apistogramma sp. „Fresa“ oder „Strawberry“ (beides bedeutet Erdbeere).
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 628792 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Aus Kolumbien habe wir in kleiner Stückzahl diesen wirklich außergewöhnlichen Panzerwels erhalten. Es besteht große allgemeine Ähnlichkeit mit Corydoras brevirostris (früher: Corydoras melanistius brevirostris), doch unterscheidet sich CW 27 durch die sehr hohe Rückenflosse und den stark ausgeprägten Leuchtfleck im Nacken.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 224954 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Bei Plattfischen wie Flundern, Schollen, Butten und Zungen denkt man eigentlich an das Meer und Speisefische. Nur wenig bekannt ist hingegen, dass auch etliche Arten reine Süßwasserbewohner sind. Unter den Achiridae (Amerikanische Seezungen) sind es in Südamerika z.B. sind 26 Arten aus dem Süßwasser bekannt, von denen allerdings viele euryhalin sind. also sowohl im Meer, im Brackwasser und im Süßwasser leben. Zu den ausschließlich im Süßwassr lebenden Arten zählt Apionichthys nattereri, die wir aus Peru importieren konnten.
Geschickt wurden uns die Tiere als Apionichthys finis, eine nahe verwandte Art, die ebenfalls nur im Süßwasser vorkommt und auch für Peru gemeldet ist; ein erster Vergleich am Importtag mit der Erstbeschreibung von A. finis aus dem Jahr 1912 ergab zunächst einmal keine Bedenken. Eine Woche später fanden wir dann Zeit, die Tiere intensiver zu studieren. Die zu Rate gezogene Revision der Gattung Apionichthys von Ramos aus dem Jahr 2003 ergab dann aber schnell, dass es sich bei unseren Tieren um A. nattereri handeln muss. Im Gegensatz zu A. finis sind bei A. nattereri Rücken-, Schwanz- und Afterflosse zwar deutlich voneinander unterscheidbar, dennoch verbunden. Bei A. finis sind die drei Flossen voneinander getrennt. Eindeutig wurde die Identifikation, als sich ein Tier an die Frontscheibe des Photographieraquarium hängte. Der umlaufende schwarze Rand auf der blinden Seite des Plattfisches ist artcharakteristisch für A. nattereri und kommt bei keiner anderen Spezies vor.
Ganz drollig sind die winzigen, auf Stielen sitzenden Augen und der nicht minder winzige Mund. Von der hübschen Fleckenzeichnung der Tiere bekommt man allerdings in einem richtig eingerichteten Aquarium nicht oft etwas zu sehen, denn wie alle Plattfische verbringen diese Tiere einen großen Teil des Tages eingegraben in feinem Sand.
Apionichthys nattereri wird etwa 25 cm lang und ist damit einer der größten Vertreter der Gattung. Die Art kommt im gesamten Amazonasbecken vor. Über die Fortpflanzung liegen keinerlei Informationen vor. Die Tiere sind sicher Eierleger ohne Brutpflege, doch wie, wo und wann die Fische laichen und die Larven sich entwickeln ist unbekannt. Die Untersuchung der Gehörsteinchen (Otolithen) von zwei verwandten Süßwasserarten, nämlich A. finis und Hypoclinemus mentalis, ergab, dass diese beiden Arten wohl auch im Süßwasser ablaichen und nie im Meer leben, auch als Larven nicht (Matsushita et al., 2020).
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 207075 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur wenige Exemplare lieferbar!
Text & Photos: Frank Schäfer
Literatur:
Eigenmann, C. H. (1912): The freshwater fishes of British Guiana, including a study of the ecological grouping of species, and the relation of the fauna of the plateau to that of the lowlands. Memoirs of the Carnegie Museum v. 5 (no. 1): i-xxii + 1-578, Pls. 1-103.
Matsushita, Y., Miyoshi, K., Kabeya, N., Sanada, S., Yazawa, R., Haga, Y., Satoh, S., Yamamoto, Y, Strüssmann, C. A., Luckenbach, J. A. & Yoshizaki, G. (2020): Flatfishes colonised freshwater environments by acquisition of various DHA biosynthetic pathways. Communications biology, 3(1), 1-9.
Ramos, R. T. C. (2003): Systematic review of Apionichthys (Pleuronectiformes: Achiridae), with description of four new species. Ichthyological Exploration of Freshwaters v. 14 (no. 2): 97-126.
Im Jahr 1996 beschrieben die Ichthyologen Santos, Jegu und Lima einen außergewöhnlichen Leporinus aus dem Rio Xingu und Trombetas als L. julii. Die neue Art ist nahe verwandt mit L. pachycheilus, einer extrem farbvariablen Leporinus-Art. Einzigartig für L. julii, der übrigens zu Ehren von Júlio Garavello benannt wurde, ist das vollständig unterständige Maul und die Zahnstellung. 2008 wurde die Untergattung Hypomasticus, die schon 1929 für Leporinus mormyrops aufgestellt wurde, in Gattungsrang erhoben und ihr wurden 12 Arten aus der großen Sammelgattung Leporinus zugeordnet.
Wir haben nun erstmals 2 Exemplare dieses Stromschnellenbewohners aus dem Rio Xingu importieren können. Im Photographieraquarium verhielten sie sich wie zwei zu groß geratene Bodensalmler, saßen auf dem Boden und stützten sich mit den kräftigen Bauchflossen ab. Es ist zu vermuten, dass sie in der Natur kräftig gegen die Strömung anschwimmen müssen und Steine abweiden. Unsere zwei Exemplare sind etwas unterschiedlich gefärbt, ein Tier ist dunkler als das andere und hat eine auffällig anders gefärbte Fettflosse. Ob es sich dabei um Geschlechtsunterschiede handelt, wissen wir nicht.
Im Photographieraquarium ware die Tiere, bei denen intensiv rote Punkte im Mundwinkel und im Schulterbereich sehr auffällige Farbmerkmale sind, eher uninteressiert zueinander, das dunklere Tier scheuchte das hellere Exemplar nach einer gewissen Eingewöhnungszeit allerdings energisch aus seiner unmittelbaren Nähe. Wegen der bei Leporinus bekannten Neigung zu zanken haben wir sie in unserem Fischhaus sicherheitshalber ohnehin einzeln untergebracht.
Die Maximlallänge der Art liegt bei ca. 20 cm (Standardlänge ohne Schwanzflosse).
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 262205 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Obwohl dieser Zwerg unter den Dornwelsen – er wird nur rund 3 cm lang – bereits 1872 wissenschaftlich beschrieben wurde, war er bis vor wenigen Jahren aquaristisch völlig unbekannt. Das ist schade, denn es handelt sich um drollige, sehr interessante Kleinwelse, die sich auch für kleine und kleinste Aquarien eignen. Unsere Tiere stammen aus Peru.
Wie viele andere Dornwelse ist auch diese Art stimmbegabt. Wenn man sie mit dem Netz fängt, prostieren sie laut und vernehmlich dagegen. Das hört sich wie ein Knarren an. Allerdings muss man beim Fangen sehr vorsichtig sein, mit ihren spitzen und zahlreichen Dornen verfangen sich die kleinen Welse sehr leicht im Netz und sind dann nur schwer unverletzt wieder herauszubekommen. Besser ist es, wenn man sie mit einem großen (sehr feinmaschigen) Netz fängt, aber nicht aus dem Wasser hebt, sondern mit einem kleinen Becher oder dergleichen aus dem Netz schöpft. So kann man sie gefahrlos umsetzen.
Gefressen wird jedes übliche Zierfischfutter. Die kleinen „Robocop-Welse“ – so die Bezeichnung der Exporteure – sind keineswegs empfindlich, aber da sie sich nur selten bewegen, merkt man oft erst zu spät, wenn es ihnen nicht gut geht. Es ist darum günstig, ein paar kleine und harmlose Beifische mit den Physopyxis zu pflegen, z.B. Salmler, die als Bioindikatoren dienen, wenn mit dem Wasser einmal etwas nicht stimmen sollte.
Für unsere Kunden: die Fische haben Code 278602 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Die australische Tüpfelgrundel (Mogurnda mogurnda) gehört zu den ganz wenigen Fischen des fünften Kontinents, die bereits vor dem 2. Weltkrieg in den Aquarien heimisch wurden. Es handelt sich um sehr schön gefärbte Tiere, die im Gegensatz zu vielen anderen Grundeln zudem relativ leicht zu züchten sind.
Leider eignen sich die Tiere nur bedingt zur Vergesellschaftung, denn sie können bei falsch gewähltem Beckenbesatz ausgesprochen zänkisch sein. Und so verschwand die Art nach und nach. Doch einige Züchter und Exporteure blieben der schönen Art treu und wir freuen uns, sie wieder einmal im Stock zu haben.
Die Artbezeichnung ist nicht ganz gesichert, denn es gibt mehrere ähnliche Arten und selbst spezialisierte Wissenschaftler können die Arten nicht bestimmen, ohne genetische Untersuchungen durchzuführen und/oder ohne dass das genaue Herkunftsgebiet bekannt ist.
Mogurnda sind freischwimmende Grundeln und bilden ihr Revier daher nicht – wie viele andere Grundeln – am Boden, sondern in der gesamten Wassersäule. Das Becken muss versteckreich und unübersichtlich eingerichtet sein, damit Artgenossen sich nicht ständig sehen müssen. Zur Vergesellschaftung eignen sich Regenbogenfische, große Danios oder Barben, aber auch robuste Salmler.
Tüpfelgrundeln sind Fleischfresser, pflanzliches Material bleibt unbeachtet. Gelaicht wird nicht in Höhlen, sondern auf Holz, Steinen, breitblättrigen Pflanzen etc., das Männchen bewacht den Laich. Die Geschlechter lassen sich am sichersten anhand der Genitalpapille unterscheiden (Männchen flach und zugespitzt, Weibchen verdickt und am Ende gefranst), doch liefert auch die Kopfform gute Anhaltspunkte. Männchen entwickeln einen deutlichen Buckelkopf.
Das Wasser kann weich oder hart sein, der pH-Wert sollte um den Neutralpunkt liegen, die Temperatur zwischen 22 und 28°C. Die Maximallänge wird mit 17 cm angegeben, gewöhnlich erreichen die Tiere um 10 cm, laichreif sind sie bereits mit 6 cm Länge.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 436402 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Der Rio Tapajós in Brasilien ist ein über 800 km langer Nebenfluss des Amazonas. Er ist zugleich der größte Nebenfluss des Amazonas und fließt ihm – stromabwärts gesehen – rechtsseitig zu. Es verwundert nicht, dass der große Strom Tapajós zahlreiche endemische, also nur dort und nirgendwo sonst vorkommende Arten enthält. Zu diesen zählt der nach wie vor wissenschaftlich unbeschriebene Crenicichla sp., der wegen seines auffälligen Jugendmusters auch als Cobra Pike ( = Schlangen-Hecht) bezeichnet wird. Erwachsen wird dieser Fisch, der über 30 cm Länge erreichen kann, prachtvoll rot. Für Bilder des erwachsenen Tieres siehe bitte https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/crenicichla_sp_tapajos_de/
Crenicichla sp. Tapajos wird nicht nur groß, er ist auch ausgesprochen aggressiv. Untereinander kann es bei erwachsenen Tieren zu wilden, manchmal tödlichen Kämpfen kommen und selbst Jungtiere kann man nur mit dem Adjektiv „frech“ charakterisieren. Bei ihnen kommt an erster Stelle, jeden Mitbewohner auf seine Fressbarkeit hin zu untersuchen und in der Pubertät – ab ca. 8-10 cm Länge – werden Artgenossen nur noch als lästige Nahrungskonkurrenten empfunden. Nur erwachsene Paare vertragen sich relativ gut. Der Schlüssel zur erfolgreichen Zucht dieser Art – es sind Höhlenbrüter mit Elternfamilie – liegt darum in riesigen Aquarien. Hier kann man eine Gruppe Jungtiere aufziehen, so dass sich Paare finden können. Ein Einzelfisch kann allerdings auch in normal dimensionierten Becken gepflegt werden, denn der Schwimmbedarf dieser Tiere ist relativ gering.
Für unsere Kunden: die Art hat Code 671832 (8-10 cm) und 671833 (10-12 cm) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Die Riesen-Turmdeckelschnecken der Malili-Seen auf Sulawesi (früher: Celebes) sind tolle Tiere, die man gerne um ihrer selbst willen pflegt und nicht nur als nützliche Algen- und Restevertilger, wie so manch andere Schnecke. Allen Tylomelania-Arten der Region ist gemeinsam, dass sie in warmem (um 30°C), weichem und alkalischem Wasser vorkommen. In der aquaristischen Praxis haben sie sich aber als sehr anpassungsfähig erwiesen.
Tylomelania towutensis wird bis ca. 8 cm lang. Das Gehäuse ist schwarz, hat 6-9 deutlich skulpturierte Umgänge und der Weichkörper ist schwarz mit hellen, gelblichen Punkten, was zu dem populären Namen Goldpunktschnecke geführt hat. Es sind getrennt geschlechtliche Tiere, keine Zwitter, aber die Geschlechter lassen sich äußerlich nicht unterscheiden. Alle Tylomelania-Arten sind lebendgebärend und atmen über Kiemen.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 488965 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Ein typischer Begleitfisch von Keilfleckbärblingen (Trigonostigma), Schokoladenguramis (Sphaerichthys) und anderen Schwarzwasserfischen ist Rasbora einthovenii. Die Art wird leider nur sehr selten importiert, obwohl sie ein großes Verbreitungsgebiet hat. Man findet sie auf den großen Sundainseln Sumatra und Borneo, auf der malaiischen Halbinsel und im südlichen Thailand in geeigneten Biotopen. Gewöhnlich handelt es sich um mäßig strömende, kleine Fließgewässer, die nur wenige Meter breit und 1-2 Meter tief sind.
Auf den ersten Blick erinnert R. einhovenii an die allgegenwärtigen Längsstreifenbärblinge Südostasiens (Rasbora paviana und verwandte Arten), aber schaut man genauer hin, so werden die arttypischen Merkmale sichtbar: der etwas gedrungene Körperbau mit dem relativ stumpfen Kopfprofil, die Tatsache, dass der schwarze Längsstreifen durch die Mitte der Schwanzflosse läuft (dieser endet bei allen anderen Längsstreifenbärblingen an der Basis der Schwanzflosse) und die zarten, blauen und rosafarbenen Längsstreifen oberhalb des prominenten schwarzen Bandes.
Rasbora einthovenii erreicht gewöhnlich eine Länge von 5-6 cm, kann aber in Ausnahmefälle bis zu 9 cm lang werden. Sie ist ein perfekter Gesellschaftsfisch für gut bepflanzte Aquarien mit dunklem Bodengrund und friedlichen Fischen, wie Labyrinthern, Bärblingen, Dornaugen etc. Es handelt sich um typische Freilaicher, die sich um Laich und Jungtiere nur insofern kümmern, als dass sie in ihnen eine Abwechslung vom üblichen Speiseplan sehen. Äußere Geschlechtsunterschiede sind nur schwach ausgeprägt, Männchen sind etwas kleiner und zierlicher als die Weibchen.
Für unsere Kunden: die Fische haben Code 451902 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Leider wird der schöne Pinguin-Salmler, Thayeria obliqua, aus dem oberen Amazonas nur sehr selten angeboten, im Gegensatz zu seinem stets im Handel zu findenden Vetter T. boehlkei. Im Handel sind von T. boehlkei nur Nachzuchten; er stammt aus dem Rio Xingu-Einzug in Brasilien. Eine dritte Art, T. ifati aus Guyana ist auf den Maroni River beschränkt und im Hobby wohl ausgestorben, während eine vierte Art, T. tapajonica, erst im Jahr 2017 wissenschaftlich beschrieben wurde und bisher wohl nur zufällig im Aquarium gepflegt wurde. T. tapajonica ist T. boehlkei farblich sehr ähnlich und kommt lokal sogar zusammen mit ihm vor.
Alle Thayeria-Arten schwimmen schräg in einem Winkel von etwa 30° zur Wasseroberfläche. Die kontrastreiche Schwarz-Weiß-Zeichnung löst, zusammen mit der ungewöhnlichen Schwimmweise, die typische Fisch-Kontur auf, so dass Thayeria besser vor Fressfeinen geschützt ist.
Alle Schrägschwimmer werden 5-6 cm lang und sind friedliche Schwarmfische. Wir freuen uns sehr, wieder einmal T. obliqua aus Peru anbieten zu können.
Für unsere Kunden: Thayeria obliqua hat Code 296704 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Aus Burma kommt dieser schöne Danio, der wie eine stark vergrößerte Ausgabe von Microrasbora rubescens aussieht. Die Männchen werden herrlich rot. Temperatur: 18-28°C, Wasser eher hart und alkalisch als weich und sauer, friedlicher Schwarmfisch, Größe maximal 5-7 cm.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 414402 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Die kleinbleibenden Hexenwelse der Gattung Rineloricaria erfreuen sich unter Aquarianern großer Beliebtheit. Sie haben ein skurriles Äußeres, sind friedlich, haben keine hohen Platzansprüche und lassen sich meist ganz gut züchten. Manche Arten sind sogar richtig schick gezeichnet. Der Schönste ist sicherlich R. teffeana. Er hat zwar keine knalligen Farben, aber ein wirklich attraktives Zeichnungsmuster. Seine Maximallänge liegt bei ca. 12 cm (ohne Schwanzflosse).
Obwohl Tefé in Brasilien ein berühmtes Diskus-Revier ist (siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/discus_wild_royal_green_tefe_de/) wird Rineloricaria teffeana, die dort ihre Typuslokalität hat (d.h., dass die Exemplare, die 1879 Herrn Steindachner vorlagen und anhand derer die Art beschrieben und benannt wurde, dort gesammelt wurden), nur äußerst selten von den Exporteuren angeboten. Darum sind wir sehr froh und stolz, einige dieser Schönheiten jetzt im Stock zu haben.
Für unsere Kunden: die Fische haben Code 257975 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Der niedliche Parotocinclus jumbo, auch als Pitbull Pleco oder LDA25 bekannt, ist ein sehr beliebter Aquarienfisch. Leider finden Importe nur sehr unregelmäßig statt und sind kaum planbar. Darum freut es uns, dass wir das nette Fischchen jetzt auch als Nachzucht anbieten können.
Der Zwerg-Glasbarsch, Parambassis lala, kommt weit verbreitet in Südasien vor; man findet ihn in Indien, Burma und Nepal. Früher wurde dieser Zwerg, der nie großer als 2-3 cm wird, für den Jungfisch anderer Arten gehalten, weshalb in der Literatur völlig falsche Größenangaben (bis 8 cm) und auch völlig falsche ökologische Angaben (angeblich sei er ein Brackwasserfisch, was aber nicht stimmt) zu finden sind. In Wirklichkeit lebt P. lala nur in reinem Süßwasser und bleibt klein.
Allerdings gibt es mehrere Formen dieser Art, die sich bei genauerem Hinsehen vielleicht noch als separate Spezies herausstellen werden. Wildfänge erhalten wir gelegentlich aus Indien (siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/parambassis-lala/), aus Südostasien aber auch Nachzuchten. Hierzulande züchtet man Zwergglasbarsche nur selten, da der Fressreflex der Larven nur von den Nauplien einer bestimmten Kleinkrebs-Art (Diaptomus) ausgelöst wird. Ohne dieses Futter ist ein Aufzuchtversuch ziemlich zwecklos.
Zwergglasbarsche sind entzückende Aquarienbewohner, die stets wie kleine Zinnsoldaten durch das Becken „stolzieren“. Die Männchen balzen temperamentvoll um die Weibchen, ohne jedoch aggressiv zu werden. Abgelaicht wird in feinfiedrigen Pflanzen, Brutpflege üben Zwergglasbarsche nicht aus.
Bezüglich des Wassers (pH, Härte) sind Zwergglasbarsche anspruchslos, die Temperatur kann zwischen 16 und 30°C liegen (in Abhängigkeit von der Jahreszeit, keine plötzlichen Temperaturschwankungen!). Gefressen wird ausschließlich Frost- und Lebendfutter, Trockenfutter wird strikt verweigert.
Für unsere Kunden: Der Zwergglasbarsch hat Code 441282 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
In Indien leben zwei Arten der Mottenwelse, die man in lebendem Zustand praktisch nicht auseinanderhalten kann. Sie werden dennoch manchmal sogar zwei verschiedenen Gattungen zugeordnet: Hara und Erethistes. Der Unterschied der beiden Gattungen liegt in der Struktur des Wirbelkörpers, also von etwas, das am lebenden Tier unsichtbar ist; nach Ansicht vieler Ichthyologen reicht das nicht für eine Unterscheidung von zwei Gattungen und dann wären alle Mottenwelse mit dem Gattungsnamen Erethistes zu belegen, da dieser älter ist und Priorität hat. Der Unterschied zwischen den Arten Hara hara ( = Erethistes hara) und Erethistes pusillus besteht lediglich in der Art und Weise, wie die Vorderseite des Brustflosenstachels bestachelt ist. Bei Erethistes pusillus sind die Stacheln auf der Vorderseite des Brustflossenstachels zweispitzig, bei Hara hara ( = Erethistes hara) nur einspitzig. Mottenwelse heißen die Tiere übrigens, weil ihre Färbung und die breit ausladenden Brustflossen an Nachtschmetterlinge erinnert.
Man muss also den Brustflossenstachel in starker Vergrößerung und im Gegenlicht betrachten, um sicher zu sein, welche der beiden Arten man vor sich hat. Das heißt dann aber noch lange nicht, dass dann auch alle Exemplare des Imports zu dieser Art gehören, denn Hara hara ( = Erethistes hara) und Erethistes pusillus kommen im gleichen Verbreitungsgebiet vor und werden oft gemeinsam gefangen und exportiert. Im Handel haben wir noch keine praktikable Methode gefunden, die beiden Arten sicher zu unterscheiden und bezeichnen daher alle aus Indien (Bengalen) zu uns importierten Mottenwelse der Erethistes/Hara-Gruppe mit Ausnahme der gut erkennbaren Arten Hara horai ( = Erethistes horai) und H. jerdoni ( = Erethistes jerdoni) als Hara hara.
Im Grunde genommen ist das ja auch egal, denn alle Arten dieser Erethistes/Hara-Gruppe werden 4-5 cm groß und sind ausgezeichnete, friedliche und pflegeleichte Aquarienfische. Die Tiere, die wir derzeit im Stock haben und von denen die diesen Post begleitenden Bilder erstellt wurden, konnten in vier Fällen als Erethistes pusillus identifiziert werden, bei einem der Tiere, das ansonsten nicht von den anderen unterschieden werden konnte (insgesamt waren 7 Exemplare im Fotobecken), entsprach die Brustflossenvorderkantenbedornung Hara hara ( = Erethistes hara).
Für unsere Kunden: Die Tiere haben Code 419724 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Der Funge ist ein Fluss oder, besser gesagt, Estuar in Süd-Ost Kamerun im Bezirk Ndian. Der Funge ist keine 40 km lang und gehört zu einem System von küstennahen Sumpflandschaften, deren bekanntester Abfluss der Rio del Rey ist. Dieser wiederum steht mit dem Abfluss des Cross-River in Kontakt, der die Grenze zwischen Kamerun und Nigeria bildet. Aus dieser wilden, schönen und international geschützten Landschaft stammt die Population des Killifisches Aphyosemion bivittatum, die wir Ihnen hier vorstellen. Freilich sind die Fische, die wir anbieten können, wie fast immer bei Killifischen, Nachzuchtexemplare.
Aphyosemion bivittatum gehört in eine gut abgegrenzte Aphyosemion-Gruppe, für die der Name Chromaphyosemion zur Verfügung steht und innerhalb der Killianer-Gemeinde auch bevorzugt benutzt wird. Die mit der Systematik der Killifische befassten Wissenschaftler halten es aber für voreilig, einige Gruppen aus der großen Gattung Aphyosemion auszugliedern, ohne dass eine Gesamt-Revision erfolgt. Darum wird Chromaphyosemion gegenwärtig nur als Untergattung geführt.
Chromaphyosemion sind wunderschöne Einsteiger-Killifische, da sie durchaus auch in Gesellschaftsaquarien mit ruhigen Kleinfischen gepflegt werden können. Ihre Lebenserwartung ist genauso hoch wie von anderen kleinen Fischarten, es sind also keine Saisonfische. Gewöhnlich werden solche Tiere 2-3 Jahre alt. Aphyosemion bivittatum ist ein Haftlaicher, der seine Eier an feinfierdigen Pflanzen, Wurzel etc. ablegt. Die Eier brauchen etwa 14 Tage bis zur Entwicklung. Da Aphyosemion bivittatum als außerordentlich verfressen gilt, vergreift sich diese Art auch manchmal am eigenen Laich, was sonst eher ungewöhnlich bei Killis ist.
Für unsere Kunden: Die Art hat Code 305512 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Nach vielen Jahren haben wir wieder einmal die niedliche Brackwassergrundel Mugilogobius chulae importiert. Der Art wird nur etwa 4 cm lang und lebt in den Brackwasserregionen und in Süßgewässern, in denen der Tideneinfluss spürbar ist. Unsere Tiere stammen aus Indonesien, jedoch ist die Art weit im westpazifischen Raum (Ryukyu-Inseln, Taiwan, Philippinen, Thailand). verbreitet. Im Aquarium sollte man einen Seesalzuzusatz (3-5 g/l) bieten und auf hartes Wasser achten, der pH-Wert sollte möglichst über 8 liegen.
Dann sind die kleinen Kobolde, deren Männchen ständig harmlos zanken, gut haltbar und laichen auch. Es sind Höhlenbrüter, das Männchen bewacht den Laich. Die Larven sind winzig und entwickeln sich nur in reinem Meerwasser. Als Futter dienen Euplotes und anderes winziges Meeresplankton, das man züchten kann, aber das ist sehr aufwändig und wird darum kaum praktiziert.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 436804 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Die Gattung Mugilogobius umfasst 33 Arten. Die Bestimmung lebender Exemplare ist oft unsicher, denn die anatomischen Merkmale (vor allem bestimmte Sinnesgruben), die in Formalin konservierte Tiere recht deutlich zeigen, sind am lebenden Fisch nicht erkennbar. Da es kaum Bildmaterial von sicher bestimmten Tieren gibt, bleiben oft Zweifel. Da die Arten sich über im Meer lebende Larvenstadien vermehren, ist die Herkunft auch kein gutes Bestimmungskriterium. Wie auch immer: eine Art, die wir jetzt erstmals aus Indonesien importieren konnten, stimmt sehr gut mit Mugilogobius mertoni überein.
Mugilogobius mertoni wird ungefähr 6 cm lang, Männchen werden größer als die Weibchen. Sie leben sehr häufig in Brackwasser und können sogar im Meer gefunden werden, doch gibt es auch Nachweise aus reinem Süßwasser. Es handelt sich also um eine euryhaline Art, die mit sehr unterschiedlichem Salzgehalt gut klarkommt. Wichtig ist bei solchen Fischen im Aquarium, dass der pH-Wert nicht zu niedrig ist, meist zeigen sie bei pH-Werten unter 8 Unwohlsein. Das gesamte Verbreitungsgebiet umfasst den indo-pazifischen Raum von Südafrika und den Seychellen bis nach Japan, Pakistan, den indo-malaiischen Archipel, Neu Guinea, Neu-Kaledonien, Vanatu, Australien bis zu den Santa-Cruz-Inseln. Unsere Tiere stammen aus Indonesien.
Es sind sehr attraktive Fische, die man in versteckreichen Aquarien pflegen sollte. Wie bei anderen Mugilogobius sind die Männchen ständig zu Streitereien aufgelegt, die zwar in aller Regel harmlos sind, aber man sollte eventuell gestressten, unterlegenen Tieren dennoch die Möglichkeit geben, sich zurückzuziehen.
Für unsere Kunden: die Fische haben Code 436863 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Die Züchtereien in Südostasien haben eine neue Farbvariante des guten alten Black Molly realisiert, die sie als „Red“ bezeichnen. Darunter darf man sich keinen flächig roten Fisch vorstellen, wie z.B. einen Roten Schwertträger, sondern bei der Zuchtform „Red“ des Mollys sind auf den Schuppen rote Flecken in unterschiedlicher Intensität. Von oben betrachtet ist das besonders auffällig, weil die meisten Fische mehr dieser roten Flecken in den obersten drei Schuppenreihen haben. Hinzu kommt in unterschiedlichem Ausmaß eine rotgefärbte Brust.
Damit nun nicht ein Schelm sich denkt, diese Rotfärbung sei ein Produkt von Photoshop, haben wir einige der altbekannten goldene Mollys mit den neuen „Red“ fotografiert. Im direkten Vergleich ist der Unterschied sehr deutlich.
Die schönen neuen „Red“ gibt es in traditionell kurzflossig und als Lyraflosser.
Für unsere Kunden: normalflossige Molly „Red“ haben Code 432152, lyraflossige Code 432154 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Die Nixenschnecken, auch als Rennschnecken bezeichnet (Familie Neritidae), sind weltweit in warmen und gemäßigten Zonen verbreitet. Sie haben einen Deckel am Fuß, der es ihnen ermöglicht, das Gehäuse vollständig zu schließen, ein napfförmiges Gehäuse und sie sind oft auffällig bunt gefärbt. Viele tropische Arten besiedeln oberste Uferbereiche und können sowohl in Meerwasser wie in Süßwasser leben. Die Vermehrung erfolgt über Eikapseln, aus denen in der Regel freischwimmende Larven (so genannte Veliger) schlüpfen. Diese Larven leben einige Zeit im Plankton des Meeres, bis sie sich zur typischen Schnecke verwandeln. In Süßwasser können sich die Veliger nicht entwickeln, weshalb sich mit Ausnahme von der in Europa heimischen Gattung Theodoxus Nixenschnecken im Süßwasser nicht vermehren. Bei Theodoxus liegt ein Spezialfall vor; in deren Eikapseln befinden sich 50-200 Eier, jedoch entwickelt sich nur eines davon zur fertigen Schnecke, während der Rest als Nahrung für das Einzelkind dient.
Vitta virginea ist eine kleine (Schalenbreite höchstens 1,5 cm), sehr variabel gefärbte Nixenschnecke. Es gibt kaum zwei Exemplare, die exakt gleich aussehen. Die Art hat eine sehr weite Verbreitung von Florida bis nach Brasilien (von wo unsere Tiere stammen) und außerdem auf verschiedenen karibischen Inseln. Die weite Verbreitung erklärt sich leicht durch das marine Larvenstadium; erwachsene Tiere leben gewöhnlich in Süß- oder Brackwasser.
Wie bei vielen anderen Nixenschnecken sind es zwei Gründe, die sie zu perfekten Aquarienschnecken machen: sie sind hervorragende Algenfresser und sehr bunt gefärbt. Faden- umd Pinselalgen fressen Nixenschnecken nicht, aber alle Algenfilme, die sich auf Scheiben, Dekorationsgegenständen und Pflanzen befinden. Die Pflanzen selbst werden dabei nicht angegriffen.
Für unsere Kunden: die Tierchen haben Code 493954 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Wegen seiner leuchtend gelben Flossen gehört Corydoras melanotaenia sicher zu den schönsten Panzerwelsen überhaupt. Er ist sozusagen der Langschnäuzer zum Metallpanzerwels-Typ, den man im gesamten Südamerika findest. Im Gegensatz zu seinem allgegenwärtigen Vetter ist C. melanotaenia aber ein Endemit aus Kolumbien, kommt also ausschließlich dort vor.
Um die Herkunft des bereits 1912 wissenschaftlich beschriebene C. melanotaenia herrschte lange Zeit Unklarheit. Denn angeblich wurden die der Erstbeschreibung zugrunde liegenden Tiere im Rio Magdalena-Einzug gefangen, wo spätere Expeditionen aber vergeblich nach ihnen suchten. Bereits 1922 vermutete man daher, dass die Typusexemplare zwar via Honda (dieser Ort liegt am Rio Magdalena) nach London geschickt wurden, aber in Wirklichkeit aus dem Einzug des Rio Meta stammten. Tatsächlich ist bis heute keine einzige Corydoras-Art aus dem Einzug des Rio Magdalena bekannt geworden und man ist sich einig, dass C. melanotaenia aus dem Rio Meta-Einzug kommt.
Dieser Panzerwels wird ungefähr 5 cm groß und hat alle positiven Eigenschaften, die Panzerwelse im Aquarium so beliebt machen: ein munteres und völlig friedliches Wesen und eine unkomplizierte Haltung.
Für unsere Kunden: C. melanotaenia hat Code 235503 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Die Zwerggrundeln der Gattung Pandaka sind eng mit den Goldringelgrundeln (Brachygobius) verwandt, aber noch viel kleiner. Die Art Pandaka pygmea galt sogar lange Zeit als kleinstes Wirbeltier der Erde, aber der Rang wurde ihr inzwischen abgelaufen. Die Art Pandaka rouxi wird gewöhnlich auch nur 10-12 mm lang, das größte je vermessene Exemplar hatte eine Länge von 18 mm (alle Größenangaben inklusive Schwanzflosse).
Diese Zwerge leben in Brackwassergebieten. Sie ertragen zwar auch sowohl reines Süßwasser wie auch reines Meerwasser, aber auf die Dauer tut ihnen das nicht gut. Sie kommt in Indonesien, Papua-Neuginea (inkl. vorgelagerter Inseln) und wohl auch in Australien vor.
Wir haben jetzt erstmals einige dieser Winzlinge, die ausgewachsen nur die Größe eines neugeborenen Mollies haben, testweise importiert. Es sind niedliche, aber auch anspruchsvolle Fische, die wir zukünftig, wenn überhaupt, nur auf besonderen Kundenwunsch besorgen werden. Sie brauchen nach unserer Erfahrung gut eingefahrenes Brackwasser (mindestens 5g/l Seesalz) und feines Lebendfutter (z.B. Artemia-Nauplien). Unsere Großhandelsaquarien sind für derartige Mini-Fische einfach zu groß, man braucht vergleichsweise Unmengen von Futter, damit jeder etwas abbekommt, aber davon stirbt natürlich auch eine Menge ab, was das Wasser stark belastet. Es sind also Fische für Spezialisten, die entsprechende Kleinaquarien in Betrieb haben. Wir sind aber nichts desto trotz froh, dieses Naturwunder einmal mit eigenen Augen gesehen zu haben!
Über den Gefleckten Knochenhecht (Lepisosteus oculatus) haben wir bereits berichtet, siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/lepisosteus-oculatus/ Nun haben wir aus Indonesien kleine Knochenhechte erhalten, die in allen Merkmalen L. oculatus entsprechen, aber einen sehr auffälligen Silberglanz zeigen. Die kleineren (6-8 cm) haben dabei eine recht dunkle Grundfärbung, die bei etwas größeren Tieren (11-14 cm) deutlich aufhellt. Wir wissen es nicht, können uns aber gut vorstellen, dass die dunklen Zeichnungselemente mit zunehmendem Wachstum noch weiter verdeckt werden.
Offenbar beschäftigt man sich in den Zuchtbetrieben in Indonesien recht intensiv mit abweichenden Farbformen bei Knochenhechten. Besonders begehrt sind platinfarbene oder rötliche Tiere. Da Lepisosteus oculatus bereits von Natur aus sehr variabel ist (es gibt immerhin sechs Synonyme der Art, die ihrerseits früher oft mit L. platostomus, von dem weitere drei Synonyme existieren, gleichgestellt wurde) bietet sich die Art für Züchtungsexperimente geradezu an.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 848231 (6-8 cm) und 848238 (11-14 cm) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Der Panzerwels Corydoras leucomelas gehört zu den häufig importierten Arten seiner Gattung. Arttypische Merkmale der rundschnäuzigen Art sind eine kräftig ausgeprägte Augenbinde, die Färbung der Rückenflosse in Verbindung mit dem am Anfang der Rückenflosse befindlichen schwarzen Rückenfleck, eine senkrechte schwarze Binde am Ende des Schwanzstiels und die Streifung der Schwanzflosse. Die Körperzeichnung ist hingegen bei Tieren bis ca. 4 cm Länge so unterschiedlich, dass man jedes einzelne Tier individuell daran erkennen kann; erst voll ausgewachsene Fische entwickeln ein einheitliches Muster aus schwarzen Punkten. Die Maximalgröße der Art liegt bei 5 – 5,5 cm.
Hauptexportregion von Corydoras leucomelas ist Peru, wo auch die Typuslokalität ist (also der Ort, wo das für die wissenschaftliche Beschreibung der Art verwendete Typusexemplar gesammelt wurde) liegt: Yarina Cocha. C. leucomelas ist aber recht weit im Einzug des oberen Amazonas verbreitet, auch in Kolumbien (Rio Orteguaza) , Bolivien und Ekuador. Besonders hübsch wirkt die Art, wenn sie im Schwarm von 10-15 Exemplaren gepflegt wird. Der Schwarmzusammenhalt von C. leucomelas ist deutlich stärker ausgeprägt als bei vielen anderen Panzerwelsen und so ergibt sich oft das sehr schöne Bild, dass ein solcher Trupp futtersuchend durch das Aquarium streift.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 233503 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Die Salmler der Gattung Pyrrhulina vereinen in sich die Vorteile zweier Aquarienfischgruppen: die der stets gut sichtbaren, im freien Wasser herumschwimmenden Salmler und Barben und die der Buntbarsche und Labyrinther, die ein sehr interessantes Verhalten zeigen.
Eine der schönsten Pyrrhulia-Arten ist P. spilota, die wir wieder einmal aus Peru importieren konnten. Die Männchen der maximal 7-8 cm langen Art sind farblich leicht von den Weibchen zu unterscheiden. Erstere haben silbrige Glanzschuppem am vorderen Körperdrittel und eine kraftig gezeichnete Afterflosse, beides Merkmale, die den etwas kleineren Weibchen fehlen.
Gewöhnlich schwimmen P. spilota, ganz so, wie man es von Salmlern gewohnt ist, im freien Wasser umher. Dabei bevorzugen sie das obere Drittel der Wassersäule, sind aber grundsätzlich überall unterwegs. Sie fressen jede Art von Fischfutter, auch Trockenfutter, und lassen die Pflanzen unangetastet. So weit gleicht ihr Verhalten also dem anderer Salmler weitestgehend.
Doch wenn die Tiere in Brutstimmung kommen, wird alles anders. Jetzt besetzen die Männchen Reviere, am liebsten bei einer breitblättrigen Pflanze, zur Not auch bei einem Stein oder einer Wurzel. Denn hierauf laichen die Fische ab. Anders als bei anderen Salmlern, die ihre Eier ungerichtet verstreuen, produzieren Pyrrhulina ein kompaktes Gelege, das gut vergleichbar zu einem Buntbarschgelege ist. Das Männchen übernimmt, wie bei den Labyrinthern, die Brutpflege. Und es nimmt seine Aufgabe sehr ernst! Eventuelle Mitbewohner sind gut beraten, dem Gelege nicht zu nahe zu kommen. Mit dem Schlupf der Jungen erlischt der Brutpflegetrieb und Pyrrhulina werden wieder zu ganz normalen, schönen Salmlern…
Für unsere Kunden: P. spilota hat Code 286782 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur in begrenzter Stückzahl lieferbar!
Die Rot-Türkis-Linien gehörten zu den ersten Zuchtformen des Diskusbuntbarsches, die in den 1980er Jahren entwickelt wurden. Die Aquaristik war das so weit, dass die Wildfänge des Braun/Blauen Diskus als „geknackt“ angesehen werden konnten. Man beherrschte also ihre erfolgreiche Eingewöhnung und Zucht. Da Wildfang-Diskus sehr uneinheitlich ausfallen – zwischen einfach braunen und vollständig blau durchgestreiften Tieren (Royal Blue) ist innerhalb der gleichen Population alles möglich – wollte man im nächsten Schritt die als besonders attraktiv empfundenen Fische selektiv vermehren. Durch gezielte Verpaarungen von Royal Blue-Diskus mit Tieren, die möglich viel Rot in der Körpergrundfärbung hatten, enstanden die Rot-Türkis-Diskus. Bis heute empfinden viele diese Diskus-Zuchtform als einen der schönsten Diskus überhaupt.
Auch Rot-Türkis-Diskus werden heutzutage in großer Stückzahl in den Diskus-Züchtereien Asiens gezüchtet. Sie sind von den übrigen asiatischen Züchtungen die ursprünglichsten geblieben.
Für unsere Kunden: die „Super Red Turqoise“ in der Größe 5-7 cm wie auf den Photos haben Code 715102 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Der „Pidgeon Blood“ Diskus, der Anfang der 1990er Jahre als Mutation in asiatischen Diskus-Zuchten auftauchte, revolutionierte die Diskus-Zucht. Er vereinigte zwei Eigenschaften in sich, von denen Diskus-Züchter zuvor nur träumten: ein frühzeitiges Ausfärben, d.h. bereits 5-7 cm lange Jungtiere sehen farblich im Wesentlichen wie erwachsene Fische aus. Und ein zweiter Vorteil der Mutation: die Tiere zeigen auch dann, wenn sie in ungewohnter Umgebung sind, weder das aus senkrechten Streifen bestehende Diskuskleid noch färben sie sich dunkel ein.
Die ursprünglichen Pidgeon Blood – der Name bezieht sich übrigens auf einen Edelstein (Rubin) gleichen Namens – existiert nicht mehr. Er hatte zu viele „Sommersprossen“, also schwarze Sprenkel, die unregelmäßig über den ganzen Körper verteilt waren. Durch Einkreuzung anderer Diskus-Zuchtformen, wie Rot-Türkis etc. verdrängte man das Sommersprossen-Muster mehr und mehr. Die heutigen Pidgeon-Blood-Varianten zeigen sie fast gar nicht mehr.
Eine einheitliche Benennung der vielen dutzend Pidgeon-Blood-Varianten gibt es nicht. Jeder Zuchtbetrieb vergibt seine eigenen Namen. Unter einem „Pidgeon Blood Panda“ versteht man in der Regel einen Pidgeon Blood Diskus in der Farbe Rot-Türkis (also rote Körpergrundfarbe und türkisfarbene Zeichnungselemente), bei den die türkisfarbenen Zeichnungselemente ein Muster aus nicht miteinander verbundenen Flecken bilden (= Checkerboard/Schachbrettmuster) und Teile der Rücken- und Afterflosse schwärzlich eingefärbt sind.
Für unsere Kunden: Pidgeon Blood Panda in 5-7 cm Länge (wie auf den Bildern) haben Code 714952 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Die Farbe Rot ist die Traumfarbe vieler Tierzüchter. Rote Kanarienvögel, rote Schwertträger, rote Guppys, rote Skalare – wo immer das genetisch ging, wurde es realisiert. Bei polychromatischen Fischarten, z.B. bei Apistogramma, wo in der Natur immer mehrere Farbvarianten zusammen auftreten, wurden die roten in der Zucht bevorzugt. Und beim Diskus? Auch hier ist Rot Trumpf. Bei Türkis-Diskus werden die rot-türkisen als die schönsten gesehen, bei den braunen schaute man – vor allem bei Alenquer-Fischen – ebenfalls auf rote Farbelemente. Da ist es nur konsequent, dass bei den asiatischen Diskus ebenfalls ein roter Fisch der Verkaufsschlager ist: Marlboro Red.
Marlboro Red entstammt den Pidgeon Bloods und die Züchter arbeiten intensiv daran, die rauchig-schwarzen Farbelemente, die bei Pidgeon Blood auftreten, immer weiter zurückzudrängen. Das ist ihnen bei den aktuellen Stämmen ganz gut gelungen. Am ehesten sieht man noch in der rauchgrauen Schwanzflosse, wo die genetischen Wurzeln des Marlboro Red liegen.
Für unsere Kunden: die Fische haben Code 702502 (5-7 cm) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Die asiatischen Diskus-Zuchtformen erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sie sich zum einen schon sehr früh einfärben (Wildformen sehen in 5-7 cm Länge alle ähnlich unspektakulär aus) und zum anderen wenig scheu sind, sich also auch in ungewohnter Umgebung gut präsentieren lassen.
Von den flächigen Diskus ist der in den 1990er Jahren entstandene Blue Diamond am beliebtesten. Die Züchter achten bei diesem Fisch auch sehr auf das brillant rote Auge, das in schönem Kontrast zu der blauen Körperfabe steht. Die modernen Diskuszüchtungen sind wesentlich weniger empfindlich als Wildfänge, aber auch bei ihnen sollte man die drei Grundsäulen der erfolgreichen Diskuspflege unbedingt beachten: gute Wasserhygiene, Schwarmhaltung und abwechslungsreiche Ernährung. Dann wird man viel Freude mit diesen Fischen erleben.
Für unsere Kunden: Blue Diamond 5-7 cm haben Code 709602 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Innerhalb der Bratpfannenwels-Verwandtschaft (Aspredinidae) gibt es eine Gruppe zwergenhaft kleiner Arten (der so genannte Tribus Hoplomyzontini), die sich auf vier Gattungen verteilen: Ernstichthys, Hoplomyzon, Dupouyichthys und Micromyzon. Sie werden nur 2-3 cm lang. In der Natur leben sie (zumindest tagsüber) vergraben in feinem Sand. Dabei bevorzugen die meisten Arten die tieftsten Kanäle mittlerer bis größerer Fließgewässer, weshalb sie gewöhnlich sowohl wissenschaftlichen wie auch Aquarienfisch-Sammlern entgehen. Man weiß darum nur sehr wenig über sie.
Wir konnten jetzt Hoplomyzon sexpapilostoma aus Kolumbien importieren. Es sind bisher vier Hoplomyzon-Arten bekannt, zwei aus der Umgebung des Maracaibo-Sees in Venezuela (H. atrizona und H. intosus), eine recht weit im Amazonas und Orinoko vebreitete Art (H. papillatus) und eine exklusiv aus dem Orinoko bekannte (H. sexpapilostoma). Unsere Tiere stimmen sehr gut mit den in der Erstbeschreibung von H. sexpapilostoma genannten Merkmalen überein.
Bisher können wir nur wenig über die Tiere berichten. Sie sind untereinander sehr friedlich und gehen willig an lebende Rote Mückenlarven als Futter. Verluste gab es bei uns bisher keine. Wir halten sie zur besseren Kontrolle auf blankem Glasboden, im Fotobecken verwanden sie jedoch blitzschnell mit wenigen kräftigen Schwanzschlägen vollständig im Sand.
Für unsere Kunden: die Tierchen haben Code 258903 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Bagrichthys macracanthus ist ein sehr interessanter Wels aus Südostasien (Ost-Sumatra). Dieser Wels erreicht eine Maximallänge von etwa 20 cm. In der Natur lebt er in ruhigen Flussabschnitten. Untereinander sind vor allem die Männchen ziemlich unverträglich, paarweise oder in Gruppen von einem Männchen mit Weibchenüberschuss gepflegt verträgt sich die Art jedoch recht gut mit Artgenossen. Geschlechtsreife Tiere (ab ca. 15 cm) kann man sehr gut sexuell differenzieren, weil die Männchen eine ungewöhnlich lange, penis-artige Urogenitalpapille besitzen; bei den Weibchen ist die Urogenitalpapille klein und unscheinbar. Aber auch bei jüngeren Tieren kann man die Weibchen an der höheren Körperform schon gut erkennen. Jungtiere bis ca. 5 cm Länge sind noch nicht rein schwarz, sondern haben helle Binden (siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/bagrichthys-macracanthus/).
Gegenüber artfremden Fischen sind Bagrichthys macracanthus – im Handel nennt man sie „Black Lancer“ – friedlich, jedoch sollten Mitbewohner nicht wesentlich kleiner als ca. ein Viertel der Länge des Black Lancers sein, sonst könnten sie als Futter enden. Bagrichthys macracanthus ist nachtaktiv und braucht entsprechend tagsüber Höhlenverstecke, um sich wohl zu fühlen. Zur Fütterung verlassen die Tiere aber auch tagsüber ihre Verstecke. Gefressen wird jedes übliche Fischfutter. Die chemische Zusammensetzung des Wassers ist belanglos, die Wassertemperatur sollte zwischen 24 und 28°C liegen.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 368482 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Aus der kolumbianischen Provinz Caquetá erhalten wir gelegentlich einen prächtigen Geophagus der surinamensis-Gruppe, bei dem es sich offensichtlich um eine wissenschaftlich noch nicht beschriebene Art handelt. Für die Bestimmung von Geophagus dieser komplexen Verwandtschaft werden drei farbliche Merkmale herangezogen: 1. die Form, Lage und Größe des Seitenflecks im Verhältnis zum Auge, 2. die senkrechten Körperbinden und 3. schwarze Markierungen im Bereich des Vorkiemendeckels. Die entsprechende Merkmalskombination des Geophagus sp. „Caqueta“ entspricht keiner der beschriebenen Arten.
Es sind, wie die meisten Geophagus der surinamensis-Gruppe, wunderschöne, vergleichsweise friedliche Tiere, von den wir gerade 5 Exemplare in einer Größe von 13-16 cm anbieten können.
Für unsere Kunden: die Fische haben Code 674486 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Der Marmor-Beilbauch (Carnegiella strigata) ist der ideale Aquarienfisch. Er bleibt klein (4 cm), ist friedlich und hat eine interessante Färbung. Die Art ist weit in Südamerika verbreitet (Brasilien, Ekuador, Bolivien, Kolumbien, Guyana, Peru und Surinam) und häufig. Darum ist sie fast immer im Angebot des Zierfischhandels zu finden.
In den unterschiedlichen Verbreitungsgebieten sieht der Marmor-Beilbauch unterschiedlich aus. In der Vergangenheit wurden etliche Unterarten beschrieben, so fasciata aus Brasilien (Tabatinga), marowini und surinamensis aus Surinam und vesca aus Guyana. Gegenwärtig werden die Unterarten aber nicht anerkannt. Die vielleicht schönste, weil kontrastreichste Variante kommt aus Peru zu uns und wird im Handel als „vesca“ bezeichnet.
Beilbauchfische sind während der Eingewöhnung etwas schreckhaft und dürfen nie mit ruppigen Arten zusammen gepflegt werden. Ideal ist eine Kombination mit Bodenfischen wie Panzerwelsen. Bei der Ernährung ist darauf zu achten, dass die Tiere Futter nur von der Oberfläche nehmen. Trockenfutter ist eine gute Ernährungsbasis, zur Zucht muss man sich aber etwas mehr Mühe geben und kleine Insekten wie Fruchtfliegen füttern. Die Geschlechter sind äußerlich nicht unterscheidbar, Weibchen werden allerdings etwas größer und sind zur Laichzeit fülliger um die Mitte herum.
Für unsere Kunden: die Fische haben Code 214304 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Kärpflingscichliden (Cyprichromis und Paracyprichromis) sind sehr besondere maulbrütende Buntbarsche aus dem Tanganjikasee. Die Tiere leben in manchmal riesigen Schwärmen und ernähren sich von Kleintieren, die sie aus der freien Wassersäule picken. Um die Aufmerksamkeit der Weibchen auf sich zu ziehen können die Männchen sich sehr bunt einfärben. Eigentliche Reviere besetzen sie nicht. Die Weibchen sind hingegen möglichst unauffällig gefärbt und genießen im Schwarm den Schutz der Gemeinschaft vor Fressfeinden.
Paracyprichromis nigripinnis wird ungefähr 10 cm lang. Die Gattung Paracyprichromis unterscheidet sich von Cyprichromis rein optisch hauptsächlich durch die Schwanzflossenform, die bei männlichen Paracyprichromis mit ausgezogenen Spitzen geziert ist. Die Weibchen sind weniger intensiv als die Männchen gefärbt und haben eine transparente Schwanzflosse.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 520001 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Seit der wissenschaftlichen Erstbeschreibung von Hyphessobrycon epicharis im Jahr 1997 steht die Art auf der Traumliste vieler Salmlerfreunde. Alleinstellungsmerkmal dieses Schmucksalmlers (auf englisch nennt man die Gruppe „Rosy Tetras“) ist die Form des Schulterflecks, der sie von allen anderen Arten unterscheidet.
Die der Erstbeschreibung zugrunde liegenden Exemplare stammten aus dem Oberlauf des Rio Baria im Gebiet des Cerro de Neblina im äußersten Süden Venezuelas (Territorio Federal Amazonas) an der Grenze zu Brasilien; von dort erfolgen keine Zierfischexporte. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die Art doch sehr viel weiter in Venezuela und Brasilien verbreitet ist (oberer Rio Negro, Casiquiare und oberer Orinoko), aber stets abseits der üblichen Fischfangrouten. Das erste Lebendfoto brachte Hans-Georg Evers im Jahr 2000 mit einem am Fundort gemachten Kuvettenfoto vom Rio Miuá. Kai Arend konnte später ein Pärchen im Aquarium eines Guides in Venezuela fotografieren, das dieser oberhalb der Mündung des Rio Ventuari in den Orinoko gefangen und nach Hause mitgebracht hatte.
Jetzt konnten wir erstmals überhaupt diesen Schmucksalmler importieren. Es sind herrliche, sehr elegante Fische, auch wenn sie, im Gegensatz zu vielen Bildern im Internet, kaum rote Farbe zeigen. Das ist offensichtlich eine Frage von Lokalpopulationen. Woher genau unsere Tiere stammen wissen wir nicht, exportiert wurden sie aus Brasilien. Die Weibchen unterscheiden sich deutlich von den Männchen durch die Färbung der Rückenflosse. Sie sind bei der Balz übrigens der aktivere Teil. Bei der Fotosession für diesen Post befanden sich drei Männchen und ein Weibchen im Aquarium. Das Weibchen dominierte die Herren! Während der Balz entwickeln unsere H. epicharis durch Ausweitung der schwarzen Pigmentzellen (Melanophoren) eine rauchig-dunkle Färbung, während sie sonst kistallin-durchsichtig mit Rotstich sind.
Die leider sehr teuren Tiere werden von Salmlerspezialisten sicher mit offenen Armen empfangen. Wir gehen davon aus, dass die Zucht bald gelingen wird und sie so einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich werden.
Zu den beliebtesten, weil buntesten Cichliden des Malawisees gehört die O-Form von Maylandia estherae (Synonym: Metriaclima e.). „O“ steht für „Orange“. Wie bei vielen anderen Arten des Malawisees treten innerhalb der gleichen Population von M. estherae auch in der Natur mehrere Farbformen auf. Bei der „normalen“ Farbform von M. estherae sind die Männchen strahlend hellblau mit zart angedeuteten senkrechten Streifen, die Weibchen bräunlich. Bei der O-Form sind die Fische flächig leuchtend orangefarben. In der Natur sind es vor allem Weibchen, die die O-Form aufweisen, es gibt aber auch – wenngleich äußerst selten – O-Männchen. Schließlich gibt es noch OB-Formen („Orange blotch“) und Marmelade Cats (so bezeichnet man besonders attraktive dreifarbig gescheckte Männchen). Das sind gescheckte Fische mit einer individuellen Farbgebung. Das bedeutet, dass es keine zwei Individuen mit exakt der gleichen Färbung gibt.
Anders als in der Natur, wo O-Männchen, wie gesagt, sehr selten sind, kann ein Züchter, der die mendelschen Erbregeln beherrscht, relativ leicht O-Männchen erzüchten und so sind die Red-Red-Formen in der Aquaristik, wo ja hauptsächlich Nachzuchtexemplare gehandelt werden, extrem beliebt und häufig. O-Männchen haben Eiflecken in der Afterflosse, daran kann man sie auch in jungen Jahren schon erkennen.
Maylandia esterae wird im Aquarium 12-14 cm lang und kann, wie viele Mbuna, ziemlich aggressiv sein. Man pflegt sie darum in großen Aquarien und in großen Gruppen, dann hat man viel Freude an den prächtigen Tieren. Damit die herrlich orange-rote Farbe erhalten bleibt, muss man die Futtermittel im Aquarium der natürlichen Ernährung nachempfinden, also ein hoher Algenanteil (Spirulina) und Kleinkrebschen (Cyclops), möglichst kein Wurmfutter und insgesamt ballaststoffreiche Kost.
Für unsere Kunden: die Fische haben Code 568422 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Schon lange ist es her, dass wir das letzte Mal den schönen Salmler Gymnocorymbus bondi aus Kolumbien importieren konnten. Ganz kleine Tiere erinnern frappierend an den Gelben von Rio (Hyphessobrycon bifasciatus), doch mit zunehmendem Wachstum verändert sich die Gestalt mehr und mehr zu der, die man von Gymnocorymbus kennt. Jetzt haben wir diesen Orangeflossen-Salmler endlich wieder einmal erhalten.
Bis 2015 war der Orangeflossen-Salmler unter dem Namen Gymnocorymbus socolfi bekannt. Dann stellten Benine et al. bei einer Revision der Gattung fest, dass bisher übersehen wurde, dass der Orangeflossen-Salmler bereits als Phenacogaster bondi beschrieben worden war und dieser Name älter als G. socolofi ist, also Priorität hat.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 254792 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Die Züchter können gar nicht genug davon bekommen, neue Farbkombinationen bei Endler-Guppys zu kreieren. Der letzte Schrei sind die „Smoky Mary“, ein Endler, bei dem die gesamte Rückenpartie rauchig überzogen erscheint, was sich in der Balz zu einem tiefen Schwarz intensiviert.
Auch wenn wir den Zuchtweg nicht kennen: die Weibchen sind bei Smoky Mary ganz normal hell gefärbt, also nicht, wie bei Schwarzen Guppys, melanistische Tiere.
Für unsere Kunden: Der Endler-Guppy Smoky Mary hat Code 419025 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Diese Wildschwertträger-Art wird nur extrem selten im Handel angeboten. Sie erinnert auf den ersten Blick an den gewöhnlichen X. hellerii, ist aber erheblich schlanker gebaut. Das namensgebende Mal (lateinisch signum = Zeichen) ist besonders beim Weibchen immer gut in der Schwanzflossenbasis zu sehen, beim Männchen wird es von der Schwert-Einrahmung weitgehend überdeckt.
Xiphophorus signum ist, wie die meisten Wildarten der Lebendgebärenden, recht anspruchsvoll und verlangt sehr sauberes, keimarmes Wasser und eine abwechslungsreiche Ernährung. Unsere Tiere sind heimische Nachzuchten. Wir können derzeit XXL-Tiere anbieten.
Aus Peru erreichte uns eine größere Stückzahl Tatia und dank dieses Importes können wir nun ein über 10 Jahre altes Rätsel lösen. Denn 2011 erhielten wir aus diesem Land einfarbige Tatia, die sich keiner bekannten Art zuordnen ließen (https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/tatia_sp_tahuayo_river_de/). Nun ist klar: es handelt sich um eine einfarbige Farbvariante von T. intermedia. Meist ist T. intermedia mit hellen, kurzen, waagerechten Strichen gezeichnet; viele der aktuellen Importe weisen diese auch auf, aber es gibt auch Exemplare mit nur wenigen Strichelchen – und eben die einfarbig dunklen.
Interessant ist die hell reflektierende untere Augenhälfte der Fische; denn die ist offenbar ein Restlichtverstärker, der den Fischen hilft, bei ihrer nächtlichen Jagt auf ins Wasser gefallenen Landinsekten ihre Beute auszumachen. Werden die Fische nicht angeblitzt, sieht man das nicht.
Tatia intermedia wird rund 15 cm lang und ist überwiegend nacht- und dämmerungsaktiv. Es sind im Prinzip friedliche Fische, doch werden selbstverständlich sehr kleine Fische bis ca. 4 cm Länge als Futter angesehen.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 295704 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Dieser Panzerwels gehört zu den attraktivsten und gleichzeitig leicht zu pflegenden Arten der großen Gattung Corydoras. Man sollte lediglich bedenken, dass es C. loxozonus – er stammt aus dem Orinoko und seinen Zuflüssen – es warm mag; unter 24°C sollte die Temperatur des Wassers auf die Dauer nicht sinken.
Gegenwärtig können wir schöne Wildfänge anbieten. Darunter befinden sich auch immer einmal abweichend gefärbte Exemplare, was in der Vergangenheit zu Verwechslungen mit anderen Arten führte. Heute wissen wir aber, dass C. loxozonus sehr variabel sein kann, was die Färbung angeht. So gehören nach gegenwärtigem Wissensstand selbst so völlig anders aussehende Tiere wie C82 und C83 zu dieser Spezies.
Für unsere Kunden: Corydoras loxozonus hat Code 233703 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Vier Arten der eigenartigen Eidechsensalmler (Iguanodectes) werden ab und zu importiert: I. spilurus, I. adujai, I. geisleri und I. purusii. Insgessamt gibt es aber acht akzeptierte Arten und aufgrund der Ähnlichkeit dieser Fische und ihrer weiten Verbreitung ist nicht immer so ganz sicher, ob die Zuordnung der Importe korrekt erfolgt. Immerhin gibt es zwischen den vier eingangs erwähnten Arten deutliche Unterschiede: I. spilurus besitzt keine rote Längsbinde; I. adujai hat im Vergleich zu den anderen Arten eine sehr lange Afterflosse; I. geisleri und I purusii haben eine dreifarbige Längsbinde – von oben nach unten rot-gold-schwarz. Für Bilder von I. geisleri und I. adujai siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/iguanodectes_geisleri_de/ und https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/iguanodectes_eingetroffen/
Jetzt haben wir aus dem Rio Purus in Brasilien sehr schöne Dreiband-Eidechsensalmler erhalten, die wir als I. purusii ansprechen; es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine Lokalform von I. geisleri handelt, die sich farblich deutlich von den Tieren unterscheidet, die wir früher aus Venezuela erhalten haben; dafür spricht die geringe Zahl der Afterflossenstrahlen. Den seltsamen Namen „Eidechsensalmler“ haben die friedlichen Schwarmfische, die 6-7 cm Länge erreichen, übrigens von ihrer Zahnform, die an die Zahnform bei bestimmten Leguanen erinnert.
Iguanodectes sind ausgesprochen attraktive, etwas empfindliche Fische, die durch ihre ungewöhnliche Körperform und Schwimmweise auffallen. Empfindlich sind diese Fische vor allem während des Transportes und der Eingewöhnung. Einmal gut eingewöhnt machen sie keinerlei Probleme mehr und erfreuen den Besitzer viele Jahre lang. Über eine erfolgreiche Nachzucht ist uns nichts bekannt; allerdings haben wir solche Fische schon lange Zeit in einem unserer Schau-Aquarien und dort kann man von Zeit zu Zeit beobachten, dass einzelne Männchen sich vom Schwarm absondern und eine breitblättrige Pflanze (Anubias) gegen andere Männchen verteidigen; Weibchen werden dann hingegen intensiv angebalzt. Möglicherweise handelt es sich also um Haftlaicher. Männchen sind schlanker und bunter als die Weibchen, sonst gibt es keine äußerlich erkennbaren Geschlerchtsunterschiede.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 264402 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Wir konnten wieder einmal Zebrakrebse importieren. Diese Krebse erlebten aufgrund der Tatsache, dass die Süßwasserkrebse von Neu Guinea vor ihrer aquaristischen Entdeckung nur wenig bekannt waren, einige Namensänderungen. In den Handel kam das Tier ursprünglich als Cherax misolicus, es wurde jedoch vermutet, dass es sich eher um C. papuanus handele. Sein gültiger Name ist jetzt Cherax peknyi Lukhaup & Herbert, 2008. Sehr ähnlich ist Cherax alyciae, der vor seiner Erstbeschreibung 2018 für eine Farbvariante („Blue Kong“) von C. peknyi gehalten wurde. Die Färbung ist allerdings bei Krebsen sehr variabel, auch innerhalb der selben Population, weshalb man sie nicht gut zur Artunterscheidung heranziehen kann. Am sichersten erkennt man C. alyciae daran, dass die erwachsenen Männchen eine weiche, blasenartige Aufwölbung im vorderen Bereich am äußeren Scherenfinger entwickelt, die Männchen von C. peknyi aber nicht.
Aktuell haben wir sehr bunte Tiere erhalten, von denen manche feuerrote Scheren bei insgesamt hellerer und rötlicher Färbung zeigen, andere eher in die blaue Richtung tendieren. Cherax peknyi stammt aus dem Einzug des Fly River in Papua-Neuguinea. Er erreicht eine maximale Länge von 10-12 cm.
Die Cherax-Krebse von Neu-Guinea sind gut halt- und züchtbare Aquarienpfleglinge. Man muss sich lediglich darüber im klaren sein, dass sie arg verstecksüchtig sind und gewöhnlich nur nachts und zur Fütterung ihr Versteck verlassen. Die Ernährung erfolgt mit totem Laub als Hauptnahrung, dazu kann man buchstäblich fast alles reichen, was von Zierfischen als Nahrung akzeptiert wird.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 483024 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Von den sieben wissenschaftlich beschriebenen Astronotus-Arten werden derzeit nur zwei von den meisten Ichthyologen anerkannt, nämlich A. crassipinnis und A. ocellatus; eine dritte, A. zebra, unterscheidert sich allerdings so deutlich farblich von den anderen, dass an ihrer Gültigkeit kaum Zweifel bestehen. Jetzt wurde ein neuer Name aufgestellt: der Oscar aus dem Orinoko-Einzug und dem Golf von Paria im nördlichen Südamerika wurde als A. mikoljii wissenschaftlich beschrieben (Perez Lozano et al., 2022). Alle Bilder dieses Posts zeigen Astronotus mikoljii in verschiedenen Altersstadien und Standortvarianten.
Neben A. mikoljii gibt es – molekularen Daten zufolge – noch mindestens weitere drei Arten von Oskars in Südamerika, die in der Arbeit von Perez Lozano et al. als Astronotus sp. „East“, A. sp. „Negro“ und A. sp. „Jurua“ bezeichnet werden. Bei ihnen muss freilich genau geprüft werden, ob sie nicht bereits früher beschrieben wurden und zu unrecht als Synonym geführt werden. Einfach ist die Sache aber nicht, denn Oscars wurden und werden innerhalb Südamerikas auch immer wieder als Speisefische in Gebiete gebracht, in denen sie ursprünglich gar nicht heimisch waren. Zudem kann es dadurch zu Hybriden gekommen sein, die sich auch molekularbiologisch nur schwer darstellen lassen.
Benannt wurde A. mikoljii nach Ivan Mikolji, einem begeisterten Künstler, Naturliebhaber und Erforscher Venezuelas und Kolumbiens, der auch als Zierfischexporteur tätig ist. Mikoljis Oscar wird, wie alle Astronotus-Arten, gewöhnlich 25-30 cm lang und unterscheidet sich auch bezüglich Pflege und Zucht nicht von den anderen Arten.
Literatur: Perez Lozano A, Lasso-Alcalá OM, Bittencourt PS, Taphorn DC, Perez N, Farias IP (2022): A new species of Astronotus (Teleostei, Cichlidae) from the Orinoco River and Gulf of Paria basins, northern South America. ZooKeys 1113: 111–152. https://doi.org/10.3897/zookeys.1113.81240
Die seit einiger Zeit gültigen, veränderten Ausfuhrbestimmungen in Brasilien haben es jetzt nach langer Zeit wieder möglich gemacht, Corydoras narcissus zu importieren.
Corydoras narcissus ist ein schöner, relativ großwüchsiger Panzerwels. Die Maximallänge wird mit 10 cm angegeben. Die Art kommt aus Brasilien, genauer gesagt aus dem Einzug des Rio Purus. Wie alle Sattelschnäuzer ist C. narcissus weniger gesellig als andere Corydoras. Die Zucht erfordert große Aquarien. Bei Zuchtansätzen ist zu beachten, dass viele Sattelschnäuzer in Paarungsstimmung sehr aggressiv gegeneinander werden können; Züchter berichteten sogar von Todesfällen. Bei der „normalen“ Pflege passiert so etwas allerdings nicht!
Den ungewöhnlichen Namen erhielt der schöne und ansonsten sehr friedfertige Fisch, weil die Sammler, die die Tiere an die Erstbeschreiber übergaben, diesen suggerierten, sie sollten die neue Art ihnen (den Sammlern) zu Ehren benennen. Diesen unverschämten Eingriff in die Freiheit der Wissenschaft wollten sich die Erstbeschreiber aber nicht gefallen lassen und benannten den Panzerwels daher nach dem griechischen Halbgott Narziss, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebte und dessen Name seither als Synonym für Selbstverliebtheit steht.
Aus Peru kommt eine zweite, ähnliche Art, die erst kürzlich (2021) wissenschaftlich beschrieben wurde: Corydoras bethanae. Im Hobby wurde sie darum bisher als C. narcissus II oder CW6 bezeichnet, die eigentliche Art hingegen als C. narcissus I. Das ist etwas irreführend, denn beide Arten sind nicht sonderlich eng miteinander verwandt und dürften sogar in unterschiedliche Gattungen kommen, wenn Corydoras einmal wissenschaftlich überarbeitet werden. Corydoras bethanae ist ein Langschnäuzer, wird nicht ganz so groß, ist eher fleischfarben (im Gegensatz zum weißlichen C. narcissus), hat einen durchsichtigen Rückenflossenstachel (bei C. narcissus schwarz) und die Rückenbinde endet beim Auge (läuft bei C. narcissus über die Schnauze).
Man kann beide Arten daher auch ohne Kenntnis der Herkunft gut auseinanderhalten.
Für unsere Kunden: Corydoras narcissus hat Code 237104, C. bethanae 237204 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Der Perlcichlide wurde schon 1902 erfolgreich nach Deutschland eingeführt und gezüchtet. In der Zwischenzeit hat die Art mehrere Namensänderungen erlebt. Früher hieß sie Cichlasoma cyanoguttatum, heute steht sie in der Gattung Herichthys und man glaubt, dass die großgefleckte Form, wie wir sie gerade anbieten können, zu der Art Herichthys carpinte gehört und aus Mexiko stammt, während H. cyanoguttatum kleiner gefleckt ist und als einzige ursprünglich in den USA (Texas) heimische Art die am weitesten nördlich vorkommende Buntbarschart überhaupt ist.
Leider ist der Perlcichlide heutzutage etwas in Vergessenheit geraten, darum freuen wir uns immer besonders, wenn uns die schönen Tiere angeboten werden. Derzeit sind die Fische 4-5 cm lang, die Maximallänge beträgt allerdings fast 30 cm. Dann gehören sie zu den prächtigsten Buntbarschen überhaupt und sind sehr hochrückig, wie unser Archivbild zeigt.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 644502 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Im Jahr 1822 erschien das bis heute umfangreichste Buch über die Fischwelt des Ganges in Indien. Verfasser war der schottische Arzt Francis Hamilton, der in Diensten der East Indian Company stand. Hamilton ließ von allen Fischarten, die der im Ganges fand, detaillierte Zeichnungen anfertigen. Sein Zeichner – Haludar, ein junger Bengale – wurde für seine außergewöhnlichen Leistungen 200 Jahre später geehrt und unsterblich gemacht: die Glühkohlenbarben tragen seit 2013 den Gattungsnamen Haludaria. Unter den vielen von Hamilton entdeckten Arten waren auch zwei kleine Welsarten, die Hamilton Pimelodus chandramara und Pimelodus rama nannte. Bis heute sind diese beiden Arten aus wissenschaftlicher Sicht nahezu unbekannt geblieben.
Diese Welse – ihr aktueller Name lautet Chandramara chandramara und Rama rama – bleiben klein (um 5-6 cm), schwimmen vorzugsweise in freiem Wasser und sind tagaktiv. Es sind sehr drollige und originelle Aquarienbewohner, die völlig friedlich gegen Mitbewohner sind und Pflanzen unbeachtet lassen. Es sind soziale Tiere, die man am besten im Trupp von 10-20 Exemplaren pflegt. Jedes gängige Zierfischfutter wird angenommen. Die Wassertemperatur kann zwischen 16 und 26°C liegen. Es ist günstig, im Jahresverlauf unterschiedliche Temperaturen zu bieten, kühl im Winter, warm im Sommer. Als Gesellschaft bieten sich z.B. Zebrabärblinge (Danio rerio), Prachtbarben (Pethia conchonius) und Zwergfadenfische (Colisa lalia) an, die alle im gleichen Lebensraum vorkommen. Jedes Trinkwasser ist zur Pflege der genannten Arten geeignet.
Es gibt immer noch Corydoras-Arten, die so selten und in so kleinen Stückzahlen importiert werden, dass sie zu den unerfüllten Träumen der Panzerwels-Liebhaber zählen. Eine der attraktivsten Arten dieser Gruppe ist sicher der „Tukano Longnose“, wie er zunächst geannt wurde, dann erhielt er den Code CW011 und letzlich wurde die Spezies als Corydoras desana wissenschaftlich beschrieben.
Selbstverständlich sind diese Tiere in der Natur nicht im eigentlichen Wortsinn selten, aber sie leben einzeln und sind sehr scheu, so dass in einem Zeitraum, in dem man tausende von Corydoras tukano fangen kann, nur ein oder zwei Exemplare des Longnose ins Netz gehen.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 245635 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Goldformen – auch Xanthoristen genannt – treten bei Fischen ziemlich häufig auf, auch in der natur. Schon seit Beginn der Aufzeichnungen der Menschen über Naturphänomene ist von goldenen Barschen, Karpfen, Karauschen, Schleien und Hechten die Rede. In Zuchten treten solche Mutationen natürlich noch viel häufiger als in der freien Wildbahn auf, da dort so auffällig gefärbte Tiere bald Opfer von Fressfeinden werden.
Beim Mosaikfadenfisch (Trichogaster leerii, manchmal auch als Trichopodus l. bezeichnet) ist erst seit vergleichsweise kurzer Zeit eine Goldform bekannt. Ob sich diese am Markt durchsetzen oder eine Rarität bleiben wird, ist schwer zu sagen. Aber gegenüber den ersten Exemplaren, die wir 2015 erhalten haben (siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/trichogaster_leerii_gold_de/) sind die Tiere, die wir jetzt anbieten können, wesentlich kräftiger.
Der Brillantsalmler (Moenkhausia pittieri) ist bereits seit 1933 im Hobby vertreten. Die Art lebt endemisch im Valencia-See in Venezuela, kommt also nur dort vor (inklusive einiger Zu- und Abflüsse). Gewöhnlich ist er nur als Nachzucht im Handel, ganz selten kommen auch einmal einige wenige Wildfänge herein.
Auf den ersten Blick mag der Brillantsalmler etwas unscheinbar erscheinen, doch die bei richtigem Licht glitzernden und funkelnden Fische sind wirklich eine Schau und verdienen den Namen Brillantsalmler vollkommen. Hinzu kommen noch die üppig entwickelten, wallenden Flossen.
Die Bilder wurden von den fantastischen Wildfängen gemacht, die wir gerade in unserer Schauanlage pflegen.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 269102 (Nachzucht, medium) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Wir haben sehr hübsche Nachzuchten dieses attraktiven Roten Cichliden (Hemichromis) erhalten. Die Tiere sind zur Zeit 4-6 cm lang und damit gerade so an der Grenze zur Geschlechstreife. Voll ausgewachsen sind sie mit rund 10 cm. Dann sind sie viel hochrückiger und haben eine prächtige rote Färbung, die zur Zeit noch lediglich angedeutet ist.
Besonderes Erkennungsmerkmal dieser Art, die um 2001 im westlichen Ghana von reisenden Aquarianern gefunden und mitgebracht wurde – seither befindet sie sich in kontinuierlicher Zucht – ist die breite Streifung mit grün-goldenen Bändern im Gesicht, während Glanzpunkte am Körper – die sogenannten Iridiophoren – weitgehend fehlen. Von den wissenschaftlich beschriebenen Arten ähnelt Hemichromis sp. ,,Ankasa“ am meisten H. paynei.
Die Pflege und Zucht von Hemichromis sp. ,,Ankasa“ ist leicht und gelingt auch Anfängern. Rote Cichliden können garstig werden (müssen es aber nicht, manche Individuen sind auch lammfromm). Es gilt die Regel: je größer das Aquarium, desto weniger aggressiv verhalten sich die Fische gegenüber Mitbewohnern. Wenn die Tiere aber Junge führen, ist nicht mit ihnen zu spaßen. Darum ist die Pflege im Artenaquarium gegenüber der Pflege im Gesellschaftsbecken unbedingt vozuziehen. Die Wasserzusammensetzung ist für diese Fische unerheblich und sie fressen jedes übliche Zierfischfutter. Pflanzen werden nicht beschädigt, es sei denn, sie stehen den Brutvorbeitungen im Weg. Abgelaicht wird nach Offenbrüterart auf festen Gegenständen (Steinen, Wurzeln), beide Eltern betreuen gemeinsam Laich und Jungfische. Die Wassertemperatur sollte um 24°C liegen, zur Zucht 2-3°C höher.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 536913 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Es gibt wohl keinen anderen Süßwasserfisch, der ein derartiges Giftgrün als Körperfärbung aufweisen kann, wie der etwa 4-5 cm lange Bodensalmler Ammocryptocharax elegans, den wir in kleiner Stückzahl aus dem Orinoko-Einzug (Kolumbien/Venezuela) importieren konnten.
Allerdings verfügen die Tiere über ein extremes Farbwechselvermögen und wenn sie Gefahr wittern, sind sie blitzschnell Tarnbraun. Man sollte die Tierchen in bepflanzten Aquarien pflegen, denn nur, wenn sie auf Pflanzen sitzen können, bleiben sie dauerhaft grün – das hat man in Feldstudien herausgefunden.
Für unsere Kunden: die Fische haben Code 203753 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Leider werden Importe aus dem Kongo immer seltener, jedoch wenn sie kommen, sind meist auch Buckelkopfcichliden (Steatocranus) dabei. Es kommen nahezu immer drei Arten gemischt. Der kräftigste und hochrückigste davon ist S. casuarius, den man an den schwarzen Schuppenzentren erkennt. Er hat – stimmungsbedingt – unregelmäßige senkrechte Körperbinden (siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/steatocranus_casuarius_wild_de/). Etwas schlanker und mit hellen Schuppenzentren ist S. gibbiceps, der regelmäßige senkrechte Körperbinden zeigt (siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/steatocranus-gibbiceps/). Und schließlich der zierlichste und schlankste dieser Truppe, S. tinanti, der zwei waagerechte Körperbinden zeigt.
Steatocranus tinanti ist trotz seines bedrohlich wirkenden, massiven Kiefers ein friedlicher Fisch. Er kann bis zu 15 cm lang werden, ist jedoch als Wildfang mit 6-7 cm (Männchen) und 3-4 cm (Weibchen) bereits geschlechtsreif. In dieser Größe zeigen die Fische sehr hübsche gelbe Flossen. Es handelt sich bei S. tinanti um einen typischen Höhlenbrüter mit Paarbindung. Das Männchen bewacht und verteidigt das Revier, das Weibchen kümmert sich um Laich und Junge. Jedes übliche Zierfischfutter wird gerne genommen, es sollte aber nicht zu fett sein und reichlich Ballaststoffe enthalten. Die Wassertemperatur sollte im Bereich von 24-28°C liegen, die Wasserzsammensetzung (Härte, pH) sind weitgehend belanglos, so lange Extreme vermieden werden.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 575404 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Rachows Prachtgrundkärpfling (benannt zu Ehren von Arthur Rachow, daher im deutschen Namen mit „w“ am Ende) gehört nicht nur zu den dienstältesten, sondern auch zu den zeitlos schönsten Killifischen im Aquarium. Am häufigsten ist die orange Farbform von Beira im Handel, die seit 1958 ununterbrochen von begeisterten Liebhabern im Aquarium erhalten wird. Für weitere Informationen siehe auch https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/nothobranchius-pienaari/
Neben dieser „normalen“ Form haben wir auch gelegentlich Albinos von Nothobranchius rachovii im Programm, die ebenfalls einen ganz speziellen Charme ausstrahlen.
Für unsere Kunden: Die Albinos haben Code 338023 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Um es gleich zu sagen: ja, wir wissen auch, dass die Art P. ternetzi derzeit von den meisten Ichthyologen als Synonym zu P. nattereri gesehen wird. Diese Einschätzung beruht darauf, dass der „echte“ Pygocentrus nattereri die gelbbrüstige Art aus dem Einzug des Rio Paraguay sei (Typuslokalität des 1858 von Kner beschriebenen P. nattereri sind Cuiabá und Mato Grosso in Brasilien), während der rotbrüstige „Allerweltspiranha“ Amazoniens wissenschaftlich als Pygocentrus altus (beschrieben 1870 von Gill aus dem oberen Amazonas) zu bezeichnen sei (Géry, Mahnert & Dlouhy, 1987). Allerdings folgte die wissenschaftliche Gemeinschaft den genannten Autroren bislang nur insofern, als dass P. ternetzi zwar als Synonym zu P. nattereri gesehen wird, jedoch der Name P. nattereri unterschiedslos auf die rot- und gelbbrüstigen Piranhas angewendet wird, was sicherlich falsch ist. Darum wird in aquaristischen Kreisen nach wie vor der Name P. ternetzi verwendet, um eine Bezeichnung für den gelbbrüstigen Piranha des Rio Paraguay-Einzuges zur Verfügung zu haben. P. ternetzi wurde 1908 von Steindachner aus dem Rio Paraguay bei Descalvados, Mato Grosso, Brasilien beschrieben.
Diese gelbbrüstige Art steht leider nur selten zur Verfügung. So freut es uns, sie gegenwärtig wieder einmal aus Paraguay importieren zu können. Typisch für alle Pygocentrus-Arten ist die im Vergleich zu Serrasalmus bulligere Kopfform, jedenfalls bei größeren Tieren. Es ist für die aquaristische Praxis wichtig, ob ein Piranha zu Pygocentrus oder Serrasalmus gehört, denn Serrasalmus-Arten sind Flossenfresser und sollten grundsätzlich am besten einzeln gepflegt werden, während Pygocentrus Schwarmfische sind, die größere Beutetiere jagen. Da bei den Exporteuren beide Gattungen oft gemeinsam gehältert werden, weil sich Jungfische nicht gut unterscheiden lassen, kommen Piranhas oft mit stark verstümmelten Flossen an – ein Werk der Serrasalmus. Es dauert dann einige Zeit, bis die Flossen nachgewachsen sind.
Für unsere Kunden: Pygocentrus ternetzi hat Code 293104 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Der großwüchsige, großartige Panaque bathyphilus ist sehr variabel gefärbt. Wir haben zur Zeit ganz prachtvolle 16-20 cm lange Tiere im Stock. Damit sind sie etwa halbwüchsig, als Maximallänge für P. bathyphilus werden ca. 60 cm angegeben. Es versteht sich also von selbst, dass diese großen Fische nur in großen Aquarien gepflegt werden sollten.
Wie alle Panaque ist auch P. bathyphilus aus Peru (Umgebung von Tingo Maria) vorwiegend Holzfresser. Auch deshalb sind große Becken mit starker Filterung notwendig, denn die Menge Kot, die bei dieser nährstoffarmen Kost anfällt, ist gewaltig. Untereinander sind Panaque nicht ganz ohne, sie können recht ruppig werden. Jedoch gilt L90 in dieser Hinsicht als eine der besser verträglichen Arten.
Für unsere Kunden: die Fische haben Code 26480-L 090A-6 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
An diesen Neons ist doch nichts besonders, denken Sie? Doch! Es handelt sich nämlich um Wildfänge aus Peru. Wenngleich sicher 99,99% aller weltweit gehandelter Neons Nachzuchtexemplare sind, es gibt sie auch noch sehr häufig in der Natur. Und als gute Botschafter ihrer Art kommen sie, wenn auch selten, zu uns.
Interessant ist, dass die Wildfänge – im Gegensatz zu ihren domestizierten Vettern – ein gutes Schwarmverhalten zeigen. So eignen sich diese kleinen Fische, die einst als eine derartige Sensation galten, dass sie mit dem Luftschiff Hindenburg aus Deutschland nach Chicago geschafft wurden, wo im Shedd Aquarium das einzige Exemplar, das überlebte, zehntausende von Besuchern anzog, hervorragend für vergleichende Verhaltensstudien von Wildfischen im Vergleich zu seit hunderten Generationen nachgezüchteten Fischen.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 275512 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Der Schachbrettcichlide (Dicrossus filamentosus) ist der typischste Zwergbuntbarsch im Lebensraum des Roten Neon (Paracheirodon axelrodi). Es gibt ihn sowohl in Brasilien (Rio-Negro-Einzug) wie auch in Kolumbien und Venezuela (Orinoko-Einzug). Die Männchen haben eine leierförmige Schwanzflosse und werden fast 8 cm lang, die Schwanzflosse der Weibchen ist abgerundet. Weibchen bleiben immer kleiner als die Männchen. In der Natur laichen sie wohl mit etwa 3 cm Länge erstmals ab.
Weibchen des Schachbrettcichliden, die schon einmal abgelaicht haben, erkennt man an den blutroten Bauchflossen. Bei jungfräulichen Tieren sind die Bauchflossen farblos. Dieser Zwergcichlide lebt in Haremsverbänden, ein Männchen betreut mehrere Weibchen. Die Art ist ein Offenbrüter, laicht also an der Oberfläche fester Gegenstände, am liebsten an Pflanzenblättern ab.
In der Ernährung ist Dicrossus filamentosus (früher als Crenicara filamentosa bezeichnet) unproblematisch, aber die Fortpflanzung gelingt nur in Wasser, das den natürlichen Verhältnissen sehr nahe kommt: praktisch keine Härte und pH um 5. Im Gesellschaftsbecken werden die Jungfische aber trotz der guten Brutpflege durch das Weibchen in der Regel von Neon und Co. gefressen.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 668007 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Früher kannte man diesen besonders hübschen Banderolenkärpfling (Xenotoca doadrioi) unter der Bezeichnung „Xentotoca eiseni San Marcos“. Leider ist die Art, die erst im Jahr 2016 „offiziell“ als eigenständige Spezies beschrieben wurde, hochgradig vom Aussterben bedroht. Über 50% der ursprünglich bekannten Populationen sind bereits verschwunden, bei Rest zeigt sich ein steter Abwärtstrend. Die Ursachen sind immer die gleichen: Gewässerverschmutzung durch die Landwirtschaft und hoher Konkurrenzdruck durch gebietsfremde Fische (Pseudoxiphophorus bimaculatus und Tilapia), die mit den veränderten Umweltbedingungen zudem erhablich besser zurecht kommen als X. doadrioi. Der Fang zur Aquarienpflege hat keinerlei Einfluss auf die wildlebenden Bestände. Sämtliche im Hobby vertreten Exemplare sind außerdem Nachzuchten.
Wir haben jetzt wieder einmal Xenotoca doadrioi im Stock, so dass sich jeder Aquarianer, der zuhause etwas Artenschutz betreiben will, betätigen kann. Es handelt sich um einen außerordentlich bunten Stamm, sogar die Weibchen haben etwas Rot im Schwanzstiel! Pflege und Zucht sind nicht schwierig. Man achte bei diesen Tieren auf möglich wenig belastetes Wasser bei guter Strömung, mittleren Härtegraden und einem stabilen pH Wert, am besten um 7,5-8. Großzügige (60-70% des Beckeninhalts) Wasserwechsel tun den Tieren sehr gut. Gefressen wird jegliches übliche Zierfischfutter, dabei sollte Grünfutter einen guten Anteil ausmachen. Man gibt das entweder in Form speziell pflanzlichen Flockenfutters oder auch in Form überbrühter Salatblätter, Löwenzahnblätter, Vogelmiere oder dergleichen. Die Fische sind lebendgebärend. Bei der Geburt haben die Jungtiere noch die merkwürdigen „Nährschnüre“ (Trophotaenien) am Bauch, die im Mutterleib – ähnlich wie die Nabelschnur bei Säugetieren – den Embryo mit Nährstoffen versorgen. Xenotoca sind sehr lebhafte Fische, die am besten in großen Aquarien gedeihen. Die Temperatur sollte im Jahresverlauf schwanken. Wichtig ist eine Art „Winterpause“ bei Wassertemperaturen von 17-20°C. Über 25°C sollte die Temperatur dauerhaft nicht steigen. Eine Freilandhaltung in den warmen Monaten, in denen ein Absinken der Temperatur unter 17°C nicht zu befürchten ist, tut der Gesundheit dieser Fische sehr gut.
Mit gut 1 Meter maximal erreichbarer Endlänge gehört Oxydoras niger zu den größten Arten der Dornwelse überhaupt. Dessen ungeachtet ist es eine sehr friedliche Art und darum für Besitzer sehr großer Aquarien, Schauaquarien und Zoos durchaus attraktiv. Voll erwachsen sind diese Fische einheitlich schwarz (genau das bedeutet der Artname „niger“ = schwarz), halb erwachsen sind die Flossen schwarz und der Körper silbergrau. Ganz junge Tiere sind rotbraun und haben zahlreiche Flecken.
Meist importieren wir diese Tiere aus Peru in kleinen Größen von 4-10 cm; es blieben uns dabei immer leichte Zweifel, ob denn diese braun getupften Tierchen wirklich zu den schwarzen U-Booten werden. Darum haben wir einfach in der letzten Saison mal einen zur Seite gesetzt. Diese Fisch ist jetzt 30 cm lang und bestätigt tatsächlich: es ist Oxydoras niger, ohne wenn und aber.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 284200 (4-6 cm), 284201 (6-8 cm) und 284207 (30 cm, nur ein Tier!) auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern. Nur in kleiner Stückzahl lieferbar!
Seit wenigen Wochen kursieren Bilder von knallroten Nannostomus, die geradezu unnatürlich bunt erscheinen. Es handelt sich dabei aber tatsächlich um ein Wildformen aus Peru, die dem dort ebenfalls vorkommenden Nannostomus rubrocaudatus (dem „Purple“) sehr nahestehen oder sogar mit ihm identisch sind. Wie dieser haben die Neuheiten einen markanten schwarzen Fleck in dem unteren Schwanzflossenlappen, ein Merkmal, das anderen Nannostomus des Formenkreises um N. marginatus und N. mortenthaleri fehlt.
Es handelt sich um zwei Formen: die eine wird „Super Red Cenepa“ genannt. Ihr genauer Fundort ist noch unbekannt. Diese Tiere haben einen tiefschwarzen Balken über den Rücken und entlang der Bauchkante, die Flossen sind transparent oder weißlich. Soweit wir wissen wurden sie bislang nur nach Hongkong exportiert. Die zweite Form, von der wir hier Bilder zeigen können, weil bereits kleine Stückzahlen nach Europa gelangten, stammt aus dem Rio Amaya in Peru. Diese Information verdanken wir Oliver Lucanus, der die Fänger vor Ort besuchte. Herzlichen Dank hierfür!
In den ersten Importen, die wir sichten konnten, waren alle (80) Fische extrem rot, nur bei manchen war der Kopf und das vordere Körperfünftel hell. Ob es sich dabei um einen Geschlechtsunterschied oder um eine Varianz in der Färbung der Männchen handelt, wissen wir noch nicht. An anderer Stelle wurden Weibchen mitgeliefert, die sich äußerlich nicht von Nannostomus rubrocaudatus-Weibchen unterscheiden. Wir können nicht entscheiden, ob es sich dabei um echte Weibchen des Nannostomus sp. „Super Red“ handelt oder ob die Exporteure dem Wunsch nach Weibchen bei ihren Kunden in Europa, Asien und Amerika einfach dadurch entsprachen, dass sie Weibchen von N. rubrocaudatus mitlieferten. Nach der Meinung von O. Lucanus sind die Weibchen des „Super Red“ lediglich blasser rot gefärbt, gleichen aber sonst den Männchen. Wie gesagt, wir wissen es nicht. Schöne Fische sind das aber, das muss man schon sagen!
Erneut ist uns der Import des leider nur sehr selten angebotenen, sehr attraktiven Hyphessobrycon micropterus aus dem Rio Sao Francisco in Brasilien gelungen.
Bisher konnten wir diesen wohl schönsten aller Leporinus erst einmal importieren: Leporinus sp. „Strawberry“. Das war in der Saison 2010/2011, in der uns zwei Importe in kleiner Stückzahl gelangen. Zu diesen Fischen siehe bitte https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/leporinus_sp_strawberry__de/ Eine interessante Randnotiz: fünf der damals importierten Fische haben wir erst vor wenigen Wochen in einem Top-Zustand zurückbekommen und weiterverkaufen können. Es handelt sich also um ausgesprochen langlebige Fische!
Nun besteht wohl die Chance, dass sich künftig mehr Menschen an den herrlichen Tieren erfreuen können, denn es wurden uns jetzt erstmals Nachzuchten angeboten. Da haben wir natürlich zugeschlagen und haben es in keinster Weise bereut! Bereits mit ihren 4-6 cm Länge (die fotografierten Exemplare sind ca. 4 cm lang) sind es ausgesprochen farbenprächtige Kobolde. Wir sind uns ganz sicher, dass diese Art zum Dauerbrenner wird, wenn die Zucht weiter gut gelingt und die Preise dadurch etwas sinken.
Für unsere Kunden: die Fische haben Code 265892 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Nur ziemlich selten – alle paar Jahre – und wenn, dann immer in den Sommermonaten Juni-Juli-August, erhalten wir Hyphessobrycon socolofi aus Brasilien, bei denen der Rücken auffällig grün glänzt; zudem ist bei diesen Tieren der zweite kirschrote Fleck auf der Schwanzwurzel besonders intensiv rot gefärbt. Wir beobachten dieses Phänomen bereits viele Jahre. Eine Erklärung haben wir noch nicht gefunden.
Es sind in jedem Fall wunderschöne Tiere, eine Bereicherung für jedes Aquarium mit friedlichen Fischen!
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 261994 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
In den letzten Jahren haben wir häufiger über Panzerwels-Importe berichtet, die Corydoras armatus ähnlich sind (= sp. aff. armatus oder cf. armatus), aber eben nicht identisch. Jetzt haben wir wieder einmal den „echten“ C. armatus aus Peru erhalten. Die enorm hohe Rückenflosse ist wirklich ein Hingucker. Zudem wird sie immer straff aufrecht getragen, was unwillkürlich an eine Gruppe Zwerge mit Zipfelmütze erinnert.
Die Pflege von C. armatus, der ca. 5-6 cm lang wird, entspricht der von anderen Panzerwelsen, es gibt aber zwei Besonderheiten. Erstens gehört C. armatus zu den sozialsten Corydoras und sollte darum unbedingt in Gruppen ab 5 Tieren aufwärts gepflegt werden. Einzeltiere fühlen sich nicht wohl! Und zweitens ist diese Art etwas empfindlich gegenüber zu hohen Wassertemperaturen. Der Bereich zwischen 22 und 26°C ist richtig, wobei den größten Teil des Jahres der untere Wert als Richtwert dienen sollte.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 222105 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Dieser schöne und – für Pao-Verhältnisse – friedliche Süßwasserkugelfisch stammt aus dem Mekong-Einzug in Laos (Typuslokalität: der Fluss Xe Bangfai bei Ban Geng Sahwang); er gilt als endemisch (= nur dort vorkommend) im Xe Bangfai. Im Gegensatz zu dem im gleichen Fluss vorkommenden Pao turgidus hat P. abei einen großen Augenfleck (Ocellus) unterhalb der Rückenflosse. Bei P. turgidus sind alle Flecken am Körper gleich groß. Leider kann man P. abei aber nur dann zweifelsfrei bestimmen, wenn er eine stimmungsabhängige Färbung zeigt. Diese Färbung tritt in der Balz und bei starker Aufregung auf. Ist der Fisch nicht in dieser Stimmung, so kann man ihn nicht vom „gewöhnlichen“ Pao cochinchinensis unterscheiden, der ebenfalls im Xe Bangfai vorkommt. Darum gibt es immer wieder Zweifel, welche der beiden Arten man denn vor sich hat.
Das ist aber nicht nur von akademischem Interesse, sondern hat auch ganz praktische Bedeutung. Während nämlich Pao cochinchinensis eine ziemlich aggressive Art ist, die man auf lange Sicht oft nur einzeln halten kann, ist bei P. abei eine dauerhafte Gruppenhaltung durchaus möglich.
Äußerliches Alleinstellungsmerkmal von P. abei ist also lediglich eine von mehreren möglichen stimmungbedingten Färbungen, die aus gelben oder orangefarbenen Punkten auf dunklem Grund besteht. Ansonsten können wir uns nur auf unseren Lieferanten verlassen, wenn er uns Kugelfische unter diesem Namen schickt. Glücklicherweise tat uns eines der beiden Exemplare unseres aktuellen Imports im Photobecken den Gefallen, sich einige Zeit in typischer abei-Färbung zu zeigen!
Pao abei wird rund 10 cm lang. Es sind Substratlaicher, das Gelege wird vom Männchen bis zum Schlupf der Larven bewacht. Die Zucht von P. abei ist schon häufiger gelungen. Bezüglich der Wasserchemie sind die Tiere anspruchslos, jedes Leitungswasser eignet sich, der pH sollte zwischen 6 und 8 liegen, die Wassertemperatur um 24°C.
Für unsere Kunden: P. abei hat Code 461245 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Raubwelse strahlen auf so manchen Welsliebhaber eine besondere Faszination aus. Leider werden viele Arten einfach zu groß für die dauerhafte Pflege in einem normal dimensionierten Heimaaquarium. Doch es gibt auch Arten, die nur 20-30 cm lang werden und für die es somit nicht nötig ist, den gesamten Keller zu fluten, um ihren Platzansprüchen Genüge zu tun. Zu diesen Arten gehört Platysilurus mucosus.
Zwei Merkmale machen Platysilurus mucosus besonders: die sehr langen Oberkieferbarteln und die riesige Schwanzflosse. Letzteres ist allerdings bei Jungtieren stärker ausgeprägt als bei erwachsenen Tieren. Beim Fangen muss man sehr aufpassen, denn die Brustflossen sind nadelspitz und wohl auch leicht giftig. Am besten fängt man die Tiere in einem vergleichsweise sehr großen, möglichst feinmaschigen Netz und schöpft sie dann mit einem Becher oder (bei größeren Exemplaren) Eimer heraus. So erspart man sich und den Tieren viel Stress.
Gefressen wird jedes fleischliche Futter, das ins Maul passt, auch kleinere Fische und Garnelen! Untereinander sind die Tiere friedlich. Bei Vergesellschaftung muss man aufpassen, dass die P. mucosus genug Futter abbekommen, denn sie sind – verglichen mit anderen Raubwelsen – ausgesprochen schüchtern. Die Heimat von P. mucosus sind der Amazonas und Orinoko, wo die Art weit verbreitet ist. Unsere Tiere kommen aus Peru. Es gibt eine zweite Art, P. malarmo, die nur in Venezuela und Kolumbien vorkommt und deutlich größer wird (um 50 cm).
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 280583 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Ähnlich wie es mehrere rotrückige Skalar-Populationen gibt, existieren auch mehrere rot oder gelb gepunktete Wildformen. Die Stammeltern des Pterophyllum sp. „Guyana Red Dragon“ kamen aus dem Essequibo-River in Guyana. Anzahl und Intensität der Punkte variieren bei jedem Fisch individuell, aber alle Exemplare, die wir aktuell erhalten haben (sie sind jetzt 5-7 cm lang und gerade geschlechtsreif) sind sehr schön und intensiv gepunktet. Es handelt sich um deutsche Nachzuchten.
Die Färbung der roten Punkte des Pterophyllum sp. „Guyana Red Dragon“ wechselt mit dem Lichteinfall. Manchmal wirken sie eher orangefarben, manchmal schwarzrot, manchmal kirschrot. Exakt das gleiche Phänomen kennt man auch von den rot gepunkteten Grünen Diskus (Symphysodon aequifasciatus). Und genau wie bei Diskus kommen in der Natur rot gepunktete und ungepunktete Exemplare gemeinsam vor. Es handelt sich dabei weder um besondere Standortvarianten noch um Geschlechtsunterschiede oder gar Artunterschiede. Wie die prachtvollen Pterophyllum sp. „Guyana Red Dragon“, die wir gerade anbieten können, jedoch überdeutlich zeigen: dieses Merkmal ist erblich und kann in der Hand erfahrener Züchter von Generation zu Generation in seiner Ausprägung gesteigert werden.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 699793 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Das Interesse an besonderen Wildformen des Segelflossers oder Skalars ist groß. Zu den bekanntesten gehört der „Manacapuru-Rotrücken“, eine sehr auffällige Form. Wegen der starken Revisionbedürftigkeit der Gattung Pterophyllum bezeichnet man ihn besser nicht wissenschaftlich mit „Pterophyllum scalare“, denn was genau dieser „echte“ scalare ist, muss erst noch erforscht werden.
Die Stadt Manacapuru, nach der dieser Rotrücken benannt ist, ist die viertgrößte Stadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas. Sie liegt direkt am Amazonas, allerdings rund 80 km oberhalb des Zusammenflusses von Amazonas und Rio Negro. Bis dorthin wird der Amazonas als Rio Solimoes bezeichnet. Rotrückige Skalare gibt es allerdings nicht nur dort und leider wurden in der Vergangenheit auch schon verschiedene rotrückige Lokalformen miteinander gekreuzt, sei es absichtlich oder unabsichtlich. Der Manacapuru-Rotrücken zeichnet sich dadurch aus, dass die Schwanzflosse ist fast völlig zeichnungslos oder höchstens zart gestreift ist (mehr oder weniger kräftig gestreift bei vielen anderen rotrückigen Lokalformen). Der dem „Manacapuru-Rotrücken“ sehr ähnliche „Amapa-Rotrücken“ ist weniger intensiv gefärbt und, wenn voll erwachsen, von „eimekei“-Gestalt. Als Jungfische sind diese beiden Formen kaum unterscheidbar.
Die Pflege des Manacapuru-Rotrückens ist nicht schwieriger als die der „gewöhnlichen“ Skalar-Zuchtformen. Am schönsten werden sie in hohen Becken (um 60 cm). Jungtiere zeigen oft noch nicht viel Rot im Rücken, das hängt vom Stamm und von der Fütterung ab. Man achte bei Kauf vor allem auf die fadenartigen Bauchflossen. Sind sie schön gerade und etwa so lang wie die Afterflosse, dann werden es schöne Tiere werden. Krumme, verkürzte Bauchflossen deuten schlechte Aufzuchtbedingungen an. Das ist zwar nicht erblich, aber es wächst sich auch nie wirklich wieder aus. Durch die Verfütterung von viel Kleinkrebsen (Daphnien, Cyclops, Artemia, Mysis etc., egal ob lebend oder gefrostet) werden die roten Farben im Rücken intensiviert. Unsere Bilder zeigen jung erwachsene Tiere und handelsübliche Jungtiere.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 699673 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Die Schlankcichliden (Julidochromis) gehören zu den beliebtesten Buntbarschen aus dem Tanganjikasee. Es sind sehr schöne, bunte und vergleichsweise friedliche Tiere. Selbstverständlich werden zur Fortpflanzung Reviere gebildet und gegen andere Fische verteidigt. Alle Julidochromis sind empfehlenswerte Aquarienfische, es gibt für jedes Aquarium die passende Art. Die größte ist J. marlieri, von denen wir gerade prächtige, fast ausgewachsene Tiere von 7-10 cm Länge anbieten können. Die in der Literatur angegebene Maximallänge der Art liegt knapp unter 15 cm (inklusive Schwanzflosse).
Julidochromis marlieri sind meist monogam, aber es gibt auch polyandrische Weibchen, die also in Vielmännerei leben. Dabei verteidigen die Männchen das Laichrevier (meist eine Gesteinsspalte oder dergleichen) und das Weibchen schwimmt die Reviere ab und laicht gelegentlich mit dem einen oder dem anderen Männchen ab.
Der Dreistachlige Stichling (Gasterosteus aculeatus) ist der interessanteste und schönste einheimische Aquarienfisch. Sein Verhalten wurde intensiv wissenschaftlich untersucht und das Balz-, Nestbau- und Paarungsverhalten der Art sind bis heute fester Bestandteil des Schulunterrichts. Der Stichling ist ein Modellorganismus für die Instinktforschung.
Systematisch-wissenschaftlich ist der Dreistachlige Stichling nach wie vor nur ungenügend verstanden. Im Laufe der Jahrhunderte wurde 47 Arten Dreistachliger Stichlinge beschrieben, doch nur wenige davon sind gültig, die allermeisten werden als Synonyme gesehen. Bezüglich des Verhaltens unterscheidet man eine stationäre Süßwasserform und eine Wanderform, die große Teile des Jahres im Meer verbringt und nur zur Fortpflanzung ins Süßwasser zurückkehrt; zusätzlich gibt es offenbar auch rein marine Populationen. Anatomisch wurde immer wieder versucht, die Anzahl der seitlichen Körperplatten als Bestimmungsmerkmal für Arten hernazuziehen. So galt Gasterosteus gymnurus längere Zeit als gültige Art, bei der diese Platten auf dem Schwanzstiel fehlen. Neuere DNS-gestützte Untersuchungen konnten aber keine Unterschiede zwischen G. gymnurus und G. aculeatus finden.
Dreistachlige Stichlinge leben in praktisch ganz Europa, großen Teilen des nördlichen Asiens und Nordamerika. Unsere Tiere stammen aus deutschen Fischzuchtbetrieben. Leider kennen heutzutage die meisten Schüler und Erwachsenen diese Tiere nur noch aus Filmen und Büchern. Jetzt ist eine gute Zeit, sich diese Fische für das heimische Aquarium zu kaufen und das fantastische Tier live zu beobachten.
Für unsere Kunden: Dreistachlige Stichlinge haben Code 884005 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Erstmals können wir diese interessante und attraktive Salmler-Neuheit anbieten: Hyphessobrycon sp. aff. bifasciatus „Ghost“. Der Ursprung dieser Fische ist uns nicht bekannt. Unser Züchter erhielt die Elterntiere aus Wien. Als die damit erzielten Jungfische kräftig rote Flossen entwickelten, die sie aber mit dem Heranwachsen wieder verloren, ließ sich die enge Verwandtschaftschaft zum Gelben von Rio (Hyphessobrycon bifasciatus) nicht mehr übersehen. Der „Ghost“ hat tatsächlich, wie man bei bestimmtem Lichteinfall sehen kann, noch die schwarzen Pigmente, die den artcharakteristischen doppelten Schulterstreifen von H. bifasciatus bilden. Der „Ghost“ wirkt als erwachsener Fisch sehr attraktiv durch seine geisterhafte Durchsichtigkeit in Kombination mit den tiefschwarzen Augen
Der Gelbe von Rio (Hyphessobrycon bifasciatus) wurde bereits 1925 im Aquarium gepflegt und gezüchtet. Er ist sehr ähnlich zum Roten von Rio (Hyphessobrycon flammeus). Tatsächlich wurde der Rote von Rio bei seiner Ersteinfuhr 1920 als H. bifasciatus fehlbestimmt. Erst als ein paar Jahre später der „echte“ H. bifasciatus importiert wurde, merkte man den Irrtum und erkannte, dass der Rote von Rio eine zu diesem Zeitpunkt noch unbeschriebene Art war. Beide Arten werden 4-5 cm lang und kommen aus Brasilien, Bundesstaat Rio de Janeiro. Allerdings ist der Rote eine Schwarzwasserform und darum auch akut vom Aussterben bedroht, während der Gelbe sehr anpassungsfähig ist und auch in der vom Menschen zerstörten Natur noch gut klarkommt. Wildfänge für die Aquaristik haben, wie immer in solchen Fällen, keinerlei Einfluss auf die natürlichen Populationen.
Interessant an H. bifasciatus ist, dass viele der Jungtiere knallrote Flossen haben. Das verliert sich mit dem Heranwachsen. Man fragt sich nur: wozu ist das gut? Denn was uns Menschen gut gefällt, fällt Fressfeinden ja auch besonders auf: rote Flossen! Beim fotografieren merkten wir, dass es vor allem junge Weibchen sind, die die roten Flossen haben; bei dem Zufallsfang für die Photosession waren tatsächlich alle rotflossigen Tiere vermutliche Weibchen (wegen der deutlich kleinflächigeren Afterflosse), während alle Tiere mit großflächiger Afterflosse vermutliche Männchen waren; sie zeigten keinerlei Rot in den Flossen. Alle Fische waren zu diesem Zeitpunkt ca. 2 cm lang. Von da an verlor sich auch bei den Weibchen das Rot mehr und mehr, bis gar nichts davon mehr vorhanden war.
Früher war der Gelbe von Rio ein beliebter Aquarienfisch, weil er in Wohnräumen keine Zusatzheizung braucht. 16-22°C sind sein Wohlfühlbereich, nur zur Zucht will er es etwas wärmer. Heutzutage ist die Art für viele nicht mehr bunt genug. Aber wer weiß, vielleicht erlebt der Gelbe von Rio wegen der enorm steigenden Energiepreise ja eine Renaissance? Gerade bietet sich eine der seltenen Gelegenheiten, diesen Fisch zu erwerben, denn wir haben Wildfänge im Stock.
Für unsere Kunden: Hyphessobrycon bifasciatus WILD haben Code 259653, H. sp. aff. bifasciatus „Ghost“ Code 259713 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Wir haben wieder einmal einen der niedlichensten Zwergsalmler überhaupt erhalten: Tyttocharax cochui. Diese lebhaften und dabei absolut friedlichen blauen Blitze werden nur 1,5-2 cm lang. Die Entdeckung von T. cochui ist interessant: sie kamen nämlich erstmals im April 1949 nach Deutschland und zwar als Futterfische! Der eigentliche Import galt dem Blattfisch, Monocirrhus polyacanthus. Da dieser bekanntlich ein Raubfisch ist und man ihn während der langen Schiffsreise nicht hungern lassen wollte, gab man einige „Jungfische“ als Futter mit in die Transportkanne.
Diese entpuppten sich später als bereits erwachsene Zwergfische, die als „Microbrycon cochui“ wissenschaftlich beschrieben wurden. Offenbar waren – zum Glück für die Futterfische – die Blattfische seekrank geworden und hatten keinen rechten Appetit.
Für unsere Kunden: Tyttocharax cochui hat Code 298952 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Die Prachtgrundkärpflinge (Nothobranchius) stellen mit N. furzeri eines der kurzlebigsten Wirbeltiere der Welt. Nur die Meeresgrundel Eviota sigillata topt ihn noch, bei ihr wurde (in der Natur) noch nie ein Tier älter als 59 Tage. Bei N. furzeri liegen zwischen Schlupf aus dem Ei und Tod aus Altersschwäche auch nur 12 Wochen (84 Tage). Kein Wunder, dass Forscher, die sich mit Vorgängen während des Alterns befassen, geradezu versessen sind, mit diesem Tier zu arbeiten.
Wir Aquarianer lieben Nothobranchius aber wegen ihres prächtigen Aussehens. Natürlich haben wir auch Freude an ihrem Verhalten, das eine Anpassung an periodisch völlig austrocknende Gewässer ist. Die Trockenphase überstehen die Fische in Form von Eiern im Boden. Weil sie kaum länger als ein Jahr (Latein: annus) leben, bezeichnet man die kurzlebigen Killis als „annuelle“ Arten. Das hat man aus der Botanik übernommen, wo man als annuelle Arten die einjährigen Kräuter beteichnet, die nach der Blüten- und Samenbildung absteren.
Nothobranchius patrizii gehört zu den bereits lange bekannten Arten der Gattung, die derzeit 90 Arten umfasst und im südlichen und östlichen Afrika in Savannen vorkommt. 1927 wurde die Art beschrieben, 1981 erstmals importiert. Das Vorkommen umfasst Kenia und Somalia. Die Art ist zwar nicht die bunteste der Gattung, aber sie gilt als sehr robust und damit für Einsteiger in die Pflege und Zucht von annuellen Killis sehr gut geeignet.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 337502 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Die Blaue Daisy (Oryzias woworae) kennt mittlerweile ja fast jedes Aquarianerkind und wir haben diesen schönen und pflegeleichten Fisch auch regelmäßig im Angebot. Unser aktueller Stock, Nachzuchten aus Indonesien, besteht aus besonders großen Tieren, die sich in der Balz prachtvoll fast schwarz einfärben. Offenbar hat man den attraktiven „Black“-Stamm, der leider meist keine Rückenflosse hatte, erfolgreich eingekreuzt.
Die Weibchen (erkennbar an der glattrandigen Afterflosse) sehen ganz normal aus und auch erschreckte Männchen bzw. solche, die gerade nicht balzaktiv sind, zeigen nur den klassischen blauen Glanz, den orangefarbenen Bauch und die roten Schwanzflossenstreifen.
Für unsere Kunden: die Fische haben Code 340134 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Den niedlichen Flame Red Zwergblaubarsch (Dario hysginon) haben wir ziemlich regelmäßig im Stock. Er stammt aus Burma (Einzug des Irrawaddy, Myitkyina District, Kachin State). Weitere Bilder der Art finden Sie hier: https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/dario_hyginon_2__de/
Teilweise gemeinsam mit dem Flame Red kommt in der Natur ein weiterer Zwergblaubarsch vor, der bereits in der wissenschaftlichen Erstbeschreibung erwähnt wird: der „Black Tiger“. Bezüglich der messbaren Werte unterscheidet sich der Flame Red nicht wesentlich vom Black Tiger und darum wurden beide lange „offiziell“ auch lediglich als Farbvarianten der Spezies Dario hysginon geführt. Aquarienbeobachtungen sprachen allerdings dafür, dass es sich um getrennte Arten handelt, denn sie kreuzen sich im Aquarium nicht.
Nun haben die Entdecker des „Black Tiger“, die ihn ursprünglich aufgrund der geringen Materiallage und der Tatsache, dass er gemeinsam mit Dario hysginon vorkommt nur als Variante von D. hysginon einstuften, ihn doch noch als eigenständige Art beschrieben. Er heißt jetzt offiziell Dario tigris Britz, Kullander & Rüber, 2022. Die Hauptunterschiede zu D. hysginon liegen in der Färbung und genetischen Differenzen, es gibt auch kleinere anatomische Unterschiede zwischen den beiden (im Durchschnitt weniger Rückenflossenstacheln und Wirbel bei D. tigris). Außerdem stellten die Autoren fest, dass Dario tigris nur manchmal zusammen mit D. hysginon lebt. Typuslokalität von Dario tigris ist ein namenloses Flüsschen im Kachin State südlich von Mogaung.
Leider ist es unmöglich, die beiden Arten in Schreckfärbung sicher voneinander zu unterscheiden, weshalb immer wieder einmal ein gewisser Mix bei uns ankommt. Ausgefärbte Tiere sind dagegen kaum zu verwechseln. Die Weibchen des Black Tiger haben übrigens, genau wie die Männchen, ein Punktmuster im Nacken, wodurch man sie ganz gut von gestreiften Weibchen des Flame Red unterscheiden kann.
Für unsere Kunden: Dario hysginon hat Code 413783, D. tigris 413796 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir Flame Red und Black Tiger nicht zu 100% sortieren können und ausschließlich den Großhandel beliefern.
Text & Photos: Frank Schäfer
Literatur:
Britz, R., Kullander, S. O. & L. Rüber (2022): Dario tigris and Dario melanogrammus, two new species of miniature chameleon fishes from northern Myanmar (Teleostei: Badidae). Zootaxa 5138 (1): 001–016
Manche Prachtschmerlen, darunter Botia kubotai, sind nur saisonal und für kurze Zeit lieferbar. Die bildschöne Art stammt aus dem Salween-Zufluss Ataran im Grenzgebiet zwischen Burma und Thailand und wird etwa 8-10 cm lang, die bisher gemeldete Maximallänge beträgt 13 cm. Es handelt sich um eine der sozialsten Prachtschmerlen, man sollte sie unbedingt in einer Gruppe pflegen.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 401304 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Zum erstenmal überhaupt können wir den bisher ausschließlich aus dem Rio Parnaiba in Brasilien bekannten Glyptoperichthys parnaibae anbieten. Der Rio Parnaiba liegt im Nordosten Brasiliens und hat einem hohen Anteil endemischer, also nur dort vorkommender Fischarten, weil keine Verbindung zu anderen Fluss-Systemen besteht.
Die Jungtiere von Glyptoperichthys parnaibae sind wie alle Segelschilderwelse, ganz entzückende Fische. Die Tiere werden 40-50 cm lang und sind dann die wohl schönsten aller Glyptoperichthys. Wir haben sie in Größen zwischen 4 und 6 cm erhalten. Natürlich braucht man zur Pflege großer Fische große Aquarien, aber ansonsten sind Glyptoperichthys parnaibae sehr pflegeleicht. Magenuntersuchungen zeigten, dass diese Art nicht nur Aufwuchs, sondern auch Insektenlarven frisst. In ihrem Verbreitungsgebiet ist die Art sehr häufig und dient ärmeren Bevölkerungschichten als billiges Nahrungsmittel.
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Stachelaale erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit. Immer mehr Aquarianer entdecken, dass es gar nicht immer nur die bunten, ständig sichtbaren Fische sind, die Spaß machen, sondern auch die eher versteckt lebenden Fischpersönlichkeiten, die man oft nur zur Fütterung sieht. Zu diesen Fischpersönlichkeiten gehören auf jeden Fall die Stachelaale.
Es gibt Stachelaale in unterschiedlichen Größen: vom nur etwa 10 cm langen Macrognathus pancalus aus Indien bis hin zum „Riesenstachelaal“ Mastacembelus armatus mit bis zu 90 cm. Leider funktioniert eine lange Zeit sehr hilfreiche Faustregel zur Größe nicht mehr. Bis zu wissenschaftlichen Überarbeitungen der Gattung in den letzten 5 Jahren konnte man immer gut sagen: asiatische Stachelaale mit deutlich abgesetzter Schwanzflosse bleiben klein, bei solchen mit umlaufender Rücken-Schwanz und Afterflosse muss man aufpassen, die können und einen halben Meter lang und armdick werden. Inzwischen kennt man kleinbleibende Arten der letzten Gruppe ebenso wie großwüchsige der ersteren (den erst kürzlich beschriebenen Macrognathus kris von Borneo, der gut 40 cm Länge erreichen kann).
Macrognathus maculatus hat eine umlaufende Flosse und stammt aus Indonesien und Malaysia; Meldungen aus anderen Teilen Südostasiens (Kambodscha, Vietnam) beziehen sich wahrscheinlich auf ähnliche andere Arten. Größenmäßig liegt die Art im Mittelfeld. Unsere Tiere sind voll geschlechtlich differenziert (Männchen sind deutlich schlanker als die Weibchen) und 15-20 cm lang. In der Literatur findet man Größenangaben bis 28 cm. Die farblich variable Art ist jedenfalls sehr hübsch gemustert und sehr friedlich. Nur ganz kleine Fische sollte man nicht mit ihenen gemeinsam pflegen: die dürften über kurz oder lang im Magen der Stachelaale enden.
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Der Zwergbuntbarsch Apistogramma agassizii hat ein Verbreitungsgebiet, dass sich durch praktisch den gesamten Amazonas zieht. Bei vielen seiner Gattungsgenossen ist das völlig anders, die kommen häufig nur lokal vor und bilden dann auch noch Standortvarianten aus. Agassiz´ Zwergbuntbarsch hat sich bislang erfolgreich allen Versuchen entzogen, ihn auseinander zu dividieren. Zwar kennt man einige besonders herausstechende Farbschläge – etwa den „Tefe“ mit seinem Zickzack-Muster oder den rotrückigen „Santarem“. Aber es zeigt sich immer wieder, dass auch bei diesen Extremen nur relativ wenige Männchen dem Idealbild entsprechen und bei einer größeren Anzahl Wildfängen immer auch normal gefärbte Männchen dabei sind. Und die Weibchen sehen ohnehin alle gleich aus…
Die Sache wird nicht einfacher, wenn man bedenkt, dass nahezu bei jeder Apistogramma-Art in der Natur ein Polychromatismus (= Vielfarbigkeit) der Männchen zu beobachten ist. Es gibt also Männchen mit z.B. höherem Rotanteil, solche mit höherem Blauanteil etc. Unter Aquarienbedingungen kann man innerhalb weniger Generationen auf die gewünschte Farbe selektieren und bekommt dann einheitlich aussehende Stämme. Aber in der Natur ist das nicht so.
Wir haben gerade sehr hübsche Wildfänge von Apistogramma agassizii aus Peru, also dem Oberlauf des Amazonas, im Stock. Wie bei Wildfängen üblich, sind sie bei Eintritt der Geschlechtsreife etwa 30% kleiner als ihre Vettern, die im Aquarium groß wurden. In der Natur gibt es halt nicht so reichlich Futter. Aber die Färbung der „Wilden“ ist wirklich sehr, sehr hübsch, sowohl der Tiere mit mehr Rot wie auch der Tiere mit mehr Blau in der Schwanzflosse.
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Der Knurrende Zebrawels – so könnte könnte man Platydoras armatulus populär bezeichnen. Tatsächlich nennt man ihn aber den Linien-Dornwels. Alle Dornwelse können, wenn man sie aus dem Wasser nimmt, deutlich knurrende oder quakende Töne von sich geben. Dabei vibrieren sie am ganzen Körper. Vermutlich dient das der Feindabwehr. Aber auch ohne dieses Gehabe sind Platydoras gut gegen Fressfeinde geschützt. Ihr ganzer Körper und vor allem die Flossen sind über und über mit Stacheln und Dornen besetzt, die sogar giftig sind und schmerzhafte Stich- und Rissverletzungen verursachen können. Es soll sogar schon Vergiftungsfälle beim Menschen gegeben haben, man sollte diese Tiere darum nie mit bloßen Händen fangen. Es scheint, als wüssten die Welse um ihre weitgehende Ungenießbarkeit: in aller Regel liegen sie tiefenentspannt in einer schattigen Höhle herum und lassen sich kaum stören. Die gelegentlich in der Literatur zu findende Warnung, diese Welse könnten durch Giftabsonderung ihren Aquarienmitbewohnern gefährlich werden, haben wir noch nie beobachtet, obwohl wir schon tausende dieser Tiere über die Jahrzehnte bei uns hatten. Aber immerhin: wir haben Sie hiermit darauf hingewiesen, dass es so etwas geben könnte.
Bis zum Jahr 2008 nannte man den Linien-Dornwels Platydoras costatus und noch heute findet sich dieser Name auf den meisten Stocklisten. Warenwirtschaftssysteme lassen sich halt nicht so einfach umstellen. Der „echte“ P. costatus kommt nur in Küstenflüssen von Surinam und Französisch Guyana vor, ist einfarbig braun-schwarz und hat nur entlang der seitlichen Dornenreihe eine dünne helle Linie. Platydoras armatulus hingegen kommt ursprünglich aus dem unteren Orinoko, dem Amazonas und dem Parana-Paraguay-System. Heutzutage sind allerdings fast nur noch Nachzuchten aus Südostasien im Handel. Er ist unverwechselbar und kontrastreich schwarz-weiß gestreift.
Die Pflege von P. armatulus ist sehr einfach. Die Wassertemperatur kann zwischen 20 und 30°C liegen, jedes Trinkwasser ist zur Pflege geeignet. Die Art ist extrem langlebig, man kann sich auf mehrere Jahrzehnte mit ihnen freuen. Die Maximallänge soll bis zu 30 cm betragen, gewöhnlich werden sie um die 20 cm lang. Es sind gesellige Tiere, die man in kleinen Gruppen (5-7 Exemplare) pflegen sollte. Gefressen wird jedes übliche Zierfischfutter und auch kleine Fische, wenn sie ins Maul passen. Mitbewohner sollten also der Größe der Welse angepasst sein. Die Geschlechter sind äußerlich kaum zu unterscheiden, die Weibchen sind etwas plumper, das war es. Brutpflege üben diese Freilaicher nicht aus.
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Die „New Pandas“ aus Kolumbien gehören zu den attraktivsten und zugleich sehr gut halt- und züchtbaren Panzerwelsen der letzten Jahre. Es gibt zwei Formen/Arten, CW 49 und CW 51, die sich in der Form des schwarzen Sattelflecks deutlich unterscheiden.
Zur Zeit haben wir wunderschöne CW 51 in unterschiedlichen Größen im Stock. Die Ausdehnung des Sattelflecks in Richtung Bauchkante ist individuell recht unterschiedlich. Bei einigen Exemplaren reicht der Sattelfleck tatsächlich bis an die Bauchkante, bei anderen nur knapp bis zur Körpermitte.
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Der kleinbleibende, hübsch gezeichnete Hypancistrus debilittera aus dem Rio Bita (einem Zufluss zum Rio Meta, Kolumbien, Orinoko-Einzug) erfreut sich seit Jahren einer großen Beliebtheit. Schon mit 7 cm Länge werden die Männchen sexuell aktiv, die Maximallänge wird mit rund 12 cm angegeben. Wir importieren diese Art regelmäßig.
Kürzlich bekamen wir einen „Hypancistrus sp.“ aus Kolumbien, leider ohne konkrete Fundortangaben. Die Tiere sind 6-8 cm lang. In diesem Import waren Exemplare, die sich problemlos H. debilittera zuordnen lassen, aber auch vollständig gepunktete Tiere – und alle denkbaren Übergänge! Alle Photos in diesem Post wurden von Exemplaren aus diesem Import erstellt.
Wir haben uns deshalb entschlossen, diese Fische als L129-Variante einzulisten. Keine Frage: wären alle Tiere gepunktet gewesen, wir hätten eine neue L-Nummer dahinter gesehen. Aber so ist das nicht möglich, denn wenn wir eine Bestellung von nur wenigen Exemplaren erhalten und der Kunde dabei zufällig lauter „normale“ L129 erhält, werden wir unglaubwürdig. Es handelt sich dennoch um ein spannendes Phänomen. Ob die Hypancistrus des Orinoko-Einzugs ebenso fröhlich miteinander hybridisieren, wie das ihre Vettern z.B. im Rio Xingu erwiesenermaßen tun?
Es gibt noch viel zu erforschen an diesen Welsen, die überhaupt erst dank der Aquaristik der Wissenschaft bekannt wurden. Dazu braucht man aber immer wieder auch Wildfänge, um die natürliche Variation beurteilen zu können. So zeigt sich erneut: ernsthafte betriebene Aquaristik ist eine fröhliche Wissenschaft, ohne die die gründliche Erforschung der Biodiversität (Artenvielfalt) bei Kleinfischen nicht möglich ist. Die Biodiversitätsforschung wiederum ist die unabdingbare Voraussetzung für Artenschutz. Und so ist der Handel – auch und gerade mit Wildfängen – Artenschutz pur. Gefährdet werden Arten dadurch niemals.
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Die seltsamen Kropfsalmler der Gattung Triportheus gehören zu den fliegenden Fischen des Süßwassers. Darauf deutet schon der mächtige Brustkiel mit der daran ansitzenden Muskulatur und die sehr langen Brustflossen hin. Die Fische sind vorwiegend silbrig gefärbt und werden ca. 15 cm lang, weshalb sie nur für die Besitzer großer Aquarien in Frage kommen. Hier beleben sie aber sehr den oberen Bereich und sind daher ausgezeichnete Gesellschaftsfische z.B. für Welse, Buntbarsche oder Scheibensalmler.
Die Bestimmung der 16 Arten ist kniffelig und es gab in der Vergangenheit viele Verwechslungen. Wir haben aus Brasilien eine Art erhalten, bei der es sich nach der aktuellen Revision der Gruppe durch Malabarba 2004 höchstwahrscheinlich um Triportheus rotundatus handelt. Diese Art ist recht weit in Südamerika verbreitet und besiedelt praktisch das gesamte Amazonasbecken. Mit maximal 17,8 cm Standardlänge (dazu kommt ja dann noch die Schwanzflosse) gehört sie zu den größeren Arten der Gattung.
Die Pflege ist nicht schwer. Abgesehen vom Platzbedarf sollte man die Tiere am besten in größeren Gruppen pflegen, sonst werden sie, wie viele andere Salmler, zänkisch. Gefressen wird jedes übliche Zierfischfutter, allerdings nur sehr ungern vom Boden. Die Wassertemperatur kann zwischen 22 und 28°C liegen, die chemische Wasserzusammensetzung ist gleichgültig, jedes Trinkwasser eignet sich zur Pflege. Die Geschlechter unterscheiden sich kaum, Weibchen werden größer.
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Der Kaffeebohnen-Salmler ist innerhalb der so genannten Rosy Tetras, zu denen man alle Schmuck-, Phantom- und Blutsalmler zählt, eine Ausnahme-Erscheinung: keine andere Art besitzt auch nur andeutungsweise einen so großen Schulterfleck. Das Verbreitungsgebiet der Art liegt im unteren Amazonasbecken, dem Grenzbereich zwischen Brasilien und Französisch Guyana. Dort findet man den Kaffeebohnen-Salmler in den Einzügen der Flüsse Araguari und Oyapock – wenn man ihn denn findet! Denn was sich auf dem Papier so leicht daherschreibt ist in den gewaltigen Wasserwelten des Amazonas nicht wirklich leicht umzusetzen.
Nachdem Hyphessobrycon takasei viele Jahre von den Exportlisten verschwunden war, ist uns jetzt wieder einmal ein Import einer größeren Anzahl von Tieren gelungen. Nach Aussage unseres Lieferanten ist es immer noch der gleiche Fänger, der die Tiere bereits vor dem Exportstopp brachte.
Als die Fische bei uns ankamen, waren wir zunächst skeptisch, ob es sich wirklich um Kaffeebohnen-Salmler handelte, denn ein großer Teil zeigte kaum einen Schulterfleck. Binnen weniger Tage änderte sich das aber und die H. takasei sahen aus, wie man das von ihnen erwartet. Es ist aber schon interessant, wie drastisch die Salmler bei Beunruhigung ihre Färbung verändern können!
Wir freuen uns jedenfalls, endlich wieder diese Schönheit, die rund 4 cm Länge erreicht und eine Zierde in jedem gut gepflegten Gesellschaftsaquarium mit friedlichen Fischen und reichlichem Pflanzenwuchs ist, anbieten zu können. Unsere Tiere sind noch jung und zeigen darum noch nicht ihre volle Farbenpracht.
Für unsere Kunden: die Fische haben Code 262092 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.
Text & Photos: Frank Schäfer
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